Die Familie
Die Familie
Weiter geht es.
Wieder wenden wir uns der Familie Malfoy zu.
Lucius war für Draco immer ein Vorbild und wie viele Jungen wollte er die Anerkennung seines Vaters.
Wird er sie nun kriegen?
Ich hoffe ich treffe die Art der Malfoys hier richtig.
Hoffe es wird euch gefallen.
Scorpius schaufelte etwas von dem Einhornfutter in den Fütterungsbeutel den Himari für ihn offenhielt.
Wie Pferde grasten Einhörner zwar aber sie liebten besonders eine Magische Pflanze genannt das Mondkraut.
Dieses Kraut wuchs vor allem an den Wurzeln von Bäumen die für die Herstellung von Zauberstäben geeignet waren.
Die Malfoys züchteten es und versorgten ihre Einhörner großzügig damit.
Scorpius Vater hatte seinem Sohn und Himari vorgeschlagen, doch die Einhörner in Pferch drei zu versorgen.
Scorpius hatte so einen Verdacht. Zur allgemeinen Überraschung hatte sein Großvater sich der Gruppe angeschlossen als Draco Himari den Zuchtbetrieb zeigte.
Das war Scorpius erst etwas unangenehm gewesen.
Nur etwas?
Der junge Malfoy lachte innerlich auf. Es war der blanke Horror gewesen.
Scorpius Irrwicht war immerhin die Vorstellung, dass er so werden würde wie sein Großvater!
Auf der anderen Seite schien Draco Malfoy es zu begrüßen, dass sein Vater Interesse an seiner Arbeit zeigte.
Scorpius konnte schon verstehen wieso.
So schwierig das mit seinem Großvater auch für ihn war, Lucius Malfoy war eben der Vater von Scorpius Dad. Natürlich bedeutete Draco Malfoy die Meinung seines Vaters etwas.
Also hatte Scorpius gute Mine zum Bösen Spiel gemacht.
Aber nach einer Weile hatte Scorpius gemerkt, dass es auch ihm gut tat Zeit mit seinem Großvater zu verbringen.
Nicht das er ihn plötzlich mochte!
Oh nein! Bei jedem Wort von Lucius Malfoy lief es Scorpius kalt über den Rücken aber Scorpius bestand nun, dass Lucius auch nur ein Mensch war und kein Monster.
„Ich glaub wir haben genug.“ sagte er zu Himarie und schloss den Lagerbehälter. „Na dann komm mal Tantchen. Zu Pferch drei geht es hier lang.“
Himari kicherte leise als Scorpius sie mit Tantchen ansprach.
„Bitte nenn mich nicht so.“ gluckste sie.
„Schon ok Himari.“ lenkte Scorpius ein. „Weißt du, Pferch drei ist was ganz besonderes.“
„Echt, wieso?“ wollte Hinari wissen.
„Vor etwa zwei Jahren hat mein Dad ein ganz seltenes Einhorn für seine Zucht erworben.“ erklärte Scorpius. „Ein Schattenfell. Das sind Einhörner die nicht silbern sind sondern blau/schwarz mit so einem ganz leichten Silberglanz. Nur das Horn und die Mähne sind silbrig. Er hat den Hengst mit seinen Stuten zusammen gebracht und es geschafft das einzige Schattenfell-Fohlen in ganz Britannien zu züchten. Fohlen die selbst zu Schattenfellen werden sind auch anders als die von normalen Einhörnern. Sie sind nicht golden sondern haben einen dunklen metallisch blauen Glanz. Auch ist die Gabe der Einhörner bei ihnen besonders stark ausgeprägt. Das St Mungo nutzt es bereits für Therapien.“
„Cool!“ meinte Himari. „Diese Gabe der Einhörner finde ich echt toll. Als wir die normalen Fohlen besucht haben, da haben sie mir was ganz tolles gezeigt.“
„Was denn?“ fragte Scorpius neugierig.
„Es war so ein Moment mit mir und meiner Okaasan (informelle, vertraute japanische Bezeichnung für Mutter). Sie hat mir damals die japanische Tee-Zeremonie beigebracht. Das hat sich richtig schön angefühlt. So als wollten die Einhörner sagen, dass meine Okaasan immer noch bei mir ist.“
„Das ist wirklich schön.“ meinte Scorpius.
