Gespräch mit der Chefin
Gespräch mit der Chefin
Auf ein neues.
Heute wollen wir mal im Ministerium vorbei sehen.
Da hat eine Neueinsteigerin nämlich große Sorgen.
Hoffe es wird euch gefallen.
Viel Spaß.
Cleo Parkinson hatte sich in den Waschraum für Damen auf dieser Ebene des Zaubereiministeriums zurückgezogen.
Im Grunde versteckte sie sich hier.
Es war zu viel! Es war einfach alles zu viel!
Cleo hatte das Gefühl ihr Schädel würde jeden Augenblick platzen.
Sie trat an eines der Waschbecken, öffnete den Hahn und ließ sich kaltes Wasser über die Hände plätschern. Anschließend strich sie sich mit den feuchten Handflächen übers Gesicht und hoffte, dass die Kälte ihr etwas Erleichterung bringen würde.
Es könnte alles so schön sein!
Sie hatte sich so auf die Arbeit im Ministerium gefreut!
Es war geradezu ein Geschenk des Himmels gewesen, dass sie es geschafft hatte in der Abteilung für magische Spiele und Sportarten angenommen zu werden.
Cleo hatte sich in mehr als einer Abteilung beworben aber das „mSS“ war ihr Traum gewesen.
Alles war perfekt gewesen! Sie hatte sogar schon eine Wohnung in London in Aussicht!
Eigentlich zu groß für sie allein aber ihre Freundin Tabetha Bruce hatte ihre Ausblildung zur Fluchbrecherin bei Gringotts angefangen und sie wollten sich die Wohnung teilen.
Doch das war bevor alles den Bach runtergegangen war.
Bevor sie herausgefunden hatte, dass ihre neue Chefin Ginevra Potter, geborene Weasley war.
Ausgerechnet....von allen Hexen und Zauberern musste es.....
Cleo fuhr sich erneut übers Gesicht.
Die letzten zwei Wochen waren ein einziges Versteckspiel gewesen!
Sie hatte schon darüber nachgedacht sich in eine andere Abteilung versetzen zu lassen aber sie wollte „mSS“ einfach noch nicht aufgeben.
Bisher hatte sie es geschafft Mrs Potter aus dem Weg zu gehen. Sie hatte sich für Außeneinsätze gemeldet, mit Kollegen die Aufgaben getauscht aber sie wusste: Es konnte nicht ewig so weitergehen.
Die Tür zum Waschraum ging auf und Elena Harding betrat den Raum.
Cleo hatte sich mit dieser jungen Hexe direkt angefreundet. Sie hatte vor einem Jahr im Ministerium angefangen und ihr beim einarbeiten geholfen.
„Hallo Cleo!“ grüßte Elena.
„Hey Elena.“ erwiderte Cleo und bemühte sich unbeschwert zu klingen. „Und, was steht heute für dich an?“
„Ich muss heute raus.“ erklärte Elena. „Die Schutzzauber des Stadions der Wimbourner Wespen müssen neu abgenommen werden.“
Cleo schöpfte Hoffnung. Vielleicht würde sie auch den heutigen Tag überstehen! Wenn Elena mit ihr tauschte.....
Die andere Hexe schien Cleos Gedanken gelesen zu haben.
Elena lächelte und schüttelte den Kopf.
„Sorry Cleo. Nichts zu machen.“ meinte sie entschuldigend. „Du hat einen Termin bei der Chefin. Mrs Potter will dich in ihrem Büro sehen. Sofort.“
Mit diesen Worten verließ Elena den Waschraum und ließ Cleo völlig fassungslos zurück.
Das war es dann wohl! Es war vorbei!
Vermutlich hatte Mrs Potter eine Personalliste durchgesehen, ihren Namen entdeckt und jetzt.....
Cleo konnte nicht verhindern, dass ihr zwei Tränen über die Wangen rollten.
Es war einfach nicht fair!
Aber was sollte sie tun?
Sich in der Personalabteilung beschweren?
Ja, das würde ihr sicher weiterhelfen wenn sie sich über die Frau des berühmten Harry Potter beklagte. Der persönlichen Freundin der neuen Ministerin für Zauberei!
In Merlins Namen, Hermine Granger hatte Mrs Potter bei ihrer Amtseinführung als neue Leiterin des Büros für magische Spiele und Sportarten vorgestellt.
Das war praktisch ein Ritterschlag mit Freibrief!
Noch nie war ihr der Weg zurück in ihre Abteilung so schwer gefallen. In dem Großraumbüro herrschte wie immer geschäftiges Treiben.
