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Schulfeinde

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Schulfeinde

Weiter geht’s.

Da ich wieder recht eingespannt bin (beruflich) etwas kürzer aber ich hoffe es wird euch wieder gefallen.

Viel Spaß!

„Hat mich wieder sehr gefreut sie an meinem Tisch begrüßen zu dürfen Mrs Potter.“ scherzte Harry als er sich erhob.

Auch Ginny stand auf. Die gemeinsame Mittagspause war beendet. Zeit wieder an die Arbeit zu gehen.

„Es war mir ebenfalls ein Vergnügen Mr Potter.“ antwortete Ginny im gleichen verspielten Tonfall.

Liebevoll drückte sie ihrem Mann noch einen Kuss auf die Wange, dann machte sie sich auf den Weg.

Ginny durchquerte das Atrium und betrat kurze Zeit später einen der vielen Aufzüge.

„Moment bitte!“ Ginny erkannte die Stimme die zu ihr herüber wehte und hielt lächelnd die Tür des Fahrstuhls offen.

„Danke Ginny-Liebes.“ keuchte Arthur Weasley als er zu seiner Tochter in die Kabine trat.

Rasselnd setzte der Fahrstuhl sich in Bewegung.

„Du wirkst erschöpft Dad.“ stellte Ginny fest. „Ist alles in Ordnung?“

Arthur Weasley wischte sich erschöpft den Schweiß mit einem Taschentuch von der Stirn.

„Viel Arbeit Ginny-Liebes.“ gestand Arthur. „Demnächst ist die große internationale Konferenz zur online Sicherheit.“

Arthur schüttelte den Kopf.

„Ich sage dir Ginny, nichts ist eine größere Bedrohung für das Geheimhaltungsabkommen wie diese neuen Handys der Muggel. Die legen die Dinger kaum noch aus der Hand! Das sind deren Zauberstäbe und jedes einzelne hat heutzutage eine Kamera!“

„Stimmt.“ meinte Ginny. „Das ist ein echtes Problem für uns.“

„Aber ich denke ich habe eine Lösung.“ lächelte Arthur. „Ich hab ja geholfen das Mag-Web zu entwickeln. Es existiert tief eingebettet im Muggel-Internet. Ich habe einen Aufspürzauber entwickelt. Wir können ihn in die Struktur des Mag-Webs und damit auch des Muggel-Internets einbauen. Das Bildmaterial, welches die magische Gesellschaft darstellt, wird sofort aufspürt und gesperrt. Dann können die Vergiss-Kommandos übernehmen.“

„Klingt gut.“ lächelte Ginny.

„Danke.“ schmunzelte Arthur. „Aber es liegt noch viel Arbeit vor uns. Ich werde diese Idee auf der Konferenz vorstellen. Dann brauchen wir gesetzliche Rahmenbedingungen für  die Nutzung des  Zaubers.“

„Viel Arbeit!“ verstand Ginny.

„Ich glaube ich werde zu Alt für so etwas Schatz.“ seufzte Arthur als der Aufzug hielt und er ausstieg.

„Übernimm dich nicht Dad.“ rief Ginny ihrem Vater nach.

„Keine Sorge!“ lachte Arthur. „Das läßt deine Mutter nicht zu.“

Ginny lachte als sich die Türen des Fahrstuhls wieder schlossen.

Ihr Vater musste wirklich auf sich achten. er war nicht mehr der jüngste aber er liebte eben seine Arbeit.

Darüber hinaus war es nicht zu leugnen, dass Arthur Weasley weltweit der Experte war wenn es um den Umgang mit der Muggeltechnologie galt.

Er war unverzichtbar.

Der Fahrstuhl erreichte nun das Stockwerk auf dem Ginnys Büro lag. Sie stieg ging den Korridor entlang als erneut jemand nach ihr reif.

„Mrs Potter!“

Ginny sah sich um und erkannte Cleo Parkinson die auf sie zukam.

Auch die junge Hexe wirkte überraschend erschöpft.

