Neuanfang?
Neuanfang?
Willkommen in 2025!
Vielen Dank für eure Geduld. Nun geht es weiter.
Viel Spaß!
Weder Mandy noch ihre sogenannten Freunde wagten irgendeinen Widerspruch.
Wortlos trollten sie sich in Richtung der Schlafsäle.
Danny spürte einen Orkan in sich toben.
Er konnte kaum glauben was er da gerade getan hatte. Das war so überhaupt nicht seine Art.
Er machte auf dem Absatz kehrt und verließ den Gemeinschaftsraum.
Eine weile wanderte er einfach durch die Schule ohne Ziel. Er versuchte sich einfach zu beruhigen.
Schließlich war er auf der Remus Lupin-Brücke gelandet. In Gedanken versunken starrte er in die Schlucht herunter.
Wie lange er dort gestanden hatte wusste er schon bald nicht mehr aber plötzlich hörte er Stimmen.
„Da ist er, ich hab ihn gefunden!“
Danny blickte sich um und sah Kara, Alex, Rose und Jenna auf sich zu kommen.
„Dachs-Bro!“ grüßte Alex. „Was hören wir da? Du hast eine gewisse Vertrauensschülerin in Stinksaft geduscht?!“
Danny spürte wie seine Ohren ob der Begeisterung seiner Cousine zu brennen begannen.
„Woher weißt du das denn junge Löwin?“ fragte er bemüht Zeit zu schinden. „Von Albus?“
„Nee.“ meinte Rose. „Meinen Cousin kriegst du nur noch mit Gewalt vom Quidditchfeld weg. Zum einen trainiert er sein Team und zum anderen Lily.“
„Seine klein Schwester?“ erkundigte sich Kara.
„Genau die.“ lächelte Rose. „Sie hat Al gebeten sie auf die Auswahlspiele vorzubereiten. Sie will sich für Slytherin als Sucherin aufstellen lassen.“
„Hat sie auch James mit eingespannt?“ wollte Danny wissen.
Rose schüttelte lachend den Kopf:
„James ist vielleicht Lilys Bruder aber er ist auch ein Gryffindor. Er kann es sich nicht leisten die Sucherin der Slytherins auszubilden. Zum Glück hat Lily ja einen fairen Dachs als Bruder.“
„Ok, verstehe....“ meinte Danny. „Aber woher wisst ihr dann von.....“
„Dann stimmt es also?“ Alex schien begeistert während Rose skeptisch dreinblickte.
„Nikki Dursley hat es uns erzählt.“ meinte sie schließlich.
Danny seufzte tief und nickte dann.
„YES!“ Alex warf begeistert die Arme in die Höhe.
„Jetzt halt dich mal zurück.“ lachte Jenna und kniff ihrer Freundin in die Seite.
„Was denn?“ meinte Dannys Cousine. „Die kleine Nikki war mindestens so begeistert wie ich! Sie hat erzählt, dass die Erstklässler die Situation mit Mandy echt nicht witzig fanden und im Grunde alle Team Danny waren.“
„Echt?“ meinte Danny.
„Wundert dich das?“ fragte Alex.
„Du hast ihnen immer geholfen.“ erklärte Jenna. „Diese Mandy war nie für sie da.“
„Ich hab nur meinen Job gemacht.“ meinte Danny verlegen.
„War es auch dein Job Mandy mit Stinksaft zu überziehen?“ fragte Rose und ein leichter Vorwurf lag in ihrer Stimme.
„Du denkst das war nicht ok?“ fragte Danny seine Freundin.
Rose verzog das Gesicht.
Ganz offensichtlich war sie sich nicht sicher.
„Naja....“ meinte sie schließlich. „Auf der einen Seite war es ja gut, dass du dich endlich gewehrt hast. Irgendwie ist es nur nicht.....“
„Nicht wirklich mein Ding?“ vollendete Danny.
Rose nickte.
„Keine Sorge.“ meinte er. „Es soll nicht zur Gewohnheit werden. Im Grunde hat Hagrid mich drauf gebracht.“
„Hagrid hat dir geraten Mandy in Stinksaft zu baden?“ fragte Rose ungläubig.
„Nicht direkt. “räumte Danny ein. „Er hat gesagt, dass ich mich wehren muss aber auf eine Weise, die nicht einfach nur ein neuer dummer Streich ist.“
Danny machte eine hilflose Geste.
