Die Campions
Die Campions
Endlich bin ich wieder zum Schreiben gekommen.
Stressige Tage liegen hinter mir und ganz bin ich noch nicht über den Berg.
Hoffe es wird euch trotzdem gefallen auch wenn es etwas kurz geraten ist.
Viel Spaß.
Danny spürte wie seine Ohren brannten als Applaus für in durch die Eingangshalle brandete.
Er hatte das durchaus ernst gemeint:
Er stand nicht gerne im Mittelpunkt. Es erinnerte ihn immer etwas an seine Zeit im St Georg Waisenhaus. Dort war er der Außenseiter gewesen. Die anderen Heimbewohner hatten ihn zwar nicht gefürchtet aber es hatte die merkwürdigen Vorfälle gegeben als sich erste Spuren von Magie bei ihm gezeigt hatten. Das war genug gewesen um die anderen Kinder auf Abstand zu halten.
Zu ihm gekommen waren sie nur wenn es darum ging mit der Heimleitung zu sprechen.
Darin war Danny schon immer gut gewesen. Er konnte sich gut ausdrücken und war schon immer selbständig gewesen.
Aber dieser Umstand hatte Danny eben auch in solchen Situationen in den Mittelpunkt gerückt.
Eine Rolle in der Danny sich nicht wohl fühlte.
Wenn es hier nicht um seinen Großvater ginge, der hatte die Herausforderung zum Duell schließlich ausgesprochen, hätte Danny es wohl wie seine Freunde gemacht und sich lieber auf das Anfeuern beschränkt.
Aber der Umstand, dass einer seiner Verwandten Hogwarts herausgefordert hatte änderte die Sache. Nun war es etwas Persönliches.
Danny hatte sich inzwischen durch die Menge der Schüler gekämpft die ihm gute Wünsche zuriefen und betrat die große Halle.
„HA!“ verkündete Roxy kaum das sie Danny erkannte. „Wusste ich es doch! Der Feuerkelch weiß ganz offensichtlich was er tut.“
Danny zwinkerte Roxy dankbar zu. FJs kleine Schwester kannte Danny seit seinem zweiten Jahr.
Er ließ kurz den Blick über die anderen Campions schweifen.
Noch gab es offenbar Berührungsängste.
Alex und Roxy saßen zusammen an einem der Haustische. Pryde Zabini und Isis Parkinson hatten sich ein Stück entfernt niedergelassen und Mati Patil stand etwas unschlüssig im Mittelgang.
„Und was hat dich geritten hier mitzumachen?“ fragte Danny Roxy.
Das Weasley-Mädchen hob übertrieben die Schultern.
„Ich wollte meinem Bruder beweisen, dass ich es draufhabe.“ verkündete Roxy. „Freddy hat nämlich gelacht, als ich gesagt habe, dass ich mitmachen will. Tja, jetzt lacht er nicht mehr. Ganz im Gegenteil. Er hat gekuckt als hätte der Hogwarts-Express ihn überfahren.“
In diesem Moment öffneten sich die Türen der großen Halle erneut und eine Schülerin aus Ravenclaw betrat die Halle.
„Lee!“ rief Mati Patil erfreut. „Freut mich, dass ich nicht der einzige Adler bin.“
Lee Chang lächelt Mati dankbar zu und gesellte sich zu ihm.
„Bin ich jetzt doch etwas überrascht.“ flüsterte Danny Alex zu. „Lee Chang ist in unserem Jahrgang. Im ersten Jahr hat es ja diesen Vorfall mit dem Drachen gegeben. Da war Lee ein totales Wrack. Ich meine, ich nehme ihr das nicht übel! Es war immerhin ein Drache aber ich hätte sie jetzt nicht so als Kämpferin eingestuft.“
„Da sieht man doch, dass auch du nicht alles mit bekommst Danny.“ warf Roxy ein. „Die Ravenclaws haben ihren eigenen kleinen Duellklub. Sie nennen den „gekreuzte Stäbe“! Eine Freundin von mir aus Ravenclaw hat davon erzählt. Sowas hat es vor langer Zeit schon mal hier auf Hogwarts gegeben. Lee war das echt peinlich wie viel Angst sie damals hatte als der Drache angriff. Deshalb ist sie diesem Klub beigetreten. Sie wollte sich nie wieder so hilflos fühlen.“
„Ok,“ meinte Danny. „Das kann ich verstehen. Sind da nur Ravenclaws bei den „gekreuzten Stäben?“
„Nö, da sind Schüler aus allen Häusern.“ erklärte Roxy. „Aber hauptsächlich aus meinem Jahrgang.“
Danny grinste in sich hinein. Er und seine Freunde waren also nicht die Einzigen, die ihre Zeit auf Hogwarts zum Abenteuer machten.
