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In die Ferien

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In die Ferien

Und auf ein Neues.

Heute wollen wir unsere Rumtreiber mal in die Weihnachtsferien entlassen.

Viel Spaß.

„Na, da genießen aber zwei die Feiertage.“ neckte Danny als er mit Rose und Kara die große Freitreppe herunterkam.

Er hatte seine Freundin und seine Cousine Kara vor dem Gemeinschaftsraum der Ravenclaws abgeholt.

Vor ihnen lag das Frühstück in der großen Halle und anschließend würden die Schüler in die Weihnachtsferien starten.

In der Eingangshalle hatten Danny, Kara und Rose Jenna und Alex entdeckt. Dannys Cousine hatte ihre Freundin offenbar unter einem Mistelzweig in die Enge getrieben und sich einen Kuss gestohlen.

„Frohe Weihnachten euch allen!“ grinste Alex und schmiegte sich an ihre Freundin.

„Heuchlerin!“ neckte Kara. „Als ob ihr zwei einen Mistelzweig bräuchtet um zu knutschen.“

„Da spricht wohl jemand aus Erfahrung.“ hielt Alex dagegen. „Du und Albus......“

„Schon gut Schwesterherz! Ich gönne es dir ja.“ versicherte Kara während sie leicht rot anlief.

Gemeinsam betraten die Teenager nun die große Halle.

Wie üblich erstrahlte das Herz von Hogwarts in festlichem Glanz und der Donner der magischen Knallbonbons hallte durch den Raum.

Nach einem herrlichen Frühstück verabschiedete Professor McGonagall die Schüler, wünschte frohe Feiertage und ein gutes wiedersehen im neuen Jahr.

„Ein gutes Wiedersehen....“ unkte James. „Der alte Drache sollte lieber sagen: Bis ich euch dann wieder in meinen Klauen habe.....“

„...euch mit Hausaufgaben foltern....“ fügte FJ an.

„...euch mit Tests überziehen....“ führte James weiter aus.

„....und euch Hauspunkte abziehen kann!“ orgelte FJ.

„Na ihr seid ja gut drauf.“ meinte Rose als sie sich ihren Winterumhang überwarf. „Das hat nicht zufällig was mit euren ZAGs zu tun?“

Kaum hatte Rose den Begriff „ZAGs“ ausgesprochen da brachen James und FJ in schauerliches Gestöhne aus. Sie schlangen die Arme um ihre Bäuche und taten so als ob sie sich vor Schmerzen winden würden.

„Sie quält uns!“ jammerte James.

„Erwähne nicht diesen Begriff Rose.“ flehte FJ.

„Er kommt uns nämlich zu den Ohren heraus.“ erklärte James. „Das ganze Jahr über ständig nur ZAGs, ZAGs, ZAGs! Und das Arbeitspensum?!“

„Mörderisch!“ FJ brachte es auf den Punkt.

„Wirklich so schlimm?“ erkundigte sich Albus unsicher.

„Oh Bruderherz!“ verkündete James. „Genieße die Freiheit die dir dieses Jahr bietet. „Nächstes Jahr ist es damit vorbei!“

„Na was soll ich denn sagen?“ beschwerte sich nun Molly Weasley. Gemeinsam mit ihrer Schwester Lucy trat sie zur Gruppe und beteiligte sich an der Unterhaltung.

„Lu und ich hatten diesen Zirkus schon im letzten Jahr!“ ereiferte sie sich. „Aber dann hat man uns verflucht, jetzt müssen wir das Jahr wiederholen und alles geht von vorne los!“

Salbungsvoll legte James die Hand auf die Schulter.

„Ihr seid wahrlich schwer beladen.“ meinte er mit Grabesstimme.

„Na zumindest ich.“ brummte Molly und warf ihrer Schwester einen vernichtenden Blick zu.

„Es ist alles eine Sache der Vorbereitung.“ erklärte Lucy.

Noch immer wirkten die beiden Weasley-Schwestern sehr unterschiedlich.

Molly mit ihrem Punker-Look während Lucy recht brav daher kam.

Danny hatte aber das Gefühl, dass sie etwas gelöster wirkte als in den Jahren zuvor.

„Ich hab mir eben über die Ferien ein Wiederholungsprogramm zusammengestellt.“ erklärte Lucy.

„Das habe ich über die Sommerferien auch vor.“ warf Rose ein.