Cleo blickte zu ihrem kleinen Schreibtisch herüber.
Sie war sich sicher: Demnächst würde sie ihn ausräumen müssen!
Würde sie wenigstens im Ministerium bleiben dürfen?
Ich meine, sie hatte sich doch nichts zu Schulden kommen lassen!
Auf der anderen Seite war Mrs Potter mit der Ministerin befreundet.
Wenn man solche Kontakte hatte, dann war alles möglich!
„Hey, Parkinson!“
Die Stimme ließ sie herumwirbeln.
Sie erkannte Katie Bell. Sie war die erste Kontaktperson für Sicherheitsfragen der Quiditch-Liga.
„Ja bitte Miss Bell?“ antwortete Cleo wie aus einem Reflex heraus.
„Sie haben doch gleich einen Termin bei der Chefin, oder?“
Der eiskalte Stein in Cleos Magen kehrte mit Macht zurück.
„Mrs Potter hat mich zu sich gebeten.“ bestätigte sie.
„Gut, wenn sich die Gelegenheit ergibt, fragen sie Mrs Potter bitte ob sie in der Wood-Frage zu einer Entscheidung gekommen ist. Sie weiß dann schon worum es geht.“
Cleo nickte und setzte ihren Weg zu Mrs Potters Büro fort.
Als sie die Hand hob um anzuklopfen fiel ihr auf, dass ihre Hand zitterte. Trotzdem schaffte sie es.
Die Freundliche Stimme die sie zum eintreten aufforderte schien geradezu ein Witz zu sein.
Als Cleo die Tür öffnete schwirrten einige malvenfarbene Papierflieger heraus.
Betriebsinterne Memos.
Cleo betrat das großzügig bemessene Büro und entdeckte Mrs Potter hinter ihrem Schreibtisch. Sie schickte noch zwei Papierflieger auf den Weg, dann richtete sich der Blick der älteren Hexe auf Cleo.
„Ah, Miss Parkinson.“ meinte sie und zu Cleos Verwirrung klang ihre Chefin nicht unfreundlich. „Ich denke es ist Zeit das wir uns mal unterhalten.“
Cleo stand noch immer vor der Tür und wagte keinen Schritt mehr zu machen.
Auch wusste sie nicht was sie sagen sollte. Was sollte sie erwarten?
Hinter ihrem Schreibtisch legte Mrs Potter den Kopf schief und betrachtete Cleo einige Augenblicke.
„Wenn ich sie mir so ansehe Miss Parkinson, hatte ich wohl den richtigen Riecher.“ meinte sie schließlich.
„Madame, was meinen sie?“ fragte Cleo unsicher.
„Miss Parkinson.....darf ich sie Cleo nennen?“ erkundigte sich Mrs Potter.
Mehr als ein Nicken brachte Cleo nicht zustande.
Mrs Potter lächelte, erhob sich und trat hinter ihrem Schreibtisch hervor.
Cleo fühlte sich mehr und mehr in die Enge getrieben als Mrs Potter auf sie zutrat.
„Cleo...“ hob die ältere Hexe an. „Ich habe das Gefühl, dass sie mir in den letzten Wochen aus dem Weg gegangen sind. Das sie versucht haben sich unsichtbar zu machen und wenn ich sie jetzt so vor mir stehen sehe, dann hatte ich wohl recht. Cleo, sie sehen aus, als würden sie erwarten, dass ich sie jeden Augenblick mit dem Cruciatus Fluch belegen werde. Darf ich fragen, warum sie derartige angst vor mir haben.“
Die Frage traf Cleo völlig unvorbereitet. Für sie war klar gewesen, dass Mrs Potter sie als unerwünscht ansah.
„Madame....“ hob sie an. „Sie wissen, wer meine Mutter ist?“
Mrs Potter nickte.
„Die gute alte Pansy.“ meinte sie und zu Cleos Überraschung lächelte sie. „Was hat das mit ihnen zu tun?“
Cleo spürte, dass ihr der Mund offen stand.
Wie konnte das sein? Mrs Potter schien dieser Angelegenheit keine große Bedeutung beizumessen. Aber Cleos Mutter hatte immer von Ginny Weasley gesprochen als wären sie Erzfeinde gewesen!
Mrs Potter indes wiegte den Kopf von einer Seite auf die Andere.
Schließlich legte sie einen Arm um Cleos Schultern und führte die junge Hexe zu einem der Stühle vor ihrem Schreibtisch.