„Bist du auch bei den gekreuzten Stäben?“ wollte Alex wissen.
„Würde erklären warum der Kelch dich ausgewählt hat.“ steuerte Danny bei.
Roxy grinste und spielte mit einem ihrer „Rasierpinsel“-Zöpfe.
„Mein Dad sagt immer: Gib nie etwas zu das dir Hausarrest einbringen könnte.“ meinte Roxy. „Mum würde es sicher nicht gerne sehen, dass ich in einem nicht genemigten Duellklub bin wo man sich ständig prügelt.“
„Solltest du dann überhaupt in so einem Klub mitmachen?“ fragte Danny gedehnt.
„Eine weitere Weisheit von meinem Dad:“ hielt Roxy dagegen. „Das meiste was Spaß macht ist verboten. Gönn dir Spaß aber lass dich nicht erwischen.“
„Worte der Weisheit.“ lachte Alex.
„Dad hat aus diesen Prinzipien ein erfolgreiches Geschäft gemacht.“ grinste Roxy.
Wieder öffnete sich die Tür und zu Dannys Überraschung betrat Santos Honduras, Dannys Stubenkandidat, die große Halle.
„Santos!“ grüßte Danny. „Ich wusste nicht, dass du dich auch beworben hast.“
„Hab es auch nur John erzählt.“ murmelte Santos und kratzte sich verlegen am Hinterkopf.
„Warum willst du mitmachen?“ fragte Alex freundlich.
Santos atmete tief durch.
„Meine Eltern mögen keine Magie.“ erklärte Santos schließlich. „Danny kennt die ganze Geschichte aber sagen wir einfach es war äußerst unschön. Ich hab das damals in der Ersten noch gar nicht so verstanden…vielleicht hab ich es auch nicht an mich rangelassen aber es hat mich schon tief getroffen. Meine Eltern haben mich quasi gezwungen mich zu entscheiden. Entweder sie oder die Magie.“
Santos rang kurz die Hände. Es war klar, dass das was er da sagte ihm ziemlich an die Nieren ging.
„Es ging mir nie um Macht oder so aber ich konnte mich nicht gegen die Magie entscheiden. Sie ist ein Teil von mir. Zum Glück konnte ich ja bei meiner Tante wohnen aber erst hier in Hogwarts hab ich mich wieder zu Hause gefühlt. Niemand greift mein Zu Hause an!“
Danny musste kräftig schlucken.
Das war ein Beweggrund den er sehr gut verstehen konnte!
Erneut öffneten sich die Türen und Schüler aus Gryffindor betrat die Halle.
„HALLLO Campions!“ grüßte er in die Runde und reckte siegesgewiss die geballte Faust empor.
„Hallo Alan.“ grüßte Alex. „Ich darf vorstellen: Alan Savage.“
„Hüter der Hausmannschaft von Gryffindor und bereit in ein paar amerikanische Ärsche zu treten!“ verkündete Alan begeistert und meinte dann an Alex gewandt: „Nicht beleidigt sein Danvers.“
„Bin ich nur wenn du in den falschen amerikanischen Arsch trittst Alan.“ grinste Alex.
„Ich werde mich beherrschen.“ versprach der junge Gryffindor.
Danny war klar warum Alan sich beworben hatte:
Für ihn war es einfach ein Wettkampf und offenbar liebte dieser Schüler sportliche Herausforderungen.
Nun, daran war ja auch nichts verkehrt.
Danny empfand es sogar als recht angenehm, dass nicht jeder diese Herausforderung als eine Blutfede sah.
Ein letztes Mal öffnete sich die Tür der großen Halle und eine Schülerin aus Slytherin betrat die Halle.
Danny vermutete, dass sie die Älteste der Gruppe war. Er schätzte das Mädchen auf 16 bis 17 Jahre. Vermutlich also sechste Klasse.
„Morgana!“ grüßte Pryde die Schülerin. „Freut mich das du dabei bist.“
„Mich auch.“ meinte die Angesprochene und blickte dann in die Runde.
„Freut mich!“ meinte sie in die Runde. „Ich bin Morgana Selden. Slytherin.“
„Damit wären wir dann komplett.“ bewertete Mati Patil.
„Damit wäre vor allem Lilys Tag ruiniert.“ raunte Danny Alex zu die daraufhin leise kicherte.
