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Eine große Bitte

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Eine große Bitte

Hallo alle zusammen.

Da mich am Sonntag wieder die Pflicht ruft bekommt ihr schon heute das neue Kapitel.

Selbiges widme ich der britischen Schauspielerin Maggie Smith die in den Harry Potter Filmen für uns Minerva McGonagall zum Leben erweckt hat und leider gestern verstorben ist.

Möge sie in Frieden ruhen.

Euch nun viel Spaß mit dem neuen Kapitel.

„So, da wären wir mal wieder unterwegs.“ verkündete Danny als er das Fenster schloss aus dem er mit seinen Freunden ihren Familien zugewinkt hatten.

„Scharfsinnig wie immer Huntington.“ meinte James mit gespielter Überheblichkeit in der Stimme.

„Ich bitte um Ruhe!“ verlangte Rose mit gebieterischer Stimme.

Mit einem genießerischem Ausdruck auf dem Gesicht hatte sich die Junge Weasley and die Wand des Waggons gelehnt und die Augen geschlossen.

„Was hat sie?“ erkundigte sich Albus bei Danny.

„Woher soll ich das wissen.“ gab der Vierzehnjährige zurück.

„Sie ist deine Freundin.“ beharrte Scorpius.

„Das bedeutet nicht, dass ich alles verstehe was ihr so durch den Kopf geht.“ hielt Danny dagegen.

„Da hast du recht Dachs-Bro.“ meinte Alex. „Ich bin jetzt seid über einem Jahr mit Jenna zusammen und manchmal ist sie für mich.....“

„Was?“ fragte Jenna gefährlich ruhig.

„Ein wundervolles Rätselt, dass mich jeden Tag aufs neue fasziniert.“ vollendete Alex und versöhnte damit ihre Freundin.

„Ihr verderbt mir mit eurem Geplapper den Moment!“ quengelte Rose.

„Verzeihung eure Hoheit!“ schoss Albus zurück.

„Vielleicht wenn sie uns darüber aufklären würden was sie da eigentlich machen gnädige Frau könnten wir ihren Bedürfnissen besser gerecht werden.“ meinte Lily und vollführte einen Hofknicks während Nikki im Hintergrund kicherte.

„Ach Leute!“ meinte Rose und schlug die Augen auf. Endlich keine Auroren mehr die um mich rumschwirren! Wisst ihr wie toll das ist?“

„Glaube ich gerne!“ meinte Danny und lehnte sich neben seine Freundin an die Wand. „War es denn so heftig?“

Rose hob die Schultern.

„Ich wusste ja was kommt.“ meinte sie.

„Wissen und erleben ist aber nicht das selbe.“ bohrte Danny weiter.

Rose verzog kurz den Mund und nickte dann.

„Es ist schon heftig Leute.“ gestand sie. „Sagt es nicht meiner Mum aber ich hab mich echt darauf gefreut während meiner Zeit auf Hogwarts wieder etwas Luft zum Atmen zu haben.“

„Normalerweise würde ich dich jetzt auf den Arm nehmen weil du dich auf Hogwarts freust.“ brummte James. „Aber das kann ich schon verstehen.“

„Können wir alle.“ tröstete Danny. „Wir versprechen dir auch: Kein „Miss Rose“ während der Zeit auf Hogwarts.“

„Oh Ja! Bitte!“ flehte Rose, musste aber dabei lachen.

„Also liebe Freunde.....“ hob James an. „Wir sehen uns spätestens in der großen Halle. Ich muss mich jetzt verabschieden. FJ und ich wollen uns mit unseren Agenten beraten.“

„Agenten?“ fragte Kara in die Runde.

„Mein Bruder Hugo und FJ's kleine Schwester Roxie.“ erklärte Rose. „Da James und FJ in diesem Jahr das „Schreckensjahr“ durchleben....das Z.A.G.-Jahr eben, nun deshalb haben sie meinen Bruder und Roxie angelernt als Agenten des Chaos!“

„Chaos?!“ James klang entrüstet. „Liebe Cousine du beleidigst mich! Meine Gefährten und ich setzten uns unermüdlich dafür ein, dass wir nicht in der Tretmühle der Erziehung zugrunde gehen und du sprichst von Chaos?! Vielleicht nenne ich dich doch Miss Rose!“

„Versuchs, dann werfe ich dich aus dem Zug!“ drohte Rose.

„Ich denke ich werde über deine verbale Entgleisung hinweg sehen.“ meinte James gönnerhaft.

„So wie ich deine Bemühungen und die deiner „Mitstreiter“ übersehen werde.“ versprach Rose forderte dann aber:

„Solange du es nicht soweit treibst, dass mein kleiner Bruder von der Schule geworfen wird.“

„Würde ich nie zulassen.“ versprach James und verabschiedete sich in Richtung des Gepäckwagens.

„Und ich zeig Nikki jetzt den Zug“ verkündete Lily und verschwand mit der Elfjährigen im Schlepptau Richtung Lokomotive.

„Mein Schwesterchen genießt es, dass sie bei unserer neuen Cousine die Große ist.“ grinste Albus.