Sie brachte Cleo dazu sich zu setzen und nahm zur Überraschung der jüngeren Hexe nicht hinter dem Schreibtisch platz sondern zog sich einen Stuhl heran und setzte sich Cleo gegenüber.
„Cleo, glauben sie, dass ich sie ablehne weil sie die Tochter ihrer Mutter sind?“ fragte sie.
Cleo fühlte sich wie betäubt. Trotzdem nickte sie.
„Meine...meine Mutter hat öfters von ihnen gesprochen Madame.“ meinte sie schließlich.
„Ach und was erzählt Pansy so?“ fragte Mrs Potter und wirkte unerklärlicherweise amüsiert.
„Naja....“ meinte zögerlich Cleo. „Meine Mutter stellt es immer so da, dass sie so etwas wie Erzfeinde gewesen wären auf Hogwarts.“
Mrs Potter zog die Augenbrauen hoch.
„Naja...“ meinte sie. „ Wir waren sicher keine Freunde. Aber Erzfeinde..... Ich habe Pansy immer mehr als recht nervig angesehen.“
Cleo konnte es kaum fassen. Nur etwas nervig?
„So stellt das meine Mutter nicht dar Madame.“ meinte sie. „Wenn sie über ihre Zeit auf Hogwarts vom Leder zieht. Man könnte meinen, dass sie den leiben langen Tag nichts anderes getan hätten als sich zu bekriegen.“
Mrs Potter blinzelte überrascht. Sie schlug die Hand vors Gesicht und zu Cleos Überraschung musste sie leise lachen.
„Arme Pansy.“ gluckste sie schließlich. „Jetzt sind wir schon seid Jahrzehnten raus aus der Schule aber sie kann offenbar immer noch nicht loslassen.“
An Cleo gewandt meinte sie:
„Bitte entschuldigen sie Cleo. Ich wollte nicht schleicht über ihre Mutter reden.“
„Madame, über meine Mutter können sie sagen was sie wollen.“ sagte Cleo und es lag viel Bitterkeit in ihrer Stimme.
Der Blick der jüngeren Hexe ruhte nun Eisern auf ihren eigenen Händen. Zu Fäusten geballt ruhten sie in ihrem Schoß.
Cleo zuckte zusammen als Mrs Potter ihre Hand auf Cleos legte.
Sie blickte auf und sah, dass die ältere Hexe sie verständnisvoll anblickte.
„Sie haben kein leichtes Verhältnis zu ihrer Mutter, oder?“ fragte Mrs Potter.
In Cleos Seele brach nun ein Damm. Die ganze Anspannung der letzten zwei Wochen machte sich Luft.
Bis vor wenigen Augenblicken hätte Cleo es nicht für möglich gehalten, dass sie dies, so offen, ausgerechnet mit Mrs Potter, besprechen würde aber sie konnte es einfach nicht zurückhalten.
Sie erzählte wie ihre Mutter sie in früher Kindheit, als sie einfach nicht widersprechen konnte, wie eine Puppe aufgezogen hatte. Mehr als eine Möglichkeit neue hübsche Kleidchen für ihre Kinder herumzuzeigen. Wie sie die Versorgung ihrer kleinen Schwester buchstäblich auf Cleo abgewälzt hatte und wie ihre ganze Zeit auf Hogwarts im Grunde ein einziger Kampf mit ihrer Mutter gewesen war. Wenn es nach Pansy Parkinson gegangen wäre hätte Cleo die Schule schon nach den ZAGs verlassen können.
Für Bildung hatte sie nichts übrig. Es ging nur darum sich einen guten Mann zu angeln.
Für Isis war Cleo praktisch zu einem Schwester/Mutter-Hybrid geworden.
Cleo liebte ihre kleine Schwester. Trotzdem war der Druck sich um die Jüngere zu kümmern fast zuviel gewesen.
Inzwischen liefen Cleo heiße Tränen über die Wangen.
„Mutter hatte nie Interesse daran eben genau das zu sein.“ stieß sie hervor. „Eine Mutter eben. Sie ist lieber mit ihren hohlköpfigen Freundinnen auf Partys gegangen.
