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Freundinnen

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Freundinnen

Und wieder auf ein Neues.

Heute mal wieder ein etwas anderer Blickwinkel.

Hoffe es wird euch gefallen.

Viel Spaß.

Ginny Potter überflog noch einmal die Berichte die man ihr überstellt hatte. Die Parkour-Flieger stellten einmal mehr den Antrag als offizielle Sportart anerkannt zu werden.

Ginny seufzte.

Im Grunde war Parkour-Fliegen eine tolle Sache und sehr beliebt bei jungen Zauberern. Man brauste mit seinem Besen in grader Linie übers Land. Tiefflug und möglichst gradlinig! Je weniger man vom Kurs abwich desto besser. Trotzdem musste man dabei allen Hindernissen ausweichen.

Dabei durfte man eine bestimmte Höhe nicht überschreiten. Das machte den Flug sehr anspruchsvoll.

Während ihrer Zeit als Profi-Spielerin hatte Ginny selbst mit ihren Mannschafts-Kammeraden ein paar Parkour-Strecken geflogen. Es war ein gutes Training. Man lernte echte Besenkontrolle.

Das Problem war nur, dass sich echte Parkour-Flieger nicht damit zufrieden gaben eine abgesteckte Route zu fliegen. Die wahre Herausforderung war der Flug über Land! Damit waren die Hindernisse nicht vorauszusehen.

Leider lag genau hier das Problem. Das Geheimhaltungsabkommen war in Gefahr wenn Hexen und Zauberer auf ihren Besen im Tiefflug übers Land brausten. Manche liebten sogar den Flug durch Städte! Sicher, die Piloten benutzten Tarnumhänge oder Desillusionierung-Zauber aber das war kein Allheilmittel. Was wenn jemand abstürzte?

Trotzdem war es nicht zu leugnen, dass dieser Fun-Sport immer beliebter wurde. Es gab sogar schon inoffizielle Vereine die Meisterschaften organisierten!

Unterdrücken ließ sich die Sache nicht.

War es dann nicht besser mit diesen Organisationen zusammen zu arbeiten und das Ganze in sinnvolle Regeln einzubinden?

Ginny beschloss die Möglichkeiten zu prüfen.

Gerade als dieser Entschluss gefallen war klopfte es an Ginnys Bürotür.

Auf Ginnys Aufforderung hin schob Cleo Parkinson den Kopf durch den Türspalt.

„Haben sie einen Moment Mrs Potter?“ fragte sie höflich.

„Natürlich Cleo, kommen sie rein.“

Ginny war erleichtert, dass sie und die junge Hexe nun entspannt miteinander umgingen. Das klärende Gespräch hatte Wunder gewirkt und Ginny war sehr zufrieden mit der Arbeitsleistung die Cleo Parkinson brachte.

„Ich bräuchte nur ein paar Unterschriften von ihnen.“ erklärte die junge Hexe. „Die Zauberschachvereinigung von Groß Britannien richtet dieses Jahr die Weltmeisterschaften aus. Das sind die Genehmigungen.“

Ginny nickte. Sie war im Bilde und machte sich daran die Dokumente zu unterschreiben.

„Parkour-Fliegen?“ erkundigte sich Cleo mit einem Blick auf die Berichte die Ginny gerade studiert hatte.

Ginny blickte kurz auf und nickte lächelnd.

„Sie wollen als offizielle Sportart anerkannt werden.“ seufzte Ginny.

„Wäre cool!“ meinte Cleo und wirkte dann etwas verlegen. „Ich bin selbst mal den einen oder anderen Parkour geflogen. Während meiner Zeit auf Hogwarts. Wir sind ums Schloss geflogen und über den Wald.“

„Ich glaube gerne, dass das Spaß macht.“ schmunzelte Ginny (Sie verschwieg ihre eigenen Erfahrungen auf diesem Gebiet) „Das Problem ist die Geheimhaltung. Wie will man die garantieren?“

„Japan hat kürzlich Parkour-Fliegen offiziell zugelassen.“ sagte Cleo.

Ginny blickte überrascht auf.

„Wirklich?“ fragte sie.

Cleo nickte.

„Ich habe einen Artikel darüber gelesen in „Magic Sport Today“! Vor einer Woche haben die Japaner die Gesetze verabschiedet.“

Ginny ließ sich das kurz durch den Kopf gehen.

