Neue Zauberstäbe
Neue Zauberstäbe
Und wieder geht es weiter.
Heute wollen wir zwei jungen hexen mal neue Zauberstäbe besorgen.
Natürlich wird man sie dabei auch etwas besser kennenlernen.
Viel Spaß.
Alex und Kara hatten begeistert auf die Aussicht reagiert neue Zauberstäbe zu erhalten.
Danny konnte seine Verwandten aus den Staaten gut verstehen. Er bewegte sich nun lange genug in der magischen Welt um zu verstehen: Ohne Zauberstab fühlte man sich irgendwie nackt.
Danny sah es auch als gutes Zeichen an, dass sich sein Onkel Taro so offen gegenüber Alex und Kara zeigte. Noch gut erinnerte er sich wie verschlossen der alte Japaner zunächst gegenüber der Mutter der Mädchen gewesen war.
Er konnte die Abneigung verstehen, freute sich aber, dass Taro sie offenbar nicht auf Elizas Töchter übertrug.
Schnell wurde vereinbart, dass Taro Eliza und ihren noch bewusstlosen Mann zunächst nach Trever Hall begleiten würde um sicher zu stellen, dass Alex und Karas Vater gut untergebracht war.
Danny und seine Cousinen sollten in der Winkelgasse warten.
Der Vierzehnjährige nutzte die Chance und lud seine Verwandten zu einem Eis ein.
Schon bald saßen die Drei unter einem bunten Sonnenschirm in der Winkelgasse.
Danny war sich sicher, dass Karas Eis schmelzen würde bevor sie es essen konnte denn sie fragte Danny Löcher in den Bauch!
Vor allem schien sie Hogwarts zu interessieren.
„Und man muss ein Rätsel lösen um bei den Ravenclaws in den Gemeinschaftsraum zu kommen?“
„Stimmt.“ bestätigte Danny und beschloss selbst mal eine Frage zu stellen. „Hoffst du darauf nach Ravenclaw zu kommen?“
„Das wäre so cool.“ meinte Kara strahlend. „Zu Hause war ich bei den gehörnten Schlangen und das war das Haus, dem die Gründerin unserer Schule vorstand. Isolt Sayre. Die kam ja aus England und es heißt, dass sie immer nach Ravenclaw wollte.“
„Ist eigentlich ganz schön hier.“ warf Alex plötzlich in die Runde.
Danny sah wie die Ältere seiner Cousinen nachdenklich durch die Winkelgasse blickte.
„Die Nocturngasse ist wohl kein gutes Aushängeschild für Groß Britannien, was?“ erkundigte sich Danny.
Kurz sah Alex ihn an, dann lächelte sie.
„Nee, nicht wirklich. Aber....es ist nicht nur das.“ meinte Alex und rührte nachdenklich in ihrem Eis.
„Die letzten Wochen waren ziemlich hart was?“ erkundigte sich Danny vorsichtig.
Allein die Tatsache, dass ihr Löffel plötzlich an Ort und stelle verharrte, verriet, dass sie Danny gehört hatte.
„Nee, war nicht schön.“ übernahm Kara. „Alles ist irgendwie zusammengebrochen.....Dad ging es immer schlechter und Alex und Mum hatten sich ständig in der Wolle......“
„Jetzt hör aber auch!“ platzte es mit einem mal aus Alex heraus. „Du redest immer als wäre ich die Böse. Und sag jetzt nicht wieder ich bin wie Vivianca. Die ist eine Zicke, weil sie eben eine ist. Ich hab Grund sauer auf Mum zu sein.“
„Hast ja recht!“ Kara hob entschuldigend die Hände. „Aber es war echt nicht schön euch zuzusehen. Ich meine.....alles war doch so schon schlimm genug und dann musste ich noch euch beim Streiten zusehen.“
„Ok Kara....“ meinte Alex. „Hast ja recht. Das muss heftig für dich gewesen sein aber du weißt auch, dass diese ganze Sache für mich noch ne andere Ebene hat.“
„Soll heißen?“ wollte Danny wissen.
Alex wirkte kurz verunsichert.
„Wir werden bei ihm wohnen Alex“ meinte Kara.
