Zwischen Buchstabe und Geist
Zwischen Buchstabe und Geist
Weiter geht es.
Wie online angekündigt einen Tag später aber besser spät als nie.
Viel Spaß.
Mit gemischten Gefühlen blickte Draco Malfoy sich um. Er und seine Begleiterin waren gerade appariert.
Er wusste, dass an diesem Ort das Heim einer alten Zaubererfamilie lag deren Blutline ebenso weit zurück rechte wie die der Malfoys.
Was hatte die Blacks nur dazu bewogen den Stammsitz ihrer Familie hier her zu verlegen?
Der Grimmauld Platz war ganz eindeutig ein Wohngebiet der Muggel.
Die meisten alten Zaubererfamilien suchten wenn es um ihren Wohnsitz ging Privatsphäre und die Blacks waren nun wirklich nicht für ihre liberale Einstellung zu Nichtmagieren bekannt gewesen.
„Nicht gerade was man für eine alte, noble, magische Familie erwartet oder Draco?“
Die Stimme non Andromeda Tonks schreckte Draco aus seinen Überlegungen.
Er lächelte die Schwester seiner Mutter kurz an und hoffte, dass es nicht zu verkrampft wirkte. Es war noch neu für ihn diese Frau aus Familienmitglied zu sehen. Über Jahre hinweg war sie Draco, wenn man denn überhaupt über die verstoßene Black-Schwester sprach, als abschreckendes Beispiel hingestellt worden.
Allerdings war es unverkennbar, wie sehr es Dracos Mutter Narzissa freute, dass sie wieder eine Beziehung zu ihrer älteren Schwester hatte.
Das war genug für Draco Malfoy und er war Andromeda Tonks dankbar, dass sie zugestimmt hatte in der gegenwärtigen Situation zu vermitteln.
„Stimmt.“ meinte er daher zu seiner Tante. „Es passt irgendwie nicht ganz zu dem was ich von der Familie Black erwarte.“
Andromeda lächelte, doch es war ein trauriges Lächeln.
„Meine Familie hat hier ihren Wohnsitz genommen um zu beweisen wie sehr sie den Muggeln überlegen ist.“ erklärte sie. „Ich erinnere mich, dass mein Vater mal mir und meinen Schwestern diesen Sachverhalt erklärt hat. Er hat gesagt, dass es unter unserer Würde sei uns irgendwo in abgelegenen Landstrichen hinter Bäumen zu verstecken. Wir, als Zauberer würden gehen wohin wir wollen und leben wo wir wollen und kein Muggel würde uns dabei im Weg stehen! Mein Cousin Sirius hat dieses Haus gehasst. Er hat es als ein selbst auferlegtes Gefängnis gesehen, denn schließlich machten sich die Blacks nicht mit ihren Muggelnachbarn gemein. Nein, man blieb im Haus und blickte abfällig auf das Leben das draußen vorbei zog.“
„Du bist nicht hier aufgewachsen?“ fragte Draco.
Andromeda schüttelte den Kopf.
„Der Grimmauld Platz 12 war der Hauptsitz der Familie. Heimat des Patriarchen, direkt in London! Nahe dem Zentrum politischer Macht. Der Seitenzweig unserer Familie dem ich und meine Schwestern entstammen bewohnte eine familieneigene Villa in einem Vorort von London.
So gesehen hatten Zissy und ich es etwas besser als unsere Cousins Sirius und Regulus. Wir hatten zumindest einen Garten wo wir spielen konnten.
Sirius hat mir mehr als eine Eule geschrieben und mir gesagt wie eingesperrt er sich im Haus seiner Eltern fühlte.“
Andromeda lachte leise.
„Er hat sich natürlich nicht einsperren lassen. Er ist mehr als einmal von zu Hause ausgebüxt und hat sich im London der Muggel herumgetrieben. Die Eulen die er mir nach seinen Expeditionen immer geschrieben hat war sehr interessant. Abenteuerliche Geschichten über die Londoner U-Bahn oder einen Abstecher auf einen Flugplatz der Muggel. Mein Onkel hat seinen Sohn natürlich für diese Eskapaden bestraft aber davon hat Sirius sich nicht aufhalten lassen! Mein Onkel hat sich mehr als einmal bei meinem Vater ausgeweint darüber was für eine Schande sein ältester Sohn doch ist.“
Wieder lachte Andromeda.
