Der ganz normale Wahnsinn
Der ganz normale Wahnsinn
Ein frohes neues Jahr 2026.
Zu meiner größten Überraschung bin ich doch noch zum Schreiben gekommen.
Leider war die Zeit recht knapp und daher ist das Kap recht kurz.
Aber besser als gar nichts, oder?
Viel Spaß.
Wie üblich, wenn nach den Ferien die Rückreise nach Hogwarts anstand war der Bahnsteig 9 ¾ ein einziger Ameisenhaufen. Vorsichtig schlängelte sich Danny mit seinem Gepäckkarren durch die Menge.
Alex und Kara folgten ihm.
Von Taro und dem Ehepaar Danvers hatten sich die Jugendlichen schon am Eingang vom Bahnhof verabschiedet.
Speedy, der in seinem Reisekäfig auf dem Gepäck seines Herren tronte, betätigte sich als Hupe. Jedem der sich Dannys Wagen entgegen stellte schmetterte er ein lautes La Cucaraca entgegen.
So konnten Danny und seine Cousinen recht problemlos ihre Koffer am Gepäckwagen abgeben und damit beginnen sich ein Abteil zu suchen.
In der Mitte des Zuges wurden sie fündig.
Rose hatte bereits Plätze freigehalten.
„Schön euch zu sehen.“ grüßte die junge Weasley.
„Kannst froh sein, dass du die beiden überhaupt in einem Stück wiedersiehst.“ brummte Kara und ließ sich neben Rose auf den Sitz fallen.
„Was war den los?“ wollte Rose wissen.
Bevor Danny oder Alex antworten konnten meckerte Kara bereits weiter:
„Durchgedreht sind die beiden.“ meinte die Dreizehnjährige und deutete auf ihre Schwester und ihren Cousin. „Die haben nix mehr im Kopf außer Flüche!“
„Wir haben nur trainiert.“ verteidigte sich Alex.
„Wegen der Herausforderung?“ folgerte Rose.
„Genau!“ bestätigte Danny.
„Wollt ihr etwa an diesen Duellen teilnehmen?“ erkundigte sich Rose unsicher.
Danny zuckte mit den Schultern.
„Erst mal müssen wir ja wissen wie das mit den Duellen ablaufen soll.“ meinte Danny.
„Aber was auch immer unser Opa vorhat: Wir wollen bereit sein.“ sagte Alex kämpferisch.
„Kann ich ja verstehen.“ knurrte Kara. „Aber in den letzten Tagen wart ihr wirklich keine angenehme Gesellschaft. Bei euch ging es nur noch um Duelle.“
„Naja, in jedem Fall dürfte sich das gut machen, wenn es um VgdK geht.“ hielt Alex dagegen. „Das solltest du als strebsame Ravenclaw doch eigentlich gut finden. Ihr habt doch diesen Wettkampf wenn es um die Hauspunkte geht und…..“
Weiter kam Alex nicht denn Kara warf sich auf ihre Schwester und begann sie durchzukitzeln.
Während die Danvers-Schwestern noch miteinander rangen betraten auch Albus und James das Abteil.
„Noch was frei hier?“ fragte Albus.
„Setzt euch.“ meinte Danny. „Meine Cousinen bringen sich nur gerade gegenseitig um.“
Albus Ankunft lenkte Kara allerdings dann doch soweit ab, dass Todesfälle ausblieben.
„Fehlt nur noch Scorpius.“ stellte Rose fest.
„Der stößt erst in Hogwarts zu uns.“ erklärte Al.
„Warum das denn?“ wollte Danny wissen.
„Das wüsstest du wenn du und Alex nicht nur mit Duellen beschäftigt gewesen wärt.“ unkte Kara.
„Hört mir bloß auf mit Flüchen und Duellen.“ schnappte James und hielt sich dann schnell ein Taschentuch vor die Nase.
Aus irgendeinem Grund fand Albus dieses Verhalten seines Bruders sehr komisch.
„Was ist denn nun mit Scorpius?“ fragte Rose.
„Er hat eine Schuhutie geschickt und alles erklärt.“ meinte Kara. „Sein Großvater hat dieses alte Hotel in London wieder verkauft und will jetzt ein Anwesen oben in Schottland kaufen. Da hatten sie einen Besichtigungstermin und da das gut mit unserer Rückkehr nach Hogwarts zusammenfiel haben die Malfoys in Hogsmead übernachtet. Da wäre es ja blöd, wenn euer Freund Scorpius erst zurück nach London gekommen wäre um dann wieder mit dem Zug in den Norden zu fahren.“
„Stimmt.“ gab Danny seiner Cousine recht. „Aber sag mal Kara…warum liest du eigentlich meine Nachrichten?“
„Naja, mir war langweilig.“ meinte der Dreizehnjährige mit Unschuldsmine.
