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Die Auswahl beginnt

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Die Auswahl beginnt

Weiter geht es.

Auch wenn beruflich wieder einiges drunter und drüber geht habe ich was zusammen bekommen.

Viel Spaß.

Danny war wach, lange bevor sein Wecker klingelte.

Er schwang die Beine aus dem Bett, sorgte dafür, dass sein Wecker die übrigen Viertklässler nicht stören würde und brachte dann seine Morgenroutine hinter sich.

Als er in den Schlafsaal zurückkehrte herrschte emsige Betriebsamkeit.

„Alter!“ meinte Albus als er Danny sah. „Wie kann man bitte nur so früh wach sein?“

Danny hob grinsend die Schultern.

„Wenn du bei Nonnen aufgewachsen wärst die den Tag um fünf Uhr mit dem Morgengebet einläuten dann wärst du auch ein Frühaufsteher.“

„Na da hatte ich ja Glück.“ meinte Albus mit schiefem Grinsen und wies auf den beschrifteten Zettel auf Dannys Nachttisch.

„Immer noch fest entschlossen?“

Danny nickte.

„Willst du es auch versuchen?“ fragte er Albus.

Der junge Potter schüttelte den Kopf.

„Mum würde mich umbringen.“ sagte er. „Sie war ziemlich fertig nachdem was letztes Jahr bei den Duellen passiert ist. Erst versucht jemand Dad umzubringen und dann mich. Nee, kann ich ihr nicht antun. Außerdem....“

Albus hob die Schultern.

„Außerdem, haben wir zwar einiges durch Danny aber ich bin nicht der beste Duellant unserer Truppe. Ich denke da gibt es bessere Kandidaten. Scorpius sieht das ähnlich. Hab mit ihm gesprochen. Er will auch nicht antreten. Ich denke aber du hast eine Chance.“

„Meinst du?“ fragte Danny während er begann sich anzuziehen.

Er hatte die Morgentoilette bereits hinter sich.

Santos und John mussten sich noch waschen und verließen bereits den Schlafsaal.

„Auf jeden Fall.“ war sich Albus sicher. „Alter, du hast bereits in der Ersten einen Viertklässler im Duell geschlagen und dann letztes Jahr? Danny, du hast Voldemorts Sohn einen verdammt guten Kampf geliefert.“

„Da war aber auch immer viel Glück dabei.“ meinte Danny verlegen.

„Ist es bei Duell immer.“ beharrte Albus. „Aber mal im Ernst: Durch deinen Onkel und diese Kampfsportschule die du besucht hast, hast du einfach ein paar Tricks drauf die der Rest von uns nicht kennt.

Danny seufzte ergeben.

„Naja, wir werden sehen.“ inzwischen war er vollständig angezogen. „Ich werde mal nachsehen ob sie den Feuerkelch schon aufgestellt haben. Vielleicht kann ich dann meinen Namen einwerfen ohne das es ein großes Trahrah gibt.“

„Ein wahrer Hufflepuff.“ grinste Albus und griff sich seinen Waschbeutel.

Außerhalb des Schlafsaals trennten sich die beiden Jungen.

Albus ging sich Waschen während Danny den Gemeinschaftsbereich der Hufflepuffs verließ und sich auf den Weg zur Eingangshalle machte.

Am oberen Absatz der Treppe die aus dem Küchenbereich heraus führte wurde er bereits erwartet.

Rose und Kara waren dort.

„Bin wohl doch nicht der einzige Frühaufsteher.“ grinste Danny nachdem er Rose mit einem Kuss begrüßt hatte.

„Wir haben auf dich gewartet.“ lächelte Rose und schlang den Arm um Dannys Hüfte. Ihr Blick fiel auf das Stück Pergament in seiner Hand.

„Du willst antreten?“ fragte sie.

„Ich will es zumindest versuchen.“ bestätigte Danny.

„Mein Held.“ meinte Rose scherzhaft.

Danny erkannte aber durchaus Sorge in der Stimme seiner Freundin.

„So schlimm wird es schon nicht werden.“ sagte er daher tröstend und legte den Arm um Roses Schultern. „Das ist nicht wie letztes Jahr als wir um unser Leben gekämpft haben. Bei diesen Duellen gibt es schließlich Regeln und keiner der Kämpfe geht bis zum Tod oder so.“

„Stimmt schon.“ seufzte Rose. „Aber irgendwie traue ich eurem Großvater nicht. Der hat sicher was in der Hinterhand.“

„Gut möglich.“ brummte Danny. „Aber unser lieber Opa ist auch der Grund warum ich mitmachen will.“

„Das ist auch Alex Argument.“ seufzte Kara. „Ich hab gestern Abend noch mit ihr geredet bevor wie uns in die einzelnen Gemeinschaftsbereiche verdrückt haben. Sie hätte am liebsten gleich gestern ihren Namen in den Feuerkelch geworfen aber Professor Gravenstein meinte, dass der Kelch erst heute bereit wäre Namen von Kandidaten zu empfangen. Ich wette wir treffen sie gleich in der Eingangshalle. Bei ihr kann ich das ja auch voll verstehen.“

Kara seufzte.

