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Der Schiedsrichter

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Der Schiedsrichter

Ja, es gibt mich tatsächlich noch.

Sorry aber die Arbeit hat mich total in Beschlag genommen.

Besonders die letzte Schicht war der Hammer.

Aber nun ohne weitere Vorrede geht es nun weiter.

Als der Zug aus dem Bahnhof herausdampfte verabschiedete sich Danny kurz von seinen Freunden. Er wart der Vertrauensschüler der Hufflepuffs und musste seinen Pflichten nachkommen.

Auf dem Gang traf er Pierce Underwood den Schulsprecher.

„Ah, Huntington!“ grüßte der ältere Schüler. „Behälst die Gänge im Auge? Gut! Sehr gut. Wir müssen uns nicht im Abteil für Vertrauensschüler zusammenhocken. Gibt im Grunde keine neuen Anweisungen. Oh, da ist ja auch Enthwihistle.“

Tatsächlich betrat Mandy gerade zusammen mit Isis Parkinson den Waagong in dem Danny und Pierce gerade standen.

„Weiter vorne alles unter Kontrolle.“ erklärte Mandy. Sie blickte noch etwas schüchtern zu Danny. Ihr „Höhenflug“ nachdem sie ihr Abzeichen bekommen hatte war ihr offenbar immer noch etwas peinlich.

Danny hatte allerdings beschlossen ihr das nicht weiter vorzuwerfen.

Er war doch selbst froh, dass diese Sache ausgestanden war. Warum er künstlich am Leben halten?

Isis nickte indes und fügte an: „Alles vergleicht seine Weihnachtsgeschenke.“

„Wunderbar.“ lächelte Pierce. „Naja, nach den Weihnachtsferien ist eigentlich immer Ruhe auf den Gängen.

„Hast du denn die Feiertage gut verbracht Isis?“ fragte Danny. „Wie war es bei den Malfoys?“

„Ziemlich cool!“ grinste Isis. „Scorpius Mum war echt total nett und sein Dad auch. Die Ankunft vom alten Mr Malfoy hat natürlich für viel Wirbel gesorgt. Scorpius Dad war schon irgendwie froh, dass er wieder Kontakt mit seinem Dad hat aber es gibt da einige Spannungen. Deshalb glaube ich auch, dass es ne gute Idee ist, dass der alte Mr Malfoy für sich und seine Tochter dieses Anwesen im Norden kaufen will. Scorpius wird mir sicher alles drüber erzählen.“

„Wo ist Malfoy eigentlich?“ erkundigte sich Pierce. „Er sollte doch auch etwas auf den Gängen unterwegs sein.“

„Das kann er leider nicht Pierce.“ erklärte Danny. „Er ist gar nicht im Zug.“

„Stimmt.“ übernahm Isis und erklärte, warum der junge Malfoy erst auf Hogwarts zu ihnen stoßen würde.

Während sie erzählte schlug sich Pierce mit der Handfläche vor die Stirn.

„Natürlich!“ er stöhnte. „Malfoy hatte mir sogar eine Eule geschickt das er nicht im Zug sein würde. Bei Merlins Bommelmütze! Ich werde alt und vergesslich.“

Kopfschüttelnd ging er davon.

„Alt und vergesslich?“ fragte Mandy kichernd.

„Tja, er ist in der Siebten.“ meinte Isis mit Trauer in der Stimme.

„Wenn man das Alter erreicht geht es nur noch abwärts.“ grinste Danny.

„Freut mich aber für dich, dass du bei den Malfoys gut untergebracht bist Isis.“ sagte Mandy freundschaftlich. „Wist denn schon geklärt wo du den Sommer verbringst?“

Isis nickte.

„Ich ziehe zu meiner Schwester.“ erklärte sie. „Ihre Mitbewohnerin ist einverstanden und ihre Wohnung ist groß genug. Ist ja auch nur für zwei Monate im Jahr.“

„Und wie geht es deiner Mutter?“ fragte Danny vorsichtig.

