Nach Kings Cross
Nach Kings Cross
Weiter geht’s.
Ja, ich bin tatsächlich wieder zum Schreiben gekommen.
Zwar wieder etwas kurz aber ich hoffe es gefällt euch.
Viel Spaß.
Im Hogwarts-Express herrschte ein buntes Treiben.
Schüler liefen durch die Gänge, hitzige Debatten über zukünftige Weihnachtsgeschenke wurden geführt und Haustiere, die ihren Käfigen entkommen waren wurden gejagt.
Kurz sahen Danny und seine Freunde Lily, Rani und Hugo.
Dieses Trio wurde allerdings sofort von James und FJ unter ihre Fittiche genommen.
„Die Aktion in Zauberkunst habt ihr Klasse hinbekommen.“ lobte James seine „Agenten des Chaos“.
„Mein Vater wird sehr zufrieden sein wie sich sein Produkt bewehrt hat.“ lobte auch FJ.
„Ich denke als nächstes sollten wir und „Verwandlung“ vornehmen.“ schlug Lily vor.
James blickte seine Schwester überrascht an.
„Du willst ein Ding bei Mcgonagall abziehen?“ fragte er ungläubig.
„Klar.“ meinte Lil furchtlos.
„Das ist meine kleine Schwester.“ grinste James und legte stolz den Arm um Lily.
Gemeinsam mit seinen Mitstreitern suchte James sich ein Abteil.
Gemeinsam mit seinen Freunden, seinen Cousinen und Jenna sicherte sich Danny ein Abteil in der Mitte des Zuges.
„Musst du dich nicht zu den Vertrauensschülern hocken?“ erkundigte sich Rose.
„Nur auf der Fahrt nach Hogwarts.“ erklärte Danny. „Da gibt der Schulsprecher uns neue Anweisungen usw. Jetzt geht es in die Ferien! Da hab auch ich Pause.“
„Gut für dich!“ grinste Albus. „Auch gut, dass du das mit Mandy nun wirklich zu den Akten legen kannst.“
„Stimmt.“ meinte Danny. „Das war wirklich nicht schön. Aber Mandy hat die Kurve gekriegt. Inzwischen arbeiten wir gut zusammen.“
Ein Ruck ging durch den Zug als der Hogwarts-Express sich in Bewegung setzte.
Eine Weile sahen Dann und seine Freunde aus dem Fenster während Hogwarts in der Ferne verschwand.
„Und?“ fragte Rose schließlich Alex, Kara und Jenna. „Wie gefällt euch Hogwarts bisher?
„Ich finde es klasse!“ Meinte Kara sofort. „Ich meine, ich war gerne auf Ilvermorney aber eure Bibliothek stellt unsere echt in den Schatten. Besonders wenn es um altes Wissen geht…? Einfach klasse.“
„Meine Schwester der Bücherwurm.“ grinste Alex und verdrehte die Augen.
„Na komm schon Alex.“ lachte Jenna. „Auch dir gefällt es hier.“
„Sag ich ja auch nicht anders.“ räumte Alex ein. „Nur Geschichte der Zauberei….“
Alex konnte den Satz nicht beenden. Allgemeines Stöhnen erfüllte das Abteil.
„Ich sehe wir sind uns einig.“ lächelte die ältere der Danvers Schwestern.
„Ja.“ räumte auch Kara ein. „Das war wirklich besser in Ilvermorney. Binns ist….“
„Eben Binns.“ Albus brachte es auf den Punkt.
In diesem Moment klopfte es an der Abteiltür und Nikki Dursley schob den Kopf ins Abteil.
„Hallo!“ grüßte sie. „Ist bei euch noch frei. Der Rest vom Zug ist voll.“
„Hast Glück Cousinchen.“ meinte Albus und wies auf den letzten freien Platz.
Dankbar setzte die Elfjährige sich.
„Hast du keine Freunde in deinem Jahrgang mit denen du dich zusammen hocken kannst?“ fragte Rose freundlich.
Ihr Tonfall macht klar, dass sie die Elfjährige nicht verschrecken wollte.
Danny konnte die Frage durchaus nachvollziehen.
Als er noch Erstklässler gewesen war hätte er sich wohl lieber auf das Dach des Zuges gesetzt, als sich zu Viertklässlern zu setzen.
Allein die Tatsache, dass Nikki mit Albus verwandt war hatte der elfjährigen wohl Mut gemacht.
