Familienangelegenheiten Teil 1
Familienangelegenheiten Teil 1
Weiter geht’s.
Sorry, dass ich euch warten lassen musste aber manchmal steckt man einfach nicht drin.
Auch heute muss ich wieder früher los und schaffe daher nur ein kurzes Kap ABER für euch bin ich früh aufgestanden und habe doch etwas zusammen bekommen. Man erfährt etwas mehr über Dannys Verwandte aus den USA und im nächsten Kap trifft man dann auf die Schwester von Dannys Vater.
So, nun aber ohne weitere Vorrede zum neuen Kap.
Viel Spaß!
Taro hatte sich erhoben und schritt durch Hermine Grangers Büro.
Für Danny war ganz klar ersichtlich, dass sein Pate um Fassung rang.
Danny folgte seinem üblichen Reflex in Situationen wie dieser und begann zu analysieren was er sah.
„Taro...“ hob Hermine Granger an und trat neben den alten Japaner. „Falls du dir sorgen machst, dass diese...Mrs Danvers sich in euer Leben drängt.....da kann ich dich beruhigen. Das Ministerium hat dir das Sorgerecht für Danny zugesprochen. Das ist eine Entscheidung, die, wenn sie einmal gefallen ist nicht einfach so umgestoßen werden kann. Alleine schon zu deinem Wohl Danny.“
Hermine Granger blickte nun Danny an und nickte ihm aufmunternd zu.
„Du bist ja schließlich keine Sache die man einfach so weiterreichen kann.“ erklärte sie dem Vierzehnjährigen. „ Das deine Tante mit dir blutsverwandt ist spielt hier nur eine untergeordnete Rolle.
„Naja, und ich hab da ja wohl auch ein Wörtchen mitzureden.“ hob Danny nun an. „Taro, du glaubst doch wohl nicht, dass ich eine Fremde dir vorziehe, oder?“
Der alte Japaner sah Danny nun an und lächelte dankbar.
„Es bedeutet mir viel, dass du das sagst Danny.“ meinte er. „Und es beruhigt mich schon, dass das Gesetz auf meiner....beziehungsweise auf unserer Seite ist Danny. Trotzdem frage ich mich, was Eliza auf einmal hier will?“
„Eine berechtigte Frage.“ seufzte Hermine Granger und wandte sich an ihre Assistentin. „Hat diese Mrs Danvers denn gar nichts verlauten lassen Hildi?“
Mrs Caster hob die Schultern und vollführte eine entschuldigende Geste.
„Ich habe nur kurz mit ihr gesprochen erste Sekretärin. Sie sagte es geht um eine Familienangelegenheit.“
Taro konnte eine kurzes bitteres Auflachen nicht unterdrücken.
„Familienangelegenheit....das ist doch.....“
„Du bist richtig sauer auf die Schwester meines Vaters oder Onkel Taro?“ erkundigte sich Danny.
Mehr und mehr war er sich sicher, dass irgendetwas zwischen seinem Onkel und seiner Tante vorgefallen war.
Taro strahlte sonst immer eine große Gelassenheit aus. Zu Danny hatte er einmal gesagt:
„Am besten kommt man durchs Leben wenn man ist, wie das Gras im Wind. Der Wind kann das Graß vielleicht zu Boden drücken aber es erhebt sich im Anschluss ungebrochen.“
Im Augenblick wirkte Taro nicht wie fließendes Gras im Wind sondern unbeweglich wie ein Fels.
„Das hat sie sie gesagt. Eine Familienangelegenheit“ betonte Mrs Caster nochmal und fügte hinzu: „Ich will jetzt nicht oberflächlich wirken aber.... nun diese Mrs Danvers wirkt ein wenig abgerissen.“
„Das sagtest du schon Hildi.“ meinte Mrs Granger ernst. „Kannst du das etwas näher beschreiben?“
„Nun....“ Mrs Caster überlegte kurz. „Nun, sie wirkt so als hätte sie seit Wochen ihre Kleidung nicht gewechselt und auch die Körperpflege vernachlässigt. Dabei wirkt sie......ich denke, dass beste Wort um ihr Auftreten zu beschreiben wäre: Getrieben!
Die Einreiseabteilung war auch etwas aufgebracht weil diese Mrs Danvers keine Einreisepapiere vorweisen kann. Nun, dass ist heute zwar nicht mehr so streng wie in früheren Zeiten schließlich leben wir im Zeitalter offener Grenzen aber....“
„Die magische Gemeinschaft achtet schon mehr darauf wer wohin reist als die Muggel.“ übernahm Taro.
„Ist leider notwendig.“ seufzte Hermine Granger. „Im Grunde war es immer meine Politik die Privatsphäre zu achten aber manche Regeln gibt es nicht ohne Grund. Sonst reist jeder Zauberer der verbotene Techniken anwenden will einfach ins Ausland, sagt niemandem etwas und wenn das Experiment dann scheitert fährt er einfach nach Hause und wir haben den Ärger.“
„Nun, diese Mrs Danvers füllt gerade die entsprechenden Formulare aus aber wir müssen wohl davon ausgehen, dass sie und ihre Familie nicht über offizielle Wege eingereist sind.“ sagte Mrs Caster.