„Kann ich nur empfehlen Rosie.“ meinte Lucy dankbar. „Ich hab in den Sommerferien täglich drei Stunden investiert um etwas Stoff zu wiederholen und das zahlt sich jetzt aus. Vor allem weil ich im Grunde zwei Sommer zur Verfügung hatte. Ich hab dir angeboten, dass wir zusammen lernen können Moe, aber...“

„Ja, ja....“Molly wehrte ab. „Stimmt schon.“

„Gibt es eigentlich was neues was euren Vater angeht?“ wollte Danny wissen.

„Es geht wohl langsam etwas aufwärts mit ihm.“ meinte Molly. „Tante Ginny hat ihn immer wieder besucht und inzwischen redet er sogar mit ihr. Es hat ihm wohl wirklich etwas geholfen, dass seine Schwester ihm nicht böse ist.“

„Mum hat in ihrer letzten Eule geschrieben, dass er sich wohl auch langsam von diesem Buch löst.“ berichtete Lucy. „Ich wisst schon: Dem Buch in dem er all seine Gefühle dokumentiert hat.“

„Wundert mich eigentlich auch, dass Mum sich so um ihn kümmert.“ brummte Molly. „Ich meine wenn man an die Trennung der beiden denkt....?“

„Das war ja im Grunde nicht unser Vater Moe.“ hielt Lucy dagegen. „Es war dieses Ding das Ihr-wisst-schon-wer ihm eingepflanzt hat. Und weißt du was Moe....ich glaube es tut auch Mum gut sich um Vater zu kümmern. Es bedeutet ihr was, dass sie sich nicht total in ihm geirrt hat. Erinnerst du dich noch am Elterntag und in ihren Eulen merkt man es auch.“

„Schwesterherz, wir jagen hier den selben Schnatz.“ stimmte Molly zu. „Es schien Mum wirklich besser zu gehen als wir sie zu Halloween gesehen haben. Deshalb sage ich ja auch nichts. Wenn es ihr gut tut sich um Dad zu kümmern, dann soll sie. Ich bin nur einfach nicht sicher wie ich zu unserem Erzeuger stehen soll Lu.“

„Kann ich verstehen.“ räumte Lucy ein.

„Ist ja im Grunde auch kein Wunder.“ steuerte Albus bei. „Den wahren Percy Weasley haben wir alle ja im Grunde nie kennen gelernt. Es war immer dieses Ding.“

Inzwischen schritten die Jugendlichen die Treppe vor dem Schlosstor herunter. Pferdelose Schlitten erwarteten die Schüler.

Molly Weasley ging mit einem Mal langsamer.

„Weißt du Al...“ hob sie an. „Mir ist gerade erst klar geworden....also durch das was du da gerade gesagt hast....wie schlimm das ist was man unserem Vater angetan hat. Denk mal nach Lu: Uns beiden fehlen nur ein paar Monate vom letzten Jahr und trotzdem war es nicht einfach wieder auf dem Besen aufzusitzen. Unserem Vater fehlen über zwanzig Jahre!“

„Übel!“ meinte FJ ungewohnt ernst.

„Ich denke etwas Hilfe hat er wohl wirklich verdient.“ meinte Lucy Weasley.

Gemeinsam mit ihrer Schwester, FJ und James verabschiedete sie sich nun von Danny und seinen Freunden und sicherte sich einen Schlitten.

Danny und seine Gruppe hatten Scorpius und Isis in einem der wartenden Schlitten entdeckt.

„Ist hier noch frei?“ fragte Danny Scorps als er sich in den Schlitten zog.

Fast überrascht blickte der junge Malfoy auf.

„Klar!“ meinte er eilig. „Macht es euch bequem.“

Dannys Blick fiel auf Isis und er stellte fest, dass die junge Parkinson etwas geknickt wirkte.

„Alles in Ordnung?“ fragte Danny vorsichtig.

„Du siehst mitgenommen aus Isis.“ stellte auch Rose fest. „Ich dachte die Malfoys hätten zugestimmt, dass du die Ferien bei ihnen verbringst.“

„Haben sie auch.“ versicherte Isis und ein nervöses Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Es ist nur wegen meiner Mutter. Sie.....“

Isis brach ab. Es fiel ihr offenbar schwer über das Erlebte zu sprechen.

Scorpius übernahm es daher seine Freunde aufzuklären als der Schlitten sich in Bewegung setzte.