„Was hätte es genützt wenn ich Mandy eine Pups-Pumpe verpasst hätte oder ihr einen Bluff-Knaller auf's Kissen gelegt hätte? Dann hätte sie sich nur gerächt.
Hagrid hat gemeint ich soll was machen, dass diese Eskalation beendet und allen klar macht das jetzt Schluss ist. Es ist so abgelaufen.....“
Danny berichtete nun was sich abgespielt hatte. Vor allem was er zu den anderen Schülern gesagt hatte hob er hervor.
„Ich wollte als Vertrauensschüler im Grunde nie einen auf Autoritäsperson machen. Einen Streit schlichten, den Erstklässlern helfen....klar! Aber ich wollte nie einen auf Chef machen aber....“
„Aber es war Zeit, dass du mal auf den Tisch haust.“ vollendete Rose.
Zu Dannys Erleichterung lächelte sie nun.
„Ok...“ meinte sie. „Vor diesem Hintergrund finde ich es ok.“
Erleichtert stahl sich Danny einen Kuss von Rose.
„Also ich finde es brillant!“ meinte Alex. „Du sollst ja nicht einen auf Dachs-König machen. Aber es wurde Zeit für eine Ansage.“
„Und die Aktion mit dem Stinksaft hat deutlich gemacht das du es ernst meinst.“ befand Kara. „Manchmal muss man auf den Tisch hauen.“
Der Zuspruch seiner Cousinen und von Rose und Jenna hatte Danny gut getan. Scorpius und Albus waren begeistert als Danny ihnen von der Aktion erzählte.
„Da soll noch einer sagen Kräuterkunde taugt zu nichts.“ lachte Albus.
„Das habe ich nie gesagt.“ meinte Danny. „Wie steht es eigentlich mit deiner Mannschaft und was höre ich da über Lily. Dir ist schon klar, dass du die Konkurrenz stärkst, oder?“
„Das sehe ich anders.“ meinte Albus. „So weiß ich wenigstens schon mal was die Sucherin der Schlangen drauf hat und ich sage dir Mann, die Slytherins wären schön blöd sie nicht aufzustellen. Mein Schwesterchen ist gut.“
„Ich sehe schon....“ orakelte Danny. „Der diesjährige Wettkampf im Quidditch wird die epische Schlacht des Hauses Potter. Schlange gegen Löwe, Löwe gegen Dachs!“
„Klingt wirklich episch.“ lachte Albus. „Zu deiner früheren Frage: mit meiner Mannschaft sieht es ganz gut aus. Ich hab drei gute Jäger am Start und Miles Warren....aus der Dritten....wird sicher ein guter Sucher. Ich spiele als erster Treiber und....“
Albus seufzte und eine dunkle Wolke fiel über seine Gesichtszüge.
„War nicht leicht Conner zu ersetzen, oder?“ meinte Danny.
„Nee, war es echt nicht.“ räumte Albus ein. „Conner und ich waren ein klasse Team. Erst sind wir in der zweiten Meister geworden und dann im letzten Jahr war er ja auch im Team. Wir haben einfach gut zusammen gespielt. Jetzt.....Ich denke ich werde Jenny Barsto aufstellen. Sie ist eine echt gute Schützin.“
Danny beließ es dabei. Auch er vermisste Conner Rivers. Sicher, sie waren nicht so eng befreundet gewesen wie er und Albus es waren aber drei Jahre lang hatten sie fast ein Jahr im selben Schlafsaal gelebt und täglich die selben Unterrichtsstunden besucht.
Sie hatten miteinander geredet....jeden Tag.
Das ließ eine Lücke.
Albus und Danny hatten in der großen Halle zusammen gesessen und über ihren Hausaufgaben gebrütet.
Danny war mit seinem Aufsatz als erstes fertig.
Albus räumte ein, dass er noch etwas brauchen würde. Es ging um Kräuterkunde. Da war der junge Potter fast so akribisch wie Rose.
Danny machte sich daher als erster auf den Weg zum Gemeinschaftsraum.
Als er auf den Küchengang einbog hörte er Stimmen.
Es waren die Stimmen von zwei Mädchen und sie klangen aufgebracht.
Normalerweise ignorierte Danny Streitereien bei seinen Mitschülern wenn sie ein gewisses Maß nicht überstiegen. Das war einfach deren Butterbier.
Hier jedoch glaubte Danny die Stimme von Mandy Entwhistle zu erkennen.
Sorge keimte in ihm auf.
War seine Aktion vielleicht nach hinten los gegangen? Plante Mandy schon den nächsten Schlag gegen ihn.