Alex atmete tief durch und nickte.
„Weißt du Danny....“ meinte sie. „Man könnte sagen.....das Jungs generell nicht so mein Ding sind.“
Einen Moment lang fragte Danny sich was seine Cousine meinte. Was war denn so schlimm an Jungs? Dann fiel der Groschen.
„Oh, du meinst du bist lesbisch?“ fragte er.
Alex nickte.
„Mein Schwesterchen hat sogar eine Freundin zu Hause.“ kicherte Kara.
„Na und, ich hab auch eine.“ grinste Danny. „Und bevor du fragst Alex: Nein, ich hab DAMIT kein Problem. Hast du eins damit, dass ich auf Mädchen stehe?“
„Nee, natürlich nicht.“ meinte Alex erleichtert.
„Kann aber verstehen was du gerade gemeint hast.“ brummte Danny. „Ich meine, was sich unser Großvater da ausgedacht hat ist krank genug aber wenn du auf Frauen stehst und dann.....“
Danny ließ den Satz unvollendet.
Alex nickte dankbar.
„Ich vermisse Jennna.“ meinte sie schließlich.
„Deine Freundin?“ erkundigte sich Danny.
Alex nickte.
„Ich hab seid einer Woche nichts mehr von ihr gehört.“ meinte sie. „Opa hat unsere Eulen kassiert. Laut den Familienregeln kann er alles Eigentum kassieren, dass der Familie unterstellt wurde. Das hat er gemacht, als er spitz gekriegt hat, dass Mum und Dad Freunde um Geld gebeten haben. Jennas Mutter ist Heilerin. Sie hat uns mit Tränken für Dad versorgt. Wenn sie das nicht gemacht hätte wäre es mit ihm noch schlimmer gewesen.“
„Er hat die Krankheit von eurem Dad als Waffe benutzt um euch noch mehr unter Druck zu setzen.“ erkannte Danny.
„Und jetzt ist Jenna auf der anderen Seite der Welt.“ seufzte Alex. „Versteh das nicht falsch Danny. Ich bin dir und deinem Onkel total dankbar. Ich weiß noch als Mum uns plötzlich erzählt hat, dass wir einen Cousin in Europa haben und demnächst nach England reisen um zu fragen ob ihr uns helft.“
„Ich hab gedacht: Keine Chance.“ räumte Kara ein. „Als Mum uns erzählt hat wie sie dich hat hängen lassen. Ich hab gedacht: Die helfen uns nie. Warum, auch?“
„Weil das was unser Großvater da abzieht einfach nur krank ist.“ gab Danny zurück. „Und nur damit das klar ist, ich bin noch nicht sicher wie ich zu eurer Mum stehe. Ich bin nicht sauer oder so aber.....ich kenne sie eben nicht. Aber was immer da auch schief gegangen ist, es hat nichts mit uns zu tun. Ich sag euch jetzt was ich mal einem Typen gesagt habe der nun einer meiner besten Freunde ist: Wenn ihr euch als Trottel entpuppt werde ich nie wieder mir euch reden. Aber bisher läuft es doch ganz gut, oder?“
Alex und Kara grinsten nun beide.
„Würde ich auch sagen.“ meinte die Ältere.
„Bist auf jeden Fall schon mal besser als Vivianca.“ kicherte Kara.
„Oh, danke.“ schoss Danny zurück. „Übrigens, Alex....wenn du deiner Freundin schreiben willst kannst du dir gerne meine Eule leihen. Speedy freut sich ein Loch ins Gefieder wenn er einen Brief nach Amerika bringen darf.“
„Das wäre super!“ strahlte Alex.
„Vielleicht kannst du sie ja überreden, dass sie ein Austausch-Jahr auf Hogwarts macht.“ schlug Kara vor.
„Nimmt Hogwarts Austauschschüler? Fragte Alex der die Idee offenbar gefiel.
„Klar, unsere Direktorin ist sogar ganz groß wenn es um internationale Verständigung geht. Im letzten Jahr hatten wir.....“
In diesem Moment wurde die Unterhaltung der Jugendlichen unterbrochen als Hauself Jakubi erneut erschien.