Isis seufzte.

„Sie hat wegen ihrer Schulden die Gringotts-Bank um Vermittlung gebeten. Gringotts hat ja guten Kontakt zu den meisten Kobold-Familien. Sie haben sich auf einen Abzahlungs-Plan geeinigt. Mum ist aber trotzdem wütend auf die ganze Welt. Jeder zweite Satz beginnt bei ihr mit: Es ist so unfair!“

„Kann ich nicht ganz verstehen.“ meinte Mandy vorsichtig. „Isis, ich will jetzt echt nichts falsches sagen aber deine Mum hat die Schulden doch.....“

„Selbst gemacht!“ vollendete Isis. „Musst gar nicht so vorsichtig sein Enthwihistle. Das hat Cleo auch versucht meiner Mutter klar zu machen. Sie musste sich einmal mit ihr Treffen. Mum musste ein paar Dokumente unterschreiben die klären, dass ich jetzt bei Cleo wohne. Es ging da so um organisatorische Dinge. Wer darf meine Zeugnisse unterschreiben? Wer wird benachrichtigt wenn ich einen Unfall habe usw.

Naja, Mum war auf jeden Fall total uneinsichtig. Für sie war es mehr als hätte sich die ganze Welt gegen sie verschworen und was gäbe Kobolden überhaupt das Recht Forderungen an eine Hexe zu stellen. Sie hat sich dann noch darüber ausgelassen, dass das alles nur der windelweichen Politik der gegenwärtigen Ministerin geschuldet wäre. Ein Minister mit wahrem Zaubererstolz hätte verhindert das die Kobolde so frech werden.“

„Na, das lass mal besser nicht meine Freundlin hören.“ brummte Danny.

„Hab ich nicht vor.“ grinste Isis. „Und nur um das klarzustellen: Ich finde diese Einstellung von Mum furchtbar. Kobolde sind sicher nicht jedermannns Sache aber Schulden sind nun mal Schulden.“

„So sehe ich das auch.“ meinte Mandy.

„Naja, wenigstens hält Mums neuer Job sie davon ab zu viel Zeit allein zu verbringen.“ seufzte Isis. „Das täte ihr nicht gut.“

„Was für einen Job hat sie denn?“ wollte Danny wissen.

„Sie arbeitet jetzt in der Winkelgasse in der Botique von Madame Malkin.“ erklärte Isis. „Auf der einen Seite ist das eigentlich ok. Mode war schon immer Mums Ding und das Geld stimmt.“

„Aber?“ fragte Danny.

„Aber Mum hasst es trotzdem.“ seufzte Isis. „Zum einen findet sie es furchtbar, dass sie als Tochter einer alten reinblütigen Familie überhaupt arbeiten muss und zum anderen.....naja...Zu Mums Kunden gehören jetzt ihre ganzen Schikimicki-Freundinen mit deinen sie vorher ihr Gold bei den Kobolden durchgebracht hat.“

„Lass mich raten,“ brummte Danny. „Diese Schnepfen lassen keine Chance aus um deine Mum zu Pisacken und ihr zu zeigen, dass sie jetzt nicht mehr zum Club gehört.“

„Ganz genau.“ bestätigte Isis.

„Da sieht man  was für gute Freunde das waren.“ meinte Mandy bekümmert. „Damit hab ich ja auch Erfahrungen gemacht.“

Etwas unsicher blickte sie zu Danny.

„Du hast daraus gelernt und weisst es nun besser.“ beschwichtigte dieser.

Mandy wirkte erleichtert.

In diesem Moment betraten John Barneby und Santos Honduras den Gang aus einem der angrenzenden Wagen. Kaum hatten sie Danny entdeckt traten sie schon zur Gruppe.

„Gut das wir dich treffen Danny.“ meinte Santos und John übernahm:

„Sagt mal hast du von dieser Sacht auf dem Weihnachtsball des Ministeriums gehört? Angeblich hat es da einen Vorfall gegeben und auch Hogwarts soll betroffen sein. Rose ist doch deine Freundin. Wir dachten du hast vielleicht was mitbekommen.“

„Da fragst du genau den Richtigen.“ meinte Isis und blickte zu Danny.

Dieser seufzte.

„Mein Großvater ist dafür verantwortlich.“ räumte er ein und erzählte seinen Mitschülern die ganze Gesichte.

„Ist ja widerlich was sich dein Opa da für deine Cousinen überlegt hatte.“ meinte Isis entsetzt. „Und ich dachte meine Mutter wäre schlimm was ihre Ansichten angeht!“

„Das kannst du laut sagen Parkinson.“ gab Mandy ihrer Mitschülerin recht.

„Und jetzt eine Herausforderung zum Duell weil er nicht bekommen hat was er will?“ Santos konnte es nicht fassen. „Und da behauptet Amerkia immer die forschrittlichtste Gemeinschaft in der magischen Welt zu sein.“

„Amerika behauptet so einiges.“ murmelte Danny. „Aber wenn ich durch meine Cousinen eines über die „neue Welt“ gelernt habe, dann, dass sie zwei Seiten hat. Eine moderne und aufgeklärte und eine zutiefst konservative.“

„So sieht es wohl aus.“ seufzte Isis.

„Jetzt also Duelle.“ brummte Santos.

„Ohne mich!“sagte John Barneby überraschend heftig.

Danny erschrack regelrecht als er John anblickte.

Kaltes Grauen war seinem Mitschüler ins Gesicht geschrieben.

Danny verstand sofort. Duelle brachten für John eine schreckliche Erinnerung mit sich.

Im letzten Jahr hatte Professor Gravenstein die Schüler in Duellen praktische Erfahrungen sammeln lassen.

Die Situation war schrecklich eskaliert als John unter schwarzmagischen Einfluss geraten war. Er war nicht verantwortlich gewesen für sein Handeln aber letztlich war sein Mitschüler Conner Rivers zu Tode gekommen.

Ein Umstand der John fast dazu gebracht hätte Hogwarts für immer zu verlassen.

„Von Duellen will ich nichts mehr wissen!“ verkündete er entschlossen. „Ich ziehe VgdK jetzt noch bis zu den ZAGs durch. Das muss ich leider! Aber dann wähle ich das Fach ab und will nie wieder etwas von Flüchen oder Kampfmagie hören. Ich will Tierheiler werden da brauche ich das nicht im UTZ.“

Mit diesen Worten verabschiedete sich John und ging davon.

Auch Santos verabschiedete sich und eilte seinem Freund nach.

„Armer John.“ meinte Mandy. „Das sitzt tief bei ihm.

Danny konnte ihr da nur zustimmen.

Glücklicherweise verlief der rest der Rückreise ereignislos.

Allerdings blieb es nicht das einizige Mal, dass Danny auf die bevorstehenden Duelle angesprochen wurde.

Manche Schüler wussten über Verwandte die im Ministerium arbeiteten bereits bescheid, andere waren sich der Tatsache bewusst, dass Danny der Freund von Rose war und jeder wusste, dass Rose die Tochter der Ministerin war.

Mit jeder Meise die der Rug nun zurücklegte schienen die Schüler mehr und mehr von der Aussicht auf die bevorstehenden Duelle gefangen zu sein.

„Das ließ sich wohl nicht vermeiden.“ meinte Kara bekümmert als Danny ins Abteil zurückkehrte und seinen Freunde berichtete.

„Nein, vermutlich nicht.“ seufzte Alex. „Aber wie dem auch sei: Bloß nicht einschüchtern lassen Schwesterherz.“

Schließlich erreichte der Zug den Bahnhof von Hogsmeade und die Kutschen brachten die Schüler zur Schule.

Schließlich waren alle Schüler an den Haustischen versammelt.

Bevor jedoch das Essen serviert wurde erhob sich McGonagall an der Lehrertafel.

Sofort hatte die Schulleiterin die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Schüler.

Jedem war klar, dass man nun mehr über die anstehenden Duelle erfahren würde.

„Liebe Schüler!“ hob McGonagall an. „Es freut mich sie alle hier wieder begrüßen zu dürfen. Leider habe ich nicht nur die üblichen Begrüßungsworte für sie. Wie einige von ihnen bereits wissen wurde eine Herausforderung gegen unsere Schule ausgesprochen. Die Duellgesellschaft „Wächter der Mayflower“ wünscht sich mit uns zu messen.

Ich muss ihnen allen gestehen, dass ich dieser Herausforderung mit äußerst gemischten Gefühlen gegenüber stehe. Unsere Schule hat stürmische Zeiten hinter sich und besonders der Schrecken den wir im letzten Jahr durchgestanden haben ist mir, und sicherlich auch ihnen, noch sehr gegenwärtig.

Allerdings ist Hogwarts noch nie vor einer Herausforderung zurück geschreckt. Nicht einmal als Lord Voldemort und all seine dunklen Kräfte diese Schule angefriffen haben sind wir zurück gewichen und wir werden es auch jetzt nicht tun.

Die „Wächter der Mayflower“ werden zehn ihrer Mitglieder auswählen und unmittelbar vor den Osterferien werden die Duelle stattfinden. Die Proffessoren Flitwick und Gravenstein werden die von uns bestimmten Campions trainieren und auf die Herausforderung vorbereiten. Deieses Training wird die Campions sehr fordern und ich rate das sich nur Schüler melden die eine gewisse Erfahrung mit Kampfmagie haben. Nun stellt sich natürlich die Frage wie wir die Campions unserer Schule auswählen wollen. Fairness war immer ein Teil meiner Politik und deshalb habe ich beschlossen ein altes magisches Artefakt zur Hilfe zu nehmen.“

Auf ein Zeichen McGonagalls hin erhob sich Professor Gravenstein und holte aus dem Nebenraum eine verzierte, pyramidenförmige Kiste.

McGonagall trat zu der Kiste, berührte sie mit der Spitze ihres Zauberstabes und die Pyramide öffnete sich.

Die Schulleiterin entnahm dem Behälter einen alt aussehenden Kelch diesen stellte sie auf einen Podest der von Professor Gravenstein beschworen worden war.

Ein weiterer Schwenk von McGonagalls Zauberstab und das innere des Kelches schien mit blauen Flammen gefüllt.

„Der Feuerkelch!“ flüsterte Albus neben Danny aufgeregt.

„Dies ist der Feuerkelch!“ erklärte McGonagall bevor Danny nachfragen konnte. „Einst wurde er geschaffen um die Auswahl der Campions von Hogwarts bei einer Veranstalltung durchzuführen die  sich Trimagisches Turnier nannte. Ein Wettkampf der wegen seiner Gefährlichkeit heute nicht mehr ausgetragen wird.

Wir haben die Magie des Kelchs modifiziert damit er nun die besten Kandidaten für die anstehenden Duelle auswählt.

Jeder der Teilnehmen will möge seinen Namen auf ein Stück Pergament schreiben und ihn in den Kelch werfen. Der Kelch wird ab morgen in der Eingangshalle aufgestellt.

Eine letzte Warnung: Jeder der ausgewählt wird ist zur Teilnahme verpflichtet. Mit dem Feuerkelch schließt man einen bindenden magischen Vertrag.“

Damit war McGonagalls ansprache beendet.

Danny blickte zum Tisch der Gryffindors herüber und entdeckte dort Alex.

Seine Cousine kritzelte bereits etwas auf ein Stück Papier.

Im Stillen traf Danny eine Entscheidung.

„Al, hast du mal ein Stück Pergament?“

Das war es für heute.

Ich hoffe es hat euch gefallen.

Habt eine gute Woche und bis bald.