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Ein Problem Teil 2

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Ein Problem Teil 2

Frohe Weihnachten nachträglich an euch alle.

Etwas verspätet das neue Kapitel.

Vermutlich dürfte es auch das letzte für dieses Jahr sein daher wünsche ich nicht nur ein frohes Fest sondern auch einen guten Rutsch und ich hoffe ihr hört auch 2025 wieder rein.

Jetzt aber:

Viel Spaß!

„Ist es so offensichtlich, dass bei mir gerade was schief läuft?“ fragte Danny.

Hagrid gluckste.

„Bin vielleicht nicht so Buch-klug wie zum Beispiel der gute Flitwick aber ich unterrichte jetzt seid über zwanzig Jahren Jungen wie dich. Ich merke wenn euch der Schuh drückt. Komm Danny, schnapp dir den Karren da drüben. Die Hippogreife lassen wir jetzt mal in Ruhe. Wir sammeln am Waldrand ein wenig Holz. Ich nehm demnächst wieder Feuerspeiende Salamander durch und da brauch ich Holz für einen Scheiterhaufen. Kannst mir ein wenig helfen und unterwegs erzählst du mir was los ist.“

Danny kam Hagrids bitte gerne nach. Was zu tun zu haben half ihm oft seine Gedanken auf die Reihe zu bekommen.

Schon bald wanderten Hagrid und Danny am Waldrand entlang. Hagrid lud Äste auf den Karren den Danny zog.

Der Vierzehnjährige hatte eine Weile gebraucht aber schließlich machte er sich Luft was die Situation mit Mandy anging. Er ließ nichts aus und verschwieg auch nicht die heutige Aktion mit den Briefen.

„Ich finde das einfach nur dumm und kindisch Hagrid!“ meinte Danny schließlich verzweifelt. „Jetzt zieht sie auch noch Rose und meine Cousinen in diesen Mist mit rein!“

Wütend trat Danny gegen einen Stein der auf dem Weg lag.

Hagrid brummte mitfühlend.

„Hast schon recht, dass das kindisch ist.“ meinte er schließlich. „Aber das sieht die Mandy eben nicht. Darfst auch eins nicht vergessen Danny: Sie ist einfach noch nicht so weit wie du.

Hat zum Teil damit zu tun wie ihr Kinder euch entwickelt. Manche werden schneller reif, andere brauchen etwas länger. Du und deine Freunde Dany.... ihr seid sehr reif für euer Alter. Manchmal denke ich sogar, dass ihr zu reif seid.“

„Echt?“ fragte Danny etwas unsicher.

Der fast traurige Gesichtsausdruck als Hagrid nickte verunsicherte ihn leicht.

„Versteh das jetzt nich falsch Danny. Ihr seid gut so wie ihr seid aber das ihr so reif seid kommt eben daher was du, Rose, Albus und Scorpius  schon alles durchgemacht habt. Du kamst hier an Danny und hattest deine Eltern früh verloren. Du musstest dir selbst helfen in diesem Waisenhaus. Dann all die Abenteuer die du mit deinen Freunden erlebt hast. Was ihr durchgemacht habt.

Kann schon verstehen, dass du und Rose zusammengekommen seid. Was würde sie wohl an einem Kerl finden der nix im Kopf hat außer seine Schokofroschkarten? Allein was ihr im letzten Jahr durchgemacht habt!“

Hagrid schüttelte den Kopf. Er atmete tief durch, liftete einen weiteren Ast auf den Handwagen und fuhr dann fort:

„Mandy hat nichts durchgemacht, was dem gleichkommt, weißt du? Das einzige was bei ihr ungewöhnlich war ist, dass sie recht einsam aufgewachsen ist.“

„Hat auch sie ihre Eltern verloren?“ wollte Danny wissen.

„Nee, denen geht es gut. Ihr Vater Kevin war im selben Jahr wie der Dad von Albus. War in Ravenclaw und ganz interessiert an Astronomie. Die Frau die er geheiratet hat auch. Beides Astronomen und deshalb haben die sich sehr zurückgezogen, weißt du? Die leben auf einer kleinen Insel im Norden. Ganz allein und ganz weit weg von Städten. Das hat mit dem Licht zu tun, weisst du? Die Städte der Muggel werfen viel Licht an den Himmel nachts. Da ist das dann schwierig mit dem Sternekucken. Deshalb leben die Entwhistles so weit weg von allen Leuten. Die Mandy ist praktisch ganz allein aufgewachsen.“

„Vielleicht ist sie auch deshalb bei uns in Hufflepuff gelandet.“ vermutete Danny. „Der sprechende Hut hat wohl gedacht sie braucht Freunde. Aber gerade deshalb verstehe ich nicht wieso sie sich so benimmt!“

Etwas von Dannys Wut kehrte zurück.