Die worte des Mädchen hatten ihm gerade wieder bewusst gemacht wie viel die Kleine durchgemacht hatte.
Eine Weile liefen die beiden stumm nebeneinander her, dann fragte Himari plötzlich:
„Du, Scorpius?“
Der junge Malfoy blieb stehen und sah seine junge Verwandte auffordernd an.
„Du.... du magst meinen Vater nicht besonders oder?
Scorpius atmete tief durch. Leugnen war hier wohl sinnlos aber gleich die ganze Wahrheit?
„Mögen....“ seufzte er daher. „Ich kenne ihn ja kaum.“
Das war nicht gelogen. Lucius und Scorpius Vater hatte sich überworfen, da war er noch gar nicht auf der Welt. Die Begegnungen die Scorpius mit seinem Großvater gehabt hatte konnte der junge Malfoy an einer Hand abzählen und sie alle waren recht steif verlaufen.
Das erzählte er auch Himari.
Die Elfjährige schien ihm das aber nicht völlig abzunehmen. Sie stemmte die Hände in die hüften und blickte Scorpius herausfordernd an.
Dieser seufzte.
„Dir kann man nichts vormachen, oder?“
Himari grinste und schüttelte den Kopf.
Scorpius seufzte.
„Was weißt du über deinen Dad.....ich meine über das was er gemacht hat bevor er nach Japan gegangen ist?“
„Da redet er nicht viel drüber.“ meinte Himari. „Aber ich hab meine Ókaasan gefragt. Sie hat erzählt, dass mein Chichi viele Fehler gemacht hat als er hier lebte. Mehr wollte sie nicht sagen.“
Scorpius lachte in sich hinein. „Viele Fehler gemacht hat“....! Ja, das konnte man wohl sagen.
„Himari, ich weiß echt nicht ob ich der richtig bin dir das zu erzählen und ich glaube, dass die Erwachsenen-Fraktion echt sauer werden würde wenn ich dir alles erzähle. Deshalb sage ich nur das. Deine Mum hat recht. Er hat Fehler gemacht und das hat viel damit zu tun, dass er total davon überzeugt war, dass reinblütig zu sein das Größte ist für einen Zauberer. Das hat unsere Familie in echte Schwierigkeiten gebracht und Dad musste es ausbaden. Er hat echt hart arbeiten müssen damit wir wieder auf deie Beine kamen. Ich hab das auch zu spüren gekriegt! Bevor ich nach Hogwarts kam hatte ich nicht viele Freunde weißt du? Niemand wollte was mit den Malfoys zu tun haben. Das war heftig.“
„Dann bist du wohl sauer, dass wir jetzt hier wohnen?“ fragte Himari unsicher.
„Ich komm klar.“ versicherte Scorpius und knuffte Himari freundschaftlich gegen die Schulter. „Du machst es erträglich Tantchen.“
„Nenn mich nicht so!“ jammerte Himari halb lachend.
„Nur wenn du aufhörst dir Sorgen zu machen.“ grinste Scorpius. „Komm jetzt. Wir wollen die Einhörner nicht warten lassen.“
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Draco bedeutete seinem Vater Platz zu nehmen.
Die Hauselfe der Familie wies er an ihnen eine Flasche Elfenwein zu bringen.
Die beiden Zauberer hatten es sich auf der westlichen Terrasse bequem gemacht. Von hier aus konnte man die Zuchtanlagen gut überblicken.
Draco war überrascht gewesen, dass sein Vater Interesse an seinem Betrieb zeigte. Er erinnerte sich an so manchen spitzen Kommentar von Lucius Malfoy darüber, dass er, Draco den Familienstammsitz in einen Bauernhof verwandeln würde.
Solche Bemerkungen hatten Draco getroffen. Als er ein Kind gewesen war, war sein Vater für ihn, wie für viele kleine Jungs, ein Held gewesen.
Die Welt war für Draco untergegangen als Lucius nach Askaban gekommen war und mit Feuereifer hatte Draco sich dem Auftrag verschrieben den der dunkle Lord ihm erteilt hatte.