„Gut das ich sie erwische.“ meinte Cleo und fingerte zwischen den Papieren herum die sie bei sich trug.

Sie zog ein Pergament hervor und reichte es Ginny.

„Mein Reisekostenantrag.“ seufzte sie.

„Ach ja!“ lächelte Ginny. „Bereit ihren Regelkatalog vorzustellen?“

„So bereit wie ich nur sein kann.“ meinte Cleo Parkinson und lächelte nervös.

„Naja, wenn das akzeptiert wird ist das nur der Anfang.“ erwiderte Ginny aufmunternd. „Wenn das Parkurfliegen als offizieller Sport anerkannt wird brauchen wir eine Kontaktperson die die Vereine betreut, Events organisiert usw. Hätten sie Interesse diese Rolle auszufüllen?“

Ginny lachte in sich hinein als Cleo Parkinson große Augen machte. Ihr wurde hier praktisch eine Beförderung angeboten. Ginny hatte das mit Hermine besprochen.

Parkurfliegen würde bald ein offizieller Sport sein und es zeichnete sich bereits ab, dass es eine große Sache werden würde. Als Untergrundsport war es bereits sehr beliebt und wenn es erst zuggelassen war würden sich schnell vereine bilden.

Ginny hatte den alten Freund ihres Bruders George angesprochen. Lee Jorden war Reporter bei der „magischen Kurzwelle“ und war sich sicher, dass Potential in diesem Sport steckte.

Es war relativ einfach gewesen Hermine davon zu überzeugen, dass eine Planstelle für eine offizielle Kontaktperson gebraucht wurde.

„Ich, ich habe auf jeden Fall Interesse!“ antwortete Cleo Parkinson mit wachsender Begeisterung. „Aber ich habe doch gerade erst angefangen im Ministerium…“

Ginny wehrte lächelnd ab.

„Ich doch auch.“ meinte sie trocken. „Trotzdem sind sie einfach die beste Kandidatin für den Job. Sie haben die Regeln schließlich gemacht. Jeder andere müsste sich doch erst einarbeiten.“

„Na dann werde ich mir besonders Mühe geben Mrs Potter.“ versprach Cleo Parkinson.

„Ich hoffe nur ich lade ihnen nicht zu viel auf Cleo.“ meinte Ginny. „Sie wirken etwas abgekämpft.“

Cleo winkte ab.

„Das hat nichts mit der Arbeit zu tun Mrs Potter.“ seufzte sie. „Ich komme gerade aus Hogwarts zurück und hatte eine sehr unschöne Unterhaltung mit meiner Mutter. Sie hat meine kleine Schwester zu Hause rausgeworfen.“

„Wie bitte?!“ Ginny war entsetzt.

Cleo nickte.

„Isis war völlig verzweifelt. Ich habe versucht mit meiner Mutter zu reden aber es war nichts zu machen. Auf lange Sicht kann Isis natürlich bei mir und meiner Mitbewohnerin unterkommen. Es geht ja nur um die Ferien aber jetzt, über die Feiertage ist ja die Konferenz und meine Mitbewohnerin ist im Ausland. Zum Glück zeichnet sich eine Lösung ab. Isis ist ja mit dem jungen Malfoy zusammen. Scorpius meinte, dass sie bei seiner Familie die Feiertage verbringen kann.“

„Na ein Glück!“ sagte Ginny. „Was ist denn in Merlins Namen vorgefallen?“

„Mutter hat es mit und Isis übelgenommen, dass wir geholfen haben ihre kleine Absprache mit dem alten Mr Malfoy aufzudecken.“ erklärte Cleo.

Ginny wurde ganz anders. War das damit nicht auch ihre Schuld? Gerne hatte sie die Hilfe angenommen die Cleo Parkinson ihr angeboten hatte.

„Cleo es tut mir so leid.“ sagte sie erschüttert. „Ich hätte nicht zulassen dürfen, dass sie……“

Die jüngere der beiden Hexen wehrte sofort entschieden ab.

