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Zurück nach Hogwarts Teil 1

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Zurück nach Hogwarts Teil 1

Weiter geht’s.

Heute wird es Zeit, dass es zurück nach Hogwarts geht.

Etwas kürzer aber ich hoffe es wird euch trotzdem gefallen.

Viel Spaß.

Lächelnd beobachtete Harry Potter das Atrium seines Hauses.

Wie üblich, seid seine Kinder Hogwarts besuchten, herrschte am Morgen des ersten Septembers Ausnahmezustand am Grimmauldplatz Nr. 12!

Ein wildes Treppauf und Treppab! Es wurde in der letzten Sekunde noch nach vergessenen Büchern oder Objekten gesucht ohne die die Welt zum Untergang verdammt war und sie folglich deshalb nicht vergessen werden durften.

Harry liebte diesen Tag und all die Aufregung die damit verbunden war.

Es erinnerte ihn an seine eigene Jugend.

Zwar hätte er es nie gewagt so durch das Heim der Dursleys zu rennen und lauthals nach seinem Besen zu fragen (so wie Lily es gerade tat) aber er erinnerte sich an die Aufregung.

Damals war der erste September immer ein freudiger Tag gewesen da er der bedrückenden Stimmung bei den Dursleys entkommen konnte.

Daher ließ Harry den flatternden Nerven seiner Kinder hier weitestgehend freie Hand. Sie sollten es genießen dürfen.

Dieses Jahr war es sogar besonders schlimm weil Gäste das allgemeine Chaos noch verstärkten.

Danny und seine Cousinen besuchten Albus ( dieser freute sich wohl besonders über Karas Anwesenheit) und Dudley und seine Familie hatten ebenfalls die Nacht unter Harrys Dach verbracht.

Harry lächelte. In den vergangenen Wochen hatte sich sein Verhältnis zu Dudley auf eine Weise entwickelt die er nie für möglich gehalten hätte. Sie verstanden sich inzwischen wirklich gut.

Kurz dachte Harry an den lauten, gemeinen Jungen mit dem er aufgewachsen war.

Der heutige Dudley hatte mit diesem Jungen wahrlich nichts gemeinsam.

Vielleicht war es deshalb so einfach gewesen für die beiden Männer eine neues Kapitel in ihrer Beziehung aufzuschlagen.

Dudley hatte sich verändert und es war für Harry mehr ein neues Kennenlernen als ein Wiedersehen.

Mit einem Blick durchs Atrium schätzte Harry Potter nun die Lage ein.

Eingefunden und bereit zur Abfahrt nach Kings Cross waren bisher nur Daniel Huntington und seine Cousine Alex.

Die beiden Jugendlichen hockten auf ihren Koffern und verglichen Schokofrosch-Karten.

Alex interessierte sich besonders für Größen in der britischen Magie während Danny die Gelegenheit nutzte um von Alex etwas über berühmte amerikanische Zauberer zu lernen.

Es überraschte Harry aber Schokofroschkarten waren doch etwas regional und Alex hatte sich bei ihrer Sammlung eben auf Größen aus ihrer alten Heimat konzentriert.

Es war für Harry nicht verwunderlich, dass Danny und Alex als erste fertig waren. Die beiden, dass musste der erfahren Vater einräumen, waren aus dem Strauß der geballten Jugend im Hause Potter die reifsten und daher gut organisiert.

Bei Danny war das nicht weiter verwunderlich. Er hatte lernen müssen selbständig zu sein.

Woran lag das aber bei der jungen Alex wunderte sich Harry.

War es reine Veranlagung? Oder hatte es damit zu tun, dass Alex sich für ein Jahr in ihrer Familie gewissermaßen isoliert hatte?

Harry wusste inzwischen, dass Alex ihren Eltern lange ihre Beziehung zu ihrer Freundin Jenna verschwiegen hatte. Damit war sie in gewisser Weise auf sich gestellt gewesen und es hatte bestimmt einiges an Organisations-Talent erfordert die Beziehung geheim zu halten.

Harry schmunzelte. Albus und seine Eroberung Kara hatten dieses Talent nicht.

Wenigstens dreimal hatte er das junge Paar schon überrascht.

In diesem Moment trat Dudley neben Harry.

„Hast du dir eine ruhige Ecke gesucht vor all dem Chaos?“ fragte er.

Harry lachte und schüttelte den Kopf.

„Mehr einen Beobachtungsposten von dem aus ich es genießen kann.“

„Und du hast keine Sorge das es außer Kontrolle gerät?“ fragte Dudley scherzhaft.

Bevor Harry antworten konnte erklang Ginnys Stimme vom Treppenaufgang.

