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Neue Namen, neuer Kummer

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Neue Namen, neuer Kummer

Auf ein Neues.

Heute komme ich wieder zum Tippen.

Ich wünsche euch viel Spaß mit dem neuen Kapitel.

„Klingt nach einem vollen Terminkalender.“ meinte Ron Weasley als er zu Dannys Gruppe trat.

„Wir sind halt extrem gefragt.“ meinte Jenna schlagfertig.

„Nun mal nicht vor den Schlägen heulen.“ lächelte Eliza Danvers. „Wird gar nicht so schlimm.“

„Da bin ich mir sicher.“ lächelte Mr Weasley und wandte sich an Danny. „Ich soll übrigens schon mal ankündigen, dass meine Große später am Nachmittag mal bei euch reinschauen will. Sie klärt das gerade mit den Auroren.“

„Ich freu mich immer wenn Rosie vorbei kommt.“ grinste Danny.

„Ist nicht leicht für ihre Familie, oder Mr Weasley?“ erkundigte sich Eliza Danvers mitfühlend.

Ron Weasley seufzte.

„Nein, ist es nicht.“ räumte er ein. „Zum Glück bekommen die Kinder gar nicht so viel davon mit, weil sie auf Hogwarts sind. Da halten sich die Auroren ja etwas zurück aber weder für mich, noch für Hermine ist es leicht. Es ist eine Umstellung. Zum einen ist es sehr schwer noch spontan etwas auf die Beine zu stellen. Das gilt für den privaten Bereich ebenso wie für die Arbeit. Oft muss ich George bitten plötzliche Kundentermine wahr zu nehmen weil ich nicht mehr einfach so zu einem Kunden apparieren kann ohne das ein Rudel Auroren dabei ist.“

Ron Weasley seufzte erneut und hob resigniert die Schultern.

„Wir werden uns daran gewöhnen.“ meinte er. „In jedem Fall verstehe ich, dass sich Rose etwas bei dir verstecken will Danny.“

„Nun, ich weiß, dass ich für ganz Trever Hall spreche wenn ich sage: Sie ist herzlich willkommen.“ lächelte Eliza Danvers. „Wenn sie es vor vier Uhr schafft kann sie gerne mitkommen. Da haben wir eine Besichtigung für ein Haus, dass Jerry und ich mieten wollen.“

„Wow, Mum!“ meinte Alex. „Du legst ja ganz schön Tempo vor.“

„Wir sind gerade aus dem Zug und du willst schon in.....“ Kara blickte auf ihre Uhr. „In zwei Stunden los zu einer Besichtigung?“

Eliza nickte verständnisvoll.

„Ich weiß Mädchen: Etwas schnell.“ räumte sie ein. „Aber bei dem Objekt rennt die Zeit. Es gibt mehrere Interessenten und es ist mein persönlicher Favorit wenn es um unser neues zu Hause geht. Ich will das nicht ohne euch zwei entscheiden aber wenn wir bei dem Haus im Rennen bleiben wollen müssen wir uns ranhalten.“

„Na dann will ich sie nicht weiter aufhalten.“ sagte Mr Weasley. „Ich geb mal lieber meiner Großen etwas Schützenhilfe damit sie es rechtzeitig schafft.“

Damit löste sich die Gruppe auf.

Eliza hatte für ihre Schützlinge bereits einen Portschlüssel besorgt und wenig später betrat Danny Trever Hall.

Jakubie war wie üblich entzückt seinen „Herrn“ wieder zu Hause zu haben und versprach sich um sein Gepäck und das der jungen Damen zu kümmern.

„Ach übrigens Mädchen.“ meinte Eliza Danvers und hielt ihren Töchtern jeweils eine Rolle Pergament entgegen. Die Rollen waren mit einer Schleife zugebunden.

„Ein kleiner Vorschuss auf Weihnachten.“ lächelte Eliza.

Neugierig entfernten Alex und Kara die Schleifen und entrollten das Pergament.

Danny reckte etwas den Hals um über Alex Schulter hinweg lesen zu können.

Er erkannte, dass es sich um ein offizielles Formular handelte.

„Antrag auf Namensänderung“ stand über dem Schreiben.

Begeistert blickte Alex von dem Dokument auf.

„Echt Mum?“ fragte sie.

„Jerry und ich haben darüber gesprochen.“ gab Eliza zurück. „Ihr Mädchen wart euch sicher was das betrifft. Das habt ihr am Elterntag klar gemacht. Außerdem.....ich kann verstehen, dass ihr diese Doppelnamen los sein wollt. Ich habe meinen letzte Woche geändert. Mal ehrlich: Eliza reicht doch völlig oder?“

„Total!“ meinte Kara und schlang die Arme um ihre Mutter.