„Mrs Potter, dass ist doch nicht ihre Schuld!“ beharrte Cleo. „Ich habe ihnen doch die Hilfe angeboten! Und ich würde es wieder tun. Ich habe doch das ganze Theater mitbekommen in den letzten Jahren! Ich wollte doch genau so wissen was da vorgeht! Im Grunde geht es auch gar nicht darum was Isis und ich getan haben und was nicht. Meine Mutter hat sich bei den falschen Kobolden verschuldet und nun, da sie ihren Job auf Hogwarts verliert und Mr Malfoy ihre Dienste nicht mehr braucht steht sie dumm da. Direktorin MacGonagall hat Mutter schon aufs Minimum gesetzt was die Arbeitszeit angeht. Sie ist nur noch vier Stunden die Woche auf Hogwarts. Ich hatte „Glück“ sie heute dort zu erwischen. Die Hauptarbeit dort machen jetzt zwei Hauselfen. Damit schrumpft Mutters Gehalt. Freut sie nicht unbedingt. An Isis lässt sie nur ihren Frust ab. Machen sie sich bitte keine Sorgen.“

Ginny legte der jungen Hexe kurz die Hand auf die Schulter.

„Sagen sie mir bitte Bescheid, wenn ich irgendwie helfen kann.“ bat Ginny

Cleo Parkinson nickte dankbar und ging dann in Richtung Atrium um sich ihren Portschlüssel zu holen.

Ginny blickte der jungen Hexe eine Weile nach, dann traf sie eine Entscheidung.

Sie konnte das so nicht stehen lassen.

Schnell meldete sie sich im Büro ab. eine große Begründung musste sie nicht geben. Gelegentlich hatte es Vorteile, wenn man Abteilungsleiterin war.

anschließend bat Ginny im magischen Einwohnermeldeamt um einen kleinen Gefallen.

Nicht die Art von Gefallen die ihrer Freundin Hermine Bauchschmerzen bereiten würde. Sie brauchte lediglich eine Adresse.

Genau gesagt die Adresse von Pansy Parkinson.

Bereits eine halbe stunde später apparierte Ginny zu einer angesehenen Wohngegend in Canterbury.

Zweifellos eine angesehene Wohngegend, da war sich Ginny sicher.

Die meisten Häuser konnte man nur als Villen bezeichnen. Das Anwesen der Parkinson-Familie lag etwas abseits der übrigen Häuser.

Hohe Hecken verstellten den Blick auf das Grundstück und nur durch ein hohes Tor konnte man das Gelände betreten.

Ginny untersuchte das Tor und fand schnell was sie suchte. Mit der Spitze ihres Zauberstabs berührte sie eine bestimmte Stelle des Torbogens. Nach einigen Augenblicken schwang das Tor auf.

Weißer Split knirschte unter Ginnys Schuhen als sie den Hof überquerte und auf die Haustür zutrat.

Ginny atmete tief durch als sie hörte wie drinnen ein Schlüssel im Schloss umgedreht wurde.

Die Tür schwang auf und dort stand Pansy Parkinson. Sie wirkte etwas abgerissen, nach Ginnys Meinung.

Ihre Haare wirkten etwas zerzaust und in der rechten Hand hielt sie ein Glas mit giftgrüner Flüssigkeit.

Der Geruch von Alkohol stieg Ginny in die Nase.

sie war keine große Trinkerin aber sie erkannte den Inhalt des Glases. Als Ginny noch Quidditch gespielt hatte, war eine ihrer Mannschaftskameradinnen einmal damit angekommen. Es war ein Schnaps der in der deutschen Magischen Gesellschaft sehr beliebt war.

Ginny kam nicht auf den Namen aber er wurde aus Alpenkräutern gebraut und war sehr stark.

Das Zeug hatte die Mannschaft so umgeworfen, dass Ginnys Trainerin diesen Schnaps auf die rote Liste gesetzt hatte.

Harry behauptete bis heute, dass er seine Frau nie so „voll“ erlebt hatte.

