LNCrawler

Ein Problem Teil 1

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Ein Problem Teil 1

Und einmal mehr auf ein Neues.

Heute geht es zurück nach Hogwarts.

Mal sehen wie Danny mit seiner Situation umgeht.

Viel Spaß!

Danny streunte über die Ländereien von Hogwarts.

Im Gemeinschaftsraum von Hufflepuff fühlte er sich einfach nicht mehr wohl.

Diese Sache mit Mandy ging ihm einfach nur noch auf die Nerven.

Besonders die letzte Nummer die sie und ihre Gruppe abgezogen hatte war einfach nur bescheuert gewesen.

Es hatte morgens angefangen.

Wie üblich war Danny der erste gewesen der Wach war. Er hatte seine morgendlichen Kampfsport-Übungen gemacht und wollte dann ins Bad gehen.

Dort hatte eine böse Überraschung auf ihn gewartet.

Mandy und ihre „Freunde“ hatten im ganzen Bad Damenbinden aufgehängt. Sie baumelten an dünnen Schnüren von der Decke.

Danny fand das so albern!

Vor allem, was sollte das überhaupt?

Begriff Mandy nicht, dass sie einen Fehler gemacht hatte mit dieser Schülerin der sie nicht geholfen hatte?

Statt es einzusehen machte sie einen Witz daraus!

Danny hatte sich der Sache schnell angenommen.

Wozu war er der Klassenbeste in Verwandlung?

Als er sich seinen Zauberstab aus dem Schlafsaal geholt hatte war dummerweise Albus aufgewacht und hatte noch einen blick auf Mandys neusten Witz werfen können bevor Danny die unliebsame Dekoration einfach in Wasser verwandelte und im Ausguss der Duschen verschwinden ließ.

„Alter!“ hatte Albus gesagt. „Du musst endlich anfangen dich zu wehren oder das hört nie auf!“

Wütend  trat Danny gegen einen Stein der vor ihm auf dem Weg lag.

Er wollte sich nicht „wehren“! Das führte doch zu nichts!

Leider war Mandy, mit der Nummer im Bad, für heute noch nicht fertig gewesen.

Beim Frühstück ging es in die zweite Runde als die Posteulen ihre Briefe zustellten.

Eigentlich hatte Danny sich gefreut als Speedy ihm einen Brief von Taro überbrachte.

Leider war der Inhalt nicht wirklich brauchbar gewesen.

Dannys Pate vertrat den Standpunkt, dass er wenig tun konnte aber Vertrauen hatte, dass Danny reif genug war die Sache selbst ins Lot zu bringen.

Inzwischen hatte Danny zu dem Stein aufgeschlossen gegen den er getreten hatte. Erneut versetzte er dem Stein einen Tritt in den der Vierzehnjährige seine ganze Wut packte.

Der Stein schoss davon und landete irgendwo im hohen Graß.

Schwer atmend blieb Danny stehen und starrte auf die Stelle wo der stein verschwunden war.

Was sollte das denn bitte für ein Rat sein?!

Danny hatte sich doch an Taro gewandt weil er eben nicht wusste wie er die Sache ins Lot bringen sollte!

Natürlich versuchte er sich erwachsen zu verhalten! Er es Bisher vermieden Aktionen gegen Mandy zu starten damit die Sache nicht eskalierte.

Er hatte gehofft, dass es Mandy irgendwann selbst zu Dumm werden würde aber inzwischen fühlte sich Danny mehr wie ein Sandsack an dem sie sich austobte!

Taros enttäuschende Antwort war aber nicht der Tiefpunkt gewesen.

Während Danny noch über dem Brief seines Paten brütete hatte ihm jemand auf die Schulter getippt.

Es war Rose gewesen. Mit ernstem Blick und einem Kopfnicken hatte sie Danny aufgefordert ihr zu folgen.

An der großen Tür die in der großen Halle führte warteten bereits Alex, Kara und Jenna.

Genau wie Rose hielten die Mädchen dicke braune Umschläge in den Händen.

Unter Roses Führung zogen die Jugendlichen sich in den Raum zurück wo die Erstklässler auf die Auswahlzeremonie warteten.

Dort angekommen öffneten die Mädchen ihre Umschläge und leerten den Inhalt vor Danny aus.

