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Greybacks Schatten

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Greybacks Schatten

Und wieder auf ein Neues.

Noch einmal gibt es Einblick in das Familienleben bei den Malfoys.

Wünsche viel Spaß!

Scorpius und Himari verließen Pferch drei.

Die Schattenfelle hatten ihr Futter dankbar angenommen.

„Also die waren echt cool!“ strahlte Himari.

„Finde ich auch.“ meinte Scorpius. „Ich hab ja nun hier echt viel mit Einhörnern zu tun aber die Schattenfelle sind schon was besonderes.

„Ob mein Vater und deiner wohl mit Quatschen fertig sind?“ fragte die Elfjährige frech.

„Ja sind sie.“

Die Stimme von Isis Parkinson wehte zu den beiden herüber.

Scorpius legte den arm um seine Freundin als sie zu ihm und Himari trat.

„Ich soll dir von deinem Vater ausrichten, dass du ihn doch bitte in euren Zimmern treffen sollst.“ sagte Isis an Himari gewandt. „Jetzt hat er wohl was mit dir zu bequatschen.“

„Ok!“ seufzte die Elfjährige. „Dann geh ich mal zu ihm.“

Aus sicherer Entfernung drehte sie sich noch einmal zu Scorpius und Isis um.

„Dann habt ihr jetzt auch Zeit zum knutschen.“

„Nicht frech werden Tantchen.“ rief Scorpius der jungen Hexe nach als sie sich kichernd trollte.

„Die Kleine ist ein Original.“ grinste Isis. „Komisch, so hab ich mir einen Werwolf nicht vorgestellt.“

„Naja, sie ist ja nicht nur ein Werwolf.“ meinte Scorpius unsicher.

„Ich wollte sie nicht beleidigen!“ meinte Isis schnell. „Du weißt doch, dass ich Heilerin werden will. Für mich sind Werwölfe Menschen die eine Krankheit haben die man heute zwar nicht heilen aber gut behandeln kann. Es ist nur.... meine Mutter hat mir früher Geschichten über diesen Werwolf erzählt. Fenrir Greyback? Die hat sie uns erzählt wenn sie uns mal so richtig Angst machen wollte. Cleo hat schließlich dafür gesorgt, dass sie damit aufhört weil sie es leid war, dass sie immer unter meinem Bett nachsehen musste ob Greyback sich dort versteckt.“

„Naja, Himari kannst du mit diesem Kerl echt nicht vergleichen.“ murmelte Scorpius.

„Nein wirklich nicht.“ versicherte Isis. „Dieser Greyback hat es ja auch wohl nicht als Krankheit angesehen, dass er ein Werwolf ist. Er sah darin, ich weiß auch nicht....eine Ehre oder so?“

„Er meinte auf jeden Fall, dass die Werwölfe sich erheben und eine Rebellion starten sollten.“ sagte Scorpius. „Haben wir ja bei Professor Gravenstein gelernt. Im Grunde war Greyback der dunkle Lord der Werwölfe und genau wie man uns Zauberer nicht nach Voldemort beurteilen sollte, sollte man die Werwölfe nicht nach Greyback beurteilen.“

„Stimmt.“ pflichtete Isis Scorpius bei. „Ich frage mich auch ob Greybacks Einstellung nicht was mit dem Verwildern zu tun hat.“

„Verwildern?“ fragte Scorpius. „Das hat mein Großvater auch erwähnt, diesen Begriff. Was ist das eigentlich.“

„Das beschreibt eine geistige Veränderung bei Werwölfen.“ erklärte Isis. „Als ich hörte, das dein Opa und seine Tochter hier einziehen und sie infiziert ist hab ich in eurer Bibliothek etwas gestöbert. Wenn ein Werwolf den Kontakt mit seinen Mitmenschen verliert, dann verändert er sich geistig. Er  wird wilder und primitiver. Der Effekt wird noch verstärkt wenn der Infizierte viel Zeit mit anderen Werwölfen verbringt. Es gibt Berichte, dass die dann anfangen sich wie ein Wolfsrudel aufzuführen.“

„Dann ist es ja gut, das Himari hier bei uns ist und bald nach Hogwarts geht.“ murmelte Scorpius.

„Auf jeden Fall!“ meinte Isis und klang fast wie die Heilerin die sie mal werden wollte. „Das ist sehr wichtig für sie gerade weil sie so jung ist.“

„Und im Grunde ziemlich blöd was wir Zauberer dann Jahrelang mit Werwölfen gemacht haben.“ erkannte Scorpius. „Wir haben sie ausgegrenzt und sie hatten nur noch sich.“

„Machen sie in Himaris Heimatland ja immer noch so.“ sagte Isis nachdenklich. „Ich schätze Krankheiten machen den Leuten einfach Angst und dann benehmen sie sich ziemlich dumm.“

Scorpius nickte und zog Isis dann etwas näher an sich.