„Alex würde das nie zugeben aber die ganze Sache mit....ihr wisst schon....was Opa sich da für sie und für mich zurecht gelegt hatte?“

Danny und Rose nickten und befreiten Kara damit von der Pflicht diese ganze Angelegenheit nochmal im vollen Umfang auszubreiten.

„Naja,“ meinte die jüngere der Danvers-Schwestern. „Es hat sie jedenfalls tief getroffen. Alex ist eine „Macherrin“! Sie ist jemand der anpackt und keine Ruhe gibt bis ein Problem gelöst ist. Bei dieser ganzen Angelegenheit letzten Sommer hat sie sich so hilflos gefühlt. Es gab einfach nichts was sie oder ich tun konnten. Nicht als wir unsere Zauberstäbe abgeben mussten, nichts als wir unsere Schulumhänge für Ilvermorny zurückgeben mussten und auch nichts als wir zusehen mussten wie es Dad immer schlechter ging.“

„Das muss wirklich furchtbar für euch gewesen sein.“ sagte Rose verständnisvoll.

„War es.“ bestätigte Kara. „Alex will sich jedenfalls nie wieder so fühlen. Für sie ist diese Herausforderung wie ein Angriff auf unser neues Leben hier und das will sie sich nicht gefallen lassen. Ich kann ihre Sichtweise durchaus verstehen. Im Grunde siehe ich es ähnlich aber ich bin nicht die Kämpferin der Familie.“

„Ich kann es auch gut verstehen. Hogwarts ist mein Zuhause.“ erklärte Danny. „Trotz allem was wir hier in den letzten Jahren so alles durchgemacht haben, habe ich mich noch nie irgendwo so wohl gefühlt. Großvater greift dieses Zuhause an und das werde ich nicht zulassen.“

Rose seufzte und schmiegte sich etwas näher an Danny.

„Pass nur bitte auf dich auf.“ bat sie.

„Keine Sorge.“ versicherte Danny. „Außerdem ist ja noch gar nicht sicher ob ich wirklich ausgewählt werde. Es machen bestimmt auch welche aus den höheren Klassen mit und die haben einfach mehr drauf ich. Erst mal abwarten.“

Gemeinsam setzten die Drei ihren Weg fort und erreichten bald die Eingangshalle.

Dort herrschte bereits rege Betriebsamkeit.

Unter den wachsamen Augen von Professor Gravenstein beschworen zwei Hauselfen gerade ein Podest.

Danny konnte es nur vermuten aber er war sich sicher, dass der Feuerkelch bald auf der Spitze des Podestes stehen würde.

„Was habe ich euch gesagt?“ meinte Kara und wies auf den Absatz der großen Freitreppe.

Alex hatte es sich dort bequem gemacht. Ihr dunkler Schulumhang lag auf der Schultasche neben der Vierzehnjährigen und die Ärmel ihrer weißen Bluse hatte Alex bis zu den Ellenbogen aufgerollt. Gedankenverloren drehte sie das Stück Pergament mit ihrem Namen zwischen den Fingern.

„Morgen junge Löwin.“ grüßte Danny seine Cousine. „Kann es sein, dass wir aus dem selben Grund hier sind?“

Vielsagend präsentierte er das Stück Pergament mit seinem Namen.

Alex lachte und zeigte ebenfalls ihr Pergament.

„Wäre doch schade wenn unser ganzes Training für die Katz wäre Dachs-Bro.“ meinte sie.

„Ich sehe es mangelt nicht an vielversprechenden Kandidaten.“ lächelte Professor Gravenstein der die Unterhaltung der Jugendlichen mitgehört hatte. „Sie können ihre Namen gleich einwerfen. Sobald ich den Kelch auf das Podest gestellt habe ist er bereit.“

„Dann gibt es diesmal auch keine Alterslinie?“ fragte Rose.

„Ah, Miss Weasley. Gut informiert wie immer.“ lachte Gravenstein. „Nein, diesmal nicht.“

„Was ist das denn, eine Alterslinie?“ wollte Kara wissen.