„Lass ihr den Spaß.“ meinte Danny.

„Auf jeden Fall!“ versprach Al. „Nach dem ganzen Zirkus letztes Jahr. Ich freu mich doch, dass Lily ihren Spaß hat. Wo wir aber gerade von Nikki sprechen: Möchte jemand eine Wette abgeben in welches Haus sie kommt?“

„Also ich denke, dass sich ihre Potter-Gene durchsetzen werden.“ meinte Scorpius und legte sich fest: „Gryffindor.“

„Slytherin scheidet für die Kleine wohl aus.“ meinte Kara.

„Stimmt.“ pflichtete Alex ihrer Schwester bei. „Ich meine sie ist genau genommen ja No-Maj-stämmig und das läuft doch bei euch nicht, oder?“

Scorpius seufzte.

„Über einen Muggel als Elternteil regt sich keiner mehr auf aber der sprechende Hut legt nun mal die Maßstäbe Slytherins an. Eine Muggelstämmige wird er nicht akzeptieren. Bin ich nicht glücklich drüber aber....“

„Kann man eben nichts machen.“ beschwichtigte Rose. „Also ich könnte mit Nikki aber auch in Gryffindor vorstellen oder Hufflepuff.“

„Dachse halte ich auch für möglich.“ meinte Danny.

„Würde unserer neuen Cousine sicher gut tun.“ meinte Albus. „Hufflepuff ist einfach gut für Leute die sich erst mal finden müssen und nach dem ganzen Stress mit ihren Großeltern würden die Dachse sicher Nikki gut tun.“

„Na kommt, suchen wir uns ein Abteil.“ meinte Danny.

„War ja auf jeden Fall ein bewegter Sommer.“ meinte Rose als die Freunde sich ein Abteil sichern konnten.

Alex, Kara und Jenna begleiteten die vier Freunde.

„Das kann man wohl sagen.“ seufzte Danny und ließ sich auf seinen Sitz fallen. „Freunde die in die höchsten Politischen Ämter aufsteigen, Familientragödien und Gerichtsverhandlungen.....ich bin jetzt schon erledigt und das Schuljahr hat noch nicht mal angefangen.“

„Keine Panik Mann.“ tröstete Albus. „Kannst dich ja in „Geschichte der Zauberei“ ausschlafen.“

„Also auf unserer alten Schule war das eigentlich ein spannendes Fach.“ meinte Kara und setzte sich neben Albus. Professor Crusher war eine gute Lehrerin und es war spannend bei ihr etwas über Gesichte zu erfahren.“

„Kara, das mit der Spannung kannst du bei Professor Binns vergessen.“ widersprach Albus.

„So schlimm?“ wollte Alex wissen.

„Schlimmer!“ seufzte Danny. „Naja, ich hab wieder unser Schachspiel dabei Al.“

„Dann werden wir wohl überleben.“ lachte der junge Potter.

„Und wie war dein Sommer Scorpius?“ wollte Rose wissen.

Scorpius stieß einen tiefen Seufzer aus als er sich auf den Sitz fallen ließ.

„Anstrengend!“ meinte er schließlich.

„Wieso?“ wollte Rose wissen. „Du und deine Familie habt doch Urlaub auf dem Kontinent gemacht. War es nicht schön?“

„Doch, im Grunde schon.“ meinte Scorpius. „Wir waren erst bei unseren Verwandten in Spanien. Da hat sich übrigens einiges getan seid wir den Blutfluch gebrochen haben Danny. Don Raphaél und seine Frau haben jetzt zwei Kinder. Zwillinge! Ein Junge und ein Mädchen.“

„Das bringt Glück!“ warf Rose lächelnd ein.

Auch Danny freute sich für die spanischen Zauberer.

„Ja, das war schon toll.“ meinte Scorpius. „Auch Mutter hat sich sehr gefreut und ihre Schwester denkt nun auch über Kinder nach. Vorher war da ja immer dieser verdammte Fluch. Aber leider hat mein Großvater die ganze gute Stimmung bei meinen Eltern ruiniert.“

„Lucius Malfoy?“ fragte Albus.

„Eben der.“ seufzte Scorpius. „Bisher ist er ja im Ausland seinen Geschäften nachgegangen aber jetzt ist er wohl wieder in England.“

Danny lag eine spitze Bemerkung auf der Zunge aber er schluckte sie herunter. Spätestens seid dem Irrwicht im letzten Jahr wusste er, dass sein Großvater für Scorpius ein schwieriges Thema war.

Daher fragte er: „Hat er sich bei euch einquartiert?“

„Zum Glück nicht!“ knurrte Scorpius.

„Was hat er denn gemacht?“ wollte Rose wissen.

Scorpius schüttelte den Kopf, begann dann aber zu berichten:

„Es ging in Spanien los. Da hat Vater einen Brief von seinem Vater bekommen. Es war eine Bitte um Geld. Recht viel Geld sogar.“

„Lucius Malfoy schreibt Bettelbriefe?“ Albus konnte es nicht fassen.

„Bettelbriefe würde ich das nicht nennen.“ knurrte Scorpius. „Mein Großvater bittet nicht. Er gibt Anweisungen.“

„Kommt mir bekannt vor.“ meinte Alex halblaut.

