Schweres Erbe
Schweres Erbe
Kaum zu glauben!
Ich komme pünktlich zum Schreiben.
Viel Spaß mit dem neuen Kapitel.
Nachdem Rose, Scorpius und Danny sich einig waren, dass sie sich für die Aktivitäten von Lucius Malfoy interessieren sollten wurde im Raum der Wünsche Kriegsrat gehalten.
Danny entging nicht, dass dies für Scorpius alles andere als einfach war.
Es ging dem jungen Malfoy ganz klar an die Nieren, dass es hier um seinen Großvater ging.
„Was könnte er nur vorhaben?“ warf Rose gerade in den Raum.
„Ganz bestimmt nichts Gutes.“ brummte Scorpius düster.
Danny beschloss die Gelegenheit zu nutzen. Er war sich nicht sicher ob es Scorpius helfen würde aber er musste es versuchen.
„Ich denke aber nicht, dass er etwas plant, dass die magische Gesellschaft aus den Angeln hebt wie Corvinus.“ sagte Danny daher.
Eine merkwürdige Mischung aus Hoffnung und Resignation lag auf Scorpius Gesicht als er Danny fragte:
„Warum glaubst du das?“
Danny atmete tief durch. Das war der schwierige Teil.
Bevor er jedoch was sagen konnte sprach Scorpius weiter:
„Mein Großbater war mal der Erste und den Todessern wisst ihr. Der Stellvertreter des dunklen Lords. Keiner hatte während des ersten Aufstandes mehr macht in seinen Reihen. Er war Voldemorts engster Berater.
Dann, als der dunkle Lord fiel hat mein Großbater versucht die Führung zu übernehmen und in gewisser Weise hat er das auch geschafft.
Sicher, er konnte die Reihen nicht so geschlossen halten, dass sie den Krieg vortsetzen konnten. Der dunkle Lord war eben mehr als einfach nur der Anführer. Ich...ich will ihn jetzt echt nicht loben oder so aber.....Voldemort war unglaublich mächtig als Zauberer. Wenn es einen Feind gab, den seine Todesser nicht selbst überwinden konnten hat er selbst eingegriffen und sehr oft hat er daqs Hinderniss dann einfach weg gewischt. Er war gewissermaßen die mächtigste Waffe der Todesser.
Ohne diese Waffe.....“
Sorpius hob die Schultern.
„Hat bestimmt auch nicht geholfen, dass ein guter Teil der Todesser Feiglinge waren.“ meinte Rose ernst. „Die wollten einen starken Anführer und waren einfach „dabei“ weil sie glaubten, dass Voldemort gewinnen würde. Sie wollten sich ein sonniges Plätzchen in seiner neuen Ordnung sichern.“
„Wohl wahr.“ meinte Scorpius. „Mein Großvater hat das erkannt und aus der Armee des dunklen Lords eine Seilschaft gemacht. Das waren ja viele Vertreter von alten, reichen Zaubererfamilien. Die haben einfach behauptet, dass sie unter dem Imperius gehandelt haben, etwas Gold hat der Geschichte Schwung verliehen und haben dann zusammengearbeitet um den privilegierten Status der Reinblüter zu sichern. Ihr wisst schon: Muggelfreundliche Gesetze blockiert, dafür gesorgt, dass Muggelgeborene einen schweren Stand hatten und „aus gewissen Kreisen ausgeschlossen waren“. Und dann.....Dann kam der dunkel Lord zurück. Großvater ist seinem Ruf gefolgt als er zurück kam. Ich hab einmal meine Mutter und meine Großmutter Narzissa belauscht.
Großmutter hat erzählt wie Großvater vom diesem Treffen auf dem Friedhog zurück gekommen ist.“
„Das war das Treffen in Onkel Harrys viertem Jahr.“ folgerte Rose. „Das Jahr des letzten trimagischen Tuniers.“
Scorpius nickte und erzählte weiter.
Großmutter hat meiner Mum erzählt, dass sie ihren Mann nie so erlebt hätte. Er hatte richtig Angst vor Voldemort. Hat gesagt, dass der dunkle Lord anders wäre als vor seinem Sturz. Kälter und brutaler. Absolut Kompromisslos!
Er hätte ihm, also meinem Großvater, aber erlaubt in seiner Machtposition zu bleiben.
Oma hat dann vorgeschlagen, dass mein Großvater sich vielleicht etwas zurücknehmen soll.
Sie hat Mutter erzählt, dass Großvater sie angesehen hätte als sei sie verrückt geworden.
Er hätte wohl gesagt: „Narzissa du verstehst nicht! Der dunkle Lord belohnt mich nicht indem er mich auf meiner Position belässt. Er prüft mich! Ich habe ihn enttäuscht weil ich nicht versucht habe ihn zu finden! Außerdem...... und ich verstehe nicht ganz was Großvater damit gemeint hat....Er hat gesagt..... Ich habe zugelassen das sein Tagebuch zerstört wird. Wenn ich ihm jetzt nicht meinen Wert beweise, dann wird seine Rache furchtbar sein.“
Scorpius zuckte freudlos mit den Schultern.
