Reisegeschichten
Reisegeschichten
Weiter geht’s.
Wieder ruft mich am Sonntag die Pflicht aber heute habe ich Zeit und daher hier das neue, wenn auch etwas kurze Kap.
Zur Info:
Ich möchte beibehalten, dass es am Wochenende das neue Kap gibt aber es könnte nun öfter zwischen Samstag und Sonntag schwanken.
Aber jetzt wünsche ich erst mal viel Spaß.
Der Hogwarts-Express dampfte munter Richtung Norden. In ihrem Abteil hatten die Freunde die Neuzugänge aus den Staaten in die erhabene Kunst von „Doggory explodiert“ eingeführt und vertrieben sich nun die Zeit mit Kartenspielen.
Alex, Kara und Jenna hatten zu dem Spaß beigetragen indem sie ein Spiel beisteuerten, dass auf Ilvermorney sehr beliebt war. Es hieß „Biss der gehörnten Schlange“ und sorgte dafür, dass man sich die Augenbrauen noch besser versengen konnte.
Zum Glück konnten die Freunde inzwischen alle ihre Gesichtsbehaarung nachwachsen lassen.
„Also ich finde diesen Zug ziemlich cool“ warf Kara ein als Alex gerade auf ihrem Gesicht Schadensbegrenzung durchführte. „Man kann hier mir seinen Freunden rumhängen, alle sind zusammen. Das gefällt mir!“
„Wie kommt ihr denn sonst nach Ilvermorney?“ erkundigte sich Albus bei seiner Freundin.
„Da gibt’s verschiedene Wege.“ antwortete Kara. „Es gibt die fliegenden Kutschen. Die sind groß genug für zwanzig Schüler und werden von den Pukwudgi, die die Schule bewachen gesteuert, aber davon gibt es nur drei.“
„Dann reicht das ja gerade mal für 60 Schüler.“ folgerte Scorpius.
„“Stimmt.“ übernahm Jenna. „In den Gründungsjahren der Schule waren die Kutschen für alle aber dann wurden es einfach zu viele Schüler. Heute ist es Tradition, dass mit den Kutschen die Erstklässler abgeholt werden. Die Puckwudgi steuern sie übers ganze Land und holen die neuen Schüler ab. Wenn sie die Schule erreichen erwarten alle die Neuzugänge. Die Lehrer und die Schüler! Alle sind versammelt wenn die Neuen eintreffen und erwarten sie vor dem Tor zur Eingangshalle.“
„Ist sehr feierlich.“ meinte Alex. „Und wie es bei solchen Anlässen wohl üblich ist: Etwas peinlich. Der Schulleiter hält dann eine Rede, begrüßt die Neuzugänge und dann beginnt die Auswahl in der Eingangshalle. Die älteren Schüler verteilen sich auf den Balkonen die in die Eingangshalle blicken...“
„Die ist mehrere Stockwerke hoch und rund!“ warf Kara ein. „Die vier Statuen der Wappentiere der Häuser gehen vom Boden bis zur Decke und stehen sich gegenüber. Die Statue des Pukwudgi hat das Eingangstor in die Halle zwischen den Beinen....“
„Weil die Pukwudgis die althergebrachten Wächter der Schule sind.“ erklärte Jenna.
Kara übernahm nun wieder:
„Jedes Haus nimmt um sein Wappentier herum Aufstellung... eben in den oberen Etagen und dann treten die Erstklässler vor und werden ausgewählt. Gibt jedes mal riesen Applaus von dem jeweiligen Haus und wenn ein Schüler dann ausgewählt ist steigt er über eine der Wendeltreppen in die obere Etage und gesellt sich zu seinem Haus.“
„Besser gesagt wird er dort von seinem Hauslehrer und den Vertrauensschülern begrüßt und erhält seinen Zauberstab.“ verbesserte Alex. „Die müssen, nachdem sie gekauft wurden nämlich an die Schule geschickt werden.“
„Früher wurden sie sogar in der Schule hergestellt.“ fügte Jenna noch hinzu.“ Aber das ist heute nicht mehr praktikabel.“
„Klingt cool! Meinte Danny. „Aber wie kommen denn die übrigen Schüler zur Schule?“
„Das ist leider bei uns weniger cool als bei euch Dachs-Bro“ seufzte Alex. „Im Grunde gibt es zwei Möglichkeiten aus denen die Eltern auswählen können. Entweder sie entscheiden sich für das Floh-Netzwerk. Dann müssen sie zusammen mit dem Floh-Pulver auch eine bestimmte Seite ihres alljährlichen Schulbriefes mit ins Feuer werfen. Das öffnet dann einen speziellen Floh-Kanal direkt zur Schule der sonst nicht zugänglich ist oder man beantragt einen Portschlüssel der direkt von der Schule vergeben wird. Das entscheiden die Eltern je nachdem welche Art zu reisen sie bevorzugen.