Er war fest entschlossen gewesen die Ehre der Malfoys wieder herzustellen.
Erst später hatte er erfahren, dass es bei weitem nicht so leicht war ein Soldat in einem Krieg zu sein wie man sagte. Er hatte erkennen müssen, dass er kein Killer war und auch keine Freude daran fand anderen Schmerzen und Qualen zu bereiten.
Er hatte begriffen welchen Preis es verlangte eine grausame Welt aufzubauen wie die, die Voldemort vorschwebte. Das wollte er nicht!
Stolz sein auf das Erbe seiner Familie? Auf die Tatsache, dass sie in der Welt der Magie ein Größe waren und Respekt verdienten für ihre lange Familiengeschichte? Ja und nochmal ja!
Aber Hass und Gewalt? Nein danke!
„Dein Betrieb ist wirklich eindrucksvoll.“ hob Lucius Malfoy schließlich steif an nachdem Mili die Hauselfe den Wein serviert und sich zurückgezogen hatte.
Draco lächelte kurz dankbar sagte dann aber:
„Dieser Meinung warst du nicht immer Vater.“
Lucius nickte stumm, meinte dann:
„Meine Ablehnung war vor allem darin begründet, dass wir uns zerstritten hatten. Ganz besonders was ich in letzter Zeit in meinen Briefen geschrieben habe.... vergiss das bitte. Och war nicht ich selbst.“
„Himari?“ fragte Draco.
Lucius fuhr sich mit der Hand übers Gesicht.
„Es war nicht leicht.“ betonte er mit fester Stimme. „Ich gebe zu, dass ich keine Ahnung hatte was ein Werwolf durchmacht wenn er sich verwandelt.“
Lucius schluckte.
„Ich weiß noch wie Himari sich das erste mal verwandelt hat.“
Ein leichtes Zittern lag in Lucius Stimme.
„Ich hatte im Keller meines Hauses ein Zimmer eingerichtet. Als sie sich dann verwandelt hat....man konnte ihr ansehen wie furchtbar es für sie war. Die Schmerzen.....!“
„Es muss auch für dich furchtbar gewesen sein.“ murmelte Draco. „Du konntest ja nicht bei ihr sein. Sie nicht trösten weil sie doch sonst vielleicht gebissen hätte.“
Sichtlich um Fassung ringend nickte Lucius Malfoy.
„Als sie sich dann zurück verwandelt hat.....sie kam zu mir gekrochen...sie blutete aus vielen Wunden weil sie sich selbst gebissen hat und ich sie nicht davon abhalten konnte. Ich hab sie einfach nur im Arm gehalten! Es hat mich dazu gebracht einige meiner Überzeugungen zu überdenken. Ich kannte ja nur diesen widerlichen Greyback. Ich weiß jetzt, dass nicht alle Werwölfe so sind.“
Eine Weile schwiegen die Beiden, dann hob Lucius wieder an:
„Deine Mutter hat mir von deiner Begegnung mit dem Einhorn nach dem Krieg erzählt. War das der Grund für den Aufbau dieses Betriebs?“
„Auch, Vater, auch.“ antwortete Draco und ließ den Blick über seine Zuchtanlage schweifen. „Aber auch der Wunsch etwas nützliches und produktives zu tun. Sicher war es nicht des Geldes wegen. Das Vermögen der Familie ist gut angelegt und sichert uns ein standesgemäßes Leben aber ich wollte etwas tun, etwas aufbauen. Und ich glaube, dass das nicht mal die schlechteste Idee war. Du erinnerst dich an meinen Schulfreund Goyel?“
Lucius nickte.
„Nun, der hatte einiges an Gold, saß nur herum, langweilte sich und hat es für irgendeinen Unsinn verschwendet. Heute ist er pleite und arbeitet als Schaffner im fahrenden Ritter.“
Lucius hob entgeistert die Augenbraue.