Das es sich um „Feindaufklärung“ handelte beruhigte Dannys Gewissen. Er blieb stehen und spitzte seine Puma-Ohren.
„Sue, es tut mir wirklich leid!“ meinte Mandy flehentlich.
„Ach, auf einmal?!“ meinte die Stimme von Susan Finch-Fletchley bitter. „Als Agether gestern „zufällig“ Tinte über meine Runenkreise gekippt hat war es noch ein dummer Unfall und heimlich habt ihr über mich gelacht. Und was war vorgestern als deine tolle Freundin Anna über meine Haarspange gelacht hat?“
„Hab ich mitgelacht....“ meinte Mandy kleinlaut. „Ich weiß jetzt, dass die nichts taugen.“
„Ach?“ meinte Susan skeptisch.
„Nach Dannys Aktion war ich erst mal richtig sauer.“ gestand Mandy. „Ich wollte mich mit ihnen zusammensetzen und eine Rache planen....“
Danny hörte ein Geräusch als hätte jemand mit dem Fuß aufgestampft.
„Du willst dich rächen Mandy?“ fragte Susans Stimme. „Was ist denn mit den Aktionen die du gegen ihn gestartet hast? Mandy.....das war echt nicht ok was du.....!“
„Weiß ich doch Sue!“ schniefte Mandys Stimme. „Jetzt wo ich wieder klar denke weiß ich auch, dass ich als Vertrauensschülerin echt versagt hab und die Sache mit dem Stinksaft herausgefordert habe. Wenn Danny dazu bereit ist will ich diesen Kleinkrieg einfach nur beenden.“
„Das wäre gut.“ meinte Susan und klang etwas zugänglicher. „Es war echt nicht mehr auszuhalten im Gemeinschaftsraum. Was war denn nun mit deinen neuen Freunden. Wollten die bei deiner Rache nicht mitmachen?“
Danny hörte ein leises Schluchzen, welches offenbar von Mandy stammte.
„Ich hab sie über mich reden hören Sue.“ meinte Mandy kläglich. „Sie meinten es wäre schon ätzend genug gewesen mit mir rumzuhängen vor der Sache mit dem Stinksaft. Wäre eben ein Opfer das man bringen muss um eine Vertrauensschülerin in der Tasche zu haben aber jetzt wäre ich einfach nur noch peinlich.“
ein Moment der Stille folgte, dann meinte Susan:
„Gib mir etwas Zeit Mandy.“ meinte sie. „Im Grunde will ich unsere Freundschaft auch nicht aufgeben aber irgendwie fühlt es sich an als ob du nur zurück kommst weil die Anderen dich nicht mehr wollen.“
„Ok.“ meinte Mandy bekümmert. „Ich gebe dir Zeit Sue. Aber versuch mich bitte zu verstehen. Ich hatte nie viele Freunde und auf einmal war ich der Star. Ich hab einfach den Kopf verloren.“
Wenig später hörte Danny das Klopfzeichen und der Gemeinschaftsraum der Hufflepuffs öffnete sich.
Danny blieb noch eine Weile im Küchengang stehen.
Er hatte kurz darüber nachgedacht sich in die Unterhaltung einzumischen aber es gelassen. Mandy hatte ihn in letzter Zeit doch etwas zu sehr geärgert und mache Schlachten musste man selbst schlagen.
Der letzte Satz den Mandy gesagt hatte war Danny aber unter die Haut gegangen.
Im Grunde hätte sie auch über ihn, Danny, sprechen können. Auch er war im Grunde sehr einsam aufgewachsen. In einem Waisenhaus und er war der Außenseiter gewesen weil er Magie in sich trug. Dann war er nach Hogwarts gekommen und alles hatte sich geändert. Im Grunde hatte es schon vorher angefangen. Auf einmal war er reich gewesen. Das Erbe seiner Eltern, das Haus und dann in der Winkelgase....ein besonderer Zauberstab und er hatte erfahren, dass seine Fähigkeiten als Animagus etwas besonderes waren.
Es hatte sicher genug Potential gegeben um die Bodenhaftung zu verlieren.
Danny kam zu dem Schluss, dass es sein Glück gewesen war, dass er, anders als Mandy, wirklich gute Freunde gefunden hatte.
Das war es für heute.
Etwas kürzer, ich weiß.
Mehr hab ich leider nicht geschafft.
Einen guten Start in die neue Woche wünsche ich.