Die älteren Schüler treffen dann den Tag über ein und die Erstklässler kommen am frühen Abend mit den Kutschen an.“
„Ist auch nicht schlecht.“ meinte Scorpius.
„Ist vor allem denke ich die einzige Möglichkeit.“ bewertete Rose. „Ich meine denkt mal nach wir groß die USA sind und Kanada kommt ja auch noch mit dazu! Der ganze Nordamerikanische Kontinent! Wir Magier kommen mit Entfernung zwar besser klar als die Muggel aber zum Beispiel ein amerikanischer Hogwarts-Express....? Der hätte aber eine ganz schöne Strecke vor sich.“
„Der müsste dann im Grunde so sein wie der fahrende Ritter.“ meinte Danny. Der allseits beliebte Bus springt ja von einem Ort zum andern und trotzdem....
Man müsste die anreisenden Schüler ja auch alle an einem Ort versammeln. Bei uns ist das ja Gleis 9 ¾ aber wo sollte das in den USA sein?“
„Da bräuchte man mehre Bahnhöfe.“ legte Albus fest.
„Stimmt.“ meinte Scorpius.“ Und trotzdem würden die vermutlich so weit auseinander liegen, dass Portschlüssel und Floh-Netzwerk gebraucht werden damit alle sie erreichen können.“
„Da ist dann wohl die direkte Anreise zur Schule einfach besser.“ vermutete Rose. „Hat man ja auch bei uns für Hogwarts in Erwägung gezogen.“
„Warum hat man das verworfen?“ wollte Kara wissen.
„Soweit ich weiß wegen der Schutzzauber um die Schule.“ erklärte Rose. „Das ist uralte, mächtige Magie die über Jahrhunderte immer weiter verfeinert und aufeinander abgestimmt wurde. So ein Geflecht von Schutzzaubern aufzutrennen ist nicht einfach.“
„Hat man das nicht während der letzten Jahre immer wieder gemacht?“ wunderte sich Albus. „Wegen der Bruderschaft? Da hat man doch.....“
„Neues hinzugefügt.“ unterbrach Rose. „Man hat neue Zauber angefügt oder die Verflechtungen noch verbessert. Um Anreise per Floh-Kanal oder Portschlüssel zu ermöglichen hätte man das Geflecht auftrennen müssen und das hätte einen bleibenden Schaden gegeben. Überlegt mal: Hogwarts gibt es seid über 1000 Jahren. Es ist älter als Portschlüssel und alter als Floh-Pulver. Dadurch ist es schwerer diese Reiseformen in die Schutzzauber einzubauen. Ilvermorney ist cool aber jünger. Beides gab es schon als die Schule gegründet wurde.“
„Ah, verstehe!“ übernahm Danny. „Weil es beides schon gab ist die Möglichkeit einer solchen Anreise schon in das Konzept eingearbeitet und es ist relativ leicht Ausnahmen zu machen. Bei uns ist das nicht so leicht.“
„Ganz genau!“ meinte Rose.
„Und ich finde das ist gut so.“ grinste Kara. „Ich finde diesen Zug cool.“
Vom Gang her ertönten nun klappernde Geräusche.
„Und dabei kennst du das Coolste noch gar nicht!“ grinste Albus. „Da kommt der Imbiswagen Leute!“
Großzügig bedienten sich die Freunde am Imbiswagen. Während sie bezahlten gesellte sich auch Lily Potter wieder zu ihnen.
„Na...“ grüßte Albus. „Kennt Nikki jetzt jeden Winkel? Und wo hast du sie überhaupt gelassen?“
„Sie kennt alles!“ versicherte Lily und kramte ihren Geldbeutel hervor um sich ein paar Kesselkuchen zu kaufen. „Und was das „Wo“ angeht: Sie hat ein paar Erstklässler getroffen und die hängen jetzt zusammen. Das finde ich ok. Sie muss ja auch Freunde in ihrem Jahrgang finden. Ich hab ihr gesagt wo sie uns findet. Bevor wir ankommen wird sie wieder zu uns stoßen. Darüber hinaus würde ich Niki doch nicht die einmalige Erfahrung verwehren sich mit ihren neuen Klassenkammeraden den Kopf heiß zu reden wie wohl die Auswahl abläuft.“
„Ah!“ Albus grinste zufrieden. „Du hast dicht gehalten.
Lily grinste nur frech und tat so als würde sie ihre Lippen mit einem Schlüssel verschließen.
„Und was denkst du in welches Haus unsere Cousine kommt Schwesterherz?“ erkundigte sich Albus.
„Hufflepuff!“ antwortete Lily wie aus der Pistole geschossen.
„Warum?“ wollte Albus wissen.
„Sie passt dahin.“ meinte Lily völlig sicher. „Sie ist total lieb, möchte Tierärztin werden aber weil sie bisher keinen Kontakt mit der Magie hatte ist sie ziemlich unsicher. Hufflepuff ist da richtig für sie.“
„Ok, das akzeptiere ich.“ meinte Albus.