Respektvoll verneigte er sich vor Danny und meinte dann;
„Master Danny und die jungen Damen mögen verzeihen. Jakubi bringt Neuigkeiten von Master Taro. Der Vater der jungen Damen ist auf Trever Hall wieder zu sich gekommen. Die Phönix-Tränen haben gut geholfen und Mr Danvers sendet seinen Töchtern Grüße. Leider ist sein rechter Arm noch etwas taub und Master Taro hat einen Heiler kontaktiert. Er und Mrs Danvers erwarten den Heiler auf Trever-Hall. Master Taro schickt Geld für die jungen Herrschaften. Die jungen Damen sollen sich neue Zauberstäbe besorgen und dann mit Master Danny nach Hause kommen.
Master Danny selber soll auch ruhig schon mal wegen der anderen Sache mit Mr Ollivander reden.“
Danny verstand worum es ging. Er dankte Jakubi, dieser übergab daraufhin einen Geldbeutel und disapparierte.
„Andere Sache?“ erkundigte sich Kara neugierig.
Danny seufzte und fasste für seine Cousinen die Ereignisse des letzten Jahres zusammen.
Er berichtete vom Flug über den Atlantik (Alex machte große Augen als sie hörte, dass Danny einem echten Exemplar des Wappentiers ihres Hauses begegnet war), der Zeitreise und all den Gefahren die Danny mit seinen Freunden bestanden hatte.
Als er geendet hatte starrten die beiden Mädchen ihn mit großen Augen an.
„Wow!“ meinte Alex schließlich. „Das ist.....“
„Heftig.“ übernahm Danny. „Ich sag es euch ehrlich....ganz hab ich das noch nicht durch was da letztes Jahr so alles passiert ist.“
„Glaub ich gerne!“ meinte Kara. „Aber wieso gehört dir den jetzt der Zauberstab von Du-weißt-schon-wem? Du redest als ob Zauberstäbe das entscheiden würden.“
„Tun sie doch auch.“ versicherte Danny verwundert.
Inzwischen schritten die Drei durch die Winkelgasse.
„Zauberstäbe wählen den Zauberer.“
„Nicht bei der angesehen Familie Crowfield.“ meinte Alex säuerlich. „Bei uns stellt der Patriarch der Familie die Zauberstäbe für alle Familienmitglieder her. Sie sind aus Ulmenholz und die Kerne aus Feenflügeln. Ganz wie der Zauberstab des ersten Patriarchen der mit den ursprünglichen Siedlern nach Amerika kam. So ätzend! Jenna hat mir das erzählt. Ein richtig guter Zauberstab ist im Grunde wie lebendig. Er wächst und lernt mit einem.“
„Also muss der dann nicht eingebrochen werden?“ wollte Kara wissen.
„Was ist das überhaupt?“ wollte Danny wissen.
Alex seufzte.
„Mensch Kara...hast du noch nie bemerkt, dass die meisten unserer Mitschüler keinen Tag Schulfrei brauchen wenn sie nach den Ferien ihre Zauberstäbe wiederbekommen?“
„Bei mir war das noch nicht nötig.“ gestand die Jüngere der Danvers Schwestern.
„Bei mir schon.“ seufzte Alex. „Du musst wissen Danny, Opa hat unsere Zauberstäbe hergestellt. Eben nach der Familien Tradition. Aber die Methode der Herstellung ist im Grunde total veraltet. Ein Zauberstab der so hergestellt wird passt vielleicht zu dir wenn du ihn bekommst aber wenn du dich weiterentwickelst muss der Zauberstab angepasst werden. Das nennt man „einbrechen“. Der Stab wird gezwungen sich dem Meister anzupassen.“
„Klingt nicht nett.“ brummte Danny.
