LNCrawler

Lucius und Narzissa

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Lucius und Narzissa

Heute wollen wir uns mal ansehen wie es auf Malfoy Manor so läuft.

Nun da der gute Lucius und seine Tochter dort eingezogen sind....

Dürfte ein interessantes Weihnachtsfest werden.

Narzissa Malfoy schritt durch einen der Wandelgänge des Herrenhauses der Familie Malfoy.

Sie inspizierte die Weihnachts-Dekoration die Mili die Hauselfe angebracht hatte.

Sie war zufrieden mit der Elfe. Mili hatte den richtigen Ton getroffen. Dezent! Nicht zu auffällig.

Dies war immerhin ein Gebäude mit Tradition und keine Weihnachtsmarkt-Bude.

Dezente Grilanden in einem dunklen Grün, einige Bündel mit Mistelzweigen.....

Ja, Mili hatte gute Arbeit geleistet.

Ein fröhliches Kinderlachen wehte durch eines der Fenster herein.

Narzissa trat zu dem Fenster und erkannte ihren Sohn Draco der zusammen mit Scorpius und dem neusten Mitglied der Familie, Himari.

Die beiden zeigten dem Mädchen gerade eine Koppel auf der Einhorn-Fohlen untergebracht waren.

Mit einem strahlenden Lächeln auf dem Gesicht bewunderte Himari die jungen Einhörner.

Narzissa stellt fest, dass auch sie lächelte.

Als sie von der kleinen Himari erfahren hatte war sie zunächst sehr gekränkt gewesen.

Immerhin war das Kind der beweis dafür, dass es in Lucius Leben eine andere gegeben hatte.

Diese Erkenntnis war bitter für Narzissa gewesen.

Sicher, sie hatte sich damals entschieden zu Draco zu stehen und sich von Lucius getrennt aber die Wahrheit, die Narzissa Malfoy, geborene Black sorgfältig in ihrer Seele verschloss war, dass sie immer noch sehr viel für Lucius empfand.

Sie hatten sich nicht getrennt, weil sie sich nicht mehr liebten.

Nein, die Trennung war erfolgt, weil sie, Narzissa, vor einer unmöglichen Wahl gestanden hatte:

Ihr Mann oder ihr Sohn!

Keine wahre Mutter würde sich je gegen ihr Kind entscheiden!

Soe bereute ihre Entscheidung nicht und doch hatte sie Lucius vermisst.

Um so merkwürdiger war es, dass er nun wieder hier auf Malfoy Manor lebte. Zusammen mit der kleinen Himari.

Narzissa war sich zunächst nicht sicher gewesen, wie sie zu dem kleinen Mädchen stehen sollte aber schließlich hatte sie sich entschlossen, dass es ungerecht wäre dem Kind böse zu sein.

Das Mädchen hatte sich seinen Vater nicht ausgesucht und die Kleine hatte so viel durchgemacht.

Sie hatte ihre Mutter verloren, war mit einer schrecklichen Krankheit infiziert worden und hatte die Strapazen der Flucht aus Japan hinter sich.

Nein, es wäre einfach nicht gerecht diesem Kind nun Ablehnung aufzubürden.

Außerdem steckte unter der Trauer und Schüchternheit der kleinen Himari ein Herz aus Gold.

Scorpius und Draco hatten die Kleine schon fest ins Herz geschlossen.

Amüsant war, das Scorpius mehr in die Rolle des großen Bruders geschlüpft war.

Verständlich wenn man den Altersunterschie zwischen Draco und Himari betrachtete.

Da war die Rolle des Onkels für Draco doch viel bequemer und so war es nun einem in der magischen Gesellschaft!

Die Langlebigkeit der Zauberer gegenüber den Muggeln machte es nötig, dass man sich anpasste.

Leise Schritte erregten nun Narzissa Aufmerksamkeit.

Sie blickte zur Seite und entdeckte Lucius.

In ihrer Brust krampfte sich etwas zusammen.

Lucius war, seid er im Südflügel mit Himari einige Zimmer bezogen hatte auf Distanz geblieben.

Bisher hatten sie nur einige, von korrekter Höflichkeit geprägte, Worte miteinander gewechselt.

Lucius Blick war aus dem Fenster gerichtet, offenbar hatte er Narzissa noch nicht bemerkt.