Bevor Danny jedoch zum Angriff auf seine Cousine ansetzen konnte geschah es.
James wurde von einem Kräftigen Niesen geschüttelt und eine gewaltige Welle an Daunenfesern schoss ihm aus der Nase.
„Yes!“ begeistert riss Albus die Arme hoch.
„Dein Mitleid ist wirklich überwältigend Brüderchen.“ unkte James und wischte sich eine Daunenfeder von der Nasenspitze.
„James?“ fragte Danny.
„Müssen wir uns Sorgen machen?“ wollte Rose wissen während sie sich einige Federn aus den roten Haaren fischte.
„Das ist Lilys Schuld.“ seufzte James.
„Unsere kleine Schlange von Schwester.“ kicherte Albus. „Sie hat sich in den Kopf gesetzt bei den Duellen gegen diese Duellgesellschaft mitzumachen.“
„Sie steht ja voll auf Hogwarts und will die Ehre der Schule verteidigen.“ meinte James genervt. “Als ob McGonagall eine Zwölfjährige antreten lässt. Eine Zweitklässlerin!“
„Sie ist auf jeden Fall fest entschlossen.“ beharrte Albus. „Und sie hat fleißig Flüche geübt.“
„Noch so eine!“ stöhnte Kara.
„Lass mich raten…“ grinste Danny an James gewandt. „Du bist ins Kreuzfeuer geraten.“
„Bist ein aufgeweckter Bursche Huntington.“ grummelte James. „Es stimmt was man über Slytherins sagt. Die kennen einfach mehr Flüche als der Rest von uns. Der der mich erwischt hat sorgt dafür das dir Federn aus der Nase schießen jedes Mal wenn du niesen musst. Und der Fluch sorgt dafür, dass du musst.“
„Wardt ihr im St. Mungo?“ wollte Danny wissen.
„Ja, waren wir.“ seufzte James. „Die meinen, es würde nicht lohnen den Fluch durch Magie voll zu brechen. Sie meinen, dass das in ein paar Tagen von selbst aufhört.“
„Sie haben nur den Drang zu niesen reduziert.“ meinte Albus mit vor unterdrücktem Lachen bebender Stimme. „Und das war bitter nötig. Dank dem Fluch musste James nämlich im Schnitt zehn Mal pro Minute niesen. Unser Haus sah aus als hätte es geschneit. Überall Federn! Kreacher war am Rande eines Nervenzusammenbruchs.“
„Tante Ginny war sicher begeistert!“ kicherte Rose.
„Oh ja, das war sie.“ gluckste Albus. „Sie hat Lily gedroht ihren Zauberstab einzukassieren und sie mit einem Essstäbchen von einem China-Restaurant nach Hogwarts zurück zu schicken, wenn es nochmal zu so einem „Unfall“ kommen sollte.“
„Klingt noch recht milde für Tante Ginny.“ bewertete Rose.
„Das meiste von ihrem Pulver hat Onkel George abbekommen.“ brummte James.
„Was hat der jetzt damit zu tun?“ wollte Danny wissen.
„Er war begeistert von Lilys Fluch und Mum hat ihn dabei erwischt wie er Lily eine ganze Wagenladung Schokofrösche versprochen hat, wenn sie ihm die Zauberformel verrät.“
„Albus konnte das Lachen nun nicht mehr unterdrücken.
„Ja!“ gluckste er. „Er will den Fluch in seine neuste Generation von Kaugummi mit magischer Überraschung einarbeiten. Er meinte dieser Federschneesturm würde perfekt zu Pfeferminzgeschmack passen.“
Nun gab es kein Halten mehr.
Schallendes Gelächter brach im Abteil aus.
James bewies, dass er als Scherzbold nicht nur austeilen, sondern auch einstecken konnte und lachte mit. Dabei flogen ihm allerdings noch vereinzelt Federn aus der Nase.
„Und was hat Tante Ginny mit Onkel George gemacht?“ fragte Rose während sie sich die schmerzenden Rippen hielt.
„Sie hat ihm was verpasst das gut zu Kirschgeschmack passen würde.“ meinte James trocken.
Unter dem warmen Gelächter der Freunde setzte der Hogwarts-Express sich nun in Bewegung und dampfte aus dem Bahnhof.
Wie gesagt: Sehr kurz aber besser als nichts.
Hoffe es hat euch trotz der Kürze gut gefallen und bis zum nächsten mal.
Habt einen guten Start in die neue Woche und ins neue Jahr.