Es waren Tampons. Die Umschläge waren randvoll mit dutzenden von Tampons.

„Rose hat gemerkt was in den Briefumschlägen war.“ hatte Kara peinlich berührt erklärt.

„Sie hat mir und Jenna dann ein Zeichen gegeben.“ war Alex Beitrag gewesen.

„Wir dachten wir zeigen dir das besser vertraulich.“ hatte Rose gesagt und Danny über den Arm gestrichen. „Ich denke wir wissen woher diese Post kam, oder?“

„Mandy!“ hatte Danny geseufzt.

Das war eine neue Stufe der Eskalation gewesen.

Bisher hatten sich Mandys Aktionen intern bei den Hufflepuffs abgespielt! Jetzt hatte sie zum ersten mal auch andere Häuser mit reingezogen.

„Hör mal Dachs-Bro....“ hatte Alex gesagt. „Wir wissen, dass du das aussitzen willst aber das klappt nicht. Du musst was machen!“

„Ich versteh gar nicht, warum so viele in Hufflepuff diesen Mist von Mandy mittragen!“ war Dannys verzweifelte Antwort gewesen.

„Ich denke das hat mit dir zu tun.“ hatte Jenna gemeint.

Das hatte Danny einen Schlag versetzt. Seine Schuld?! Er versuchte sich vernünftig zu verhalten!

Offenbar hatte Jenna vorhergesehen, dass Danny ihre Meinung nicht gut aufnehmen würde. Sie hatte daher entschuldigend die Hände gehoben und gemeint:

„Ich meine nur, dass diese Mandy Oberwasser bekommt weil sie austeilt. Für Außenstehende sieht es so aus als ob du nur still hälst und einsteckst. Das macht deine Seite nicht gerade attraktiv.“

In Danny hatte es gebrodelt. Gerne hätte er Jenna widersprochen aber leider hatte sie den Nagel auf den Kopf getroffen.

Das Läuten der Schulglocke rief die Schüler schließlich zum Unterricht.

Danny hatte sich nicht wirklich konzentrieren können.

Die Geschehnisse hatten ihn verfolgt.

Auch hatte es nicht gerade geholfen, dass Mandy und ihre Clique ja auch im Unterricht war. Die Gruppe um Mandy bestand aus vier Mädchen die zu den verschiedenen Clubs gehörten in denen Mandy seit ihrer Ernennung zur Vertrauensschülerin eine steile Karriere gemacht hatte.

Immer wieder hatten die Mädchen zu Danny herübergeschielt und gekichert.

Als sie eine Doppelstunde Geschichte der Zauberei durchstehen mussten landete mit einem Mal ein zusammengeknülltes Stück Pergament auf Dannys Pult.

Der Vierzehnjährige hatte das Papier entrollt und eine nette kleine Zeichnung darauf entdeckt. Sie war so verzaubert, dass das Bild sich, wie bei Zauberfotos, bewegte. Es zeigte Danny wie er sich im Tarzan Kostüm an einer Tampon-Liane durch einen Wald schwang und jedes mal endete es mit einem spektakulären Crash in einen Baum.

Nach dem Unterricht hatte Danny sich dann auf die Ländereien verzogen um nachzudenken.

Jenna und die Anderen hatten im Grunde ja recht. Er konnte sich das nicht mehr gefallen lassen aber auf der anderen Seite machte es doch auch keinen Sinn mit Mandy in einen Scherze-Krieg zu treten.

Sicher er konnte sich bei Weasleys zauberhafte Zauberscherze ordentlich mit Munition versorgen und zurückschlagen.

Das würde dann auch sicher Leute auf seine Seite ziehen.

Aber das war genau das Problem! Er wollte nicht das es Seiten gab und außerdem: Wie lange würde  es wohl dauern bis Mandy zurückschlug?

Danny blickte auf als er Stimmen hörte.

Überrascht stellte der Vierzehnjährige fest, dass er so in Gedanken versunken gewesen war, dass er gar nicht gemerkt hatte, dass er sich Hagrids Hütte genähert hatte.

Die Stimmen kamen von der Koppel und Danny beschloss seiner Neugierde nachzugeben.

Zu seiner Überraschung entdeckte er dort neben Hagrid und einem ihm unbekannten, älteren Zauberer seinen Stubenkammeraden John Barneby.