„Tja, und das hat Großvater dann auch versucht. Erst lief es wohl gar nicht schlecht. Der dunkle Lord fand die Seilschaft, das Netzwerk, das Großvater geschaffen hatte sehr nützlich. Es verschaffte ihm Informationen, erlaubte ihm das Ministerium zu infiltrieren und neue Kräfte Anzuwerben. Dann war da aber das Fiasko im Ministerium. Da war auch dein Onkel beteiligt Rose. Ich glaube der dunkle Lord hat ihn ins Ministerium gelockt weil da irgendwas gestohlen werden sollte, dass nur dein Onkel beschaffen konnte?“
Fragend sahen Danny und Scorpius Rose an.
Die junge Weasley hob die Schultern.
„Das ist im wesentlichen auch mein Kenntnisstand.“ seufzte sie. „Worum es genau ging weiß ich auch nicht. Aber über das Tagebuch weiß ich was. Das war wohl von Voldemort verzaubert worden. Als er hier zu Schule ging hat er die Kammer des Schreckens entdeckt und das Monster darin auf die Schüler losgelassen. Eine Schülerin wurde getötet und die Schule sollte schon geschlossen werden. Das Wollte Voldemort nicht riskieren und hat seine Angriffe eingestellt. Aber er wollte nicht das seine „harte Arbeit“ umsonst war. Deshalb hat er sein Tagebuch so verzaubert, dass es jemand anderen beeinflussen würde die Kammer zu öffnen und die Schule von Schlammblütern zu säubern. Das Tagebuch hat er Lucius Malfoy anvertraut. Er sollte es aufbewahren bis der richtige Zeitpunkt gekommen war. Dein Opa Scorps hat das Buch dann meiner Tante3 Ginny untergeschoben. Sie sollte einen Skandal auslösen damit ein Muggelschutzgesetz von meinem Opa Arthur durchfällt.“
„Hat Voldemort wohl nicht gefreut, dass Dein Opa dieses Tagebuch so verschwendet hat.“ vermutete Danny. „Ich meine, dass muss echt ein komplizierter Zauber gewesen sein der auf dem Ding lag und Lucius Malfoy hat es verschwendet um irgendein Gesetzt eines kleinen Angestellten des Ministeriums zu verhindern?“
„Ist ja auch im Grunde nicht wichtig.“ murmelte Scorpius. „Großvater hat diesen Auftrag im Ministerium auf jeden Fall total in den Sand gesetzt. Er ist nach Askaban gekommen und die ganze Welt hat von Voldemorts Rückkehr erfahren. Der dunkle Lord war wohl furchtbar wütend. Er wollte meine Familie dafür bestrafen indem er meinen Vater tötet. Aber er hat ihn nicht einfach umgebracht. Er hat ihm nur einen Auftrag gegeben bei dem Vater sicher scheitern würde. Ich finde das jetzt nicht gut oder so aber Vater hat sich dann doch wohl ganz gut geschlagen und Voldemort hat dann Großvater befreit aber ihm nicht verziehen. Er hat meine Familie gequält und verspottet. Vater hat gesagt, dass er in diesem Jahr begonnen hat zu verstehen, das die Todesser und der Irrsinn mit dem reinen Blut ein Fehler ist. Keine Freundschaft, keine Loyalität. Heute bist du ganz oben....ein Fehler und du bist der Fußabtreter! Großvater hat das leider nie begriffen und es kam zum Bruch zwischen ihm und meinem Vater.“
„Dein Vater hat aufs richtig Einhorn gesetzt Scorps.“ meinte Rose tröstend.
„Ich hoffe nur, dass Großvater nichts plant, was mit deiner Mum zu tun hat Rose.“ sagte Scorpius.
„Warum glaubst du das?“ wollte Rose besorgt wissen.
„Naja,“ brummte Scorpius. „Mrs Granger ist gerade zur Ministerin ernannt worden und sie ist Muggelstämmig. Glaubst ihr, dass es ein Zufall ist, dass mein Großvater plötzlich wieder auftaucht?“
Rose schien besorgt aber Danny schüttelte den Kopf.
„Ich glaube, dass es genau das ist. Ein Zufall.“
Fragend blickten Rose und Scorpius Danny an.
Dieser begann zu erklären:
„Scorps, ich verstehe, dass dein Opa ein hartes Kapitel für dich ist. Flubberwurm....dein Irrwicht ist die Angst, dass du so wirst wie er aber gerade deshalb denke ich gibst du ihm hier zu viel Kredit. Betrachten wir es doch mal so: Lucius Malfoy war immer einer der sein Fähnchen nach dem Wind gedreht hat. Als Voldemort an der Macht war hat er ihn unterstützt aber als er weg war.... (Danny zuckte mit den Schultern) Er hat nicht versucht ihn zu finden oder ist nach Askaban gegangen wie diese Irre Belatrix Lestrange. Er hat sich auch nicht an den Angriffen der „nicht verlöschenden Flamme“ angeschlossen. Er wusste, dass die Todesserbewegung tot war. Minister Shacklebolt hat über zwanzig Jahre lang die Gesellschaft reformiert und Rose, deine Mum ist so beliebt das bei der Wahl niemand auch nur eine Chance gegen sie hatte.