„Als der Kelch das letzte mal benutzt wurde sollte hier auf Hogwarts ein Trimagisches Turnier abgehalten werden. Diese Veranstaltung was damals schon umstritten weil die Herausforderungen für die Campions nicht ungefährlich waren. Das ist auch der Grund warum es heute nicht mehr abgehalten wird. Eltern reagieren im allgemeinen nicht gut darauf wenn man ihre Kinder in Gefahr bringt. Erst recht nicht zu Unterhaltungszwecken.“

„Deshalb will Tante Ginny auch nicht das Lily an den Duellen teilnimmt.“ warf Rose ein. „Sie meint für eine Zweitklässlerin wären auch die Duelle noch zu gefährlich.“

„Wir tun natürlich alles um die Teilnehmer zu schützen. „ versicherte Professor Gravenstein.

„Das überrascht mich aber.“ sagte Danny. „Lily hat doch auf der Fahrt nach Hogwarts immer verkündet, dass sie mitmachen will.“

„Hat sie auch vor.“ erwiderte Rose.

„Aber ihre Mutter....“ hob Kara an.

„Wir reden von Lily.“ sagte Rose trocken.

„Ah, die Potter-Prinzessin von Slytherin lässt sich nicht aufhalten.“ verstand Danny.

„Durch nichts und niemanden.“ grinste Rose. „Arme Tante Ginny. Deshalb wollte ich auch das mit der Alterslinie wissen. Ich dachte das man meine Cousine vielleicht so aufhalten kann.“

„Tut mir leid Miss Weasley.“ lächelte Professor Gravenstein. „Aber diesmal gibt es keine Alterslinie. Damals beim Trimagischen Turnier hatte man ja festgelegt, dass man erst Bewerber ab einem gewissen Alter zulassen würde. Wir haben das auch hier erwogen aber die Wächter der Mayflower lassen jeden aus ihrer Nachwuchs-Gruppe als Bewerber zu. Das beinhaltet Rekruten die teilweise erst zwölf Jahre alt sind. Daher lassen auch wir Bewerber wie ihre Cousine zu Miss Weasley.“

„Arme Tante Ginny.“ wiederholte Rose.

„Nun mal nicht vor den Schlägen weinen.“ beschwichtigte Professor Gravenstein. „Es

gibt zwar keine Alterslinie aber nur weil man sein Pergament in den Kelch werfen darf bedeutet das nicht das man auch an den Duellen teilnimmt. Sehen sie, der Kelch wählt nicht einfach zufällig Kandidaten aus. Der sprechende Hut beispielsweise entscheidet ja auch nicht willkürlich, wer in welches Haus kommt. Er wählt das Haus wo der entsprechende Schüler am besten hinpasst. Der Feuerkelch hat gewisse Kriterien nach welchen er auswählt. Erfahrung im Duell, magische Kenntnisse und gewisse charakterliche Eigenschaften. Entschlossenheit zum Beispiel.

Ihre Cousine Miss Weasley mag die Entschlossenheit haben aber ihr magisches Wissen und ihre Erfahrung ist doch noch recht begrenzt. Da wird es sicher bessere Kandidaten geben.“

„Also ist für deine Tante noch nicht alle Hoffnung verloren.“ grinste Danny und drückte Rose kurz an sich.

„Ganz sicher nicht.“ lächelte Gravenstein. „Und es ist gut so, dass wir sorgfältig auswählen. Die Wächter der Mayflower werden sicher auch keine Zwölfjährigen gegen uns antreten lassen. Ganz gleich welche Methode sie anwenden: Sie werden versuchen die Besten gegen uns zu versammeln. Daher müssen auch wir darauf achten, dass wir eine Auswahl zusammenstellen die austeilen und einstecken kann.“

In diesem Augenblick machte einer der Hauselfen Professor Gravenstein ein Zeichen.

Der Podest war bereit den Feuerkelch zu empfangen.

Unter den Augen der wartenden Schüler platzierte Professor Gravenstein den Kelch auf der Spitze des Podestes und trat dann mit einer einladenden Geste zurück.

Inzwischen war die Eingangshalle gut gefüllt und sofort traten Schüller vor und warfen Pergamentstücke in die Flammen des Kelches.

Rose verdrehte die Augen als sie Lily vortreten sah.

Die Zwölfjährige musste sich auf die Zehenspitzen stellen um ihr Pergament in den Kelch zu werfen.

Danny spürte wie Alex Blick sich auf ihn richtete.

Bedeutungsvoll nickte er seiner Cousine zu.

Gemeinsam traten sie vor den Kelch und warfen ihre Namen in die blauen Flammen.

Das war es für heute.

Hoffe es hat euch gefallen.

Wieder wünsche ich euch eine gute Woche und bis zum nächsten Mal.