Kein Wunder, dass mein Vater uns verlassen hat! Und jetzt hab ich den Job den ich mir immer gewünscht habe und dachte, dass ich endlich zu Hause ausziehen kann und mir ein eigenes Leben aufbauen kann ohne all diese Oberflächlichkeiten! Meine Freundin Tebetha und ich haben sogar diese tolle Wohnung in Aussicht! Alles schien gut zu laufen. Und dann höre ich, dass sie jetzt meine Chefin sind. Mums Busenfeindin. Ich meine.....“
„Cleo!“ unterbrach Mrs Potter mit sanfter Gewalt. „Ich verstehe jetzt, warum sie Angst vor mir haben aber lassen sie mich ihnen versichern: Ohne Grund!“
Cleo verfolgte wie Mrs Potter kurz ihren Zauberstab schwang. Auf der Anrichte füllten sich zwei Tassen mit Tee und schwebten zu den beiden Hexen herüber.
Mrs Potter griff die Tassen aus der Luft und reichte eine Cleo.
„Sie haben es nicht leicht gehabt bisher, oder Liebes?“ fragte sie schließlich.
Cleo fühlte sich im Augenblick emotional ausgebrannt. Mehr als ein Nicken brachte sie nicht zustande.
Der heiße Tee tat ihr gut.
Mrs Potter schwieg nun einige Minuten.
Cleo begriff, dass ihre Chefin ihr etwas Zeit geben wollte sich zu fangen. Eilig wischte sie sich die Tränenreste von den Wangen und meinte dann:
„Entschuldigen sie bitte, dass ich mich so habe gehen lassen Mrs Potter. Ich....“
„Schon gut.“ unterbrach die Ältere mit einem sanften lächeln. „Da hatte sich bei ihnen einiges angestaut und genau deshalb habe ich sie ja zu mir gebeten. Damit wir das ausräumen. Man darf nicht vergessen, dass sie mit ihren achtzehn Jahren noch sehr jung sind Cleo. Auf Hogwarts haben sie die Regeln gekannt. Das Ministerium ist Neuland für sie.“
Mrs Potter überlegte kurz, dann sagte sie:
„Lassen sie mich zuerst mal sagen wie ich zu ihrer Mutter Stehe Cleo. Während meiner Zeit auf Hogwarts ist sie mir sehr auf die Nerven gegangen. Pansy gehörte zu der Art von Schülern die ich nie gut leiden konnte. Die, die sich selbst ins Zentrum rücken. Die, für die Beliebtheit alles ist und die sich einbilden alle anderen bewerten zu können.“
Sie blickte von ihrer Teetasse zu Cleo auf.
„Ich hoffe es stört sie nicht, dass ich so von ihrer Mutter rede?“
„Sie sind gnädiger mit ihr als ich Mrs Potter.“ meinte Cleo. „Sie beschreiben sie zu ihrer Schulzeit und lassen sie mich ihnen sagen: Sie hat sich kein bisschen verändert.“
Mrs Potter lachte leise und fuhr dann fort:
„Ich habe es Pansy etwas übel genommen, dass sie damals, während der Schlacht um Hogwarts Harrys Auslieferung gefordert hat. Auf der anderen Seite hätte es mich aber auch überrascht wenn Pansy sich anders verhalten hätte.
Daraus leite ich aber keine....wie haben sie das ausgedrückt Cleo?...Busenfeindschaft ab.
Und zwar weil die Schule für mich vor sehr langer Zeit zu Ende gegangen ist. Für die gute Pansy offenbar nicht.
Wenn ich ehrlich bin habe ich nicht mehr an Pansy gedacht bis letztes Jahr. Da ist ja meine Tochter nach Slytherin gekommen und hat mir erzählt, dass sie sich sehr engagiert um die Erstklässler gekümmert haben.“
Mit einem verschwörerischen Grinsen auf dem Gesicht beugte sich Mrs Potter zu Cleo vor und meinte:
„Ich glaube Lily fand sie echt cool.“
Ein befreiendes Lachen brach aus Cleo heraus.
„Sie haben da einen Wirbelwind in die Welt gesetzt Mrs Potter.“ gluckste sie.
„Oh sie haben keine Ahnung.“ lachte Mrs Potter.
„Das ihre Mutter mich aber noch immer als Feindin sieht überrascht mich regelrecht.“ fügte sie noch an.
