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Neues Heim?

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Neues Heim?

Weiter geht’s.

Heute wollen wir uns mal das neue Haus der Danvers etwas genauer ansehen.

Viel Spaß!

Danny und Rose verließen das Zimmer der Vierzehnjährigen und stiegen die Treppe empor zu der Etage auf der Alex und Kara ihre Zimmer hatten.

Rose bot an Kara bescheid zu sagen (Adler unter sich) und Danny übernahm Alex.

Höflich klopfte er an und seine Cousine bat ihn herein.

„Kannst es gar nicht erwarten, was junge Löwin?“ erkundigte sich Danny als  er das fertig ausgefüllte Formular für die Namensänderung auf Alex Schreibtisch liegen sah.

„Da kannst du von ausgehen Dachs-Bro.“ bestätigte Alex und gestattete Danny einen Blick auf das Formular.

„Alexandra.“ laß der Vierzehnjährige. „Finde ich gut.“

„Mir gefällt es auch.“ gab Alex zurück. „Ich meine, ich will ja meinen Namen nicht komplett verändern. „Alex“ das gefällt mir und wenn mein offizieller Name Alexandra ist kann mir auch keiner komisch kommen das ich einen Jungen-Namen habe.

Ich will nur diesen furchtbaren Doppelnamen los sein. Bei Merlins Backenbart! Den hab ich gehasst, seid ich ihn das erste mal gehört habe.“

„Wann war das?“ wollte Danny wissen.

„Auf einem von Opas Familientreffen.“ knurrte Alex. „Ich war vier und Kara drei. Da sollten wir zum ersten Mal auf so ein Treffen gehen. Mum war total nervös. Ich weiß noch, sie hat uns dreimal umgezogen. Ich kam mir vor wie eine von meinen Puppen.“

Alex lehnte sich an ihren Schreibtisch und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Weißt du woran ich mich gerade erinnere?“ fragte sie.

Danny schüttelte den Kopf.

„Ich hab Mum damals gefragt ob Familientreffen weh tun.“ berichtete Alex. „Weil sie eben so ängstlich war damals.“

„Heute wissen wir ja warum ihr das so an die Nieren gegangen ist.“ brummte Danny.

„Stimmt.“ meinte Alex. „Opa hat Kara und mich jedenfalls die ganze Zeit mit diesen Doppelnamen angesprochen und hat verdammt böse gekuckt als Kara über ihren gekichert hat.“

„Den Blick kann ich mir vorstellen.“ sagte Danny sarkastisch. „Ein Glück das ihr kein Haustier dabei hattet das er vergiften konnte.“

Alex lachte freudlos auf.

„Der Zauber saß Dachs-Bro. Aber es sind nicht nur die affigen Namen an sich.“ führte Alex weiter aus. „Es geht auch um das wofür sie stehen. Nämlich, dass wir Ladys nur so eine Art Aushängeschild für die Familie sind.“

„Wenn man so etwas Familie nennen kann.“ sagte Danny.

„Der zweite Treffer!“ lobte Alex und fragte dann: „Aber was führt dich denn in meine Gemächer Dachs-Bro?“

„Nun junge Löwin, deine Mutter erbittet deine Anwesenheit in der Küche.“ orgelte Danny salbungsvoll. „Wir wollen eure neue, mögliche Heimstatt in Augenschein nehmen.“

„Ah!“ meinte Alex. „Dann wollen wir Mum mal nicht warten lassen.“

Sie sah sich in ihrem Zimmer um und seufzte.

„Ganz verstehe ich immer noch nicht warum wir nicht einfach hierbleiben können.“

„Da sind wir schon zwei Schwesterherz.“ meinte Kara.

Die jüngere der beiden Danvers-Schwestern hatte ihren Kopf durch die Tür geschoben und betrat nun mit Rose zusammen das Zimmer.

„Es ist doch cool hier.“ fuhr Kara fort. „Nette Leute, Familie und Platz ist auch genug.“

„Wir hocken auf dem selben Besen Schwesterchen.“ gab Alex zurück und rollte ihren Antrag zusammen. Offenbar wollte sie ihn direkt ihrer Mutter übergeben.

„Ich denke ich verstehe warum eure Mum was eigenes will.“ meinte Danny und kratzte sich etwas verlegen am Hinterkopf.

„Ach echt?“ fragte Alex.

„Unterschätz ihn nicht.“ warnte Rose. „Solche Sachen zu kapieren, darin ist Danny gut. Deshalb bin ich auch so gerne mit ihm zusammen. Er versteht so etwas.“

Danny spürte wie seine Ohren wegen des Lobs seiner Freundin brannten.

„Naja, ich will jetzt nicht klingen wie mein eigener Opa....“ hob er an.

„Nein bitte nicht!“ unterbrach Alex.

„Autsch!“ erkannte Danny. „Voll in die Schale mit Bubutubler-Eiter.“

„Arschbombe mit Anlauf.“ grinste Alex.

„Hat richtig gespritzt!“ neckte Kara.

„Ich meinte Großvater von der mütterlichen Seite meiner Familie.“ hielt Danny dagegen.