„Ich meine wir Hufflepuffs sollen fair sein und freundlich und hart arbeiten. Mandy ist im Augenblick nichts davon!“

„Danny, lass mich dir jetzt mal was über den sprechenden Hut sagen: Der kann auch nur tun was im Augenblick das Richtige is. Ihr Kinder setzt das Ding mit Elf Jahren auf. Danny, bist du noch dieser kleine Elfjährige?“

„Nee.“ räumte Danny ein.

„Na siehst du!“ schmunzelte Hagrid. „Das du ein Hufflepuff bist macht dich nicht automatisch gut. Genauso ist ja ein Slytherin nicht von Anfang an böse. Ihr seid einfach Kinder die sich entwickeln. Das Schulhaus ändert daran nichts.“

„Da hast du wohl recht Hagrid.“ räumte Danny ein. „Wie sollte man sonst rechtfertigen, dass Buttercup bei den Gryffindors gelandet ist.“

„So is es“ schmunzelte Hagrid. „Der Hut erkennt bei euch Talente. Wie ihr sie nutzt, dass ist eure Sache. Mandy erfährt gerade wie toll das sein kann im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Das is' schon ganz anderen zu Kopfe gestiegen.“

„Stimmt schon Hagrid.“ hielt Danny dagegen. „Aber das ändert nichts daran, dass das endlich aufhören muss. Ich hab schon darüber nachgedacht mein Abzeichen zurück zu geben. Wenn ich kein Vertauensschüler mehr bin, dann ist Ruhe im Karton.“

Hagrid sah Danny sehr nachdenklich an.

„Ist anständig von dir, dass du das machen willst Danny.“ sagte er schließlich. „Zeigt, dass du der richtig für den Job bist und deshalb solltest du es nicht tun. Wenn du aufgibst bekommt Mandy noch mehr Oberwasser. Wer sagt denn, dass sie deinen Nachfolger nicht genau so aufs Korn nimmt? Was wenn der sich dann unterbuttern lässt? Oder schlimmer, genau so wird wie Mandy!“

„Aber was soll ich denn tun Hagrid?“ meinte Danny verzweifelt.

Hagrid blickte den Vierzehnjährigen nun sehr ernst an.

„Wenn ich dir hier einen Rat geben soll Danny, dann muss ich jetzt mal für fünf Minuten aufhören dein Lehrer zu sein.“ brummte er schließlich. „Als Lehrer hier, darf ich dir das nämlich nicht raten.“

Er atmete tief durch.

„Du musst dich wehren.“ sagte er schließlich.

Danny wollte widersprechen aber Hagrid schnitt ihm das Wort ab.

„Nicht mit so kindischen Streichen.“ legte er fest. „Da hast du schon recht. Das bringst nichts. Du musst das anders angehen. Du musst Mandy in die Ecke treiben und sie dazu zwingen das sie Farbe bekennt. Musst allen zeigen, dass ihr Verhalten im Grunde mies und feige is, verstehst du? Die meisten die ihr bei ihren Aktionen helfen machen das doch nur weil sie es für einen großen Spaß halten. Du musst ihnen klar machen, dass das nicht so is.“

„Und wie mach ich das?“ fragte Danny unsicher.

Hagrid lachte leise.

„Das wirst du leider selbst rausfinden müssen.“

Wenig später kehrte Danny ins Schloss zurück. Sein Kopf rauchte.

Im Grunde machte das war Hagrid gesagt hatte Sinn. Er musste diese Spirale von eskalierenden Streichen durchbrechen, aber wie?

Als er in den Kellergang einbog auf dem der Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs lag hörte Danny ein Geräusch. Er brauchte einen Augenblick aber dann erkannte er es als ein leises Schluchzen.

Danny sah sich um und entdeckte in einer Seitennische einen großen Stapel Fässer. Zwischen den Fässern hockte ein Mädchen aus seinem Jahrgang. Danny kannte sie. Susan Finch-Fletcheley.

Sie hatte sich zwischen zwei große Fässer gekuschelt und weinte leise vor sich hin.

„Hey Susan?“ fragt Danny. „Alles ok?“

Erschrocken fuhr Susan zusammen und blickte zu Danny auf. Sie schien ihn gar nicht bemerkt zu haben.