„Hey Danny!“ rief John als er seinen Mitschüler entdeckte. „Darf ich dir meinen Vater vorstellen?“

Während sich Danny etwas Schüchtern der Gruppe näherte fuhr John fort:

„Dad, Danny und seine Freunde waren zusammen mit Santos stark daran beteiligt die „Eulen-Invasion“ auf den Weg zu bringen. Danny, das ist mein Dad, Anton Barneby.“

Mit einem strahlenden Lächeln auf dem Gesicht schüttelte Anton Barneby Danny die Hand.

„wir sind ihnen wirklich zu Dank verpflichtet mein Junge.“ meinte der erwachsene Zauberer. „Diese ganze schreckliche Geschichte im letzten Jahr...... Es hat unseren John so getroffen. Sie und ihre Freunde haben unserer Familie wirklich geholfen das zu überwinden.“

„Wir haben das einzig richtige getan Sir.“ versicherte Danny. „Wäre nicht das selbe in unserem Jahrgang ohne John.“

Das dankbare Lächeln von Johns Vater war Danny direkt peinlich. Sicher, sie, Rose, Albus, Scorpius, Santos und auch Danny, hatten die Briefaktion angestoßen die zur Eulen-Invasion bei den Barnebys geführt hatte aber er verdiente sicher nicht den ganzen Dank.

Um ein unverfängliches Thema bemüht fragte Danny daher:

„Sie sind doch Tierheiler, oder Sir?“

„Ja richtig.“ erklärte Anton Barneby. „Deshalb bin ich auch hier.“

„Hab etwas Hilfe gebraucht.“ erklärte Hagrid mit schelmischem Grinsen.

„Aber nur ganz wenig Hagrid!“ lachte Mr Barneby. „Das weiß ich doch noch aus meiner Schulzeit hier. Wenn es um Tierwesen geht macht dir keiner etwas vor.“

„Jau, komm ganz gut klar mit denen.“ strahlte Hagrid und freute sich sichtlich über das Lob. „Aber bei manchen Sachen is so'n bisschen Hilfe doch ganz schön.“

„Hoffentlich nichts ernstes?“ sorgte sich Danny.

Auch er mochte Tierwesen und Pflege magischer Geschöpfe zählte zu seinen Lieblingsfächern.

In den vergangenen Jahren war bei dem Vierzehnjährigen auch immer mehr der Wunsch geweckt worden, nach seinem Abschluss, etwas mit Tierwesen beruflich zu machen.

Danny hatte zuerst mit dem Gedanken gespielt Auror zu werden. Zu diesem Beruf hatte er einfach einen Draht gehabt, weil das nun mal der Job war den Dannys Eltern gemacht hatten.

Je mehr Danny in der magischen Welt „angekommen“ war hatten sich aber neue Interessen bei ihm gebildet.

„Nee, nee!“ winkte Hagrid indessen ab. „Alles gut! Sehr gut sogar. Kann dir zeigen worum es ging, wenn du Lust hast.“

Danny nickte begeistert.

Alles war besser als sich mit der Mandy-Situation befassen zu müssen.

„Na, ich muss leider wieder los.“ erklärte Anton Barneby. „Da wartet eine Zauberstabholz-Farm auf mich. Die Bowtruckles sind alle erkältet. Hat mich sehr gefreut Mr Huntington.“

„Ich bring dich noch zum Tor Dad.“ erklärte John und die beiden entfernten sich.

„Na dann komm mal Danny.“ meinte Hagrid und führte den Vierzehnjährigen zu einer etwas abseits gelegenen Koppel.

Dort lag ein Tierwesen, dass Danny nur aus seinen Schulbüchern kannte. Es sah aus wie ein Pferd mit dem Kopf eines Adlers uns mächtigen Schwingen.

Das Wesen hatte den kräftigen Braunton eines Adlers wenn es um das Federkleid ging, dass seinen Vorderleib bedeckte. Sein Hinterleib hatte das rotbraune Fell eines Pferdes und einen seiner Flügel schien es schützend über etwas ausgebreitet zu haben das Danny noch nicht sehen konnte.

Den Kopf hatte das Tierwesen in einen Eimer gesteckt und es schien zu fressen.

„Hagrid, dass ist ein Hippogreif, oder?“ fragte Danny aufgeregt.