„Wie geht es dir eigentlich hier bei uns?“ fragte er. „Durch die Sache mit meinem Opa bist du irgendwie....“

„Ja, du hast mich sträflich vernachlässigt.“ meinte Isis gespielt hochnäsig. „Aber keine Sorge: Deine Mum hat sich um mich gekümmert. Sie ist echt nett.“

„Die Sonne des Hauses.“ grinste Scorpius. „Sie erzählt dir also keine Grreyback-Geschichten.“

„Nee!“ kicherte Isis.

„Wie kommt deine Mum eigentlich dazu dir solche Geschichten zu erzählen?“ wunderte sich der junge Malfoy.

„Oh, sie hat Erfahrung mit ihm gemacht als sie gerade siebzehn war.“ erklärte Isis. „Zu der Zeit waren die Todesser ja an der Macht. Viele Abkömmlinge von Reinblütigen Familien waren ja Gefolgsleute des dunklen Lords aber viele reinblütige Familien sahen das was er tat zwar ganz positiv....weil sie sich in seiner neuen Ordnung Chancen ausrechneten aber so richtig das dunkle Mal nehmen oder so? Nee, lieber nicht.“

„Verstehe.“ brummte Scorpius.

„Naja, die Parkinsons waren auch so.“ räumte Isis beschämt ein. „Aber das hat dem dunklen Lord nicht gefallen. Er wollte seine Macht festigen und alle reinblütigen Familien auf Kurs bringen. Meine Mutter hat erzählt, dass es eines Abends bei uns an der Tür geklopft hätte. Mein Großvater hat aufgemacht. Meine Mum war gerade über die Weihnachtsferien zu Hause. Jedenfalls, vor der Tür standen Greyback und einer der Todesser des dunklen Lords. Dolohow hieß der, sagte meine Mutter. Greyback stand hinter dem wie ein Leibwächter.

Dolohow hat dann zu meinem Großvater gesagt, dass er im Auftrag des Ministeriums da sei um über die neusten Erkenntnisse in der Muggelforschung zu informieren und wie Schlammblüter eine Gefahr für die magische Gesellschaft seien. Und ob wir einen Moment Zeit hätten.“

„Klingt nicht so als ob er ein „Nein“ als Antwort akzeptiert hätte.“ brummte Scorpius.

„Ganz sicher nicht.“ meinte Isis sarkastisch.

„Was ist dann passiert?“ wollte Scorpius wissen.

„Oh, Dolohow war sehr freundlich.“ meinte Isis bitter. „So hat es meine Mum zumindest erzählt. Mich und meine Schwester gab es ja da noch nicht. Sie saß im Wohnzimmer auch der Couch als Dolohow und Greyback eintraten. Und wie gesagt, Dolohow war total freundlich. Mein Mum hat gesagt, er hätte sie sogar mit einem Handkuss begrüßt und ihr ein Kompliment gemacht. Sie sei ein ausnehmend hübsches Mädchen.

Er hat sich mit meinen Großeltern an den Tisch gesetzt und fing an zu erzählen wie Muggelgeborene Zauberern die Magie stehlen würden und all diesen Mist. Mein Großvater war nicht unbedingt ein Fan von Muggelgeborenen aber ihm war klar, dass dieser ganze „sie stehlen Magie“-Mist Quatsch war. Das hat er dann auch versucht zu sagen. Er dachte wohl weil Dolohow so freundlich war, dass es sich um eine nette kleine Unterhaltung handeln würde. Greyback hat diese Ansicht dann schnell korrigiert. Plötzlich stand er hinter meiner Mutter und hatte eine Hand um ihre Kehle gelegt. Mit einem seiner dreckigen, scharfgefeilten Fingernägel hat er dann immer über ihren Hals gestrichen und wenn sie versucht hat sich zu wehren hat er fester zugedrückt. Mum hat erzählt er stank total nach Schweiß und Blut.“

„Heftig!“ flüsterte Scorpius.

Diese Geschichte kannte er auch noch nicht.

Isis nickte und erzählte weiter.

„Mein Opa wollte was sagen aber Dolohow kam ihm zuvor. Er hat nur gesagt, dass mein Großvater wirklich eine ausnehmend hübsche Tochter hätte und Greyback hat gelacht.