„Du hättest ihn hören sollen als Sirius nach Gryffindor gekommen ist! HA! Es war ein Weltuntergang für meinen Vater.“
Ein wehmütiger Ausdruck trat auf Andromedas Gesicht.
„Ich wünschte Sirius wäre noch am Leben um zu sehen was sein Patensohn aus dem alten Stammsitz der Blacks gemacht hat. Ich hätte nicht geglaubt das man aus diesem düsteren Loch wirklich ein Zuhause machen kann. Sirius hätte es gefallen. Meinem Onkel und meinem Vater weniger.“
„Ich wollte mich nochmal bedanken, dass du mich begleitest Andromeda.“ sagte Draco. „Potter und ich.....wir haben eine Geschichte. Sicher, unser Verhältnis hat sich durch unsere Söhne gebessert und er hat mir auch geholfen als Astoria noch unter dem Blutfluch litt aber trotzdem, es ist nicht leicht mit uns beiden.“
„Ich helfe gerne.“ versicherte Andromeda als sie die Straße überquerten. „Und mach dir nicht zu viele Sorgen Draco. Ich kenne Harry nun wirklich gut. Er ist ja der Pate meines Enkels und hat diese Rolle sehr ernst genommen. Wenn er die Umstände erst mal kennt wird das schon.“
Draco nickte und bemühte sich um Zuversicht. Im Grunde hatte Andromeda recht. Es hatte zwar in der Vergangenheit viel böses Blut gegeben aber eines musste Draco Harry Potter lassen. Fair war er!
Augenblicke später klopfte Andromeda an die Tür vom Grimmauldplatz 12.
Sogleich öffnete der Hauself Kreacher.
„Ah, Madame Andromeda.“ krächzte der alte Elf. „Welche Freude sie hier begrüßen zu dürfen.“
Der Hauself verneigte sich vor Andromeda und wandte sich dann an Draco.
„Mr Malfoy, auch sie heißt der alte Kreacher herzlich willkommen. Ich erflehe einen Augenblich ihrer Geduld. Krecher wird ihre Ankunft sofort der Herrschaft melden.“
Während der alte Hauself davon tippelte sah Draco sich in der Eingangshalle um.
Ein schiefes Grinsen erschien auf seinem Gesicht. Die Potters hatten das Haus eindeutig für Gryffindor in Besitz genommen aber stielvoll. Das musste man ihnen lassen.
Bevor Draco weiter darüber nachdenken konnte hörte man Schritte auf der Treppe die in die oberen Stockwerke führte.
Draco musste etwas schlucken als nicht Harry Potter sondern seine Frau Ginny die Empfangshalle betrat. Aus gutem Grund war Draco nicht mit dabei gewesen als Ginny Potter vor kurzem das Herrenhaus der Malfoys besucht hatte. Ginny Potter war eine geborene Weasley und so schwer es auch mit Potter war, mit den Weasleys war es im Grunde noch schlimmer.
Dracos Vater hatte sie immer als Schande für die Zaubererschaft dargestellt und dementsprechend hatte Draco sich verhalten als er auf Hogwarts auf Kinder der Weasleys traf.
Es überraschte Draco daher nicht, dass Ginny Potter ihn heute mit einem etwas steifen Blick bedachte.
Es war Andromeda Tonks die das Eis brach. Sie trat auf Ginny zu und begrüßte die jüngere Hexe mit einer herzlichen Umarmung und einem Kuss auf die Wange.
„Schön dich zu sehen Andromeda.“ meinte Ginny Potter warm. „Wie geht es Teddy?“
„Bestens!“ lächelte Dracos Begleitung. „Er und seine Frau sind sehr glücklich und sie haben mich wissen lassen, dass ich mich darauf vorbereiten muss Urgroßmutter zu werden. „Sie“ sind zwar noch nicht schwanger aber Teddy und seine Liebste arbeiten inzwischen aktiv daran Nachwuchs zu bekommen.“
„Da drück ich den beiden die Daumen.“ schmunzelte Ginny und wandte sich dann an Draco. „Nun, das ist ungewöhnlich, dass du uns besuchst Malfoy. Hat es was mit meinem Besuch bei euch zu tun?