„Gerade noch gerettet.“ grinste Alex.

„Was ich eigentlich sagen wollte.“ sagte Danny und versuchte die  Unterhaltung wieder auf Kurs zu bringen. „Ich denke eure Mum braucht einfach das Gefühl ein wirklich eigenes Zu Hause für sich und vor allem für euch zu haben. Ich meine seht es mal so. Das Haus wo ihr gewohnt habt.....also bevor der ganze Stress mit unserem lieben Opa anfing.... das gehörte nach den Familienregeln ja nicht wirklich ihr sondern der Familie und damit.....“

„Opa!“ sagten Alex und Kara wie aus einem Mund.

„Genau. Das hat eure Mum eine weile verdrängt....wie so vieles was unser liebes Opielein ihr angetan hat aber dann ging der Sprengfluch los! Ich muss euch ja echt nicht aufzählen was da bei euch abgegangen ist aber zusammenfassend: Eure ganze Welt ist eingestürzt. Das war schlimm für euch alle aber besonders schlimm für eure Mum. Ihrem Mann ging es immer schlechter und sie konnte nichts tun. Euer Zuhause? Weg! Ihr beide? In Gefahr.

Ich denke sie braucht das Gefühl, dass das was sie hat....ihr gehört, versteht ihr?“

Alex dachte einen Moment darüber nach, dann blickte sie zu Rose.

„Er versteht solche Sachen wirklich, oder?“

Rose nickte grinsend.

„Macht schon Sinn.“ murmelte Kara. „Ich denke Mum braucht auch einfach das Gefühl, dass sie uns wieder ein echtes Zuhause geben kann Lexie. Nicht nur, dass sie hier ein geduldeter Gast ist.“

Alex nickte.

„Gut möglich K.“ räumte sie ein. „Na dann mal los. Lassen wir sie nicht warten.“

Die Jugendlichen machten sich nun auf den Weg in die Küche. Dort wurden sie von Mrs Danvers bereits erwartet. Jenna war ebenfalls anwesend.

Eliza schloss gerade eines der Küchenfenster. Auf dem Fensterbrett hockten eine Elster und ein Buchfink und schienen die Jugendlichen anzublicken.

Danny verstand warum Rose leise seufzte: Ihre Eskorte war auf dem Posten.

„Ah, da seid ihr ja.“ lächelte Dannys Tante und nahm von ihren Töchtern die Dokumente entgegen.

Auch Kara hatte ihren Antrag bereits ausgefüllt.

„Das ging aber schnell.“ lächelte Eliza.

„Gab nicht viel zu überlegen Mum.“ strahlte Alex zurück.

„Gut, dann bin ich also blad die stolze Mutter von Kara und Alexandra.“ meinte Dannys Tante. „Euer Vater kann die morgen mit ins Ministerium nehmen. Wir müssen jetzt rüber aufs Festland.“

„Nehmen wir nicht Flohpulver?“ erkundigte sich Kara.

„Für den Rückweg schon Liebes.“ erklärte Eliza ihrer Tochter. „Das Haus das Jerry und ich im Auge haben ist an das Netzwerk angeschlossen aber aus zwei Gründen nehmen wir für den Weg hin lieber den fahrenden Ritter.

Erstens:

Im Augenblick gehört uns das Haus ja noch nicht. Deshalb können wir über den Kamin zurück reisen aber die Anreise ist gesperrt.“

„Klar.“ meinte Jenna. „Sonst könnte sich da ja jeder einfach einnisten.“

„So ist es.“ stimmte Mrs Danvers zu. „Darüber hinaus möchte ich, dass ihr Mädchen ein Gefühl dafür bekommt, dass das Haus das uns vorschwebt gar nicht so weit weg von Trever Hall ist.“

Sie blickte zu Danny.

„Ganz aus der Welt sind wir also nicht.“ versicherte sie.

„Das will ich hoffen.“ lächelte Danny.

„Um genau zu sein.“ fuhr Eliza Danvers fort ist das Haus nur auf der anderen Seite des Dorfes. Wenn ihr auf dem Festland aus dem Cottage kommt, das den Eingang zu den Tunneln nach Trever Hall tarnt, dann hat man ja einen ziemlich guten Überblick über das Land. Vor einem liegt dann das Dorf Seaburn und jenseits des Dorfes, etwas nördlich ein kleines Waldstück. Da liegt das Haus das Jerry und ich im Blick haben. Verborgen durch die Bäume.“

„Das ist ja wirklich um die Ecke!“ freute sich Alex.

Gemeinsam machte sich die Gruppe nun auf den Weg. Jenna begleitete die Danvers ebenso Danny und Rose.

Auf dem Festland rief Eliza den fahrenden Ritter herbei.

Das Einsteigen wurde für Rose zum Spießrutenlauf.

Als erstes ließen sich flatternd die Elster und der Buchfink auf dem Dach des Busses nieder.

Ein Umstand der Rose nicht entging.