„Sagen sie Cleo....“ fragte sie dann. „Sind sie im Moment sehr beschäftigt?“

Cleo schüttelte den Kopf.

„Mein aktuelles Projekt waren die Schach-Meisterschaften und das ist jetzt in trockenen Tüchern.“

„Wunderbar!“ strahlte Ginny. „Dann habe ich was neues für sie. Ich möchte das sie mir einen Bericht zusammenstellen über die Situation mit den Parkour-Fliegern in Japan. Welche Gesetze sind da verabschiedet worden? Wie werden sie überwacht? Wie ist das Parkour-Fliegen dort jetzt organisiert? Es wird auch hier immer beliebter. Ich will den Sportlern mehr Raum geben aber es gibt eben die Probleme mit der Geheimhaltung. Vielleicht können wir von den Japanern lernen und eine Lösung finden.“

„Ich setzte mich gleich dran Madame.“ versprach Cleo.

„Gibt es eigentlich was neues aus Hogwarts?“ erkundigte sich Ginny.

„Wegen meiner Mutter?“ seufzte Cleo. „Nichts konkretes. Meine Quellen sagen, dass meine Mutter etwas tut was für sie völlig untypisch ist. Sie verhält sich still und macht einfach ihren Job.“

Ginny lachte leise. Das war wirklich untypisch für Pansy Parkinson.

„Was ich gehört habe und was interessant sein könnte....“ meinte Cleo. „....ist, dass sie den Job auf Hogwarts wohl bekommen hat weil jemand sie bei den Schulräten empfohlen hat.“

Ginny horchte auf. Ein geheimnisvoller Unbekannter der im Hintergrund die Fäden zog? Bei all dem was in den letzten Jahren auf Hogwarts passiert war?

„Versuchen sie bitte rauszukriegen wer da die Strippen gezogen hat Cleo.“ bat sie. „Von Schattengestalten hatten wir auf Hogwarts in den letzten Jahren genug.“

Cleo Parkinson nickte und wandte sich zu Tür. Bevor sie diese öffnen konnte klopfte es und Katie Bell schob den Kopf ins Zimmer.

„Entschuldige die Störung Ginny.“ meinte sie. „Aber die Ministerin möchte dich in ihrem Büro sehen.“

„Na dann will ich Mrs Granger mal nicht warten lassen.“ schmunzelte Ginny.

Sie erhob sich und zog ihren weinroten Blazer über den sie über die Lehne ihres Bürostuhls gehängt hatte.

„Ich warte dann auf ihren Bericht was die Situation in Japan angeht Cleo. „ meinte sie im Hinausgehen zu der jungen Hexe. „Ich will sie nicht drängen aber es wäre gut wenn sie mir bis Ende der Woche was vorlegen könnten. Je nachdem was sich ergibt könnte ich dann im Laufe der nächsten Woche mit den Parkour-Vereinen eine Gesprächsrunde vereinbaren. Vielleicht geht da was.“

Cleo Parkinson nickte und Ginny Potter machte sich auf den Weg. Sie durchquerte das Großraumbüro ihrer Abteilung, trat auf den Korridor und erreichte wenig später das Büro der Ministerin.

„Potter, Abteilung für magische Spiele und Sportarten.“ sagte sie zu den beiden Wachmännern die vor der Tür standen. „Die Ministerin hatte um mein Kommen gebeten.“

Der eine der beiden Wachmänner zog kurz ein Klemmberett zu Rate und nickte schließlich.

Beide zogen die Doppelflügeltür auf und ließen Ginny eintreten.

Die diensthabende Hauselfe im Empfangsbereich erkannte, dass ihre Hilfe wohl nicht gebraucht wurde und begrüßte Ginny daher nur mit einem Knicks.

Ginny stellte auch einmal mehr fest, dass Hermine sich das Büro zu eigen gemacht hatte. Die Veränderungen waren subtil aber man sah, dass ein Wechsel stattgefunden hatte.

Es war üblich, dass ein Zaubereiminister, wenn er sein Amt übernahm, das Büro etwas umgestaltete. Anders als bei den Muggeln brauchte man dafür allerdings kein Geld. Es war Tradition, dass der neue Minister selbst den Zauberstab schwang und den Raum mit Verwandlungszaubern seinen Wünschen anpasste. Dies wurde vom neuen Minister regelrecht erwartet. Schließlich musste man nicht nur ein guter Politiker sein sondern auch ein fähiger Zauberer wenn man dieses Amt bekleiden wollte.