„Du dachtest aber nicht, dass ich so ein Hufflepuff-für-Loser-und-Muggelgeborene-Ding abziehe oder Al?“ fragte Lily herausfordernd.
„Nicht wirklich.“ beschwichtigte ihr Bruder. „Aber du kennst ja die Klitsches.“
Lily dachte einen Moment darüber nach, dann nickte sie.
„Warum bist du eigentlich nicht bei der Generalstabs-Sitzung Potter Prinzessin?“ erkundigte sich Danny.
„Was für eine Sitzung?“ fragte Lily.
Inzwischen waren die Freunde ins Abteil zurück gekehrt und Lily biss herzhaft in ihren Kesselkuchen.
„Na die große Versammlung von James und FJ.“ meinte Danny. „Bist du nicht auch eine seiner Agenten des Chaos?“
„Bin ich.“ schmatzte Lily. „Aber da James wusste, dass ich mich um Nikki kümmern muss hat er mich schon solo eingeschworen. Meine erste Mission beginnt gleich morgen.“
„Und um was geht es da?“ wollte Rose wissen.
„Könnte ich dir sagen Rosie aber dann müsste ich dich bis zum Abschluss der Aktion gefesselt und geknebelt irgendwo verstauen.“ grinste Lily frech.
„Nein danke.“ gab Rose zurück. „Aber Lily.....“
„Rosie!“ Lily warf ihrer Cousine einen vielsagenden Blick zu. „Du kennst doch James und FJ. Glaubst du wirklich, dass die mich, Roxie und Hugo zu was anstiften würden das wirklich gefährlich ist? Oder das wir so was mitmachen würden?“
Rose lächelte.
„Schon Ok Lily-Maus. Wollte nur eine gute Cousine sein.“
Pflicht erfüllt.“ grinste Lily zurück.
Als es dunkel zu werden begann kehrte Nikki zur Gruppe zurück. Wie erwartet bebte die Elfjährige vor Aufregung.
Danny hatte die Fahrt nach Hogwarts nun oft genug mitgemacht um zu wissen, dass demnächst die durchsage kommen würde, dass die Ankunft bevorstand.
„Leute,“ hob er daher an und brachte Niki zum Zusammenzucken. „Ich denke wir sollten uns in Schale werfen aber, wir müssen das diesmal anders machen als sonst immer.“
„Stimmt!“ meinte Albus. „Wir Herren der Schöpfung sind jetzt echt zu groß für die Gentleman-Nummer.“
„Das auch.“ gab Danny ihm recht. „Aber ich sorge mich mehr um die Damen.“
„Ach findest du etwa das ich zugelegt habe Mr Huntington?“ fragte Rose herausfordernd.
Danny ging auf den Scherz ein und meinte:
„Du hast zugelegt Rose und zwar gleich fünffach! Fünf charmante Reisebeleiterinnen.“
Er wies auf Alex, Kara, Jenna, Lily und Nikki.
„Wenn wir das Abteil, so wie sonst auch zweiteilen muss ich nur mit Scorbs und Al klarkommen. Du auf der anderen Seite....“
Rose biss die Zähne zusammen und zog scharf die Luft ein.
„Guter Punkt.“ räumte sie ein und meinte dann gespielt herrschaftlich: „Ihr Vorschlag Sir?“
„Nun Madame....“ gab Danny zurück. „Ich denke, dass ich und die hochgwohlgeborenen Herren Malfoy und Potter einmal mehr zeigen werden, dass wir Gentleman sind. Junges, ich schlage vor wir lassen den Damen den Vortritt und warten im Gang. Wenn ihr Ladys fertig seid kriegen wir das Abteil für uns. Dann sollte es ohne größere Verletzungen abgehen.“
Dieser Plan wurde angenommen und tatsächlich lief das Umziehen für die Jungen in der Tat entspannt ab.
Selbst mit dem kompletten Abteil war es für die Mädchen eine Herausforderung aber sie wurde gemeistert.
In den wenigen Minuten die die Jungen zum Umziehen brauchten schien sich Nikki Durselys Aufregung verzehnfacht zu haben.
Ein Umstand der der ganzen Gruppe ein gütiges Lächeln entlockte.
Da mussten Erstklässler eben durch.
Augenblicke später kreischten die Bremsen und der Schulzug kam im Bahnhof von Hogsmeade zum Stehen.
Als Danny mit seinen Freunden auf den Bahnsteig trat schmunzelte er. Es war das perfekte Wetter um die Erstklässler über den See zu fahren. Der Himmel war sternenklar. Hogwarts würden von den Booten aus ein wundervoller Anblick sein.
Nikki hibbelte von einem Fuß auf den Anderen und als schließlich Hagrids wohlbekannter ruf über den Bahnsteig hallte war die Elfjährige so nervös, dass sie spontan Schluckauf bekam.
So, das war es für heute.
Ich hoffe es hat euch gefallen.
Schönes Wochenende noch und guten Start in die neue Woche.