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Die große Frage

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Die große Frage

Weiter geht’s.

Leider wieder mit einer kleinen Unterbrechung aber manchmal kann man da einfach nichts machen.

Nun, ohne weitere Vorrede wünsche ich nun viel Spaß.

Danny und Rose sahen sich unsicher an.

„Was will der denn hier?“ fragte Danny seine Freundin.

„Kleine Ahnung.“ gab Rose zu und tat das was sie immer tat wenn sie nervös war: Sie kaute an der Unterlippe.

„Komm mal mit.“ meinte sie schließlich zu Danny.

Etwas unsicher  folgte der Vierzehnjährige seiner Freundin. Eigentlich hatte er sofort seine Tante und seine Cousinen suchen wollen um sie vorzuwarnen aber in der Regel wusste Rose was sie tat.

Die junge Weasley schien Dannys Gedanken zu erraten denn sie meinte zu ihm:

„Sicher sollten wir deine Tante suchen aber bevor wir berichten sollten wir etwas zu berichten haben. Ah, da sind sie!“

Rose steuerte nun zielstrebig auf zwei Personen zu von denen Danny zumindest eine kannte. Die eine war Heriette Hastings, die kommandierende Aurorin der Lufkin-Einheit.

Die zweite Person war Danny unbekannt aber der fremde Zauberer trug einen dunklen Dienstumhang der Auroren den Danny schon von Mr Potter kannte.

Er vermutete daher das der Unbekannte und Mrs Hastings Kollegen waren.

Inzwischen hatten Rose und Danny die beiden Auroren erreicht.

Mit routiniertem Blick überflog Mrs Hastings das Gesicht von Rose und ihre Augenbrauen zogen sich zusammen.

„Miss Rose, sie wirken besorgt, ist etwas nicht in Ordnung?“ fragte sie.

„Ich bin mir da nicht sicher Mrs Hastings.“ erklärte Rose. „Mir und meinem Freund ist ein Gast aufgefallen den wir hier nicht erwartet hätten. Es handelt sich um Dannys Großvater.“

Danny beschloss Rose unter die Arme zu greifen.

„Sie müssen wissen Mrs Hastings...“ begann er zu erklären. „ Das Verhältnis zwischen mir und meinem Großvater, sowie dem Rest der Familie ist extrem angespannt und es hat da einige unschöne Vorfälle gegeben.“

„Darf ich fragen was für Vorfälle?“ erkundigte sich der Auror der sich mit Mrs Hastings unterhalten hatte.

„Ich darf vorstellen: Lancelott Tanner.“ warf Mrs Hastings ein. „Ein Kollege von mir. Seine Abteilung im Aurorenbüro ist mit der Sicherung von Veranstaltung und Großereignissen wie diesem betraut.“

„Vor diesem Hintergrund bin ich natürlich an dieser Angelegenheit interessiert.“ erklärte Mr Tanner. „Ich würde hier gerne einen öffentlichen Skandal vermeiden.“

Schnell fassten Danny und Rose nun zusammen was zwischen Danny und seinem Großvater vorgefallen war.

Besonders als die beiden von dem Entführungsversuch berichteten denen Alex und Kara fast zum Opfer gefallen waren horchte Mr Tanner auf.

„Ich bin mit dem Vorgang vertraut.“ brummte Mrs Hastings. „Sie waren ja dabei zugegen Miss Rose. Ihre Tante Ginny hatte sie zu einem Quidditch-Spiel eingeladen wenn ich mich richtig erinnere.

„Das ist richtig.“ bestätigte Rose. „Damals arbeitete Tante Ginny ja noch für den Tagespropheten. Es war bevor sie hier im Ministerium angefangen hat.“

„Richtig.“ sagte Mrs Hastings. „Ich habe die Sache im Auge behalten, da sie, Miss Rose, ja indirekt betroffen waren. Am Ende konnte man diesem Mr Crowfield leider nichts beweisen. Er hatte lediglich eine geradezu lächerlich hohe Belohnung für Informationen über seine Enkeltöchter ausgesetzt und hat beteuert, dass er nie eine Entführung wollte.“

Mrs Hastings atmete tief durch. Eine gewisse Frustration war unverkennbar.

„Leider konnte man ihm nichts nachweisen. Es blieb an den kleinen Fischen hängen.“

„Nun,“ murmelte Mr Tanner. „Das rechtfertigt auf jeden Fall, dass ich diskret mal einige Informationen einhole. Schließlich ist das hier keine öffentliche Veranstaltung. Alles hier sind geladene Gäste. Zum Teil auf persönliche Einladung der Ministerin hin, andere wurden vom Ministerium  gebeten. Es würde mich doch interessieren, wie dieser Mann es auf die Gästeliste geschafft hat.“

Mr Tanner entfernte sich kurz und Mrs Hastings wandte sich nochmal an Rose und Danny.

„Hat dieser Mr Crowfield den irgendetwas zu ihnen gesagt oder sie gar bedroht?“

Rose schüttelte den Kopf.

„So dumm ist er auch nicht, dass er die Tochter der britischen Zaubereiministerin offen bedroht.“ brummte Danny. „Dadurch hätte er nichts zu gewinnen.“

„Da haben sie vermutlich recht Mr Huntington.“ stimmte Mrs Hastings zu.

Inzwischen kehrte Mr Tanner zur Gruppe zurück.

„Ich habe mit dem Zeremonienmeister gesprochen. „ erklärte er. „Dieser Mr Crowfielt ist als Mitglied einer Delegation amerikanischer Zauberer hier. Genau gesagt der gehört er zu den „Wächtern der Mayflower“.

„Wächter der Mayflower?“ wunderte sich Rose.

„Hat das was mit dem Schiff Mayflower zu tun?“ wollte Danny wissen.

„Indirekt.“ erklärte Mr Tanner. „Die Mayflower brachte 1620 Siedler aus Mittelengland in die neue Welt und sie ist so berühmt, dass viele die Landung der Mayflower am Cap Cod als den Beginn der Besiedlung Amerikas durch die Europäer ansehen. Historisch nicht ganz korrekt aber das ist jetzt nicht wichtig. Die Gründerin der Ilvermorny Zasuberschule soll mit diesem Schiff nach Amerika geflohen sein. Die „Wächter der Mayflower“ ist die älteste Amerikanische Duellgesellschaft. Nur magische Familien die bis zur Gründungszeit der amerikanischen Kolonien zurück reichen dürfen Mitglieder stellen. Mr Crowfield ist Mitglied und Teil der Delegation.“

„Die Frage bleibt: Was will diese Mann hier?“ beharrte Mrs Hastings.

„Da kann ich leider nicht weiterhelfen.“ seufzte Mr Tanner. „Ich kann leider nur sagen, dass er legal hier ist als Teil dieser Delegation. Ich zögere auch etwas da jetzt eine Befragung einzuleiten. Die „Wächter der Mayflower“.... das ist nicht nur einfach ein Duell-Club sondern eine alteingesessene Gesellschaft mit guten Kontakten. Wenn ich da grundlos Vorwürfe erhebe könnte das zu einem Skandal für die Ministerin werden.“

„Na das wollen wir sicher nicht.“ erwiderte Mrs Hastings.

„Ich werde aber ein Auge auf den Mann halten.“ versprach Mr Tanner. „Wir werden nicht zulassen, dass er eine Szene macht.“

„Ich denke es ist Zeit, dass ich meine Tante und meine Cousinen warne.“ murmelte Danny. „Wenn wir Aufsehen vermeiden wollen wäre es wohl eine ganz gute Idee meine Verwandten vorzuwarnen.“

„Eine gute Idee.“ stimmte Mrs Hastings zu. „Ich begleite sie beide und würde auch gerne ein paar Worte mit ihrer Tante wechseln Mr Huntington. Vielleicht kann sie sich ja einen Reim darauf machen warum dieser Mr Crowfield hier ist.“

Sofort machten Danny, Rose und die erfahrene Aurorin sich nun auf die Suche nach auf die Suche nach den Angehörigen des Vierzehnjährigen. Lange brauchten sie zum Glück nicht zu suchen. Eliza Danvers, Ihr Mann und ihre Töchter standen zusammen mit Taro noch im Eingangsbereich.

Bei ihnen war ebenfalls Esperanza Vega und ihre Tochter Jenna.

Es versetzte Danny regelrecht einen Stich wie fröhlich und gelöste alle wirkten.

Das würde sich wohl ändern sobald er den Sprengfluch losließ.

„Herriette!“ grüßte Taro als Danny und Rose mit der Leiterin der Lufkin-Einheit zur Gruppe traten. „Ich hoffe es gibt kein Problem. Mein Neffe hat sich doch wohl benommen?“

„Nun, es gibt denke ich ein kleines Problem.“ erwiderte Mrs Hastings. „Aber es hat weniger mit ihrem Neffen und dessen Benehmen zu tun Taro.“

Mrs Hastings atmete durch und klärte die Gruppe auf.

„Großvater ist hier?!“ Alex konnte es nicht fassen.

„Was will der hier?“ auch Kara war fassungslos.

„Das Miss Danvers fragen wir uns wohl alle.“ meinte Mrs Hastings ernst. „Daher wollte ich auch kurz mit ihnen reden Mr & Mrs Danvers. Können sie sich einen Reim darauf machen?“

„Nicht den geringsten.“ meinte Jerry Danvers während seine Frau noch betroffen schwieg. „Wir hatten keinen Kontakt mehr mit meinem Schwiegervater seit der Anhörung über das Sorgerecht für unsere Töchter und wir haben diesen Kontakt auch nicht vermisst.“

„Nicht im Geringsten!“ bestätigte Dannys Tante nun und der Vierzehnjährige stellte mit Freude fest, dass seine Tante zwar getroffen war aber bei weitem nicht so eingeschüchtert wirkte wie noch vor einigen Monaten.

„Glaubt ihr er ist immer noch hinter uns her?“ fragte Kara unsicher und blickte zu ihrer Schwester.“

„Das denke ich nicht Schatz.“ meinte Mr Danvers. „Da hat er legal auch keine Chance mehr. Das Gericht hat zu unseren Gunsten entschieden und wir stehen inzwischen wieder fest auf eigenen Füßen.“

„Es würde ihm sowieso nichts mehr nützen euch in die Finger zu bekommen.“ fügte Eliza hinzu.

„Woher nehmen sie die Sicherheit Mrs Danvers?“ erkundigte sich Mrs Hastings.

„Nun, um es schnell zusammen zu fassen: Mein Vater wollte nur deshalb so verzweifelt einen männlichen Erben von meinen Töchtern weil mein Bruder Tobias eine farbige Frau geheiratet hat und ein Nachkomme der ebenfalls dunkelhäutig wäre nicht in sein Weltbild passt.

Seid dem Prozess habe ich einen regelmäßigen Kontakt zu meinem älteren Bruder. Wir wollen die Vergangenheit hinter uns lassen und endlich ein Verhältnis aufbauen wie es sich für Bruder und Schwester gehört. Letzte Woche kam eine Eule von Tobias.

Ich habe es euch Kindern noch nicht gesagt weil ihr da noch auf der Schule wart und weil Tobias und Stefanie es euch persönlich sagen wollen. Sie besuchen uns über die Feiertage.

Mit einem Satz: Stefanie ist schwanger. Ihr Kind ist als Abkömmling von Tobias der Nachfolger meines Vaters als Oberhaupt der Familie. Da kann mein Vater auch nichts mehr machen.

Selbst wenn eine von euch jetzt schwanger würde, Alex, Kara.....“

„Untersteht euch!“ warf Jerry Danvers ein und versuchte damit einen kleinen Scherz.

„Wir werden uns bemühen Dad.“ gab Alex schlagfertig zurück.

„Ich meine ja nur „wenn““ lächelte Eliza und ergriff damit wieder das Wort. „Also selbst wenn, es wäre zu spät. Stefanies Kind wurde zuerst gezeugt. Die „Gesellschaft“ hat, das mussten wir ja leidvoll erfahren, hat gewisse Regeln. Vater konnte diese Regeln nutzen um uns fast zu ruinieren aber im Fall von Stefanie und Tobias kann er mit den Familienregeln nichts gewinnen. Sie ist einen standesgemäße Ehefrau und sie und Tobias sind rechtskräftig verheiratet. Ihre Hautfarbe spielt für die „Gesellschaft“ keine Rolle. Das ist allein Vaters giftige Weltsicht!“

„Verstehe Tante Eliza.“ murmelte Danny. „Großvater hat dich und deine Familie ja auch jahrelang mehr oder weniger in Ruhe gelassen. Bis er Alex und Kara „gebraucht“ hat.“

„Nett formuliert Dachs-Bro“ sagte Alex.

„Danke junge Löwin.“ gab Danny zurück. „Aber es stimmt doch! Sicher, es gab diese Familientreffen die du immer als sehr steif beschrieben hast aber im Grunde wart ihr ihm egal, bis....“

„Ja, bis.....“ räumte Alex ein und machte eine unbestimmte Handbewegung.

„Danny hat das aber schon richtig erkannt.“ bekräftigte Eliza. „War waren ihm im Grunde egal bis er etwas von uns brauchte. Deshalb denke ich auch nicht, dass er noch immer hinter euch Mädchen her ist. Er hat uns längst abgeschrieben.“

„Was uns wieder zu der großen Frage zurück bringt: Was will er hier?“ brummte Danny düster.

So, das war es wieder.

Kurz, ja, aber ich hoffe es hat euch trotzdem gefallen.

Kommt gut in die neue Woche.