Hermine war zum Glück beides.

Unter Kingsley hatten Purpur-Töne den Raum dominiert und die Möbel waren aus schwarzem Ebenholz gewesen. Das ganze hatte Autorität ausgestrahlt.

Hermine hatte sich als Grundfarbe ein helles Türkis ausgesucht  und die Möbel waren nun von einem einladenden Goldbraun. Darüber hinaus hatten der Konferenztisch und Hermines Schreibtisch nun Platten aus Kristallglas auf denen das Wappen des Ministeriums abgebildet war.

Modern und funktionell. So mochte Hermine es wenn es um die Arbeit ging.

Dazu noch ein paar Zimmerpflanzen und ein kleiner Zierbrunnen.....

Sehr geschmackvoll....fand Ginny immer wieder.

Inzwischen hatte Ginny auch ihre Freundin entdeckt. Die Ministerin saß hinter ihrem Schreibtisch und erhob sich, nun da sie ihren Besuch bemerkte.

„Frau Ministerin!“ verkündete Mrs Potter salbungsvoll und knickste leicht übertrieben.

„Jetzt weiß ich wo deine Tochter das her hat.“ meinte Hermine Granger säuerlich, breitete dann aber ihre Arme aus und meinte: „Drück mich mal ganz fest Gin! Ich brauch es.“

Mrs Potter kam der Bitte gerne nach. Es kam oft vor, dass Hermine sie zu sich bat einfach um sich „wie sie es nannte, zu erden. Von Zeit zu Zeit brauchte Hermine jemanden mit dem sie reden konnte. Jemanden von dem sie wusste, dass er ehrlich sein würde. Ehrlich, menschlich und direkt.

Daher bemühte sich Ginny Potter um eine besonders herzliche Umarmung und meinte: „Och....wer hat mein Minchen  geärgert?“

„Der Präsident des MACUSA“ seufzte Hermine.

Arm in Arm gingen die beiden Hexen zur Sitzgruppe in Hermines Büro und ließen sich auf die Sofas fallen.

„Versteh das nicht falsch Gin.“ meinte Hermine. „In Amerika gibt es wunderbare Menschen. Denk nur an die Danvers! Aber was bei denen als Politik durchgeht?! Das ist einfach nur Irrsinnig. Der Kerl den die da jetzt zum Präsidenten gewählt haben.“

„Die dümmsten Kälber wählen ihre Schlächter selber. Lass dich nicht ärgern Minchen.“ riet Ginny während die diensthabende Hauselfe Tee servierte.

„Hab ich nicht vor.“ versprach Hermine.

„Siehst aber nicht so aus.“ meinte Mrs Potter über den Rand ihrer Tasse hinweg. „Du wirkst ein wenig abgekämpft.“

Hermine nickte.

„Ich muss dringend meine Batterien aufladen und deshalb hab ich dich auch hergebeten. Was ich brauche ist einfach mal wieder ein schöner Abend mit Freunden und Familie. Daher die Frage: Haben Harry und du schon Pläne für heute Abend?“

„Nicht das ich wüsste.“ antwortete Ginny. „Du weißt ja selbst wie das ist Minchen. Wenn die Kinder aus dem Haus sind und Hogwarts unsicher machen ist es zu Hause erschreckend ruhig.“

„Wem sagst du das.“ seufzte Hermine. „Weißt du schon das Neuste? Hugo hat sich bei der Hausmannschaft von Gryffindor beworben. Er will sich als Hüter aufstellen lassen. Und er schreibt, dass James ihm gute Chancen einräumt.“

„Oje!“ lachte Ginny. „Da platzt mein Brüderchen wohl vor Stolz.“

„Ich konnte ihn gerade noch davon abhalten Hugo einen neuen Rennbesen nach olympischen Standards zu kaufen.“ lachte Hermine. „Aber in jedem Fall: Betrachtet euch als eingeladen. Du und Harry! Ron schwingt schon den Kochlöffel für ein fürstliches Abendessen.“

Ginny verzog das Gesicht.

„Da werde ich wohl mein Gymnastik-Programm straffen müssen.“ lachte sie. „Ron ist ein Meister in der Küche. Ich spüre jetzt schon zwei Pfund mehr auf den Hüften!“

„Dann ist das eine Zusage?“ erkundigte sich Hermine Granger hoffnungsvoll.