„Hat es.“ meinte Draco ehrlich. „Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und ich weiß inzwischen, was hinter der Sache mit Pansy Parkinson steckt. Ich hatte gehofft, dass ich mit deinem Mann sprechen könnte. Ich brauche nämlich seine Hilfe wenn wir die Sache endgültig klären wollen.“
„Seine Hilfe als Auror?“ erkundigte sich Ginny Potter besorgt.
Draco wählte seine Worte nun sorgfältig. Er konnte gut verstehen, dass Ginny Potter besorgt war. Scorpius und seine Freunde waren in einige haarsträubende Situationen gekommen in den letzten Jahren.
„Als Leiter des Aurorenbüros.“ erklärte Draco daher. „Ich rechne nicht mit Gewalt oder Gefahren. Ganz besonders nicht für die Kinder.“
„Da bin ich erleichtert.“ seufzte Ginny Potter.
„Es war wohl Scorpius Freund Danny, der uns einen entscheidenden Hinweis gegeben hat.“ fügte Andromeda hinzu.
„Oh,...“ Ginny Potter war verwundert. „Ich habe von Albus nichts gehört.“
„Vermutlich wollte dein Sohn Dracos Jungen damit einen Gefallen tun.“ beschwichtigte Andromeda Tonks. „Die Sache in die Lucius sich da verwickelt hat ist im Grunde eine Familienangelegenheit.“
„Nun, Harry müsste eigentlich jeden Moment nach Hause kommen.“ sagte Ginny Potter. „Ich bin gerade vom Ministerium zurück gekommen. Harry und ich wollten eigentlich zusammen nach Hause apparieren aber Dennis, Harrys Assistent, hat ihn noch kurz zurück gehalten.“
In diesem Moment ertönten Schritte von der Treppe her die in den Keller führte und Harry Potter erschien in der Eingangshalle.
„Ginny....“ rief er, den Blick noch auf einige Akten in seiner Hand gerichtet. „Ich bin zu Hause. Dennis hat mich endlich aus seinen Fängen gelassen. Noch zwei Unterschriften, dann können wir zum gemütlichen Teil des Abends übergehen.“
„Ganz so leicht wird das nicht werden.“ antwortete Ginny und brachte ihren Mann dazu aufzusehen.
Überraschung glitt über Harry Potters Züge als er die Gäste bemerkte.
„Andromeda....Malfoy.....das ist unerwartet.“ meinte er schließlich neutral.
„Seht mich als eure Anstandsdame.“ sagte Andromeda sofort. „Nicht das ihr anfangt euch die Köpfe einzuschlagen.“
„Na aus dem Alter sind wir wohl raus.“ gab Harry Potter zurück und reichte Draco die Hand. „Ich denke wir kommen klar, oder?“
„Denke ich auch Potter.“ gab Draco Malfoy zurück.
„Malfoy und Andromeda sind hier wegen der Sache mit Pansy Parkinson und der Vorkommnissen auf Hogwarts.“ erklärte Ginny ihrem Mann.
„Oh?“ Harry Potter hob überrascht die Augenbraue. „Dann ist wohl auch dein Vater mit in die Sache verwickelt?“
Draco nickte.
„Es ist eine etwas verzwickte Angelegenheit.“ hob er an. „Aber zum Glück nicht gefährlich für unsere Sprösslinge wie im letzten Jahr.“
„Das ist gut!“ meinte Harry erleichtert und fügte dann hinzu: „Ich denke wir setzen uns jetzt erst mal und dann mal alles in Ruhe und der Reihe nach.“
Mit diesen worten wies Harry Potter auf die Tür, die ins Wohnzimmer führte.
„Ich hoffe ihr habt nichts dagegen, dass ich mich dazu setze?“ erkundigte sich Ginny Potter. „Es betrifft immerhin auch die Kinder.“
Draco versteifte sich einen Moment. Mit Potter hatte er ein gangbares Verhältnis entwickelt aber mit seiner Weasley-Frau?
Auf der anderen Seite brauchte Draco HarryPotters Hilfe und vor diesem Hintergrund wäre es wohl keine Gute Idee seine Frau gegen sich aufzubringen. Daher nickte er und rang sich ein Lächeln ab.
Wenig später hatten alle im Wohnzimmer platz genommen.