„Oh, Danny....“ meinte sie und wischte sich hastig übers Gesicht. „Ich......eigentlich ist schon alles....naja....“

Danny lehnte sich an die steinerne Einfassung der Nische.

„Susan, was machst du hier draußen ganz allein?“ wollte er wissen.

Die Vierzehnjährige blickte zu ihm auf und ihre Augen glänzten feucht.

„Mandy ist da drin.“ meinte sie mit zitternder Stimme.

„Ich dachte ihr seid Freunde?“ erkundigte sich Danny vorsichtig.

„Dachte ich auch.“ meinte Susan bitter. „Mein Vater hat Mandys Eltern mal vor Gericht vertreten. War ne ganz harmlose Sache aber so hab ich Mandy kennengelernt. Das war ein Jahr bevor wir nach Hogwarts gekommen sind. Seitdem waren wir Freunde aber jetzt braucht Mandy mich ja nicht mehr. Sie hat jetzt all ihre neuen Freunde die nur auf sie stehen weil sie jetzt ihr bescheuertes Abzeichen hat. Zu mir sind die total gemein.“

„Hast du versucht mit Mandy darüber zu reden?“ fragte Danny.

Susan lachte bitter auf.

„Die meint ich übertreibe.“ sagte sie und wischte sich die Tränen vom Gesicht. „Aber das tue ich nicht. Die machen mich ständig fertig wenn sie mich nur sehen!“

Susan blickte zu Danny auf.

„Ich hab Mandy auch schon gesagt, dass ich diesen Krieg den sie mit dir führt scheiße finde Danny. Seitdem sind ihre neuen Freunde total hinter mir her. Das blöde ist: Ich vermisse Mandy. Sie war meine beste Freundin und jetzt....“

„Sie haben Angst das du Einfluss auf Mandy nimmst.“ erkannte Danny. „Diese neuen Freunde meine ich. Du hast schon recht. Die sind mit ihr befreundet weil sie das Abzeichen hat. Eine echte Freundin ist da im Weg.“

Danny spürte wie heiße Wut in ihm aufstieg. Es reichte jetzt! Es war Zeit etwas zu unternahmen.

„Susan, beruhig dich erst mal und warte noch fünf Minuten bevor du nachkommst. Da im Gemeinschaftsraum gibt es jetzt ein Donnerwetter!“

„Was hast du vor?“ rief Susan  Danny nach als dieser zu dem Fässerstapel ging in dem der Eingang zum Gemeinschaftsraum verborgen war.

„Weiß ich noch nicht.“ rief dieser zurück. „Aber es wird hässlich.“

Danny gab das Klopfzeichen und betrat wenig später den Gemeinschaftsraum.

Es war seltsam. Er hatte keinen Plan aber in ihm war ein Damm gebrochen. Er wusste noch nicht was genau er tun würde aber er würde sich dieser Sache jetzt stellen!

Danny warf einen schnellen blick durch den Gemeinschaftsraum und entdeckte Mandy in einer Sitzecke zusammen mit zwei ihrer neuen Freunde. Diese Beiden waren auch in Hufflepuff. Die übrigen Mitglieder ihrer neuen Clique stammten aus anderen Häusern.

Hinter der Dreiergruppe entdeckte Danny genau das was er brauchte.

Mit entschlossenen Schritten ging er auf Mandy und ihre Freunde zu. Aus einer der vielen Obstschalen die im Gemeinschaftsraum standen angelte sich Danny einen Apfel heran und schritt weiter. Den Apfel hielt er in der Linken. Seinen Zauberstab unauffällig in der rechten Hand.

Das hämische Grinsen, dass auf Mandys Gesicht erschien als sie Danny auf sich zukommen sah fachte die Wut der Vierzehnjährigen noch weiter an.

Gerade öffnete Mandy den Mund zu einer schnippischen Bemerkung ansetzen als Danny bereits handelte.

Mit ganzer Kraft warf Danny den Apfel auf den herrlich gewachsenen Mimbulus Mimbeltonia (eine Züchtung von Professor Longbottom die den Gemeinschaftsraum zierte.)

Gleichzeitig hob Danny seinen Zauberstab und errichtete einen Schildzauber zwischen sich und Mandy.

Alles schien wie in Zeitlupe abzulaufen:

Der Apfel flog auf die graue pulsierende Pflanze zu.

Das hämische Grinsen verschwand von Mandys Gesicht als sie begriff was vor sich ging, doch es war zu spät.