Dolohow meinte dann, dass mein Vater, als Familienoberhaupt, doch an die Sicherheit seiner Tochter denken soll. Sich den neuen Erkenntnissen unserer Zeit zu verschließen wäre ja als würden meine Großeltern wissentlich ihr Kind in Gefahr bringen. Das Ministerium hätte da dann unter Umständen die Pflicht einzuschreiten. Erst kürzlich hätte man die Tochter von diesem Lovegood-Spinner der den Klitterer rausgeben würde in sichere Verwahrung nehmen müssen. Ihr Vater hätte in seiner Zeitung all diese wirren Thesen verbreitet und auch zugelassen das seine Tochter, Luna hieß die glaube ich, extrem schädlichen Umgang pflegt. Dann hat er wohl zu meiner Mum geblickt, Greyback hatte sie noch immer bei der Kehle und strich ihr mit der anderen Hand über den Arm, und er hat dann gefragt, ob solch drastische Maßnahmen hier auch nötig wären.“

Isis zuckte mit den Schultern.

„Natürlich haben meine Großeltern versichert, dass sie sich ganz und gar der neuen Ordnung verschreiben würden. Als die beiden dann weg waren haben sie meiner Mutter eingebläut stets den Wünschen der dunklen Lords zu entsprechen.“

Scorpius zog Isis etwas näher an sich heran.

Die Augen der jungen hexe glänzten feucht.

„Meine Mum ist nicht nur böse, weißt du Scorps.“ meinte Isis und man konnte von ihrem Gesicht ablesen, dass all die Sorgen ob des Streites mit ihrer Mutter sie wieder einholten. „Manchmal frage ich mich ob die Art wie sie so ist mit damals zu tun hat.“

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Astoria Malfoy ging das Bestellformular durch welches einer ihrer Geschäftspartner an den Zuchtbetrieb gestellt hatte. Es ging um eine größere Bestellung von zerstoßenem Einhorn-Horn.

Astoria zog die die Bestandsliste zu Rate und stellte fest, dass sie ausreichend am Lager hatten.

Sie nahm sich ein Stück Pergament und wollte gerade damit beginnen die Bestätigung der Bestellung aufzusetzen als ihr Mann Draco das Verwaltungsbüro betrat.

„Na?“ grüßte Astoria und bemühte sich ungezwungen zu klingen. „Ist die Führung beendet?“

Draco lächelte und nickte.

„Selbst mein Vater hat sich angeschlossen. Wir hatten anschließend ein Gespräch....ich würde es positiv nennen.“

Etwas in Astoria krampfte sich zusammen. Sie drängte den Impuls zurück. Das gehörte nicht hier her!

„Hat er etwas verlauten lassen ob er auf Dauer hier wieder einziehen will? Fragte sie an Draco gewandt.

Ihr Mann beschäftigte sich gerade mit einer Akte.

„Nein, Vater hat gesagt, dass er das Gebäude in der Nocturngasse wieder verkaufen will und sich ein angemesseneres Anwesen kaufen will. Jetzt wo er nicht mehr Unsummen für den Wolfsbann-Trank ausgeben muss hat sich seine finanzielle Lage zum Glück entspannt und er meinte das Herrenhaus wäre nun das Zentrum meiner Welt und auf einem Besen könnte nur einer die Richtung vorgeben. Im Grunde stimme ich ihm da zu. Mit uns beiden würde es hier wohl Reibereien geben. Ich hoffe aber , dass wir einen positiven Kontakt halten können. Schon allein wegen meiner Schwester.“

„Das wünsche ich euch auch.“ sagte Astoria und hätte sich am liebsten auf die Zunge gebissen.

Ihre Antwort klang hohl und gepresst.

Ein Umstand der Draco nicht entgangen war. Er legte die Akte zur Seite, zog einen Stuhl an die Seite seiner Frau und fragte:

„Es ist für dich nicht leicht mit meinem Vater unter einem Dach zu leben, oder?“

Astoria spürte wie in ihrer Brust ein Damm brach. Sie spürte wie ihre Hände in ihrem Schoß zitterten.

Sie konnte gar nicht anders: sie musste Draco die Wahrheit sagen!

„Es ist nicht nur dein Vater Liebling.“ räumte sie ein. „Sicher, zwischen mir und ihm ist es schwierig aber wir sind beide erwachsen. Wir kommen klar. Es ist wegen Himari. Ein Werwolf....Draco, ich weiß, dass es nicht gerecht ist. Sie ist so ein liebes Mädchen aber dann muss ich immer wieder daran denken, dass sie ein Werwolf ist!“

„Ich wusste gar nicht, dass du so gegen Werwölfe eingestellt bist meine Sonne.“

Draco Malfoy war ehrlich überrascht.