Dein Opa Scorps hat keinen dunklen Lord, keine Todesserbewegung nicht einmal seine Seilschaft! Er wird sich nicht mit deiner Mum anlegen Rose!“
„Ich glaube du hast recht Danny.“ meinte die junge Weasley nach einigen Augenblicken des Nachdenkens. „Wenn er hätte Ärger machen wollen dann kurz nach dem Krieg und nicht jetzt. Mit Reinblut-Fanatismus kannst du keinen Blumentopf mehr gewinnen. Er hat nichts zu gewinnen indem er Mum angreift. Er hat keine Unterstützung.“
„Und auch nicht mehr die Kohle um Unterstützung zu kaufen.“ fügte Danny hinzu. „Warum sollte er sonst deinen Vater anbetteln Scorps.“
Danny stellte fest, dass sich Scorpius Laune merklich besserte.
„Ihr habt recht.“ meinte er. „Mit mir sind wohl etwas die Hippogreife durchgegangen.“
„Passiert.“ meinte Danny. „Ich denke eher, dass es deinem Opa eher um was persönliches geht. Von Isis wissen wir, dass er Mrs Parkinson einspannt um Informationen zu besorgen. Hogwarts ist eine Hochburg von altem, magischem Wissen. Vielleicht will er es unter der Hand verkaufen um so seinen Geldbeutel aufzufüllen.“
„Gut möglich!“ fand Rose. „Vielleicht sollten wir uns darauf konzentrieren rauzukriegen was das für Informationen waren.“
„Dürfte schwer werden.“ brummte Scorpius. „Ich meine, Mrs Parkinson wird nicht gerade eine Liste geführt haben welche Bücher sie für meinen Großvater durchsucht hat.“
„Stimmt leider.“ seufzte Danny. „Aber vielleicht....“
„Mein Süßer brütet was aus.....“ flötete Rose.
Danny lief rot an während Scorpius leise lachte.
Ein lautes Räuspern brachte das Gespräch wieder auf eine ernste Schiene und Danny meinte:
„Also ich glaube nicht, dass wir rauskriegen werden welche Informationen Mrs Parkinson bereits beschafft hat aber laut Isis soll sie ja noch mehr beschaffen. Da sollten wir ansetzten.“
„Ok...“ meinte Rose. „Aber wie?“
Danny grinste breit.
Wenig später betraten Danny, Rose und Scorpius das Quidditch-Stadion.
Das Training der Hufflepuffs war gerade beendet und Als Spieler trollten sich gerade in Richtung der Umkleiden.
Als nächstes hatte Gryffindor das Feld gebucht und die Spieler in Rot wärmten sich gerade auf.
Schnell entdeckten Danny Rose und Scorpius Albus und James Potter.
Die beiden Mannschaftsführer standen in der Nähe der Treppe die zu den Umkleiden führte und unterhielten sich.
Zu Dannys Erleichterung schien es eine lockere Unterhaltung zu sein. Al und James schienen entschlossen zu sein fair und sportlich zu bleiben.
„....ich bin zufrieden mit meinem Team.“ sagte Albus gerade als die drei Neuankömmlinge in Hörweite kamen. „Wir werden jeden einen guten Kampf liefern.“
„Nun Bruderherz...“ meinte James. „Nachdem wir letztes Jahr zusammen ein Team aufgestellt haben weiß ich, das du weißt wovon du redest. Rechen nicht damit, dass ich dich unterschätze.“
„Gleichfalls...“ grinste Al. „Oh, wen haben wir da?“
„Seid ihr als Pressevertreter hier oder als Spione?“ wollte James wissen.
„Weder noch.“ versicherte Danny. „Wir glauben, dass wieder irgendwas im Busch ist. Es geht um folgendes.....“
Schnell setzte Danny die Potterbrüder ins Bild.
„Das klingt wirklich verdächtig.“ brummte James.
„Der guten Mrs Parkinson etwas auf die Finger zu kucken scheint mir ne gute Idee.“ war Als sich sicher. „Aber wie wollt ihr das anstellen?“
„Darum sind wir hier.“ grinste Danny. „Wir werden deinen Umhang brauchen Al und.....“
Er wandte sich an James.
„....Wir würden gerne die Hilfe der hochwohlgeborenen Herren Mooni, Wurmschwanz, Tatze und Krone erbitten.“
Auch James begann zu grinsen.
„Al?“ meinte er zu seinem Bruder.
„Ja.“ antwortete dieser.
„Deine Freunde haben was vor.“
Albus nickte.
„Werden wir dafür ein paar Schulregeln in Stücke hauen müssen?“ fragte er Danny
„So etwa ein Dutzend.“ antwortete dieser mit Unschuldsmine.
„Ich liebe es schon jetzt.“ erwiderte James grinsend.
So, das war es für heute.
Ich wünsche noch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die neue Woche.
Bis bald!