„Lily?“ fragte Morgana. „Du meinst die kleine Potter?“
„Genau die.“ bestätigte Danny. „Sie hat sich auch beworben.“
Morgana lachte leise.
„Nun, sie hat auf jeden Fall die Ambition einer echten Schlangenschwester aber für diese Sache braucht sie denke ich noch etwas mehr Erfahrung. Auch wenn sie das wohl anders sieht.“
„Ich sehe die Potter-Prinzessin ist auch unter den Schlangen eine Größe.“ stellte Danny fest.
„Ist sie!“ bestätigte Morgana. „Die Kleine hat Selbstvertrauen.“
Zu weiteren Unterhaltung kam es nicht denn erneut öffnete sich die Tür und Schulleiterin McGonagall betrat die Halle gefolgt von den Professoren Gravenstein und Flitwick.
„Bitte treten sie etwas näher.“ forderte McGonagall und wartete bis sich die ausgewählten Schüler um sie versammelt hatten.
Bedeutungsvoll blickte McGonagall in die Runde.
„Meine Damen, meine Herren, sie sind also die Auserwählten des Feuerkelchs. Ich muss ihnen nicht sagen, dass sie eine große Verantwortung auf sich geladen haben. Die Wächter der Mayflower setzen sich aus Vertretern von hoch angesehenen magischen Familien zusammen. Wir können davon ausgehen, dass es öffentliches Interesse an diesem Wettkampf geben wird.“
„Dafür dürfte mein Großvater bereits gesorgt haben.“ murmelte Danny.
„Dann ist es wahr was man so auf den Fluren munkelt?“ erkundigte sich Pryde Zabini. „Die Herausforderung stammt von deinem Großvater?“
„Warum das denn?“ wollte Lee Chang wissen.
Danny und Alex blickten sich kurz an, dann sahen sie zu McGonagall.
„Ich möchte ihre Privatsphäre nicht verletzen, ganz besonders nicht die ihre, Miss Danvers, aber sie alle werden sich dieser Herausforderung gemeinsam stellen müssen. Es wäre wünschenswert, wenn wir alle über die Umstände informiert wären.“
Alex atmete tief durch und faste die gesamte Geschichte für die Schüler zusammen, die sie noch nicht kannten.
Die Reaktionen fielen gemischt aus.
Alan Savage blinzelte als hätte man ihm einen Eimer kaltes Wasser über den Kopf geschüttelt.
„Und ich dachte hier ginge es nur um Sport.“ meinte er schließlich.
„Und ich dachte mein Großvater wäre schlimm wenn es um Traditionen geht.“ murmelte Morgana. „Muss ja echt heftig für deine Familie gewesen sein Danvers.“
„War es.“ versicherte Alex.
„Vor allem: was für einen armselige Rache!“ knurrte Pryde Zabini. „Euer Großvater hat vor Gericht verloren. Kein Duell wird daran etwas ändern! Es kommt doch ein Punkt wo man eine Niederlage mit Würde anerkennen sollte.“
„Ich bin ganz ihrer Meinung Mr Zabini.“ gab McGonagall dem jungen Slytherin recht. „Nun, wir werden diesem „Gentleman“ zeigen, dass Hogwarts sich zu wehren weiß. Die Professoren Gravenstein und Flitwick werden es auf sich nehmen sie auf die Herausforderung vorzubereiten. Es ist angedacht, dass sie sich fürs erste dreimal die Woche treffen. Sie werden an Verteidigungs- und Angriffsmagie herangeführt werden die über den Lehrplan hinaus geht. Ihr Training beginnt sobald wir einen geeigneten Übungsraum für sie ausgestattet haben. Man wird ihnen alles notwendige bei Zeiten mitteilen. Abschließend muss ich sie noch um eines bitten: Der Freundschaftliche Wettkampf zwischen den Häusern bestimmt unser Leben hier auf Hogwarts. Sie müssen diesen Konflikt nun hinter sich lassen. Sie vertreten bei diesem Wettstreit nicht ihr Haus. Sie vertreten unsere Schule!
Ich bin sicher sie werden das mit Mut, Intelligenz, List und Fairness tun. Sie haben was das betrifft mein volles Vertrauen.“
So, das war es mal wieder.
Damit wäre die Auswahl von Hogwarts komplett.
Ich hoffe sie gefällt euch.
Ich wollte in diesem Kap einfach die unterschiedlichen Motivationen beleuchten.
Ich hoffe ihr hattet Spaß mit dem Kap.
Habt einen guten Start in die neue Woche und bis bald.