„Es ist wahr.“ bestätigte Draco. „Ich denke das ich meine Zeit sinnvoller genutzt habe. Ich habe einen Betrieb aufgebaut der unser Vermögen inzwischen beträchtlich vermehrt hat und uns neues Ansehen gebracht hat.“
„Auch davon erzählte mir deine Mutter.“ bestätigte Lucius. „Sie sagte, dass sich Türen wieder für uns geöffnet haben.“
„So manche werden sogar für uns aufgehalten.“ lächelte Draco. „Ich gebe zu, dass Scorpius aber auch bedeutend dazu beigetragen hat. Er und seine Freunde haben Dinge vollbracht in den letzten Jahren die sehr wohlwollend gesehen werden.“
„Ich hörte davon.“ murmelte Lucius er klang nun ein wenig abweisend. „Er ist mit Arthur Weasleys Enkelin befreundet wie ich höre.“
Draco lachte.
„Ja, und ich weiß was du denkst Vater. Die Weasleys?“
Draco schüttelte den Kopf.
„Ich kann deine Sorge verstehen aber bedenke bitte die Weasleys sind nicht mehr die heruntergekommen Habenichtse die sie in meiner Jugend waren. Nimm nur Arthur Weasley....Vater, er gilt heute als einer der größten magischen Innovatoren unserer Zeit. Er hat bedeutende Erfindungen gemacht und sein Verließ bei Gringotts ist nun gut gefüllt. Dran haben auch seine Kinder Anteil. Zwei seiner Söhne sind mit einer internationalen Ladenkette erfolgreich, sein Sohn William ist erster Fluchbrecher bei Gringotts und seine Tochter hat Potter geheiratet und ist nun selbst in hoher Stellung im Ministerium. Ach ja, und seine Schwiegertochter ist selbst Ministerin.
Du sagtest einmal zu mir Vater....wir waren glaube ich bei Borgin und Burks. Es muss vor meinem zweiten Jahr in Hogwarts gewesen sein.... Du sagtest, dass es unklug wäre öffentlich nicht völlig eingenommen von Harry Potter zu sein.“
„Ich weiß was du mir sagen willst Draco.“ räumte Lucius ein. „Etwas gegen die Freundschaft deines Sohnes zur Tochter einer Familie zu haben, die ihren Weg an die Spitze gefunden hat, wäre unklug.“
„Die Zeiten haben sich geändert Vater.“ erklärte Draco. „Du glaubst vielleicht, dass ich die Traditionen unserer Familie vergessen habe weil ich nicht mehr so streng bin wenn es um den Blutstatus geht aber du irrst dich. Ich tue das was wir Malfoys immer getan haben. Aufmerksam beobachten und dann das tun was uns nützt. Denk mal zurück. Armand Malfoy kamm mit William dem Eroberer in dieses Land und war für diesen Muggelkönig eine wertvolle Hilfe. Aus Dankbarkeit erhielten wir dieses Land und wir pflegten Kontakte in der magischen und der nichtmagischen Gesellschaft. Das half uns Macht, Geld und Einfluss zu gewinnen. Dann kam das Geheimhaltungsabkommen und....sagen wir der Status als Reinblütig brachte uns Vorteile. Also verhielten wir uns entsprechend und erneut belohnte uns die Gesellschaft. Nach den Schrecken jedoch die der dunkel Lord brachte ist mit Hass und Ablehnung gegen Muggel und Mischblüter nichts mehr zu gewinnen. Wer diesen Hass propagiert isoliert sich nur. Also tue ich das was wir Malfoys immer getan haben.“
„Du beobachtest Aufmerksam und handelst entsprechend der Zeichen der Zeit.“ lächelte Lucius.
Das Lächeln verunsicherte Draco? War es Anerkennung?
„Isolation bringt nichts Vater.“ erklärte er. „Aber denke nicht, dass ich vergessen habe, dass wir eine der ersten Familien der magischen Welt sind. Mein alter Freund Goyle beweist, dass man es nicht unbedingt am Blutstatus festmachen kann. Doch jeder der sich uns anschließt muss eines verstehen: Familie zählt! Der Erfolg der Familie, das Ansehen der Familie und die Zukunft der Familie.
Als sein Vater sein Glas hob war Draco sich sicher: Es lag Anerkennung im Blick seines Vaters als Lucius sagte: Dann auf die Familie.
Das war es für heute.
Hoffe es hat euch gefallen und habt einen guten Start in die neue Woche.
Bis bald.