„Ihre Familie?“ erkundigte sich Taro.
„Ja....“ antwortete Mrs Caster. „Laut den Angaben die Mrs Danvers gemacht hat reist sie wohl mit ihrem Mann, einem Jeremiah Danvers und ihren beiden Töchtern Alexandrina Andromache und Karamina Rakela.“
Danny konnte ein leises Kichern nicht unterdrücken.
Taro blickte ihn mit hochgezogener Augenbraue an.
„Alexandrina Andromache und Karamina Rakela?“ meinte Danny. „Ich weiß ja, dass die magische Welt so ihre eigenen Vorstellungen hat aber das sind keine Namen sondern ein Zustand gegen den es hoffentlich einen heilenden Zaubertrank gibt.“
Auch Taro musste nun lachen und auch Mrs Granger presste sich verdächtig Zeige und Mittelfinger auf die Lippen. (Ihre Mundwinkel zuckten aber verdächtig.)
„Ich denke, dass geht auf die Traditionen der Familie deines Vaters zurück Danny.“ erklärte Taro.
„Darüber hab ich während meiner Zeit in Amerika ja schon einiges gehört.“ brummte Danny. „Da gibt es doch diesen Kodex usw.“
„Damit triffst du den Kern der Sache.“ meinte Taro und wurde wieder Ernst. „In diesem Kodex sind gewisse Verhaltensregeln festgeschrieben. In der Bibliothek von Trever-Hall steht die Kopie deines Vaters. Ich habe mir die Regeln mal angesehen.“
Taro schüttelte den Kopf.
„Es ist unbegreiflich wie Leute so leben können. Wir Japaner halten viel von Traditionen aber das....Es ist regelrecht paranoid.“
Erneut schüttelte er den Kopf und erklärte dann:
„Die Familie Crowfield wird im Kodex angewiesen männlichen Nachkommen stehts kraftvolle aber alltagstaugliche Namen zu geben, da sie die Familie repräsentieren. Die Liste der zulässigen Namen ist im Kodex aufgeführt und wird vom Oberhaupt der Familie immer auf dem neusten Stand gehalten.“
„Das wäre dann wohl mein Großvater.“ seufzte Danny und wurde wieder ernst. „Wird mir nicht gefallen warum meine Cousinen so komische Namen haben, oder?“
Traurig schüttelte Taro den Kopf.
„Frauen sieht die Familie Crowfield als Aushängeschild oder Statussymbole.“
„Und deshalb gibt man ihnen bombastische Namen.“ erkannte Danny. „So wie man ein Auto „Mustang“ oder „Jaguar“ nennt damit alle sagen: Wow! Heißes Teil.“
„So ist es leider.“ bestätigte Taro. „Deine Tante heißt auch nicht einfach Eliza. Ihr voller Name ist Elizana Athena Crowfield.“
„Nun, meine Eltern haben mich zwar „Hermine“ genannt aber der Name selbst hatte für sie eine Bedeutung.“ meinte Mrs Granger. „Er war nicht einfach nur ein Statussymbol.“
„So sollte es auch sein.“ meinte Taro. „Aber die Frage bleibt: Was will Eliza nun hier und dann noch mit der ganzen Familie?“
„Ich denke die Antwort finden wir nur auf eine Weise.“ sagte Danny. „Wir müssen mit ihr reden.“
Taro schlug kurz die Augen nieder, dann nickte er.
„Uns bleibt da wohl keine andere Wahl.“
Der alte Japaner blickte nun zu Danny und einen Augenblick lang schien er mit sich zu ringen.
„Danny...“ hob er schließlich an. „Ich bin jetzt seid zwei Jahren offiziell dein Vormund und ich denke ich kann mit Fug und Recht sagen: Ich habe nicht mit Verboten um mich geworfen.“
„Stimmt.“ gab Danny ihm recht unsicher worauf Taro hinaus wollte.
„Aus gutem Grund!“ fuhr sein Pate fort. „Ich halte nicht viel von Verboten. Durch Verbote lernt ein Kind nichts. Ich halte mehr davon die dinge zu erklären und dich deine eigenen Erfahrungen machen zu lassen, Danny. Zumal ich weiß, dass du durch deine Zeit.....das du durch die Art wie du aufgewachsen bist schon sehr selbstständig bist für dein Alter.“
Danny entging nicht das Unbehagen das Taro überfiel als er von der „Art“ sprach wie Danny aufgewachsen war.
Taro hatte sich lange eine Mitschuld am Tod von Dannys Eltern gegeben. Er hatte lange gebraucht um sich davon zu lösen doch schließlich war es ihm gelungen. Eine Hilfe waren auch die Ereignisse des letzten Jahres gewesen. Taro wusste nun, dass er nicht dem falschen Mann vertraut hatte. Danny war nicht entgangen, dass diese Erkenntnis seinem Vormund viel bedeutete.