Ginny Potter zwinkerte nur zustimmend.

„Wunderbar!“ freute sich Hermine.

„Kommt sonst noch jemand?“ wollte Ginny wissen.

„Deine Eltern....“zählte Hermine an den Fingern ab. „Sie sagen es gäbe was neues im Bezug auf Percy. Das wollen sie uns erzählen. Wir wollten auch noch George und Angelina einladen aber die haben keine Zeit. Das ist schlimm denn Ron kocht sowieso immer reichlich und jetzt fallen noch zwei aus!“

„Das kann ich meinen Hüften nicht zumuten!“ meinte Ginny. „Ich hätte da eine Idee. Harry hat inzwischen einen guten Draht zu seinem Vetter und dessen Frau. Die Beiden sind nett und möchten mehr über die magische Welt lernen. Wie wäre es wenn ich sie frage ob sie Zeit haben?“

„Gute Idee!“ meinte Hermine. „Als Muggelgeborene hab ich vielleicht den einen oder anderen Tipp für sie.“

„Ich rufe die beiden an.“ versprach Ginny.

„Und dann hab ich noch Taro Isurgie eingeladen.“ vollendete Hermine ihre Liste.“ Er sagt er braucht einen Rat in Erziehungsfragen. Es ist wohl irgendwas mit Danny. Hast du eine Ahnung worum es da geht? Rose hat mir nichts geschrieben. Aber meine Große erzählt ihrer alten Mutter auch nicht alles wenn es um ihren Freund geht.“

„Als Mutter eines Sohnes der in Hufflepuff ist hab ich eine Vorstellung.“ meinte Ginny. „Im Haus der Dachse ist Krieg ausgebrochen.“

„Oje!“ meinte Hermine. „Worum geht es?“

„Du weißt, dass Danny Vertrauensschüler geworden ist? Zusammen mit einem Mädchen aus seinem Jahrgang? Mandy.....irgendwas?“

Hermine nickte.

„Nun,“ meinte Ginny und nahm den letzten Schluck von ihrem Tee. „Diese Mandy scheint eine ziemliche Fehlbesetzung zu sein. Sie wälzt alles auf Danny ab und genießt ihr Abzeichen nur. Das ist auch McGongall aufgefallen.“

„Hätte mich auch überrascht wenn Minerva das entgangen wäre.“ murmelte Hermine.

„Tja, sie hat diese Mandy auch zur Rede gestellt.“ führte Ginny weiter aus. „Das Mädchen hatte Danny wohl mit einer hochpeinlichen Aufgabe allein gelassen. Es gab also eine Standpauke aber die hat ihr Ziel verfehlt. Diese Mandy meint Danny sei schuld, dass sie ärger gekriegt hat und nun macht sie mobil gegen ihn. Hufflepuff ist mehr und mehr gespalten sagt Al. Entweder du bist Team Danny oder Team Mandy.“

„Das ist nicht so toll.“ brummte Hermine.

„Vor allem weil Mandy wohl alles tut um Danny das Leben schwer zu machen.“ sagte Mrs Potter. „Streiche, Störaktionen usw. Al hat keine Einzelheiten genannt aber manches ist wohl echt unter der Gürtellinie.“

„Wie reagiert Danny?“ wollte Hermine wissen.

Es überraschte Ginny Potter nicht wirklich, dass ihre Freundin sich dafür interessierte. Danny war teil der erweiterten Familie, sie alle waren mit seinen Eltern befreundet gewesen, er war das Herzblatt von Hermines Tochter und Ginny selbst hatte nicht vergessen, dass Danny Albus im letzten Jahr das Leben gerettet hatte.

„Bisher versucht er die Sache auszusitzen.“ erklärte Ginny. „Ist ja im Grunde auch die richtige Politik. So einen Streit sollte man nicht eskalieren lassen aber Mandy treibt es immer mehr auf die Spitze. Irgendwann wird Danny reagieren müssen.“

„Wir werden wohl von Taro mehr erfahren.“ war sich Hermine sicher.

„Und das verdirbt dir nicht den Abend?“ erkundigte sich Ginny neckisch.

„Soll das ein Witz sein.“ lachte Hermine. „Dieser Elternkram ist der reine Luxus.“

So, das war es für heute.

Nächste Woche gibt es dann ein Essen unter Freunden.

Hoffe es hat euch wieder gefallen.

Guten Start in die neue Woche und bis bald.