„Mrs Parkinson hat einen ziemlich üblen Auftritt hingelegt.“ berichtete der junge Malfoy. „Die Schulleiterin hat ja ihre Arbeitszeit gekürzt. Die Verwaltung der Bibliothek übernehmen jetzt zwei Hauselfen.“

„Stimmt.“ meinte Danny. „Eine davon ist Winky. Die platzt fast vor Stolz. Das man ihr eine so wichtige Tätigkeit zugewiesen hat. Für eine Hauselfe ist das ein Ritterschlag.“

„Freut mich für sie.“ brummte Scorpius. „In jedem Fall sollte Mrs Parkinson heute für zwei Stunden vorbei schauen um ein paar Unterschriften zu leisten. Es ging da vor allem um Quatals-Berichte für das Ministerium.“

„Das Ministerium kriegt von Hogwarts Berichte?“ wunderte sich Albus.

„Geht hauptsächlich um die Bücher der verbotenen Abteilung.“ erklärte Rose. „Da sind einige Schriften dabei die wirklich vom Gesetz her verboten sind. Einmal alle drei Monate verlangt das Ministerium eine Bestandsaufnahme. Dann noch eine Kontrolle der Schutzzauber über der verbotenen Abteilung und so weiter.“

„Stimmt.“ sagte Scorpius. „Und dieses Jahr ist Mrs Parkinson eben noch Leiterin der Bibliothek. Daher muss sie die Unterschriften leisten.“

„Hat sie sich geweigert?“ fragte Jenna.

„Wenn es nur das wäre.“ meinte Isis bekümmert. „Sie ist völlig betrunken in der Bibliothek aufgetaucht und hat eine Szene gemacht. Ich war zufällig da, weil ich noch ein Buch zurückgeben musste. Es war so peinlich wie sie sich aufgeführt hat! Am Ende hat sie sogar ihren Zauberstab gezogen und gedroht die Hauselfen zu verfluchen!

Ich bin dann dazwischen gegangen. Die Hauselfen konnten sich ja nicht mal wehren weil meine Mutter ja offiziell für Hogwarts arbeitet und damit ihre Herrin ist!

Mum hat mich total angeschrien und diese Hauselfe....Winky hast du sie genannt Danny? (Der Vierzehnjährige nickte)....Also die ist zu Professor McGonagall appariert und hat Hilfe geholt. Wenn sie das nicht gemacht hätte, dann hätte Mum mir sicher noch einen Fluch auf den Hals gehetzt.“

„Übel.“ meinte Kara.

„Die Schulleiterin war alles andere als erfreut.“ übernahm Scorpius. „McGonagall hat Mrs Parkinson der Schule verwiesen und gesagt, dass wenn sie bis zum Ende des Schuljahres noch ihr Gehalt beziehen will, sie es nicht wagen soll nochmal in einem derartigen Zustand hier aufzutauchen. McGonagall hat dann selbst die Papiere für das Ministerium unterschrieben.“

Rose erhob sich, setze sich neben Isis und legte den Arm um die junge Slytherin.

„Ich bin sicher das war schlimm für dich Isis aber es ist jetzt vorbei.“ meinte sie.

„Danke Rose.“ meinte Isis tapfer. „Du hast ja recht. Ich freue mich jetzt erst mal auf Weihnachten und im Sommer wohne ich dann jetzt bei Cleo. Da freue ich mich schon drauf.“

Plötzlich schien Isis etwas einzufallen.

„Ach Albus, sagst du deiner Mutter nochmal ganz lieb danke von meiner Schwester? Cleo hat mir erzählt, dass Mrs Potter versucht hat zwischen meiner Mutter und Cleo und mir zu vermitteln. Hat nicht geklappt aber super lieb, dass sie es versucht hat.“

„Werde ich ausrichten!“ versprach der Albus.

Inzwischen hatten die Schlitten den Bahnhof Hogsmaed erreicht.

Der Hogwarts-Express erwartete seine Gäste.

„Dürfte auch für uns ein schönes Weihnachten werden.“ meinte Alex. „Ich freue mich, dass wir es noch bei dir und deinem Onkel verbringen Dachs-Bro.“

„Und ich bin froh das wir jetzt bald diese blöden Doppelnamen los sind!“ warf Kara ein und erntete allgemeine Heiterkeit.

Zufrieden betrachtete die scharlachrote Lokomotive.

Ja, es würde ein schönes Weihnachten werden.

Das war es schon für heute,

Etwas kurz aber ich hoffe es hat euch gefallen.

Habt eine gute Woche und bis bald.