„Ich glaube das liegt an der art wie meine Mutter denkt.“ meinte Cleo nachdenklich. „Sie haben vorhin gesagt, dass beliebt sein für sie über allem steht und da haben sie recht. Ich denke, dass meine Mutter sie deshalb als solches Feindbild sieht weil sie in ihrer Schulzeit so bliebt waren Madame. Ein Star auf dem Qudditchfeld, sehr beliebt und schon damals sehr gut aussehend.“
„Das haben sie jetzt aber sehr geschickt formuliert.“ schmunzelte Mrs Potter über den Rand ihrer Teetasse hinweg. „Ich habe es aber nie darauf angelegt besonders beliebt zu sein.“
„Und genau das geht meiner Mutter so auf die Nerven.“ bestätigte Cleo. „Beliebtheit ist für sie das Wichtigste und sie hat alles gegeben um beliebt zu sein. Das ist das einzige wofür sie wirklich hart gearbeitet hat. Sie haben sie was das betrifft im Regen stehen lassen ohne das sie dafür gearbeitet haben.“
„Das erklärt so einiges.“ brummte Ginny Potter. „Aber im Grunde geht es ja gar nicht um ihre Mutter sondern um sie Cleo.“
Mrs Potter stellte ihre Teetasse auf ihrem Schreibtisch ab und sah Cleo direkt in die Augen.
„Was auch immer zwischen mir und ihrer Mutter war oder auch nicht, eines ist ganz sicher: Es hat nichts mit ihnen zu tun Cleo. Nachdem was ich von ihnen gesehen und von ihren direkten Fortgesetzten gehört habe sind sie ein Gewinn für diese Abteilung. Sie arbeiten hart, sind engagiert und zuverlässig. Deshalb hören sie bitte auf sich unter ihrem Schreibtisch zu verstecken jedes mal wenn ich den Raum betrete. Sie haben von mir nichts zu befürchten, verstanden?“
„Ja Madame.“ hauchte Cleo und ihre Stimme war kaum mehr als ein Flüstern. Sie war so unglaublich erleichtert.
„Gut, dann war es das denke ich. „ meinte Mrs Potter. „Sehen sie zu, dass sie und ihre Freundin diese Wohnung bekommen! Oder haben sie noch etwas auf dem Herzen.“
„Nur eine Anfrage von Miss Bell.“ meinte Cleo pflichtbewusst. „Ich soll fragen ob sie in der Sache Wood zu einer Entscheidung gekommen sind?“
„Bin ich.“ erwiderte Mrs Potter und erhob sich (Cleo tat es ihr gleich). „Sagen sie Katie ich bin damit einverstanden, dass es für den Wachmann bei einer Abmahnung bleibt. Es hat da diesen Vorfall gegeben. Mein Sohn war beteiligt, ebenso zwei Mädchen aus den USA. Der Wachmann hat da einen Fehler gemacht aber er ist ein langjähriger Mitarbeiter und wir alle machen Fehler. Man muss den Leuten auch Gelegenheit geben zu lernen. Also wie gesagt: Sagen sie Miss Bell die Sache hat meinen Segen.“
„In Ordnung Madame.“ versicherte Cleo die sich so leicht fühlte wie schon lange nicht mehr. Sie konnte einfach nicht mehr aufhören zu lächeln.
Mrs Potter schien dies nicht entgangen zu sein.
Sie schmunzelte:
„Ich glaube uns ist beiden leichter ums Herz, oder?“
„Auf jeden Fall!“ versicherte Cleo. „Jetzt hab ich vielleicht auch wieder die Kraft, mich um die Sorgen von Isis zu kümmern.“
„Ich dachte es läuft gut für ihre Schwester?“ erkundigte sich Mrs Potter. „Wenn ich den Berichten meiner Sprösslingen glauben schenken darf ist sie doch jetzt Vertrauensschülerin, oder?“
„Richtig, aber meine Mutter ist jetzt auch auf Hogwarts.“ erklärte Cleo seufzend.
„Als Lehrerin?“ fragte Mrs Potter ungläubig.
„Leiterin der Bibliothek.“ erklärte Cleo. „Passt eigentlich gar nicht zu ihr. Ich will mich mal etwas umhören was sie da geritten hat.“
Cleo überlegte einen Moment. Mrs Potter wirkte erlich verblüfft ob dieser Neuigkeit.
„Wenn es sie interessiert Madame....ich meine, was ich so erfahre.....“
Mrs Potter wirkte nun etwas zurückhaltend.
„Cleo ich möchte nicht, dass sie denken, dass ich sie benutzen will.“ sagte sie schließlich ernst. „Aber bei all dem was in den letzten Jahren auf Hogwarts los war.....es würde mich schon interessieren.“
„Ich fühle mich nicht ausgenutzt Madame.“ versicherte Cleo. „Ich WILL mich ja umhören. Ich habe den ganzen Ärger ja mitbekommen. Isis war im letzten Jahr von diesem Alptraumgift betroffen. Und dieser neue Job.....Er passt nicht zu meiner Mutter.“
So, das war es wieder.
Ich hoffe es hat euch gefallen und guten Start in die neue Woche.