„Gilt auch heutzutage als unangemessen.“ räumte Alex ein. „Bei mir war es nötig als ich....naja...mein comming out hatte. War mir so peinlich als ich unseren Direktor um einen Tag frei bitten musste. Ilvermorny gewährt zwar Einbruch-Frei....weil es eben Tradition ist....aber wenn ich einen normalen Zauberstab gehabt hätte wäre das nicht nötig gewesen. Vor allem muss man dem Patriarchen einen möglichen Grund nennen warum der Zauberstab nun angepasst werden muss. Ich hab mich um die ganze Wahrheit herummogeln können. Ich hab nur gesagt, dass ich ich verliebt habe. Opa ist der Letzte mit dem ich über die Tatsache reden will, dass ich auf Mädchen stehe. Als ich ihm gesagt habe, dass mir das peinlich ist, dass ich einen Stab habe der nach einer so veralteten Methode hergestellt wurde ist er sauer geworden und hat gemeint, dass ich stolz auf die Tatsache sein sollte, dass ich Einbruch-Frei brauche. Daran würde man erkennen, dass wir eine alte Zauberer-Familie sind und das bei uns die Magie von uns beherrscht wird. Wir wären nicht ihre Sklaven!“
„Entzückend!“ knurrte Danny. „Je mehr ich über meinen Opa erfahre desto weniger mag ich ihn. Ich wette, ihr werdet mit euren neuen Zauberstäben glücklicher sein. Wir sind übrigens da.“
Tatsächlich hatten Danny und seine Begleiterinnen Ollivanders erreicht.
Gemeinsam betraten sie den Laden. Eine Glocke über der Tür kündigte sie an.
Danny blickte sich um und kam einmal mehr zu dem Schluss: Ollivander war anders als die anderen Läden in der Winkelgasse. Bücher, Kleidung und Zaubertrank-Zutaten.....all das waren nur Dinge. Zauberstäbe waren einfach mehr!
„Guten Tag ihr Lieben.“ die freundliche Stimme einer Frau die Danny auf Mitte dreißig schätzte begrüßte sie.
Die Unbekannte trug eine weinrote, ärmellose, Weste über einem weißen Hemd und einen dunklen knielangen Rock.
„Mein Name ist Helena Ollivander. Mein Mann Apollodorus und mein Schwiegervater sind gerade beschäftigt. Kann ich behilflich sein?“
„Ganz bestimmt.“ meinte Danny höflich. „Ich darf vorstellen, das sind meine Cousinen Alex und Kara Danvers.....“
Es war irgendwie etwas besonders für Danny Alex und Kara als seine Cousinen vorzustellen. Es machte das mit der Familie irgendwie offiziell.
„....und ich bin Daniel Huntington.“
„Oh, das ist bei uns nun wirklich kein unbekannter Name.“ meinte Mrs Ollivander. „Ich habe zwar nicht die, fast schon unheimliche, Fähigkeit meines Schwiegervaters, mich an jeden Zauberstab zu erinnern der diesen Laden je verlassen hat aber an ihren Namen erinnere ich mich. Erst ein Zauberstab mit Drachenfeuer-Segen und dann haben sie meinem Schwiegervater ein unvergessliches Erlebnis beschert indem sie für die junge Miss Potter einen besonderen Zauberstab-Kern gefunden haben, richtig?“
Danny hob die Schultern.
„Hat sich irgendwie so ergeben Madame.“ meinte er. „Und ich denke, ich habe schon wieder ein unvergessliches Erlebnis für ihren Schwiegervater aber alles der Reihe nach. Erst mal geht es um euch.“
Mit diesen Worten rückte Danny seine Cousinen in den Vordergrund. Kara schien sich etwas hinter ihrer Schwester zu verstecken. Danny grinste in sich hinein als er bei Alex das selbe leichte Seufzen hörte, das er auch immer ausstieß wenn man ihn mal wieder zum Sprecher machte.
„Meine Schwester und ich Madame brauchen neue Zauberstäbe.“ brachte Alex hervor.
„Beide?“ erkundigte sich Mrs Ollivander. „Darf ich fragen was mit den alten Stäben passiert ist und wie diese Stäbe beschaffen waren?“
Man konnte sehen, dass die Frage Alex und Kara unangenehm war.
„Ich möchte nicht indiskret sein.“ entschuldigte sich Mrs Ollivander. Auch sie hatte das Unbehagen ihrer Kunden bemerkt. „Wie Zauberstabmacher müssen manchmal etwas persönlich werden um einzugrenzen welcher Stab für einen Kunden in Frage kommt.“
„Das verstehen wir.“ seufzte Alex. Sie atmete tief durch und fasste dann mit klaren Worten für Mrs Ollivander zusammen was ihre Familie durchgemacht hatte.