„Doch sicher!“ versicherte Nikki. „Meine beiden Besten Freunde sind Tommy und Fiona. Die sind auch beide in Hufflepuff. Fiona und ich sind im selben Schlafsaal aber sie ist nicht im Zug. Ihre Familie lebt in Hogsmeade. Da macht es ja für sie keinen Sinn mit dem Zug nach London zu fahren nur um dann hier her zurück zu kommen.“
„Nee, das macht keinen Sinn.“ gab Albus seiner Cousine recht.
„Und Tommy bleibt dieses Jahr in Hogwarts.“ erklärte Nikki weiter. „Sein Vater und seine Mutter sind beide Drachenwächter. Sie sind über die Feiertage leider im Ausland. Eine Gruppe von Ungarischen Hornschwänzen zieht in anders Reservat um. Da werden zusätzliche Begleitzauberer gebraucht.“
„Davon hat mit mein Onkel Charlie erzählt.“ steuerte Rose bei. „Ist wirklich ne große Sache. Die größte Wanderung von Drachen seit zwanzig Jahren.“
„Wenn dein Onkel dir noch mehr davon erzählt sag mir bitte Bescheid.“ bat Danny. „Das würde mich interessieren.“
„Ich schicke ihm eine Eule und bitte ihn für dich um ein paar Infos.“ versprach Rose. „Ich weiß nur davon, weil er Mum geschrieben hat. „Sie hatte ihn ja zum Weihnachtsball des Ministeriums eingeladen und nun kann er nicht kommen.“
„Tommys Eltern haben sich auch mindestens zwanzig Mal bei ihm entschuldigt, dass sie nun über Weihnachten unterwegs sind.“ erklärte Nikki.
„Geht wohl leider nicht anders.“ brummte Danny. „Ist eben das Problem, wenn man mit Tierwesen arbeitet. Die haben ihren eigenen Fahrplan. Aber sag mal Nikki: Wie gefällt es dir auf Hogwarts?“
„Super!“ verkündete die Elfjährige sofort. „Erst war es etwas viel und der Krach zwischen euch Vertrauensschülern am Anfang des Jahres war nicht so toll aber inzwischen finde ich es echt klasse. Ich hab auch inzwischen meinen Flugschein.“
„Na dann ist wohl der erste Besen als Weihnachtsgeschenk fällig, was?“ grinste Albus.
„Nee, den wünsche ich mir im Sommer zum Geburtstag.“ erklärte Nikki. „Erstklässler dürfen ja keinen eigenen Besen mitbringen. Daran ändert auch der Flugschein nichts. Wäre also blöd mir jetzt einen Besen zu wünschen. Zu Hause darf ich damit nicht fliegen, mitnehmen nach Hogwarts geht nicht. Da stünde der ja bis nächstes Jahr im Sommer nur rum. Da hab ich mir lieber so ein Ding gewünscht mit dem man ins Mag-Web gehen kann und der Besen dann nächsten Sommer.“
„Gute Entscheidung.“ lobte Albus.
Den Rest der Reise vertrieben sich die Freunde damit, dass sie Nikki das schöne Spiel „Diggory explodiert“ beibrachten.
Auf die Frage der Elfjährigen hin, warum das Spiel denn so komisch heißen würde gaben Danny und seine Freunde ein paar Schauergeschichten über den Lehrer zum Besten der ihnen das erste Jahr versüßt hatte.
„Bin ich froh, dass ich da nicht auf Hogwarts war.“ brummte Alex die sich gerade mit einem kleinen Zauber ihre Augenbrauen nachwachsen ließ.
Schließlich lief der Zug auf Kings Cross ein. Danny und seine Freunde wechselten ihre Schulumhänge gegen ihre Straßenkleidung.
Um größere Verletzungen zu vermeiden versuchten sie erst gar nicht. das Abteil zu teilen, sondern wechselten sich ab. Zuerst durften die Damen sich umziehen, dann waren Danny, Albus und Scorpius an der Reihe.
Als die Jungen auf den Bahnsteig traten wurden sie dort bereits erwartet.
Rose und Hugo waren von ihrem Vater in Empfang genommen worden.
„Eure Mutter wäre auch gerne mitgekommen.“ erklärte Ron Weasley seinen Kindern. „Aber wenn die Ministerin hier erscheint, dann ist der rote Teppich angesagt.“
„Armes Minchen.“ lächelte Ginny Potter die damit beschäftigt war ihre Kinder zusammen zu suchen.
Niki Dursley warf sich in die wartenden Arme ihrer Eltern.