„Du kannst froh sein, dass ich so ein Gentleman bin.“ sagte er immer wieder. „So „angeheitert“ wie du damals warst…. Wäre ich darauf eingestiegen hätten wir heute fünf Kinder.“

Das blasse Mopsgesicht der anderen Hexe verlor sämtliche Farbe als sie Ginny erkannte.

„Was in Morganas Namen willst du hier Weasley?“ fauchte Pansy Parkinson.

„Es heißt jetzt Potter.“ verbesserte Ginny und bemühte sich ruhig zu klingen.

„Ach ja?“ Pansy kicherte dümmlich und geriet etwas aus dem Gleichgewicht. Sie musste sich am Türrahmen abstützen.

„Glückwunsch.“ meinte Pansy mit verwaschener Stimme. „Hast dir den Auserwählten geangelt! Oder ist es „der Junge der überlebt hat“?“

„Harry ist heute genau so wenig ein Junge wie wir kleine Schulmädchen sind Pansy.“ hielt Ginny dagegen. „Können wir vernünftig reden?“

Wieder giggelte Pansy Parkinson.

„Und worüber will die beliebte, süße Ginny Weasley (sie schlug übertrieben die Hand vor den Mund) Verzeihung… Ginny Potter von mir?“

„Ich möchte mit dir über deine Tochter Isis reden.“ sagte Ginny.

„Was soll mit ihr sein?“ lallte Pansy. „Ich will von dem kleinen Luder nichts mehr wissen. Genau so undankbar wie ihre große Schwester. Biedern sich bei dir an um mich fertig zu machen.“

„Das ist Unsinn!“ unterbrach Ginny. „Bei Merlins Taschenkalender! Pansy wir sind nicht mehr auf Hogwarts! Glaubst du wirklich, dass sich mein Leben ganz und gar darum dreht, dich vom Besen zu stoßen? Es ging nur um die Kinder! Was da in den letzten Jahren so los war auf Hogwarts. Das hast du doch auch mitbekommen, oder? Kannst du wirklich nicht verstehen, dass wir uns da Sorgen gemacht haben und wissen wollten was du und Lucius Malfoy da ausgeheckt habt.“

„Das ist mir doch auch egal!“ unterbrach Pansy Parkinson. „Was immer das kleine Luder und ihre Schwester da ausgeheckt haben. Es kümmert mich nicht. Ich hab nicht mehr das Geld si durchzufüttern. Ich muss jetzt an mich denken.“

Sie machte einen Schritt auf Ginny zu und verschüttete dabei etwas von ihrem Kräuterschnaps.

„Ich hab Schulden Potter!“ lallte sie. „Schulden aber auch Verpflichtungen vor der Gesellschaft. Soll ich vielleicht so leben wie du und deine Sippe während unserer Schulzeit. Ich hab kein Geld mehr um das kleine Luder durchzufüttern. Da soll sich Kleopatra um sie kümmern für die letzten Jahre bis sie volljährig ist. Ich hab andere Sorgen.“

Ginny blickte die andere Hexe einen Augenblick lang an. Sie erinnerte sich an ihre Schulzeit. Pansy war damals immer stylisch gewesen. Umgeben von einer Traube von „Feindinnen“ und immer bereit ein vernichtendes Urteil über ihre Mitschüler abzugeben. Diese Gruppe von Mädchen glaubte das Recht dazu zu haben. Sie hielten sich einfach für etwas Besseres.

Und nun? Was war aus der Schulhofkönigin geworden?

Ginny schüttelte den Kopf, dann sagte sie:

„Weißt du Pansy, ich hatte gehofft wir könnten miteinander vernünftig reden. Ich hatte gehofft zwischen dir und deinen Mädchen vermitteln zu können aber weißt du was? Du hast recht. Isis ist bei Cleo besser aufgehoben.“

Mit diesen Worten drehte sich Ginny um und disapparierte.

So, das war es mal wieder.

Ich hoffe es hat euch gefallen.

einen guten Start in die neue Woche wünsche ich.