Als sie geendet hatte wirkte Mrs Ollivander ehrlich erschüttert.
„Ihr Ärmsten!“ meinte sie mitfühlend. „Ich bin, bei Godrics Herz, durchaus jemand der etwas von Traditionen hält aber das? Nun, jetzt ist es mir auf jeden Fall ein persönliches Bedürfnis dafür zu sorgen, dass ihr passende neue Stäbe bekommt.“
Sie überlegte einen Moment.
„Ulme und Feenflügeln also....hergestellt nach einer Methode die noch das Einbrechen erfordert?“ sie schüttelte den Kopf. „Da bringt es nichts näher nachzufragen. Da müssen wir bei euch bei Null anfangen.“
„Also eines ist mir bei meinem alten Zauberstab aufgefallen.“ warf Alex ein. „Es fiel mir immer etwas schwer seine Magie zu finden. Es war als ob ich danach tasten würde ohne zu sehen wonach ich suche.“
„Und bei mir....“ Kara meldete sich nun zu Wort. „Bei mir war es immer als ob die Magie feiner Sand ist der weg rieselt. Ich hatte immer das Gefühl mich beeilen zu müssen wenn ich zaubere.“
Mrs Ollivander nickte wissend.
„Das sind die klassischen Probleme die auftreten wenn (sie wies auf Alex) entweder das Holz nicht geeignet ist und die Magie nicht richtig leitet oder (Kara rückte in den Mittelpunkt) der Kern nicht der richtige ist und die Magie des Zauberers oder der Hexe abstößt. Das du das gespürt hast meine Kleine bedeutet aber, dass wir bei dir ruhig mal einen Versuch mit Ulmenholz machen können. Es scheint gut für dich geeignet. Nun, wir messen euch jetzt erst einmal aus und dann sehen wir was wir für euch haben.“
Es dauerte fast eine Stunde aber schließlich war das Passende für beide Danvers Schwestern gefunden. Mrs Ollivander hatte recht gehabt was Kara anging. Ihr neuer Stab bestand aus Ulme, war 12 Zoll lang und hatte einen Kern aus Einhornhaar.
Bei Alex war es ein Stab von 13 Zoll mit einem Kern aus Drachenherzfaser und er bestand aus Ebenholz. Ein Holz, dass, wie Mrs Ollivander erklärte, gut zu jemandem passte mit dem Mut sie selbst zu sein.
Dieser Umstand gefiel Alex sehr.
„Dann werde ich mal sehen, ob mein Schwiegervater kurz Zeit für sie hat Mr Huntington.“ erklärte Mrs Ollivander als sie Alex und Kara ihre Stäbe verpackt übergab.
Sie verschwand zwischen den Regalen.
„Ich kann es gar nicht erwarten den richtig auszuprobieren.“ meinte Kara begeistert und drehte das kleine Paket begeistert in ihren Händen.
„Geht mir auch so.“ meinte Alex. „Danny, du hast ja erzählt, dass du bei dir zu Hause zaubern darfst, oder?“
Danny nickte.
„Onkel Taro erlaubt das. So lange ich bei Zaubern bleibe die ich wirklich beherrsche und das Haus nicht abfackele. Die Spur schlägt da keinen Alarm weil es ja ein Zauberer-Haus ist. Ich denke also ihr könnt eure Stäbe heute noch testen.“
„Und wir werden auch das Haus nicht abfackeln.“ versprach Alex und Danny stellte mit Vergnügen fest, dass die Ältere der Danvers-Schwestern nun etwas gelöster wirkte.
Offenbar hatte Taro recht gehabt. Der neue Zauberstab war für Alex ein Beweis, dass es aufwärts ging.