„Also um deine Frage zu beantworten meine Große: Ja, echt!“ lächelte Eliza. „Wenn ihr das wirklich wollt könnt ihr eure Namen ändern. Ihr müsst oben bitte eure bisherigen Namen eintragen und unten wie es von jetzt an lauten soll. Den Rest habe ich schon ausgefüllt.“

Kurz wurde Eliza ernst und fügte hinzu:

„Nur Mädchen: Bitte nehmt das ernst. Ich hab mich erkundigt. Nach einer Namensänderung müsst ihr ein Jahr warten bis ihr wieder eine beantragen könnt. Das hat verwaltungstechnische Gründe. Das Ministerium würde nicht hinter her kommen wenn die Leute zweimal pro Woche ihre Namen ändern würden. Tragt also bitte einen neuen Namen ein den ihr auch wollt. Nicht etwas das ihr witzig findet oder so. Wenigstens ein Jahr müsst ihr damit rumlaufen.“

„Und ich wollte mich so gerne MaryPiPaPopins nennen.“ grinste Kara und fing sich einen Knuffi von ihrer Schwester ein.

„Keine Sorge Mum.“ versprach Alex. „Wir wollen alberne Namen loswerden, nicht uns welche zulegen.“

Damit war alles gesagt.

Die Jugendlichen zogen sich erst mal auf ihre Zimmer zurück und Danny verbrachte die nächste Stunde damit sich in seinem Zimmer wieder einzurichten.

Jakubi hatte sich zwar schon um das Gepäck gekümmert aber ein paar Handgriffe waren doch noch zu machen.

Danny legte zum Beispiel bereits einige Schulbücher auf seinem Schreibtisch zurecht. Verschiedene Lehrer hatten den Viertklässlern Ferienaufsätze aufgebrummt.

Dies war bei den Schülern auf wenig Gegenliebe gestoßen. Im Schnitt hatte man sich in den letzten Jahren mit etwa zwei Aufsätzen in den Ferien herumschlagen müssen. In diesem Jahr waren es fünf!

Natürlich hatte es Protest gegeben aber von jedem Lehrer hatten die Schüler die selbe Antwort bekommen: „Denken sie an ihre ZAGs im nächsten Jahr!“

Danny seufzte. Das konnte im nächsten Jahr ja heiter werden wenn die Lehrer jetzt schon so vorlegten.

Ihm wurde ganz anders als er an den Aufsatz für Professor Binns dachte.

Danny war sich sicher, dass es beim Koboldaufstand des späten 19. Jahrhunderts jede Menge interessante Themen gab. Zum Beispiel die Rolle von Lodgok dem Bruder des Anführers der aufständischen Kobolde Ranrok. Oder man könnte der Frage nachgehen wie Ranroks Hass auf die Zauberer geboren worden war. Selbst die zwielichtige Rolle von Isidora Morganach wäre eine sehr interessanter Punkt. Diese Hexe hatte in der Tudor-Ära gelebt und trotzdem war es ihr Erbe das bei Ranroks Aufstand eine entscheidende Rolle gespielt hatte.

Danny legte den Kopf in den Nacken selbst ein Aufsatz über die Werke des Kobold-Künstlers Arn wäre interessanter als das was Binns im Sinn hatte.

So ziemlich alles wäre interessanter als eine 60 Zentimeter Abhandlung über die Auswirkung des Aufstand auf die Zauberhut-Herstellung.

Danny tröstete sich mit dem Gedanken, dass er nach den ZAGs „Geschichte der Zauberei“ abwählen würde.

Es klopfte an der Tür und Rose schob den Kopf in Dannys Zimmer.

Übertrieben hielt sie sich die Hand vor die Augen.

„Bist du angezogen Süßer?“ fragte sie.

Danny beschloss auf das spiel einzugehen und antwortete:

„Nein, ich bin splitternackt.“

Dabei schlich er sich an Rose heran und zog sie in seine Arme.

„Man kann nie vorsichtig genug sein.“ grinste sie und ließ sich von Danny küssen. „Wenn ich nicht auf dich aufpasse.....Ich wette du lässt dann alles schleifen und läufst in deiner Unterhose herum.“

„Rosie.“ meinte Danny gespielt beleidigt. „Wir haben Damen zu Gast in diesem Haus!“

„Ich vergaß, du bist ja ein Gentleman.“ grinste Rose.

Ihr Blick fiel auf Dannys Schreibtisch.

„Schon bei der Arbeit?“ fragte sie.

„Hufflepuffs arbeiten hart.“ erklärte Danny. „Aber, nein, ich fange erst nach den Feiertagen an. Die Bücher sollen mich nur dran erinnern, das noch Arbeit auf mich wartet, damit ich es nicht vergesse.“

„Vorbildlich.“ lobte Rose.