„Heute,“ hob Taro wieder an. „Heute ringe ich aber etwas mit mir Danny. Ich frage mich ob es nicht besser wäre wenn ich erst mal alleine mit deiner Tante spreche.“
Danny war davon nicht begeistert und wählte seine Worte sorgfältig. Er wollte auf jeden Fall dabei sein.
„Onkel Taro, ich verstehe, dass du so denkst aber bitte unterschätz mich nicht. Diese Frau mag mit mir blutsverwandt sein aber das macht sie noch nicht zu meiner Tante. Ich kenne sie doch gar nicht und in vierzehn Jahren hat sie recht wenig Interesse an mir gezeigt. Das werde ich nicht vergessen. Aber es geht um mich und ich möchte wissen was vorgeht.“
Taro dachte einen Moment darüber nach, dann nickte er.
„Ich habe gar nicht das Recht dir einen Begegnung mit deiner Tante zu verweigern Danny.“ meinte er schließlich.
Taro trat näher zu Danny und legte ihm die Hand auf die Schulter.
„Ich möchte dich nur um eines bitte Danny: Sei vorsichtig mit Eliza! Sie ist nicht wie dein Großvater. Sie hat ein gutes Herz aber......“
Taro seufzte.
„Dein Großvater ist ein grausamer Mann.“ meinte er schließlich. „Besonders wenn es um seine Kinder ging.“
„Darüber habe ich von einer alten Schulfreundin von meinem Dad schon einiges gehört.“ meinte Danny traurig.
„Zelda...“ nickte Taro.
Sein Blick wurde eindringlicher als er weitersprach.
„Was sie dir nicht gesagt hat Danny ist folgendes: Will und seine Geschwister mussten, jeder für sich, Überlebensstrategien finden. Dein Onkel Tobias, Wills Bruder, wurde der perfekte Sohn. Ohne Widerspruch tat er alles was dein Großvater verlangte.“
„Dad war der Rebell!“ grinste Danny. „Er hat sich nichts gefallen lassen hat Mrs Debore gesagt.“
Taro lachte:
„Genau so ist es! So war Will. Furchtlos! Deine Tante, Danny, hatte eine andere Strategie. Sie ließ sich beschützen. Hauptsächlich von deinem Vater. Will hat immer auf seine kleine Schwester aufgepasst. Daran ist auch nichts falsches aber Eliza rief nicht einfach nur um Hilfe wenn sie nicht weiterkam. Sie rief um Hilfe wann immer sie ein Problem hatte.“
„Mrs Debore hat gesagt, dass sie an der Ilvermorny-Schule an ihrem großen Bruder hing wie eine Klette.“ erinnerte sich Danny.
„So ist es.“ bestätigte Taro. „Und daran hat sich nie etwas geändert. Wann immer auf Elizas Lebensweg ein Stein den Pfad versperrte hat sie nach ihrem großen Bruder gerufen. Sie hat nie auch nur den Versuch gemacht ihre Schlachten selbst zu schlagen. Das war so als sie Kinder waren und es blieb so als sie erwachsen wurden.“
Taro holte tief Luft. Danny konnte sehen, dass ihm der nächste Teil nicht leicht fiel.
„Nachdem Will getötet worden war gab ich mir die Schuld und glaubte nicht das Recht zu haben dich groß zu ziehen. Heute weiß ich, dass das ein Fehler war aber damals. Ich hatte meine besten Freunde und meine Familie verloren.“
„Onkel Taro, ich verstehe.....“ hob Danny an doch der alte Japaner unterbrach ihn.
„Ich habe damals einen Fehler gemacht aber ich wollte nie, dass du alleine in einem Waisenhaus aufwächst. Ich bin damals nach Amerika gereist. Ich habe mit Eliza gesprochen, habe sie angefleht endlich Stellung zu beziehen und dich in ihre Familie aufzunehmen. Ich wollte nicht das du alleine bist! Sie hat das abgelehnt. Sie hat es abgelehnt weil sie Angst vor deine Großvater hatte und dich somit im Stich gelassen.
Ich habe nicht die Rolle in deinem Leben eingenommen um die Will mich gebeten hat als er mich zu deinem Paten machte Danny aber ich wurde Hausmeister in deinem Waisenhaus, ich war da und habe auf dich aufgepasst!
Will hat alles für Eliza getan! Er hat ihr öfter geholfen als ich zählen kann. Zur Hochzeit hat er ihr das Haus seiner Tante geschenkt. Die, die Will aufgezogen hat als sein Vater ihn verstoßen hat. Er hat sie mit Geld unterstützt....Er hat alles getan! Alles! Und als du, Wills Sohn, ihre Hilfe brauchte hat sie sich abgewendet.
Ich habe sie an alles erinnert was Will für sie getan hat und trotzdem musste dein Großvater nur mit den Fingern schnippen und sie hat alles getan um den Wünschen von Mr Crowfield zu entsprechen. Vergiss das bitte nicht wenn du auf sie triffst.“
So, das war es für heute.
Nächste Woche treffen Tante und Neffe aufeinander.
Ich wünsche euch eine tolle woche und bis bald!