Die erfahrene Hexe vermutete, dass er seine Tochter im Auge behielt während sie mit Scorpius und Draco die Zuchtanlage besichtigte.

Narzissa hielt es für angebracht sich bemerkbar zu machen und räusperte sich leise.

Es war nicht zu übersehen, dass Lucius sich etwas versteifte als er sie sah.

„Narzissa...“ hob er an, schlug dann die Augen nieder und sagte schließlich. „Ich achte nur etwas auf Himari. Ich wollte dich nicht stören.“

Narzissa überlegte kurz. War es nicht an der Zeit, dass sie miteinader redeten?

Sie entschied, dass dem so war.

„Ich habe mir schon gedacht, dass du die Kleine etwas im Auge behältst.“ sagte sie daher. „Aber mach dir keine Sorgen: Draco und Scorpius werden gut auf sie aufpassen.“

„Natürlich.“ meinte Lucius. „Daran zweifle ich nicht.“

Sein Blick glitt wieder aus dem Fenster.

„Es hat sich hier viel verändert.“ stellte er schließlich fest.

Narzissa wusste sofort wovon ihr Mann sprach.

Die heutigen Stallungen des Zuchtbetriebes waren zu Lucius Zeiten ein eleganter Park gewesen mit erlesenen Blumenbeten und Springbrunnen.

Die leichte Missbilligung in Lucius Stimme war Narzissa nicht entgangen. Dafür kannte sie ihren Mann zu gut.

„Draco hat sehr hart gearbeitet um diesen Betrieb aufzubauen.“ sagte sie daher.

Innerlich lachte Narzissa ein wenig über sich selbst.

Doch es war ein bitteres Lachen.

Genau die Art von Antwort die ihr Vater ihr eingebläut hatte.

Kein direkter Widerspruch gegen ihren Mann! Das gehörte sich nicht für eine gute Ehefrau! Sondern nur ein dezenter Hinweis die Angelegenheit auch aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Auf der anderen Seite war das schon immer die Art gewesen wie sie und Lucius miteinander umgingen.

Sie verstanden sich auf diese Weise und so auch hier.

„Ich wollte Dracos Anstrengungen nicht herabwürdigen.“ versicherte Lucius. „Ich habe einen Blick in seine Geschäftsbücher geworfen. Er erzielt einen beträchtlichen Profit und mir ist nicht entgangen, dass wenn es um Einhorn-Produktegeht der Name Malfoy zu einer internationalen Größe geworden ist. Ich verstehe nur nicht warum er sich dieser Tätigkeit so verschrieben hat. Das Geld hat er doch nun wirklich nicht gebraucht.“

„Das Geld nicht.“ meinte Narzissa.

Sie trat näher zu Lucius.

„Aber er hat die Aufgabe gebraucht.“

Sie legte ihrem Mann die Hand auf die Schulter.

„Es war für keinen von uns leicht als der dunkle Lord sich hier einquartiert hatte aber für Draco war es besonders schlimm. Luchius.... er war doch noch so jung damals. Und der dunkle Lord hatte eine besondere Freude daran unseren Jungen in seine Grausamkeiten mit einzubinden.“

„Ja.“ räumte Lucius ein.

Ein Schatten fiel über seine Züge. Es war offensichtlich, dass auch er nicht gerne an diese Zeit zurück dachte.

„Das war die Strafe des dunklen Lords.“ flüsterte er schließlich. „Draco hat zwar damals Todesser nach Hogwarts gebracht aber er hat es nicht über sich gebracht Dumbledor zu töten. Das hat der dunkle Lord nicht gerne gesehen. Er  wollte Draco....wie er es nannte abhärten.“

„Du meinst, er wollte einen Mörder aus unserem Jungen machen.“ meinte Narzissa bitter.

Lucius nickte betreten und schwieg.

„Es war nicht leicht für Draco nach dem Krieg.“ führte Narzissa weiter aus. „Er hatte mit vielen Dämonen zu kämpfen. Er ist oft mit seinem Besen übers Land geflogen. Hier, im Haus hat er es kaum noch ausgehalten. Auf einem dieser Ausflüge ist Draco einem wilden Einhorn begegnet. Er hat mir erzählt, dass es das schönste Wesen gewesen sei, dass er jemals gesehen hätte.

Am nächsten Tag ist er wieder dort hin und hat das Tier wieder gesehen. Über zwei Wochen hinweg hat er ein Bindung zu dem Tier aufgebaut bis er es schließlich berühren durfte.