Der Apfel klatschte gegen den Mimbulus Mimbeltonia und dieser Verspritzte sofort reichlich seiner grünen, schleimigen Abwehrflüssigkeit.

Mandy und ihre Freunde wurde voll getroffen während Dannys Schildzauber verhinderte das er oder andere Schüler zu Schaden kamen.

Schlagartig war es totenstill im Gemeinschaftsraum als sich der brennende Gestank von ranziger Jauche ausbreitete.

Mandy und ihre Freunde waren aufgesprungen. Sie waren über und über mit dem ekeligen Saft überzogen.

Wütend richtete Mandy den Blick auf Danny und wollte etwas sagen doch der Vierzehnjährige war schneller.

„Silencio!“

Der Zauber traf Mandy und ihre Freunde und sorgte dafür, dass sie keinen Pips mehr von sich geben konnten.

„Du hälst jetzt endlich mal die Klappe du dumme Kuh!“ fauchte Danny wütend. Er blickte sich im Gemeinsaftraum um und stellte fest, dass alle Blicke auf ihn gerichtet waren.

„Wie schön, dass ich eure ungeteilte Aufmerksamkeit habe.“ meinte er in die Runde. „Ich will nämlich was loswerden. Euch ist sicher aufgefallen, dass hier in letzter Zeit einiges schiefgelaufen ist. Das verdanken wir Mandy da drüben. Sie hat unser ganzes Haus aufgehetzt weil sie einen kleinen Privatkrieg gegen mich führt. Einige von euch finden das vielleicht ganz witzig. Ich will euch sagen wie ich es finde: Ich finde es scheiße! Die Erstklässler fühlen sich nicht mehr wohl bei uns, alle haben Angst zwischen die Fronten zu geraten und unser ganzes Haus, das für Freundschaft und faires Verhalten stehen sollte ist gespalten. Und warum? Weil diese Sumpfkuh da (er wies auf Mandy) der Meinung ist, dass sie mit ihrem Abzeichen zur Königin der Dachse erklärt worden ist! Ich sag dir mal was Mandy (Danny sprach nun direkt zu ihr) : Vergiss es einfach! Du bist so scheiße als Vertrauensschülerin....schick die Schüler mit Problemen einfach weiter zu mir! Dann wird ihnen wenigstens geholfen. Häng du ruhig weiter mit deinen neuen Freunden ab. Du wirst schon sehen was du von denen hast wenn es mal hart auf hart kommt. Deine wirkliche Freundin hast du ja abgeschrieben. Die sitzt draußen im Gang und heult weil deine neuen Freunde sie als Sandsack benutzen. Ich will nur eine Sache klarstellen: Dieser kleine Krieg endet hier und jetzt! Und wisst ihr auch wieso? Weil ich jedem, der diesen Kampf fortsetzen will, egal ob er mir hilft oder ihr, Nachsitzen bis zu den ZAGs aufbrumme! Ich hab bisher versucht für euch dar zu sein als Vertrauensschüler und das soll auch so bleiben aber ich lasse es nicht mehr zu, dass diese Diva da drüben (er wies wieder auf Mandy) uns alle gegeneinander aufhetzt.“

Danny trat auf Mandy und ihre Freunde zu.

„Ich hoffe das ist auch bei euch angekommen und falls nicht: Ich hab eine neue Präsentation im Mag-Web entdeckt. Sie heißt: Das Denkarium. Da kann man Erinnerungen von sich hochladen und ich bin mir sicher, die Erinnerung von einer dummen Kuh übergossen mit Stinksaft wird bestimmt ein Hit!“

Mandys Augen weiteten sich vor Schreck als Danny sich mit der Spitze seines Zauberstabs vielsagend an die Schläfe klopfte.

In diesem Moment öffnete sich die Tür zum Gemeinschaftsraum.

Susan Finch-Fletcheley betrat den Raum. Kurz blickte sie zu Mandy die immer noch von Stinksaft triefte. Ein betterer Ausdruck lag auf ihrem Gesicht als sie sich abwandte und zu den Schlafsälen ging.

Noch immer unfähig etwas zu sagen blickte Mandy ihr nach.

„Jetzt wo du deine Zeit nicht mehr mit kindischen Scherzen verschwenden musst kannst du dir ja vielleicht Gedanken darüber machen was du durch deine bescheuertes Benehmen verloren hast.“ meinte Danny. „Und jetzt verschwindet unter die Dusche.“

So, das war es für heute und vermutlich auch für dieses Jahr.

Ich wünsche einen guten Rutsch und wir „sehen“ uns 2025.