In diesem Moment erschien Mr Ollivander zwischen den Regalen und begrüßte seine Kunden. Genau schien er sich die Gesichter von Alex und Kara anzusehen und murmelte dabei:
„Ulme und Einhornhaar......Ebenholz und Drachenherzfaser. Gut, gut! Sehr hübsche und mächtige Stäbe. Ich hoffe die Damen werden damit sehr zufrieden sein. So, nun aber zu ihnen mein junger Freund. Meine Schwiegertochter meinte sie hätten wieder etwas besonders für mich?“
„In der Tat Sir....“ meinte Danny. „Sie haben von den Ereignissen im letzten Jahr an der Hogwartsschule gehört?“
„Oh ja!“ meinte Mr Ollivander. „Sein Sohn? Und was für ein Plan! Die Macht des Vaters über den verstoßenen Zauberstab zu erlangen! Ein faszinierender Gedanke. Es überrascht mich nicht, dass sie und ihre Freunde in die Sache verwickelt waren Mr Huntington. Der Zauberstab verrät viel über den Zauberer. Aber was hat das mir meinem bescheidenen Geschäft zu tun?“
„Nun Sir...“ meinte Danny. „Ich habe mich mit SEINEM Sohn duelliert und habe durch Entwaffnung den Zauberstab gewonnen den sie einst dem Vater verkauft haben.“
„Barmherziger Paracelsus!“ hauchte Mr Ollivander. „Was haben sie gespürt mein Junge? Als der Stab sie als Herrn annahm?“
Danny beschrieb seine Eindrücke für Mr Ollivander. Seinen Eindruck wie gequält Voldemorts alter Stab war. Das der Stab nur Schmerzen hatte und sich ein Ende wünschte.
„Ich glaub wir müssen gut auf unsere Stäbe aufpassen.“ meinte Kara als Danny geendet hatte. „Wenn sie wirklich lebendig sind ist es doch gemein sie so zu quälen.“
Alex nickte nur stumm.
Mr Ollivander schenkte Kara ein dankbares Lächeln.
„Immer eine Freude wenn mein Handwerk so respektiert wird.“ schmunzelte er, wurde dann aber wieder ernst. „Nicht überraschend was sie da erzählen Mr Huntington. ER hat großes mit diesem Stab getan. Großes aber auch furchtbar. Kein Wunder, dass es sich auf den Stab ausgewirkt hat. Sie haben nicht vor ihn zu benutzen, oder?“
„Nein Sir.“ lächelte Danny. „Ich habe den perfekten Zauberstab für mich hier gekauft. Es geht mir darum für SEINEN Zauberstab den richtigen Weg zu finden und ich wollte fragen ob sie daran interessiert wären den Stab an sich zu nehmen und zu studieren? Ich hab in den Unterlagen meines Vaters gelesen, dass das früher Tradition war. Zauberstabmacher studieren die Stäbe, zerlegen sie und lernen davon. Wenn sie neue Erkenntnisse aus SEINEM Zauberstab gewinnen können.....es scheint mir einfach ein würdevolles Ende zu sein für einen Stab dem man jeden Respekt verweigert hat.“
Mr Ollivanders Augen schienen regelrecht aufzuleuchten.
„Oh, was für ein Angebot sie mir da machen Mr Huntington!“ flüsterte der alte Zauberstabmacher. „Das wäre wahrhaft eine einmalige Gelegenheit. Aber ich befürchte es übersteigt meine Möglichkeiten in finanzieller Sicht. Ihnen muss klar sein wie wertvoll dieser Stab ist.“
„Ist es.“ meinte Danny. „Man hat mir schon Angebote gemacht. Aber es geht mir nicht ums Geld. Es geht mir darum, dass der Stab ein würdevolles Ende bekommt und darum, dass er nicht wieder in die falschen Hände kommt und für Böses missbraucht wird. Davon hatten wir echt genug. Ich hab ja gesehen wie die Welt aussehen würde wenn solche Typen ihren Willen bekommen.
Den Stab ihnen zu übergeben Mr Ollivander fühlt sich einfach richtig an. Ich will keinen Haufen Gold von ihnen. Wenn sie sich verpflichtet fühlen mir was dafür zu zahlen, dann geben sie mir einfach was der Stab ursprünglich mal gekostet hat.“
Mr Ollivander lächelte nun warm.
„Mein lieber junger Freund. Darauf können wir uns einigen.“
So, das war es für heute.
Hoffe es hat euch gefallen und habt eine gute Woche.
Bis dann!