Familienangelegenheiten Teil 3
Familienangelegenheiten Teil 3
Hallo!
Wie ihr seht bin ich etwas früher dran.
Das hat seinen Grund.
Am Wochenende steht mir wieder eine Sonderschicht ins Haus ABER....ich will euch nicht ohne Fortsetzung lassen.
Es wird etwas kürzer aber ich hoffe es wird euch trotzdem gefallen.
Danny musste tief Luft holen. Was er da gerade erfahren hatte schockte ihn zutiefst. Es widersprach einfach seiner Art zu denken!
Wie konnte bitten Irgendjemand so darauf versessen sein einen männlichen Nachkommen zu haben!
Danny fand es cool, dass der magischen Welt immer ein Hauch von Fantasy anhaftete. Wie konnte es auch anders sein in einer Welt voller Kobolde, Einhörner und Drachen?
Aber das man Frauen so abwertete? Das konnte er einfach nicht nachvollziehen.
Während Danny noch darüber nachdachte ergriff Taro wieder das Wort:
„Eliza.....das ist eine schreckliche Situation in der du dich befindest. Das will ich nicht leugnen. Du verstehst aber hoffentlich, dass du daran nicht ganz unschuldig bist, oder?“
Eliza Danvers fuhr sich mit der Hand übers Gesicht und nickte.
„Du hast ihm diese Macht gegeben.“ fuhr Taro fort. „Du hast deinen Mann überzeugt sich den Familienregeln zu verpflichten als er dich geheiratet habt. Du hast das Haus, dass Will dir geschenkt hast zum Familienbesitz erklären lassen und.....“
„Ich weiß, Taro glaub mir ich weiß!“ unterbrach Eliza Danvers. „All diese Vorwürfe habe ich mir bereits gemacht. Glaub mir: Ich hatte viel Zeit zum Nachdenken. Wenn ich mich früher gegen meinen Vater gewehrt hätte, dann hätte er nicht diese Macht über mich gehabt. Ich hätte Hilfe gehabt von Will und Anny.....“
„Selbst im Tod haben sie dich nicht im Stich gelassen Eliza!“ übernahm Taro wieder. „Wusstest du das sie dir in ihrem Testament die Summe von 150 000 Galleonen vermacht haben?“
Eliza Danvers machte ein Gesicht als hätte Taro ihr ins Gesicht geschlagen.
„Das habe ich nicht gewusst.“ flüsterte sie.
„Das dachte ich mir.“ meinte Taro trocken. „Dein Vater hat sich das Geld unter den Nagel gerissen. Er ist damals bei der Testamentseröffnung aufgetaucht mit einer unterschriebenen Erklärung von dir, dass du Kontakt zu Danny ablehnst und ihn ermächtigt hast alles für dich zu regeln und das der Nachlass Familienbesitz wird.“
Eliza Danvers schien noch immer fassungslos.
Ihr Blick wanderte zu Danny.
„Wenn ich das gewusst hätte.“ flüsterte sie mit erstickter Stimme. „Jerrry, mein Mann, er hatte sich damals gerade den Grib eingefangen. Er war in ständiger Behandlung und musste erst auf seine Heiltränke eingestellt werden. Das ist ein so kostspieliger Prozess.....Will hat mich unterstützt aber dann war er auf einmal tot. Mein Vater kam zu mir und bot mir an die Kosten zu übernehmen wenn ich diese verdammten Vollmacht unterschreibe und mich von Danny fern halte. Er sagte, dass ich mich sofort entscheiden müsste.....Alex war noch so klein und ich war schwanger mit Kara..... Ich wusste nicht wie ich das ohne Jerry schaffen sollte und wenn wir die Behandlung jetzt unterbrochen hätten.....“
„Du hättest Will vertrauen sollen!“ hielt Taro dagegen. „Er war dein Bruder und hat sich immer um dich gekümmert. Er war Auror, er wusste wie gefährlich der Beruf ist! Eliza, du hättest wissen müssen, dass er vorsorgen und dich nicht vergessen würde.“
Eliza Danvers bot nun wirklich ein Bild des Jammers. Ihre Knie zitterten so heftig, dass sie ihnen nicht mehr vertraute und den Versuch machte sich wieder zu setzen. Sie war allerdings so aufgelöst, dass sie den Stuhl verfehlte und beinahe gestürzt wäre. Taro fing sie gerade noch rechtzeitig auf und half ihr zurück auf ihren Stuhl.
Eliza Danvers hielt den Kopf gesenkt und sprach zu ihren Händen die in ihrem Schoß ruhten.
„Es geht mir doch nicht um das Geld. Aber wenn ich darüber hätte verfügen können, hätte ich die Behandlungen bezahlen können und du Danny.....“
Sie blickte jetzt auf und sah Danny direkt an.
„Es tut mir so leid.“ flüsterte sie erneut.
Danny holte erneut tief Luft und meinte dann:
„Onkel Taro, du hast ja recht aber....es bringt nichts jetzt die Fehler aufzuzählen die sie gemacht haben Mrs Danvers. Nachdem was sie erzählt haben, haben sie dafür bezahlt. Ihr ganzes Leben liegt in Trümmern. Und was auch immer zwischen uns schiefgelaufen ist: Es geht jetzt um ihre Töchter. Die beiden haben niemandem etwas getan, oder?“
„Das ist wahr.“ räumte Taro ein.