„Na, wie geht es meiner kleinen Hexe?“ erkundigte sich ihr Vater gerade.
„Klasse!“ strahlte die Erstklässlerin. „Wenn Opa und Oma wieder fies sind verwandele ich sie in Frösche!“
Der Gesichtsausdruck ihrer Eltern war göttlich und es bedurfte einiger beruhigender Worte von Mrs Potter.
Während Ginny Potter dem Ehepaar Dursley erklärte, dass es noch eine ganze Weile dauern würde bis ihre Tochter unliebsame Verwandte in Tiere verwandeln konnte beobachtete Danny wie Scorpius sich zu seiner Familie gesellte.
Die ganze Situation wirkte angespannt. Steif reichte Scorpius einem Großvater die Hand.
Danny wusste, dass Lucius Malfoy ein schwieriges Thema für seinen Freund aus Slytherin war.
Weit wärmer fiel die Begrüßung zwischen Scorpius und Himari aus.
Das junge Mädchen wirkte erst etwas Schüchtern aber Danny konnte sehen, dass das Eis zwischen den Beiden schnell bracht.
Vermutlich war es hilfreich, dass die beiden schon so manche Eule ausgetauscht hatten.
Danny war sich sicher, dass so manche Frage über Hogwarts auf den jungen Malfoy warten würde.
„Danny, hier drüben!“
Alex Stimme forderte die Aufmerksamkeit des Vierzehnjährigen ein.
Die Danvers-Schwestern und Jenna standen bei ihrer Mutter Eliza.
Danny war angenehm überrascht als er seine Tante sah.
Als Danny Elaiza Danvers zum ersten Mal gesehen hatte war es offensichtlich gewesen, dass es ihr nicht gut ging.
Sie hatte etwas abgerissen gewirkt.
Es war aber nicht nur ihre abgetragene Kleidung gewesen.
Eliza Danvers hatte die ganze Zeit eine Aura von Zerbrechlichkeit um sich gehabt.
Später, als Danny die Schwester seines Vaters besser kennengelernt hatte war ihm klar geworden wo all dieser Schmerz seinen Ursprung hatte.
Während der Monate die Danny und seine Cousinen auf Hogwarts verbracht hatten, war jedoch eine Veränderung bei Eliza Danvers vor sich gegangen.
Es war eine Entwicklung die sich schon beim Elterntag angedeutet hatte und sich offenbar fortgesetzt hatte.
Eliza wirkte ruhiger und selbstsicherer und sie hatte einige Veränderungen an ihrem Äußeren vorgenommen die ihr gut standen.
Sie hatte sich eine neue Frisur zugelegt. Ihre Haare hatte sie etwas gekürzt und sie trug sie nun nur Schulterlang.
„Schön euch alle wiederzusehen.“ lächelte sie. „Mir fällt die ehrenvolle Pflicht zu euch alle in empfang zu nehmen.“
„Oh?“ wunderte sich Jenna. „Wo ist denn meine Mutter.“
„Und mein Onkel?“ wollte Danny wissen.
„Und Dad?“ erkundigten sich Alex und Kara.
„Sehr beschäftigt.“ antwortete Eliza und begann an den Fingern abzuzählen. „Jerry ist im Ministerium eingespannt. Sein Chef, Mr Weasley, will international ein neues Gesetz einbringen. Es geht da wohl um das Mag-Web und das Internet allgemein. Das hat sie sehr in Anspruch genommen und jetzt steht der Weihnachtsball im Ministerium an. Da sind alle Abteilungen eingespannt. Esperanza hat einen Termin mit einem Lieferanten für Zaubertrankzutaten der sich nicht verschieben ließ. Daher kommst du erst mal mit nach Trever Hall Jenna! Und dein Onkel Danny hat einen Notfall auf der Arbeit. Ein Spukbild in einer Kindertagesstätte. Es ist dort nicht entstanden. Sein Ursprung ist wohl häusliche Gewalt und ei kleiner streit in der Kindertagesstätte hat es überspringen lassen. Es muss jetzt entfernt werden bevor es Mord und Totschlag gibt.“
„Alles klar.“ meinte Danny.
„Na dann kommt mal.“ sagte Eliza. „Wir haben einiges vor. Der Weihnachtsball im Ministerium und dann wollen wir uns für ein neues Haus entscheiden. Da müssen wir uns ran halten damit genug von euren Ferien übrig bleibt.“
So, das war es für heute.
Die Freunde haben also einiges vor in den Ferien.
Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche.