LNCrawler

Kriegsrat

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Kriegsrat

Hallo und vielen Dank an alle die die Geschichte trotz dienstlicher Unterbrechungen weiterverfolgen.

Trotz engem Terminplan ein neues Kap.

Kurz aber gehaltvoll.

Viel Spaß.

Unsicher blickte Danny zu seiner Schulleiterin.

McGonagalls ließ sich keine Gefühlsregung anmerken. Weder zeigte sie offen Überraschung noch Furcht.

Mit steinerner Mine nahm sie von Jeremy Crowfield die Schriftrolle entgegen.

Kurz blickten die beiden sich an, dann nickte Dannys Großvater und verschwand in der Menge.

McGonagall trat kurz zu Roses Mutter.

Flüsternd wurden einige Worte gewechselt.

Noch immer herrschte stille unter der Festgesellschaft.

Ganz offensichtlich war man überrascht von dem was gerade geschehen war.

Erst nach und nach flammten einige Gesprächsfeuer auf.

Inzwischen hatten McGonagall und Mrs Granger ihr Gespräch beendet.

Roses Mutter winkte ihre Sekretärin heran. Diese nahm Professor McGonsgall und Professor Flitwick unter ihre Fittiche und führte sie davon.

Angestellte des Ministeriums ermutigten die Gäste nun sich zur Tanzfläche zu begeben.

Stück für Stück fiel nun die Anspannung die sich aufgestaut hatte nun in sich zusammen.

Die Kapelle begann zu spielen und ersten Paare traten auf die Tanzfläche.

Mrs Granger selbst kam auf Danny und Rose zu.

„Das war unerwartet.“ flüsterte sie schließlich als sie die beiden erreicht hatte.

Rose sah aus als ob sie vor Fragen gleich platzen würde aber ihre Mutter hob unauffällig aber vielsagend die Hand.

„Nicht hier und nicht jetzt Schatz.“ flüsterte sie. „Diese Herausforderung hat genug Wellen geschlagen. Wir wollen das nicht noch weiter anheizen.“

Eindringlich sah sie die beiden Jugendlichen an.

„Könnt ihr beiden bitte deine Tante, ihren Mann und deinen Onkel Taro auftreiben?“ fragte sie schließlich. „Am Besten auf deine Cousinen Danny. Wir müssen darüber reden was da gerade passiert ist. Eure Schulleiterin hat mich gerade gefragt ob es hier einen ruhigen Bereich gibt an den sie sich zurückziehen kann um diese Herausforderung zu studieren.

Rosie, du hast ja hier ein Praktikum gemacht. Du kennst doch den kleinen Aufenthaltsraum an der Ostseite des Atriums?“

„Den gleich neben der magischen Einreise-Abteilung?“ erkundigte sich Rose.

„Genau den.“ bestätigte Hermine Granger. „Ich habe ihn den Professoren McGonagall und Flitwick zur Verfügung gestellt. Sie wollen beide mit euch reden. Sie kennen ja die Hintergrundgeschichte warum deine Cousinen nach Hogwarts gewechselt sind.Daher möchten sie mit deinen Verwandten sprechen Danny.“

Die beiden Teenager nickten und machten sich auf die Suche.

Lange brauchten sie nicht. Alex und Kara kämpften sich bereits, gefolgt von ihren Eltern, zu Rose und Danny durch die Menge.

„Ich wusste es! Ich hab’s gewusst!“ stieß Alex hervor. „Ich habe gewusst, dass Großvater nicht nur hier ist um den Abend zu genießen!“

„Offensichtlich nicht.“ brummte Danny und erklärte seinen Verwandten, dass man sie sprechen wollte.

„Hoffentlich ziehen die uns keine Hauspunkte ab.“ meinte Kara.

Ungläubige Blicke richteten sich auf die jüngere der Danvers Schwestern.

„Ach war das schön als ich noch so jung war und dass meine einzige Sorge war!“ meinte Alex schließlich sarkastisch.

„Naja…“ meinte Rose glucksend. „Bei uns in Ravenclaw haben Hauspunkte schon einen anderen Stellenwert. Gewinnt man welche bringt einem das Ansehen…verliert man welche…“

Rose presste die Zähne aufeinander und wiegte den Kopf von einer Schulter auf die andere.

„Ist das nicht bei allen Häusern so?“ fragte Danny.

„Nee, wir Claws sind da schon speziell.“ räumte Rose ein.

„Wir haben eine Bestenliste.“ stellte Kara klar. „Jede Woche treffen wir uns und vergleichen wer die meisten Punkte verdient hat. Der Sieger kriegt ne Kleinigkeit aus dem Honigtopf. Den Preis stiftet immer Professor Flitwick. Der ist ja unser Hauslehrer. Ich hab in diesem Jahr schon zweimal gewonnen!“

„Ach da hattest du die Pfefferminz-Mäuse her die du nicht mit mir teilen wolltest.“ erkannte Alex.

„Ja…“ gestand Kara. „Aber wenn wir jetzt Ärger kriegen…“

„Nun mal langsam!“ warf Danny nun ein. „Ich kenne Flitwick und auch McGonagall nun schon etwas länger als du Kara. So unfair ist er nicht.“

„Das denke ich auch nicht Kara-Schatz.“ meinte nun Eliza. „Ihr beide könnt doch gar nichts dafür.“

„Ich bin ganz ehrlich.“ übernahm Jerry, ihr Mann, nun.“ Ich weiß auch gar nicht was das eigentlich bedeutet. Eine Herausforderung einer Duell-Gesellschaft.“

„Finden wir es heraus.“ schlug Danny vor.

Dem war nichts hinzuzufügen und gemeinsam machte die Gruppe sich auf den Weg zu dem Aufenthaltsraum den Roses Mutter ihnen genannt hatte.

Unterwegs schloss sich auch Taro ihrer Gruppe an und bald standen sie vor der Tür des Aufenthaltsraums.

Danny klopfte höflich an und Augenblicke später öffnete Mrs Granger.

„Muss ja echt was Ernstes sein, wenn du hier bist Mum und nicht bei den Gästen.“ vermutete Rose.

„Sagen wir es mal so junge Dame“ lächelte Mrs Granger. „Ich bin vielleicht die Ministerin aber ich bin auch deine Mutter und wenn deine Schule so eine Herausforderung bekommt…?“

„Geht das denn überhaupt?“ wollte Danny wissen. „Eine Schule herausfordern?“

„Eine berechtigte Frage Huntington.“ ließ sich nun Professor McGonagall aus dem Hintergrund vernehmen.

Sie saß mit Professor Flitwick an einem Tisch in der Mitte des Aufenthaltsraumes.

Danny erinnerte sich an diesen Ort. Hier hatte er seine Tante Eliza zum ersten Mal getroffen. Hier hatte sie damals die Einwanderungspapiere ausgefüllt.

Heute war der Raum natürlich verlassen aber die Tische boten gute Sitzgelegenheiten.

Vor McGonagall lag das entrollte Schriftstück, welches sie von Dannys Großvater erhalten hatte.

„Normalerweise fordern Duell-Gesellschaften sich nur gegenseitig heraus.“ erklärte die Schulleiterin. „Sie kämpfen dann untereinander um die Ehre des Sieges. Sich in solchen Kämpfen durchzusetzen gilt als Ehre und verschafft der entsprechenden Gesellschaft Ansehen.“

„Aber Hogwarts ist doch keine Duell-Gesellschaft.“ warf Rose ein als sich die Gruppe, McGonagalls einladender Geste folgend, ebenfalls an den Tisch setzte.

„Rechtlich gesehen leider schon Miss Weasley.“ knurrte Flitwick.

Er hopste von seinem Stuhl, verschränkte die Arme hinter dem Rücken und begann auf und ab zu gehen.

„Auf Hogwarts wird die Verteidigung gegen die dunklen Künste gelehrt.“ erklärte er. „Das bedeutet es kommt, wenn auch nur in begrenztem Rahmen kombative Magie zum Einsatz. Die Anwendung dieser Zauber wird in der Magischen Gesellschaft durch Gesetze geregelt. Wir sind an gewisse Richtlinien gebunden. Sie müssen wissen, Herrschaften, Duell-Gesellschaften mögen heute recht archaisch wirken aber Hogwarts gibt es schon eine ganze Weile. Es hat Zeiten gegeben, da waren solche Gesellschaften ein wesentlicher Bestandteil der Gesellschaft. In gehobenen Kreisen gehörte es sich einfach zu o einer Gesellschaft zu gehören. Ganze Familien hatten Stamm-Gesellschaften zu denen schon die Vorfahren gehört haben. Um Kombative-Magie, Flüche und ähnliches unterrichten zu dürfen musste Hogwarts sich offiziell als Duell-Gesellschaft registrieren lassen. Es hat sogar Zeiten gegeben, da hatte jedes Haus seinen eigenen Duell-Club.“

„Sehr richtig.“ bestätigte McGonagall. „Das ist etwas in Vergessenheit geraten, weil…nun ja. Sie Hermine werden sich erinnern, dass wir, während ihrer Schulzeit, ständig neue Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste einstellen mussten.

„Oh ja.“ lächelte Mrs Granger. „Einige waren….denkwürdig.“

„Leider hat es einen düsteren Hintergrund warum wir in diesen Jahren keinen Lehrer in diesem Fach länger als ein Jahr halten konnten.“ fuhr McGonagall fort. „Einst hat sich Voldemort selbst um diese Stelle beworben. Damals war er noch nicht der schreckliche Tyrann der er später wurde. Den meisten war er noch unter dem Namen Tom Riddle bekannt. Als mein Vorgänger Albus Dumbledore ihm die Stelle verweigerte verfluchte Voldemort sie. Seit diesem Tag konnten wir keinen Lehrer mehr länger als ein Jahr auf dieser Position halten. Im Günstigsten Fall verließen und die Kollegen aus harmlosen Gründen aber es gab auch einige bizarre Fälle von persönlichem Unglück. Das sprach sich herum und bald wollte niemand mehr den Posten haben.“

McGonagall blähte die Nasenflügel.

„Zumindest niemand kompetentes.“ fügte sie hinzu.

„Daher gab es bald keine Duell-Clubs mehr auf Hogwarts.“ übernahm Flitwick wieder. „Man kann Jugendliche nicht einfach ohne geeignete Aufsicht aufeinander losfluchen lassen. Der ständige Wechsel bei den Lehrern und die zweifelhafte Kompetenz der Lehrer…. Es war einfach sicherer keine Clubs dieser Art mehr zu unterhalten.“

„Der entscheidende Punkt ist,“ hob McGonagall wieder an. „Vor dem Gesetz ist Hogwarts eine Duell-Gesellschaft die man herausfordern kann.“

„Vor dem Gesetzt ja!“ quickte Flitwick nun aufgebracht. „Aber es gibt eine stillschweigende Übereinkunft mit den Duell-Gesellschaften, dass man keine Herausforderungen an Schulen ausspricht!“

Er stieß ein hohes Quicken aus, dass Danny schließlich als freudloses Lachen erkannte.

„Was für ein Sieg wäre das denn auch? Duelle gegen Kinder die ihrer Fähigkeiten erst entwickeln!“

„In der Tat Filius.“ seufzte McGonagall. „Normalerweise haben Duell-Gesellschaften einfach kein Interesse daran Schulen herauszufordern. Was uns zu der Frage führt was ihr Vater damit bezweckt Mrs Danvers. Können sie sich einen Grund vorstellen?“

„Will er immer noch an uns rankommen?“ fragte Kara verunsichert.

„Da mach dir mal keine Sorgen Kleines.“ beschwichtigte Hermine Granger. „Duell-Gesellschaften mögen angesehene Organisationen sein und einflussreiche Mitglieder haben aber sie stehen nicht über dem Gesetz.“

„Es würde meinem Vater auch nichts bringen.“ sagte nun Dannys Tante. „ Ich habe euch ja schon gesagt: Die Frau meines Bruders ist schwanger. Sein perfider Plan mit euch Mädchen kam ja nur daher, dass er einen ungeeigneten Erben ausboten wollte. Damit ist er gescheitert.“

Sie überlegte einen Moment.

„Ich denke er will seine Überlegenheit beweisen.“ meinte er schließlich. „Danny hat uns geholfen hier wieder auf die Beine zu kommen und auch ihre Schule war eine große Hilfe Frau Direktorin.“

„Das war keine Bürde.“ versicherte McGonagall gütig. „Ihre Mädchen haben sich als Gewinn für Hogwarts und ihre Häuser erwiesen.“

Besonders Kara wirkte ob des Lobes erleichtert und auch Dannys Tante nickte stolz.

„Ich denke, mein Vater will seine Überlegenheit beweisen.“ Eliza lachte freudlos. „So lächerlich das auch klingen mag aber ich denke darum geht es ihm. Ihm, und nur ihm. Er kann es nicht ertragen, dass er nicht seinen Willen bekommen hat.“

McGonagall schüttelte müde den Kopf.

„Es überrascht mich immer wieder wie kleinlich Manche Zauberer sein können.“

„In dem Sport ist unser lieber Opa wohl leider Meister.“ brummte Danny.

McGonagall seufzte und blickte nochmal auf das Schriftstück.

„Die Herausforderung lässt uns drei Monate um eine Auswahl aufzustellen und der Auswahl der „Wächter der Mayflower“ zu begegnen. Filius, ich betraue sie und Kollege Gravenstein mit der Zusammenstellung einer geeigneten Mannschaft.“

Erneut seufzte McGonagall.

„Ich wollte eigentlich nicht so bald wieder Duelle auf Hogwarts erlauben. Gerade nach den schrecklichen Ereignissen im letzten Jahr.“

Danny wusste genau was seine Schulleiterin meinte. Conner Rivers war getötet worden als die Schüller im Unterricht Duelle bestritten.

„Nun!“ meinte McGonagall und neue Kraft lag in ihrer Stimme. „Sei es wie es sei! Hogwarts flieht nicht vor Herausforderungen. Das haben wir nie getan und werden es auch nie. Wir werden nicht klein beigeben!“

So, das war es für heute.

Hoffe es hat euch gefallen und habt einen guten Start in die neue Woche.

Bis dann.