Er zog sich einen Stuhl heran und nahm neben Eliza Danvers platz.
„Du sagst du brauchst Hilfe. Was ganz genau Eliza?“
Hoffnung flammte in Eliza Danvers Augen auf. Ihr Blick wanderte zwischen Danny und Taro hin und her als sie erklärte:
„Es ….es ist so. Die Richterin die unseren Fall betreut ist ganz und gar nicht glücklich mit dem Antrag meines Vaters. Sie kennt seine Pläne für meine Mädchen und ist davon abgestoßen.“
„Das stellt meinen Glauben an die amerikanische Gerechtigkeit wieder her.“ meinte Danny.
„Leider sind Familienregeln wie die der Crowfields tief in der amerikanischen Gesellschaft verwurzelt.“ seufzte Eliza Danvers. „ Daher stellen die Absichten meines Vaters keinen Grund da seinen Antrag abzulehnen.“
„Und das war es wieder mit meinem Vertrauen.“ meinte Danny trocken.
Taro lachte leise und auch Eliza Danvers brachte ein nervöses Grinsen zustande.
„Da hast du schon recht Danny aber leider ist es so wie es ist.“ meinte sie. „Aber die gute Nachricht ist, die betreffende Richterin ist im Grunde auf meiner und Jerrys Seite. Wir müssen ihr nur beweisen können, dass wir unsere Mädchen versorgen können, dann wird sie zu unseren Gunsten entscheiden.“
Eliza unterbrach sich kurz. Man konnte ihr ansehen, dass die Frage ihr peinlich war.
„Wir brauchen also im Grunde drei Dinge: Unterkunft, finanzielle Sicherheit und eine Perspektive für die Zukunft.“
Ein letztes mal blickte sie zwischen Danny und Taro hin und her.
„Ich weiß ich verlange viel aber....“
Sie ließ den Satz unvollendet.
Danny blickte Taro an. Da der alte Japaner zunächst schwieg ergriff er schließlich das Wort.
„Also Unterkunft wäre kein Problem.“ meinte er in Taros Richtung. „Oder was denkst du?“
„Nein, das wäre wirklich kein Problem.“ meinte dieser. „Im Grunde ist keiner der Punkte die du genannt hast unüberwindlich Eliza. Dannys Eltern haben ihm genug hinterlassen, dass er im Grunde nie zu arbeiten braucht und da du bisher nur einen Bruchteil der monatlichen Zinsen als Taschengeld bekommen hast ist dein Vermögen bei Gringotts noch angewachsen. Wenn wir die monatlichen Zinsen abschöpfen und mein Gehalt beim Ministerium dazu rechnen können wir deine Familie unterstützen. Was eine Perspektive für die Zukunft angeht.....nun, soweit es deine Töchter angeht.....Sie haben Zeugnisse von Ilvermorny bekommen?“
Eliza nickte aufgeregt.
„Haben sie und beide haben sie gute Noten.“
„Dann kostet es uns eine Eule sie auf Hogwarts unterzubringen.“ meinte Taro.
„Vor allem wenn McGonagall die Hintergründe erfährt.“ steuerte Danny bei. „Sie geht vielleicht zum Lachen in den Keller aber sie sorgt sich um junge Hexen und Zauberer.“
„Das sehe ich auch so.“ meinte Taro. „Die einzige Frage die sich stellt ist: Wie stellen du und Jerry euch euren Neuanfang vor?“
Für Danny war sofort klar: Taro stellte Eliza Danvers auf die Probe.
Zum Glück schien auch sie das zu begreifen.
„Du willst einen Plan von mir oder Taro?“ fragte sie.
„Was ich will ist eine Sache klar zu stellen: Du hast hier bereits eine von Dannys liebenswertesten Eigenschaften kennen gelernt: Er ist gütig und hilfsbereit.“
Kurz zwinkerte Taro Danny zu, dann wurde er wieder ernst:
„Eliza, wir sind bereit zu helfen aber ich werde nicht zulassen, dass Danny von jetzt an deine Schlachten schlägt. Das ist zu viel Verantwortung für einen Vierzehnjährigen.“
„Das will ich auch nicht Taro.“ versicherte Eliza. „Jerry und ich wollen uns hier in England ein neues Leben aufbauen. Hier kann uns dieser verdammte Kodex nichts anhaben.
Wir wollen nicht, dass ihr uns aushaltet. Ich werde nicht lügen: Wir brauchen etwas finanzielle Hilfe. Für Jerrys Tränke, damit er wieder auf die beine kommt und neue Zauberstäbe. Sobald wir die haben werden wir auf die Suche nach Arbeit gehen und wenn wir die haben suchen wir uns ein eigenes zu Hause. Ich hoffe aber.....“
Sie blickte nun Danny an.
„Ich hoffe, dass wir in Kontakt bleiben können. Ich....wüsste gerne mehr über den Sohn meines Bruders.“
„Hab nichts dagegen.“ meinte Danny mit schiefem Grinsen.
Alle Blicke richteten sich nun auf Taro.
Der alte Japaner holte kurz tief Luft, dann nickte er zustimmend.
Leider war es das für heute.
Kurz aber zumindest kein Cliffhanger.
Bis nächsten Sonntag.