„Das bin ich im Grunde auch nicht!“ versicherte Astoria. „Es überrascht mich selbst, dass es mich so mitnimmt. Es ist wegen diesem verfluchten Greyback!“

Astoria sammelte sich kurz und begann zu berichten.

„Du weißt, dass meine Familie während des Krieges gegen die Todesser zu unseren verwandten nach Spanien geflohen ist. Was du nicht weißt Draco ist, dass die Todesser uns nicht gehen lassen wollten. Wir waren Reinblüter und meine Schwester Daphne und ich waren, nach Meinung der Todesser, gesunde Hexen die der magischen Gemeinschaft viele reinblütige Kinder schulden würden. Erst haben sie meinen Vater umgarnt. Ihn auf die Vorteile hingewiesen die er als Reinblüter in der neuen Ordnung hätte. Als das nichts brachte haben sie ihn bedroht, dass es unangenehme Konsequenzen haben würde wenn wir abreisen aber Vater hat sich nicht einschüchtern lassen. Schließlich waren wir bereit zur Abreise. Ein magischer Spediteur kam mit zwei Hauselfen um unsere Möbel abzutransportieren als plötzlich die Haustür explodierte. Dieser Todesser Dolohow und zwei seiner Kammeraden stürmten das Haus! Sie töteten die Hauselfen und gerade als der Spediteur etwas sagen wollte erschien dieser Greyback im Türrahmen und stürzte sich auf den armen Mann wie ein wildes Tier! Draco, er hat dem Mann vor unseren Augen die Kehle zerrissen!“

„Barmherziger Paracelsus!“ hauchte Draco.

Astoria indes sprach weiter:

Bevor wir überhaupt wussten was vorging hatten die Todesser uns mit einer Ganzkörperklammer belegt. Daphne und ich lagen auf dem Fußboden und hörten wie Dolohow zu unseren Eltern sprach.

Man hätte uns gewarnt, hat er gesagt. Der magischen Gemeinschaft reines Blut zu stehlen sei ein Verbrechen gegen die Gemeinschaft der Zauberer und wir würden nun den Preis dafür zahlen müssen. Sie würden jetzt noch warten bis der Mond aufgeht, dann würden er und die Todesser disapparieren und Greyback dürfte dann seinen Spaß haben.

Der hat dann nur gelacht und gesagt: Er würde Spaß haben. Besonders mit Daphne und mir!

Er war dann plötzlich über und, ist über uns weg gekrochen wie ein Raubtier. Hat etwas von süßem Fleisch geflüstert und mir über den Hals geleckt. Draco, sein ganzes Gesicht war immer noch voll von dem Blut des Spediteurs. Es war si widerlich und Daphne und ich konnten uns ja nicht rühren. Er schnüffelte dann an uns wie ein Hund an einem stück Fleisch und schreckte plötzlich zurück. Er schrie, da sei etwas in unserem Blut. Es wäre verdorben!

Dolohow hat dann meinen Vater dem Cruciatus-Fluch ausgesetzt und so die Wahrheit erfahren.“

„Er erfuhr von dem Blutfluch unter dem deine Familie litt.“ folgerte Draco

Astoria nickte.

„Die Todesser haben Daphne und mich dann angesehen als wäre wir Müll. Das würde die Lage ändern, hat Dolohow dann gesagt. Verfluchtes Blut sei so wertlos wie Schlammblut. Wir dürften das Land verlassen. Damit täten wir der magischen Gemeinschaft sogar einen Gefallen. So hat uns das Leiden das mich vor zwei Jahren fast umgebracht hat gerettet. Uns alle.“

Astoria blickte Draco an. Überrascht stellte sie fest, dass es ihr gut getan hatte über all das zu sprechen.

„Ich weiß, dass deine Schwester ein liebes, unschuldiges Mädchen ist und sie soll eine Rolle in deinem Leben spielen Draco aber ich brauche Zeit und etwas Abstand.“

Das schlichte, verständnisvolle Nicke ihres Mannes bedeutete Astoria Malfoy mehr als tausend Worte. Dankbar ließ sie sich von Draco umarmen.

Sie atmete tief durch.

Mache Dinge warfen einen langen Schatten.

Das war es mal wieder für heute.

Hoffe es hat euch gefallen.

Habt eine Tolle Woche und bis zum nächsten Mal.