„Sieh es positiv.“ versuchte Danny zu trösten. „Diese Auroren sitzen da ganz friedlich als Vögel getarnt. Sie kommen nicht in den Bus, dursuchen ihn und die Fahrgäste.“

Gerade als es schien als würden diese Wort Rose etwas aufheitern kam der nächste Hammer. Busfahrer Stan Shunpike und sein Schaffern Goyle erkannten Rose als die Tochter der Zaubereiministerin und baten um ein Foto mit Autogramm.

Rose konnte den beiden die Bitte nicht abschlagen.

Als sie sich schließlich zum Rest der Gruppe aufs Oberdeck setzte war sie hochrot im Gesicht und Danny erkannte das sie sich schämte.

„Rose...“ hob Mrs Danvers an.

„Ich wollte das gar nicht.“ platzte es aus der jungen Weasley heraus. „Fotos und Autogramme....ich...“

„Das wissen wir doch Liebes.“ unterbrach Mrs Danvers. „Und das unterstellt dir auch keiner. Sieh es doch einfach locker. Die Tochter der Ministerin ist für die beiden da unten kein normaler Fahrgast.“

Ganz überzeugt wirkte Rose nicht.

Zum Glück hatte Danny noch einen Einfall.

Er erinnerte Rose daran, dass Gregory Goyel in seiner Schulzeit einer der Zauberer gewesen war der die Weasley-Familie verspottet und Roses Mutter vermutlich ein Schlammblut genannt hatte.

„Und heute will er ein Foto mit Autogramm von ihrer Tochter.“ grinste Danny. „Wie die Zeiten sich doch ändern, nicht wahr?“

Diese Worte heiterten Rose dann doch sehr auf.

Der Fahrende Ritte brauchte nur einen Augenblick um Dannys Gruppe ans Ziel zu bringen.

Das kleine Waldstück, an dem sie ausstiegen lag an einer wenig befahrenen Landstraße. Ein Pfad wand sich zwischen dem Zwielicht der Bäume neben einem kleinen Bach der munter durchs Unterholz gurgelte.

Natürlich kam es auf die Meinung der Danvers an aber Wasser fand Danny immer gut. Es gab allem etwas lebendiges.

Wegen der Winterlichen Temperaturen hatte sich an einigen Steinen die Am Ufer des kleinen Wassers lagen Eis gebildet und der Wald war tief verschneit.

Nach einem kurzen Fußmarsch erreichte die Gruppe ein Lichtung.

Eingepackt in eine dicke Schneedecke lag dort ein kleines Haus aus groben Naturstein mit einem hölzernen Nebengebäude.

„Vermutlich haben hier mal Holzfäller oder Köhler gelebt.“ vermutete Rose fachmännisch.

„Gut getroffen.“ lobte Mrs Danvers. „Es waren Köhler. Sie haben das Holz des Waldes genutzt um Holzkohle zu brennen. In dem Nebengebäude hatten sie ihre Ausrüstung. Für uns wäre das sicher ein guter Besenschuppen.

Das Haus selbst war lange Zeit unbewohnt weil es keinen Stromanschluss hatte und auch keinen Anschluss an die Kanalisation.

Mehr als einmal hat die Muggel-Familie der es einmal gehört hat versucht es zu verkaufen aber niemand wollte es.

Zum Glück gibt es das Amt für magischen Wohnungsbau. Die suchen regelrecht solche Objekte damit für magische Familien angemessener Wohnraum zur Verfügung steht. Wohnraum der so liegt, dass wir zaubern können ohne die Geheimhaltung zu gefährden.

Sie haben Das Haus und das Grundstück den Muggeln für einen guten Preis abgekauft und dann magisch renoviert. Wir brauchen ja keinen Strom wir haben Magie und was die sanitären Anlagen betrifft ist ein Verschwinde-Zauber besser als jede Kanalisation.

Trinkwasser kriegen wir dank Reinigungszauber aus dem Fluss. Für uns ist es perfekt! Also, sehen wir es uns mal an?“

Alex und Kara nickten begeistert.

Das Haus schien ihnen zu gefallen und der Umstand, dass sie in Dannys Nähe blieben hatte sie endgültig beruhigt.

Neugierig betrat die Gruppe das Haus. Lediglich Rose wirkte geknickt weil sie den Buchfink und die Elster sah die schon auf der Regenrinne hockten.

Schließlich folgte sie aber Kara ins obere Stockwerk. Die Danvers-Schwestern wollten ihre potentiellen Zimmer in Augenschein nehmen.

Danny blickte Rose nachdenklich hinterher.

„Du machst dir Sorgen um deine Freundin, oder?“ fragte Eliza plötzlich.

Still war sie neben ihren Neffen getreten.

Danny vertraute seiner Tante inzwischen und nickte daher.

„Mrs Granger hat zwar ihre Familie gefragt ob es ok ist wenn sie Ministerin wird und Rose hat sie voll unterstützt....aber....“

Eliza nickte verstehend.

„Es ist eine Sache zu hören was auf einen zukommt.“ meinte sie. „Die Erfahrung zu machen ist dann aber wieder etwas ganz anderes.“

So, das war es wieder für heute.

Mein Urlaub ist vorbei.

Morgen ruft wieder die Pflicht.

Ich wünsche euch allen einen guten Start in die neue Woche.