Du weißt, dass Einhörner diese besondere Fähigkeit haben einem Ei8nblick in die eigene Seele zu geben?“

„Ja, die Gabe der Einhörner. Ich hörte davon.“ erwiderte Lucius. „Ich wusste von dieser Geschichte gar nichts.“

Inzwischen gingen Narzissa und ihr Mann Seite an Seite durch den Wandelgang. Narzissa lächelte aufgrund von Lucius Äußerung und harkte sich bei ihm unter.

Du hattest deine eigenen Dämonen mit denen du fertig werden musstest Lucius.“ erklärte sie. „Was genau das Einhorn Draco gezeigt hat weiß ich nicht. Das hat er nie jemandem erzählt aber eins weiß ich: Er hat dadurch neuen Lebensmut gefunden. Er konnte mit sich selbst wieder besser leben und hatte den Wunsch etwas zu schaffen. Der magischen Welt etwas zu geben, das gut war und rein. Daher diese Einhornzucht.“

Lucius nickte leicht und ein kleines Lächeln umspielte seine Mundwinkel.

Da war er!....fuhr es Narzissa durch den Sinn.

Ihr Mann war immer ein Mensch mit vielen Gesichtern gewesen.

Das, welches jetzt zum Vorschein kam zeigte er nur selten der Welt und wenn nur sehr ausgesuchten Personen!

Es war aber genau dieses Gesicht in das sie sich verliebt hatte.

„Nun, das macht es verständlich.“ räumte Lucius ein.

„Vor allem hilft es ihm.“ legte Narzissa fest. „Und was immer ihm hilft all den Schrecken von damals zu verarbeiten begrüße ich. Außerdem hat die Zucht noch einen sehr positiven Nebeneffekt.“

Lucius blickte sie an und hob interessiert die Augenbraue.

„Nach dem Krieg war es nicht leicht für unsere Familie.“ erklärte Narzissa. „Wir hatten viel Ansehen und Einfluss verloren. Draco hat das geändert. Du hast es selbst gesagt: Der Name Malfoy ist nun eine positive Größe wenn es um die Einhornzucht geht. Und es geht nicht nur um Produkte wie Einhornhaar, Hörner oder Unterstützung von Heilern. Durch den Betrieb entstanden Geschäftskontakte. Draco wurde zu Versammlungen von Züchtern eingeladen und kam damit in Kontakt mit Größen in der Politik.

Diese Kontakte waren die ersten Schritte aus der Isolation heraus und zurück in die Gesellschaft!

Dann hat Scorpius auch wertvolle Beiträge geleistet....“

„Davon hörte ich.“ räumte Lucius ein. „Es stimmt schon was du dagst Narzissa. Ich war in der letzten Zeit ziemlich in der Sorge um Himari gefangen aber wenn ich so darüber nachdenke....unser Name wird wieder mit Respekt ausgesprochen.“

„In der Tat.“ bestätigte Narzissa. „Erst kürzlich waren wir Ehrengäste bei der Einführung der neuen Ministerin.“

Narzissa und Lucius waren stehen geblieben und blickten sich nun an.

Abwehrend hob Narzissa die Hände. Sie kannte ihren Mann.

„Du kannst ja über diese Granger sagen was du willst.“ meinte sie. „Aber Muggelstämmig hin oder her. Hättest du nach dem Krieg geglaubt, dass man unsere Familie je wieder zu so einem Anlass einladen würde? Und dann auch noch als Ehrengäste?“

Lucius schien bereits eine Antwort auf der Zunge zu haben, überlegte dann kurz und nickte schließlich.

„Du hast nicht unrecht.“ räumte er schließlich ein.

Sein blick glitt wieder aus einem der Fenster die den Wandelgang säumten.

Draußen sah man immer noch Draco, Scorpius und Himari.

„Vielleicht sollte ich mich der Gruppe dort einfach anschließen?“ murmelte er schließlich. „Mir den Betrieb den unser Sohn aufgebaut hat selbst mal ansehen?“

Narzissa lächelte.

„Vielleicht redest du einfach mal mit deinem Sohn?“

So, das war es für heute.

Natürlich gibt es auch dieses Vater Sohn gespräch. Vermutlich schon nächste Woche.

Bis dahin: Alles Gute.