„Genau!“ grinste der freundliche Halbriese. „Genau gesagt ist das Seidenschwinge. Sie is ein direkte Nachfahrin von einem Hippogreif Namens Seidenschnabel. Der hat mir viel bedeutet, das liebe Schnäbelchen. Harry Potter und seine Freunde haben diesen Hippogreif, also Seidenschnabel, während der Zeit als sie hier zu Schule gingen gerettet. Ohne den Dad von deinem Freund Albus hätte es Seidenschwinge also nie gegeben.“

„Wow!“ meinte Danny. „Aber warum brauchtest du einen Tierheiler? Ist Seidenschwinge krank?“

„Nee, nee!“ strahlte Hagrid. „Kuck nur gut hin, dann siehst du es gleich.“

Gespannt beobachtete Danny was nun vor sich ging.

Seidenschwinge hatte nun den Kopf aus dem Futtereimer gezogen und hob nun den Flügel.

Danny konnte nicht anders als zu lächeln als er erblickte was Seidenschwinge bisher beschützt hatte.

Unter dem Flügel, dicht an den Körper des erwachsenen Hippogreifs geschmiegt lag ein neugeborener Hippogreif. Das Kleine blinzelte müde ins Sonnenlicht und Danny erkannte, dass es fast so braun war wie seine Mutter. Nur Kopfgefieder und an den Flügeln zeigte sich eher ein goldbrauner Ton. Die Flügel wirkten noch recht schwach und hatten noch nicht die stolzen Schwungfedern. Stattdessen waren sie mit flaumigen Daunenfedern überzogen.

Der junge Hippogreif reckte nun seinen Kopf dem wartenden Schnabel seiner Mutter entgegen und diese begann damit ihr Junges mit einem Brei den sie vorgekaut hatte zu füttern.

„Wundervoll, nich war?“ fragte Hagrid Danny.

Dieser nickte.

„Ist noch keine zwei Stunden aus dem Ei das Kleine.“ erklärte Hagrid. „Hab mir gedacht ich nenn's Goldfeder.“

„Das passt.“ meinte Danny. „Wegen der Federn am Kopf und an den Flügeln.“

„Genau!“strahlte Hagrid. „Hab deshalb nen Tierheiler gebraucht weil Seidenschwinge ein zahmer Hippogreif ist. Weiste Danny....wenn Hippogreife als Haustiere gehalten werden bekommen so natürlich gut zu fressen. Gehört sich ja so. Das Problem ist dann aber, dass sich bei einer Schwangerschaft das Küken wesentlich weiter entwickelt als das in der Natur der Fall wäre. Liegt daran, dass die Mutter einfach mehr Nährstoffe im Körper hat.

Normalerweise legen Hippogreife ein zerbrechliches Ei und das Kleine schlüpft dann innerhalb von einem Tag. Bei Seidenschwinge war das aber ein Problem. Weil ich sie gut füttere war das Ei im Grunde zu groß als das sie es hätte normal legen können. Deshalb hab ich dann eben Mr Barneby gebraucht. Ein guter Tierheiler kann das Ei mit einem ganz speziellen Zauber schrumpfen, so das die Mutter es trotzdem legen kann, verstehst du? Sobald es raus ist vergrößert man es dann wieder und wenn alles richtig läuft nimmt das Küken keinen Schaden. Ist ein kniffliger Zauber und ich wollt nich, dass da was schief geht. Nee, da ruf ich dann lieber einen ausgebildeten Heiler.

Hatte es dann auch eilig der kleine Kerl. Ich sag dir Danny: In einer Woche wird der Kleine schon fliegen können.“

„Toll!“ staunte Danny.

„Aber nun mal zu dir.“ brummte Hagrid und Danny stellte fest, dass der freundliche Halbriese ihn wissend musterte. „Verrätst du dem alten Hagrid jetzt was dir quer im Magen liegt?“

Danny seufzte. Hagrids Gesichtsausdruck machte klar, dass er verloren hatte und wer weiß? Vielleicht konnte er ja hier wirklich einen guten Rat zu der Lage mit Mandy bekommen.

Das war es leider für heute.

Mehr schaffe ich nicht aber keine Sorge:

Das nächste Kap kommt bestimmt.

Gute neue Woche wünsche ich und einen frohen dritten Advent.