„Vorwärts ihr beiden! Knutschen könnt ihr auch auf Hogwarts! Ich kenn da ein paar gute Ecken! Da gibt es zum Beispiel diesen kleinen Durchgang....da hat mich dein Onkel Ron zwar mal erwischt Albus aber......“

„Mum! Hör auf!“ bettelte Albus der mit hochrotem Kopf gerade an Harry vorbei ging gefolgt von Kara. „Das ist so peinlich!“

„Dann leg einen Schritt zu Albus Potter!“ kommandierte seine Mutter. „Oder ich fange an davon zu erzählen wo ich mich mit deinem Vater getroffen habe!“

Mit beeindruckendem Tempo verfrachteten Albus und Kara ihre Koffer nun ins Erdgeschoss und das diebische Grinsen auf Dannys und Alex Gesicht verriet Harry, dass das junge Paar sich wohl noch einiges würde anhören dürfen.

„Um auf deine Frage zurück zu kommen Dudley,....“ meinte Harry grinsend. „Ich mache mir keine Sorgen das das Chaos außer Kontrolle gerät. Nicht bei einer so fähigen Oberkommandierenden.“

„Ach?“ meinte Ginny mit hochgezogener Augenbraue.

„Schatz....“ meinte Harry beschwichtigend. „Mal ehrlich: Ich würde dir doch nur im Weg stehen.“

„Allerdings!“ lachte Ginny nun. „Aber mit Lily und James brauche ich deine Hilfe.“

„Oh, was gibt es?“ erkundigte sich Harry.

„Unsere kleine Schlange sucht ihren Besen.“ erklärte Ginny. „Ich konnte gerade noch verhindern das sie James mit dem Kitzelfluch belegt. Sie ist sich sicher, dass er den Besen versteckt hat damit sie sich im diesem Jahr nicht als Sucherin für Slytherin aufstellen lassen kann.“

Ginny fuhr sich mit der Hand übers Gesicht.

„Jetzt fangen sie schon an! Was glaubst du was das erst gibt wenn Lily es in die Mannschaft schafft? Ich sage dir, einen Zirkus wie zwischen Albus und seinem Bruder lass ich nicht durchgehen!“

„Nun mal keine Sorge Schatz.“ beschwichtigte Harry. „James hat uns letztes Jahr gezeigt, dass er reifer geworden ist was sportlichen Wettkampf angeht.“

„Das kann man nur hoffen.“ seufzte Ginny. „Sonst wird es anstrengend für uns. Albus in Hufflepuff, James in Gryffindor und Lily in Slytherin.....Lily ist überzeugt, dass James den Besen versteckt hat. Tina versucht oben zu verhindern, dass die beiden sich an die sprichwörtliche Kehle gehen. Bisher klappt das noch aber wenn wir diesen verdammten Besen nicht bald finden..... James streitet alles ab!“

„Na vielleicht kann ich zumindest heute etwas zum Frieden beitragen Ginny.“ meinte Dudley zu seiner Schwägerin. „ Du hast doch Nikki gestern eine kleine Flugstunde in eurem Dachgarten gegeben. Damit sie nicht ganz unwissend ist wenn es um den Besenflug geht. Da hat eure Jüngste doch ihren Besen zur Verfügung gestellt. Kann es nicht sein, dass er im Dachgarten liegen geblieben ist?“

Ginny schlug sich mit der Hand vor die Stirn.

„Natürlich!“ seufzte sie und strebte der Treppe zu. „TINA....SAG DEN BEIDEN STREITHÄHNEN, DASS SIE MAL IM DACHGARTEN SUCHEN SOLLEN!“

Harry und Dudley sahen sich an und mussten beide lachen.

„Weißt du Vetter, wenn man sich erst mal an Flugbesen und Zauberstäbe gewöhnt hat.....“ hob Dudley an.

„Sind wir eigentlich ganz normale Menschen.“ lachte Harry.

In diesem Moment erschien Nikki auf der Treppe.

Sie zog ihren neuen Hogwartskoffer hinter sich her und kontrollierte gerade ob ihr neuer Zauberstab (Pappelholz mit Drachenherzfaser als Kern) sicher in seinem Holster verstaut war.

„Na meine Große“ lachte Dudley und drückte seine Tochter an sich. „Alles dabei?“

„Ich hab es dreimal überprüft.“ versicherte die Elfjährige. „Und ich soll wirklich nicht schon die Schuluniform anziehen.“

Fragend wanderte der Blick von Nikki zwischen ihrem Vater und Harry hin und her.