Gemeinsam ließen die beiden Teenager sich auf Dannys Bett fallen.

„Und, hast du dich von deinen Bewachern loseisen können.

Rose seufzte und schmiegte sich etwas näher an Danny.

„Soweit man sich von denen loseisen kann.“ meinte sie. „Wundere dich nicht wenn ein Buchfink und eine Elster mir überall hin folgen. Zwei Animagie-Auroren.“

„Sollen sie doch.“ meinte Danny, fragte dann aber: „Ist nicht so leicht oder?“

Rose schüttelte traurig den Kopf.

„Nee, es ist schwerer als ich es mir am Anfang vorgestellt habe.“ gestand sie. „Mums Terminkalender platz jetzt echt. Ich meine sie war ja immer ein hohes Tier im Ministerium und Dad hat mehr als einmal gemeint, dass sie doch einen Zeitumkehrer beantragen soll um alles zu schaffen war so ansteht aber jetzt ist es echt mörderisch. Dazu kommen noch die Auroren die ständig um uns rumschwirren.“

Danny drehte sich etwas auf die Seite so das er Rose ins Gesicht sehen konnte.

Er kannte sie nun schon eine Weil und hatte das untrügliche Gefühl, dass es noch etwas anderes gab, dass Rose auf der Seele lag.

Danny blickte sie einfach nur an.

Rose verstand den stummen Wink und begann zu erzählen:

„Du weißt doch, dass ich Spaß am Schreiben habe, oder?“

Danny nickte.

„Naja, ich wollte nächsten Sommer ein Praktikum beim Tagespropheten machen. Dad hat es mir auf dem Weg nach Hause erzählt. Das klappt nicht. Nicht weil keine freie Stelle für mich da wäre aber wegen der Auroren. Die haben damit ein Problem weil in einer Redaktion zu viel Betrieb ist. Und der Prophet hat auch bedenken weil er für mich ganz neue Sicherheitsstandards einführen müsste.“

„Schon klar.“ brummte Danny. „Praktikanten sind ja für Firmen mehr so etwas wie unbezahlte Hilfskräfte.“

„Und ich bedeute keine Erleichterung sondern mache mehr Arbeit.“ seufzte Rose. „Mum tut das furchtbar leid und sie hat versprochen mich wieder in der Presseabteilung des Ministeriums unterzubringen aber da war ich ja schon letzten Sommer. Das kenne ich. Ich wollte was Neues.“

Wieder seufzte Rose.

„Ich bin ja stolz auf Mum.“ meinte sie traurig. „Aber das ganze ist schon mehr Stress als ich gedacht habe. Ich komme mir manchmal vor wie eine Prinzessin die man in einen Turm gesperrt hat.“

Etwas unsicher blickte sie zu Danny auf.

Dieser bemühte sich wegen des Prinzessin-Vergleichs nicht zu grinsen.

„Ich verstehe, dass das hart für dich ist.“ meinte er. „Und das mit dem Praktikum tut mir echt leid. Ich werde mir alle Mühe geben damit du das hier für eine Weile hinter dir lassen kannst.“

„Das ist gut.“ meinte Rose und Danny war froh, dass ihre Verspieltheit zurückkehrte. „Verwöhn mich ein wenig.“

„Versprochen.“ meinte Danny und zog Rose etwas näher an sich. „Hast du mit deiner Mum über die Probleme geredet?“

Rose schüttelte den Kopf.

„Sie hat so viel um die Ohren und ändern kann sie ja nichts. Das sind eben die Vorschriften und die gibt es nicht ohne Grund.“

Wieder klopfte es an der Tür und Eliza Danvers schob ihren Kopf herein.

Lächelnd betrachtete sie die beiden Teenager die auf Dannys Bett lagen.

„Ich hoffe ich störe nicht.“ schmunzelte sie. „Ich wollte nur fragen ob ihr mit wollt wenn ich meinen Mädchen das Haus zeige, dass Jerry und ich ins Auge gefasst haben?“

„Gerne!“ meinte Danny. „Was denkst du Rosie. Lassen wir uns etwas den Wind um die Nase wehen?“

„Auf jeden Fall!“ sagte Rose. „Kara ist ja schließlich auch in Ravenclaw. Da will ich schon wissen wo sie demnächst zu Hause ist.“

„Kara hat mir schon erzählt, dass du etwas auf sie aufgepasst hast Rosie. Danke dafür.“ lächelte Mrs Danvers. „Sagt ihr den beiden bescheid? Wir treffen uns in der Küche.“

So, wie das mögliche neue Haus der Danvers aussieht erfährt man dann im nächsten Kap.

Habt einen guten Start in die neue Woche und bis bald.