Der Hauself servierte Getränke, es wurden noch einige Höflichkeiten ausgetauscht doch schließlich fiel das Wort an Draco. Dieser atmete tief durch und begann zu erklären.
Er enthüllte die Existenz seiner Halbschwester, ihren Gesundheitszustand und die schwierige Lage in der sie sich befanden.
„Tja Potter, das ist die Lage.“ meinte Draco schließlich. „Im Grunde ein Grund für dich zu lachen. Ein Werwolf in der Familie Malfoy! Aber Himari ist nicht nur ein Werwolf. Ich habe sie inzwischen kennengelernt. Sie ist ein liebes Mädchen das schrecklich viel durchgemacht hat.“
„Das glaube ich sofort.“ unterbrach Potter. „Und deswegen lache ich auch nicht Malfoy. Das Kind hat den Tod ihrer Mutter erlebt und muss nun mit dieser Krankheit kämpfen. Selbst mit Wolfsbann-Trank sind die Verwandlungen sehr schmerzhaft.“
„Das arme Mädchen.“ flüsterte Ginny Potter.
Draco atmete erleichtert auf. Auch Potters Frau hatte Verständnis! Sie war halt selbst auch Mutter.
„Hier beweist sich auch mal wieder, was mein Pate Sirius einmal zu mir gesagt hat.“ brummte Harry. „Er sagte: Die Welt ist nicht nur in gute Menschen und Todesser unterteilt. Es hat eine Weile gedauert bis ich begriffen habe was er damit sagen wollte aber hier zeigt es sich mal wieder. Dein Vater und ich, Malfoy, haben uns oft als Feinde gegenüber gestanden aber dafür, dass er zu seiner Tochter steht, das verdient Respekt.“
„Es fällt mir alles andere als leicht.“ meinte Ginny Potter bitter. „Aber da hast du recht Harry.“
„Und Danny kommt nach Will.“ schmunzelte Harry Potter. „Beeindruckende Schlussfolgerung von ihm.“
„Darin ist der Junge gut.“ räumte Draco ein. „Das hab ich ja schon in Spanien gesehen. In seiner Eule schrieb er, dass er wegen zwei Sachen auf die Idee mit dem Wolfsbann-Trank gekommen ist. Einmal weil der Wolfsbann-Trank der einzige Zaubertrank ist wo gesetzliche Verbote und gesellschaftliches Stigma eine Rolle spielen und zum anderen weil er durch seinen Paten von den rückständigen Gesetzen in Japan bezüglich Werwölfen weiß.“
„Rückständig in der Tat.“ ereiferte sich Andromeda. „Ich habe über den Mann meiner Tochter ja Einblick in das Leben eines Werwolfs bekommen. Remus war ein netter junger Mann. Zu was er wohl verkommen wäre wenn sie ihn nach japanischem Vorbild behandelt hätten!“
„Ein schrecklicher Gedanke.“ räumte Ginny Potter ein. „Aber was dein Vater da macht Malfoy ist auf die Dauer auch keine Lösung. Wolfsbann-Trank zusammen klauen und das Kind verstecken. Die Kleine braucht Freunde, eine Ausbildung und ein wirkliches Leben!“
„Das habe ich auch zu meinem Vater gesagt.“ stimmt Draco Malfoy zu. „Ich habe mit einem Rechtsberater gesprochen. Ich denke wir haben eine Hintertür gefunden die es Himari erlauben würde legal in England zu bleiben. Ich habe auch diskret Kontakt mit der Schulleiterin von Hogwarts aufgenommen.“
„Ich habe da vermittelt.“ warf Andromeda Tonks ein. „Minerva war nicht begeistert, dass man ihr eine Bibliothekarin aufgehalst hat die für Dracos Vater einen Diebstahl verübt hat. Auch sie hat aber Verständnis für die schwere Lage der kleinen Himari. Sie wäre sogar bereit sie auf Hogwarts aufzunehmen. Sie verlangt nur, dass Pansy Parkinson zum nächsten Schuljahr ihren Abschied nimmt und das ist kein Problem.“
„Das Problem ist Himaris Aufenthaltserlaubnis und da kommst du ins Spiel Potter.“ übernahm Draco wieder.
„Ich höre.“ meinte Harry Potter.