Scorpius blickte auf und nickte.

„Ja, ihr hattet da ja auch dicken Ärger mit eurem Großvater. Das ist meiner Mum übrigens echt ans Herz gegangen als sie durch Dannys Briefe von eurer Lage erfahren hat.“

„Echt?“ fragte Kara überrascht.

Scorpius nickte.

„Seid sie von dem Blutfluch befreit ist sind solche Angelegenheiten für sie zu einem echten roten Tuch geworden. Bei der Amtseinführung deiner Mutter hat sie sich sehr zurück gehalten. Sie wollte bei dem Anlass keine Szene machen und ihr (Scorps blickte zu Alex, Kara und Jenna) hatte so viel mitgemacht. Da wollte sie keinen Stress machen. Aber euer Fall ist ihr echt unter die haut gegangen. Sie schreibt gerade zusammen mit einer Großmutter ein Buch. Da geht es um Blutflüche, verstaubte Traditionen usw. Sie meint, dass es in der magischen Gesellschaft viel zu viele dunkle Ecken gibt und das zu viel akzeptiert wird weil man sagt: Das ist Tradition! Sie versucht das mit Fallbeispielen deutlich zu machen und stellt eben die Forderung, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen dürfen.“

„Das Buch würde ich mir so was von kaufen!“ meinte Rose. „Sag mir bitte wenn es erscheint.“

„Wird gemacht.“ versprach Scorpius.

„Dann wissen wir ja schon mal was wir dir zu Weihnachten schenken können Rosie.“ meinte Albus. „Aber bleiben wir doch mal bei deinem Opa Scorps. Warum hat dieser Bettelbrief euch denn so runtergezogen.“

„Es ging ja nicht nur um den einen Brief.“ erklärte Scorpius. „Unser Urlaub hat in Spanien begonnen. Da kam der erste Brief. Dann haben wir uns auf eine Rundreise durch Europa begeben und überall wo wir abgestiegen sind wartete schon ein Brief auf uns. Immer wieder die Bitte um Geld. Vater hat geantwortet und meinem Großvater versucht klar zu machen, dass auch er nicht einfach so eine große Summe locker machen kann. Ich meine, was Opa Lucius da wollte war echt kein Taschengeld! 250 000 Galleonen!“

„Wow!“ Danny konnte es nicht fassen und auch der Rest der Reisegruppe war geschockt.

„Wofür braucht dein Opa denn so viel Geld?“ wollte Albus wissen.

„Will er nicht sagen!“ antwortete Scorpius und zog die Schultern hoch. „Das war auch einer der Gründe warum Vater abgelehnt hat. Ich meine...theoretisch hätten wir das Geld. Vater bräuchte etwas Zeit um es locker zu machen.....“

„Kann ich mir vorstellen.“ warf Jenna ein. „ 250 000 Galleonen hat man nicht in seinem Sparschweinchen.“

„Eben.“ gab Scorpius Jenna recht. „Vor allem meinte Vater er hätte das Recht zu erfahren wofür so viel Geld gebraucht wird. Es geht ja da schließlich auch um unseren Betrieb und die Arbeitsplätze für unsere Angestellten.“

„Vor allem: Wie will dein Opa das Geld zurück zahlen?“ warf Danny ein. „Ich meine, wenn er sich diesen Betrag leihen muss, dann hat er die Kohle ja nicht. Und  eine viertel Million Galleonen? Die wollen erst mal verdient sein.“

„War auch Vaters Argument.“ meinte Scorpius. „Aber Großvater hat das nicht hingenommen. Es kamen immer mehr Briefe und schließlich ist Großvater dann persönlich angerückt und ihr müsst verstehen: Er hat nicht um das Geld gebeten. Er hat es einfach verlangt.

Schließlich hat Mutter ihm dann aber einen eingestielt.....der hatte sich gewaschen!“

„Deine Mum?“ fragte Rose. „Die wirkt doch immer so ruhig und nett!“

Nun musste Scorpius grinsen.

„Ist sie im Grunde auch.“ erklärte er. „Viel von ihrer Zurückhaltung war ihrer Krankheit geschuldet. Aufregung hätte einen Anfall auslösen können. Jetzt wo sie den Fluch los ist musste mein Großvater die Erfahrung machen, dass „nicht wollen“ nicht das selbe ist wie „nicht können“. Weil Großvater sie aber nur als zurückhaltend kennt war das ne üble Überraschung für ihn. Hat ihn kalt erwischt und erst mal vom Besen gehauen.“

„Da wäre ich gerne dabei gewesen.“ grinste Albus und sorgte damit für allgemeines Gelächter.

Der Hogwarts-Express dampfte nun aus London heraus. Danny blickte aus dem Fenster und atmete tief durch.

Das neue Schuljahr stand bevor und da die Uroborus-Bruderschaft aus dem Rennen war konnte man ja hoffen, dass es diesmal etwas ruhiger werden würde.

Na, ob das so sein wird?

Wir werden es erleben.

Ich wünsch euch noch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche.