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Die Antwort

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Die Antwort

Weiter geht’s.

Leider muss ich es etwas kurz halten.

Zwar steht heut nicht die Arbeit im Weg aber ich bin ziemlich erkältet.

Trotzdem wünsche ich euch viel Spaß.

Die Frage was der Plan von Dannys Großvater war hing wie eine dunkle Wolke über dem Ball zumindest soweit es Dannys Freunde betraf.

Zuerst hatte besonders Eliza versucht einfach in die Offensive zu gehen und mit ihrem Vater zu sprechen.

Ein Zug den besonders Alex als sehr mutig ansah aber der ehrenwerte Mr Crowfield demonstrierte eine bemerkenswerte Fähigkeit:

Er konnte in die Menge der Gäste eintauchen und scheinbar spurlos verschwinden.

Eine ganze Weile versuchte Dannys Tante ihren Vater zur Rede zu stellen doch Mr Crowfield entzog sich jedem Gesprächsversuch.

„Ich denke wir lassen es gut sein.“ seufzte Dannys Tante schließlich. „Wir verderben uns doch nur selbst den ganzen Abend.“

„Stimmt.“ meinte Jenna. „Wir versuchen jetzt seit einer halben Stunde diesen Mr Crowfield zu fassen zu bekommen. Der lacht sich doch ins Fäustchen! Er muss überhaupt nichts tun und verdirbt uns den ganzen Abend. Vielleicht ist es ja nur Zufall das er hier ist. Er gehört doch zur Delegation dieser Duellgesellschaft. Vielleicht ist er da einfach zu diesem Besuch verpflichtet worden und will deshalb überhaupt keinen Kontakt.“

„Möglich wäre das.“ murmelte Taro.

Eliza schien unsicher zu sein.

„Es ist möglich.“ räumte sie schließlich ein. „Aber ich habe ein schlechtes Gefühl bei der Sache.“

Dem konnte sich Danny nur anschließen doch was sollten sie machen. Seinen Großvater mit gezücktem Zauberstab durch die Festgesellschaft verfolgen?

Nein, das würde sicher nichts bringen.

Rose beschloss zumindest noch ihrer Mutter bescheid zu sagen und Danny begleitete sie.

Sie fanden Hermine Granger in der Nähe des Brunnens des Neubeginns.

Sie unterhielt sich dort mit einem silberhaarigen Zauberer in einem eleganten dunklen Umhang.

„Ich glaube das ist Hartmut Oberkeil“ flüsterte Rose. „Der ist der erste Konsul für Magie us Österreich.“

Dann warten wir lieber.“ schlug Danny vor und Rose nickte.

Die beiden Teenager warteten in einiger Entfernung und konnten so etwas von Hermine Grangers Unterhaltung aufschnappen.

„Ich sehe das ganz ähnlich wie sie Hartmut.“ meinte Hermine Granger. „Die Situation in den USA ist komplex.“

„Und es beschränkt sich nicht nur auf die magische Gemeinschaft Ministerin Granger.“ sagte Hartmut Oberkeil.“ auch die nichtmagische Gemeinschaft ist tief gespalten. Das könnte auf die Dauer das ganze Land destabilisieren. Ich weiß, dass ich hier ein sehr sensibles Thema anschneide aber ich sehe hier durchaus parallelen zu den Problemen mit der sich die britische, magische Gemeinschaft in den Neunzigern des letzten Jahrhunderts auseinandersetzen musste.“

„Sie meinen die Aufstände der Todesser?“ erkundigte sich Hermine Granger.

Hartmut Oberkeil nickte.

„Ich will keine alten wunden aufreißen Mrs Granger.“ versicherte er. „Mir ist durchaus bewusst, dass diese Phase ein sehr schmerzhaftes Kapitel in der magischen Gemeinschafft der britischen Inseln darstellt aber es lässt sich nicht leugnen, dass die Probleme damals viel zu lange ignoriert wurden. Es wurde alles tot geschwiegen bis die Zerwürfnisse schließlich in Gewalt umgeschlagen sind.“

„Und sie sehen das Potential dafür in den USA?“ erkundigte sich Hermine Granger.

„Nun, nicht heute und nicht morgen.“ lächelte der erste Konsul. „Der gegenwärtige Präsident des MACUSA ist wohl vor allem ein narzisstischer Windbeutel aber er lässt sich leicht beeinflussen und ändert seine Meinung oft täglich.“

„Schwierig da eine stabile Politik zu machen.“ brummte Hermine Granger.

„Nahezu unmöglich.“ klagte Mr Oberkeil. „Ich denke es wäre einfach gut wenn wir uns auf europäischer Ebene mal zusammensetzen würden die Probleme erörtern. Ich sehe zwar keinen Bedarf für unmittelbares handeln aber wir sollten uns mit der Situation vertraut machen und Meinungen austauschen. So wissen wir wo wir alle stehen und können Fühlung halten.“

„Ein guter Gedanke.“ meinte Hermine Granger nach einem Augenblick des Nachdenkens. „Auf mich können sie dabei zählen Hartmut.“

„Das freut mich zu hören.“ der österreichische Zauberer lächelte zufrieden. „Dann werde ich mal noch ein paar Hände schütteln gehen.“

Mit diesen Worten verabschiedete sich Hartmut Oberkeil und verschwand in der Menge.

Rose und Danny nutzten nun die Gelegenheit und traten auf Hermine Granger zu.

„Hast du einen Moment für uns Mum?“ erkundigte sich Rose.

„Für euch immer meine Große.“ lächelte Mrs Granger.

„Klang ja gerade ernst.“ meinte Danny aber Roses Mutter winkte ab.

„Das ist der ganz normale politische Wahnsinn.“ beschwichtigte sie. „Der neue Präsident des MACUSA ist schwierig aber er ist nicht der nächste dunkle Lord wenn ihr dass befürchtet. Was gibt es denn ihr Zwei?“

„Naja….“meinte Rose. „Der neue MACUSA-Präsident ist nicht das einzige Problem aus den USA.“

„Wir haben meinen Großvater unter den Gästen gesehen.“ fügte Danny hinzu.

„Diesen Mr Crowfield?“ Hermine Granger war überrascht.

Rose nickte und berichtete was sie von den Auroren erfahren hatten.

Danny steuerte bei, dass seine Tante versucht hatte mit ihrem Vater zu sprechen aber gescheitert waren.

„Die Wächter der Mayflower.“ murmelte Hermine Granger. „Das ist ein erzkonservativer Haufen. Aber ich denke, es kann schon sein, Danny, dass dein Großvater mehr zufällig hier ist. Es ist gut, dass ihr bescheid gesagt habt ihr Zwei aber jetzt solltet ihr euch den Abend nicht verderben lassen. Oh, da sind Minerva und Filius. Ihr entschuldigt mich?“

Mit diesen Worten schritt Hermine Granger davon und begrüßte Minerva McGonagall, Dannys Schulleiterin und ihren Stellvertreter Filius Flitwick.

„Oh, was macht denn unser alter Drachen hier.“ wunderte sich Danny.

„Benehmen sie sich Mr Huntington.“ kicherte Rose. „Es ist ganz normal, dass McGonagall hier ist. Sie ist der Schulleiterin von Hogwarts! Einer der angesehensten Zauberschulen weltweit und ein Eckpfeiler der magischen Gemeinschaft hier bei uns Brieten. Da steht sie ganz normal auf der Gästeliste.“

„Verstehe.“ meinte Danny. „Ich glaube was meinen Großvater angeht haben wir nun wirklich alles getan was wir tun können.“

„Denke ich auch.“ stimmte Rose zu. „Hören wir also auf meine Mum und genießen den Abend.“

„Da bin ich mit dabei.“ sagte Danny. „Gibt es eigentlich ein Programm?“

„Nicht wirklich.“ erklärte Rose. „Soweit es das Ministerium betrifft ist das heute Abend eine eher lockere Angelegenheit.“

„Du meinst so locker es eben sein kann, wenn VIPs aus aller Welt sich die Klinke in die Hand geben?“ meinte Danny sarkastisch.

Rose kicherte leise.

„Wie gesagt: Locker für Ministeriums-Verhältnisse.“ gluckste sie. „Sobald alle Gäste eingetroffen sind spricht Mum ein paar Worte und gibt die Tanzfläche frei. Dann können wir sehen ob sich dein Übern bezahlt macht Danny.“

„Oh Freude!“ grinste der Vierzehnjährige. „Besorgen wir uns bis dahin was zu trinken?“

„Gute Idee!“ stimmte Rose zu.

Die beiden Teenager traten zur Baar und überlegten was sie bestellen sollten.

Bei so einem festlichen Anlass konnte man natürlich nicht mit eine Flasche Butterbier herumstehen und auch Kürbissaft schien nicht angemessen.

Schließlich entschieden die beiden sich für alkoholfreies Giggelwasser.

Danny probierte es zum ersten Mal.

Es schmeckte gut! Wie eine Mischung aus Zitrone, Mango und Passionsfrucht mit einem gehörigen Schuss Kohlensäure. Gerade diese Bläschen stiegen einem direkt in die Nase und kitzelten so, dass es Dannys ganze Selbstkontrolle brauchte um nicht bei jedem Schluck loszulachen.

„Jetzt weißt du warum es Giggelwasser heißt.“ gluckste Rose und rieb sich die Nase. „Sei froh das es alkoholfrei ist. Während der Prohibition war es in Amerika sehr beliebt. Da hat es allerdings 7,8 % Alkohol.“

„Dan war es aber nicht so ganz legal oder?“ erkundigte sich Danny.

„Bei uns Zauberern schon.“ erklärte Rose. „ Seraphina Picquery, die damalige Präsidentin des MACUSA, hielt die Prohibition für Blödsinn und meinte, dass das Leben als Hexe oder Zauberer schon schwer genug sei. Da würde sie nicht auch noch Giggelwasser verbieten.

In diesem Moment hasste ein glockenheller Ton durch den Saal.

Roses Mutter hatte in der Nähe des Brunnens des Neubeginns ein kleines Podest betreten und blickte nun mit einem warmherzigen Lächeln über die versammelte Menge.

„Meine Damen und Herren,“ hob sie an. „Hexen, Zauberer, magische Mitgeschöpfe ganz gleiche welcher Art. Es ist mir eine große Freude zum ersten mal in meiner Amtszeit als Ministerin für Zauberei den alljährlichen Weihnachtsball des Ministeriums zu eröffnen.“

Fröhliche Applaus brandete auf. Hermine Granger wartete einige Augenblicke, dann hob sie die Hände und ergriff noch einmal das Wort:

„Der Heutige Abend soll dem bevorstehenden Weihnachtsfest gewidmet sein und damit dem fröhlichen Beisammensein. Daher wollen wir uns nicht mit langen Reden aufhalten. Als Ministerin erkläre ich den Ball hiermit für eröffnet und gebe die Tanzfläche frei.“

Wieder brandete Applaus auf doch diesmal durchschnitt eine Stimme den Beifall die Danny leider sofort erkannte.

„Einen Augenblick noch Ministerin Granger. Als Vertreter der Amerikanischen Duellgesellschaft Wächter der Mayflower bitte ich ums Wort.“

Aufgeregtes Geflüster erhob sich.

In Dannys Magen krampfte sich etwas zusammen als der Vierzehnjährige verfolgte wie sein Großvater vor die lauschende Menge trat.

Einige Sekunden schwieg Jeremy Crowfield, dann richtete sich sein Blick, zu Dannys Überraschung, auf Minerva McGonagall.

„Ich möchte diesen Anlass nutzen um einer offiziellen Pflicht als Vertreter der Wächter der Mayflower nachzukommen.“ erklärte Jeremy Crowfield.

Unter seinem Umhang zog er eine kunstvoll gestaltete Schriftvolle hervor.

Professor Flitwick, welcher neben McGonagall stand, entfuhr ein überraschtes Quicken.

McGonagall selbst blieb äußerlich gelassen aber einen ihrer Augenbrauen flog geradezu in die Höhe.

„Im Namen der Wächter der Mayflower spreche ich hiermit eine offizielle Herausforderung an die Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei aus.“ erklärte Jeremy Crowfield.

Das war es leider für heute.

Mehr schaffe ich nicht. Mir brummt der Schädel.

Ich hoffe es hat euch trotzdem gefallen und habt einen guten Start in die neue Woche.