„Laut unserem Rechtsberater....“ erklärte Draco. „Kann der Leiter des Aurorenbüros einer minderjähren Hexe oder einem minderjähren Zauberer eine Aufenthaltsgenehmigung im Land geben wenn die Lebensumstände geregelt sind.“
„Ich verstehe worauf du hinaus willst.“ brummte Harry nachdenklich. „Ich soll quasi einfach vergessen, dass Himari deine Halbschwester ist. Wir stellen es einfach so hin, dass sie ein Kind ist, dass euch zufällig über den Weg gelaufen ist und für das deine Familie nun die Vormundschaft übernehmen will da das Mädchen.....“
„....uns keine Angaben zu ihrer Herkunft machen kann.“ vollendete Draco. „Wir würden uns um sie kümmern, für sie sorgen und hätten legal das Recht ihr die Tränke zu besorgen die sie braucht.“
„Und sie könnte Hogwarts besuchen.“ fügte Andromeda hinzu.
Draco studierte Harry Potter.
Er schien über die Sache nachzudenken. Draco hoffte inständig, dass der verdammte Löwenstolz ihm hier nicht in die Quere kommen würde. Gryffindors waren manchmal so unbeweglich im denken wegen dem was sie Ehrgefühl nannten.
„Ich weiß, dass es nicht exakt dem Buchstaben des Gesetzes entspricht Potter.....“ hob Draco daher an doch sein Gegenüber unterbrach ihn.
„Dem Buchstaben vielleicht nicht aber dem Geist des Gesetzes.“ meinte Harry Potter. „Gesetzte sollten die Menschen schützen und ihr persönliches Glück sichern. Keinem dieser beiden Punkte ist gedient wenn deine Schwester zu ihrem Onkel geschickt wird.“
„Wir haben die Hoffnung, dass wir uns mit dem auf lange Sicht gütlich einigen können.“ meinte Draco hoffnungsvoll. „Er hat ja noch nicht mal eine Vermisstenanzeige geschaltet wegen seiner Nichte.“
„Es gibt also nur die formelle Untersuchung der japanischen Auroren?“ erkundigte sich Potter.
„Richtig.“ bestätigte Draco. „Ich habe mich da mal diskret umgehört Potter. Im Grunde haben die Auroren in Japan jede Untersuchung eingestellt. Himaris Mutter ist tot und man geht dort davon aus, dass das Kind infiziert wurde und nun von der goldenen Schlang zur Werwolf-Attentäterin ausgebildet wird. Man sieht sie nicht mehr als Opfer das Hilfe braucht sondern als potentielle Gefahr. Da man Werwölfe ablehnt hat man kein Interesse Zeit und Ressourcen mit der Suche nach einem zu verschwenden. Man hat meinem Kontaktmann wörtlich gesagt: Wenn das Mädchen als Attentäterin wieder auftaucht löst ein Fluch die Sache endgültig.“
„Ein Fluch?“ fragte Ginny Potter.
„In Japan ist der Einsatz des Todesfluchs gegen jeden Werwolf gestattet wenn sich ein gesundes Mitglied der magischen Gemeinschaft durch den Infizierten bedroht fühlt.“ rezitierte Harry Potter die Gesetze und in seiner Stimme schwang deutliche Ablehnung mit.
Während Ginny Potter ungläubig die Augenbrauen hob richtete ihr Mann noch einmal das Wort an Draco:
„Im Grunde müsste ich also nur die Aufenthaltserlaubnis aussprechen und dafür sorgen, dass kein übereifriges Mitglied meines Büros eine Verbindung zu der vermissten Tochter einer Richterin auf der anderen Seite der Welt herstellt, verstehe ich das richtig?“
Draco atmete tief durch und nickte.
„Ich weiß ich verlange nicht wenig.“ räumte er ein.
„Aber nichts unmögliches.“ gab Harry zurück und zu Dracos Erleichterung lächelte er leicht.
„Ich muss deine Schwester allerdings einmal persönlich in Augenschein nehmen Malfoy.“ erklärte Harry Potter. „Das verlangt das Gesetz und wir sollten niemandem einen Grund liefern Fragen zu stellen.“
Ein erleichtertes Lächeln erschien auf Dracos Gesicht.
„Das lässt sich einrichten Potter.“
So, das war es für heute.
Schöne Rest-Pfingsten und einen guten Start in die neue Woche.
Bis bald!