„Schatz, du hast doch gehört was dein Onkel Harry gesagt hat: Ihr fahrt mit dem Zug nach Hogwarts. Da kannst du dich umziehen. Auf der Fahrt willst du es doch erst mal bequem haben, oder?“

Nikki nickte und trollte sich dann ins Atrium.

„Und? Gab es noch Ärger mit deinem Vater?“ erkundigte sich Harry.

„Oh, er hat einiges versucht.“ grinste Dudley. „Aber dein Rat mit dem Ministerium war Gold wert. Dad hat sich einen Anwalt genommen aber der Fall ist nicht mal vor Gericht gekommen. Bevor so was verhandelt wird gibt es ja erst mal eine Einschätzung der Lage. Euer Ministerium hat meinen Eltern da ganz schön das Wasser abgegraben.“

Dudley wurde wieder ernst.

„Aber das werde ich meinem Vater nicht vergessen. Das er mir meine Tochter wegnehmen wollte.“

„Ich wünschte ich könnte dir jetzt sagen, dass er es irgendwann einsehen wird aber.....“ Harry hob die Schultern.

„Wir kennen meinen Vater wohl beide besser.“ seufzte Dudley. „Er ist nicht wie dein Freund Hagrid.“

Harry wusste sofort wovon Dudley sprach. Als Harry Dudley und seine Familie in die Winkelgasse begleitet hatte waren sie im „Tropfenden Kessel“ auf auf Hagrid getroffen.

Dudley hatte erst mal kräftig schlucken müssen. Offenbar erinnerte er sich noch gut an die Begegnung die er mit dem Halbriesen gehabt hatte. Damals an Harrys elften Geburtstag hatte Hagrid Dudley mit Magie einen Schweineschwanz verpasst.

Da Hagrid aber ein zukünftiger Lehrer von Nikki war hatte Harry beschlossen hier Frieden zu stiften und seinen Vetter und Hagrid zu einem Gässchen eingeladen.

Schnell waren die beiden miteinander warm geworden.

Hagrid hatte sich entschuldigt für sein Verhalten von damals.

„Tut mir heute echt leid.“ hatte er gesagt. „War damals im Grunde nicht böse auf dich Dudley sondern auf deinen Vater. Hat Dumbledore beleidigt. Verdanke dem Mann viel, weißt du? Hat sich für mich eingesetzt als keiner mehr an mich geglaubt hat. War aber trotzdem nicht richtig das du das abbekommen hast. Hab ich oft drüber nachgedacht. Bin jetzt selbst Lehrer, weißt du. Da hab ich gelernt, dass Kinder sich eben erst mal entwickeln müssen. Tut mir wirklich leid das von damals.“

„Das hatte Größe was dein Freund da gesagt hat.“ meinte Dudley nun.

„Größe ist so ein Ding von Hagrid.“ scherzte Harry.

„Aber nicht von meinem Vater.“ brummte Dudley. „Egal ob körperlich oder seelisch. Er wird sich nie entschuldigen.“

„Es freut mich aber, dass du seine Entschuldigung von Hagrid angenommen hast.“ meinte Harry. „Glaub mir eins: Auf Hogwarts ist Hagrid der beste Freund aller Schüler.“

„Nikki war auf jeden Fall beeindruckt von ihm und sie liebt Tiere.“ lächelte Dudley. „Sie wird sicher das Fach von deinem Freund belegen. Da will ich ihr nicht im Weg stehen. Sie und Tina sind meine Gegenwart und Zukunft und darauf kommt es an.“

In diesem Moment erklangen wieder Stimmen auf der Treppe.

„Tut mir leid. „leierte Lilys Stimme.

„55“ zählte James.

„Tut mir leid.“ sagte Lily erneut.

„56“ gab James zurück.

„Was geht hier vor?“ erkundigte sich Harry.

„Lily hat versprochen sich hundertmal bei mir zu entschuldigen weil sie mich fälschlich beschuldigt hat ihren Besen geklaut zu haben.“ grinste James als sie an Harry und Dudley vorbei gingen auf dem Weg ins Erdgeschoss. „Also, weiter Schwesterherz!“

„Tut mir leid!“ seufzte Lily.

„57“ zählte James.

„Tut mir leid“

„58“

Nun erschienen auch Ginny und Tina und gesellten sich zu ihren Männern.

„Nun, da hätten wir wohl die Herde beisammen.“ stellte Ginny mit einem Blick ins Atrium fest.

„Na dann mal auf zum Bahnhof.“ meinte Harry mit einem Blick auf seine Uhr. „Ist zwar noch früh aber jetzt wo die Bande beisammen ist, ist es nur eine Frage der Zeit bis sie sich wieder was ausdenken.

So, das war es für heute.

Nächste Woche geht es nach Kings Cross.

Bis dann!