Gespräch unter Freunden
Gespräch unter Freunden
Wieder musstet ihr Geduld haben aber heute habe ich es wieder geschafft was „zu Papier“ zu bringen.
Ich hoffe es wird euch gefallen.
Wir wollen mal sehen wie die Elternfront auf die anstehenden Duelle reagiert.
Viel Spaß.
Taro Isurgie schüttelte das drückende Gefühl des apparieren schnell ab und orientierte sich kurz. Schnell erkannte er, dass er am richtigen Ort war und lenkte seine Schritte auf sein Ziel zu.
Taro mochte das Apparieren eigentlich nicht. Schon als Jugendlicher war das so gewesen. Dieses drückende Gefühl, wenn man sich von einem Ort zum anderen bewegte!
Es mochte ja schnell gehen aber angenehm war es sicher nicht.
Taro überquerte eine verwahrlost wirkende Grünfläche und Trat auf die Häuserreihe des Grimmauld Platzes zu.
Noch bevor Taro mit seinem Zauberstab um Einlass bitten konnte erschien die Nummer 12 bereits wie aus dem Nichts.
Die Haustür öffnete sich und ein junges Paar trat aus dem Haus.
Taro erkannte Teddy Lupin und seine Frau Vicky.
„Danke nochmal für die Einladung Onkel Harry.“ rief Teddy durch die Tür zurück.
„Was heißt hier Einladung?“ hörte man Harry Potters belustigte Stimme. „Ein Mittagessen bei deinem Paten pro Woche ist Pflicht“
„Jawohl!“ lachte Teddy und salutierte.
„Wir sind übrigens nicht euer einziger Besuch wie es scheint.“ sagte Vicky, die Taro entdeckt hatte.
Nun erschien Harry Potters Gesicht im Türrahmen. Kurz suchte er den Vorplatz ab, dann entdeckte auch er den alten Japaner und winkte ihn heran.
„Taro, Hallo!“ grüßte Harry und bot dem Neuankömmling die offene Hand an. „Was führt dich zu uns.“
Taro schüttelte die ihm dargebotene Hand und meinte:
„Ich brauch einen kleinen Rat von dir Harry.“
„Na dann komm mal rein.“ lächelte Harry Potter.
„Wir verabschieden uns dann.“ sagte Teddy Lupin.
Er und seine Frau strebten der kleinen Gasse zu in der Taro vor wenigen Augenblicken erschienen war. Die Potters rieten all ihren Freunden dort hin zu apparieren, wenn sie den Grimmauld Platz besuchen wollten. Man war dort gut geschützt vor neugierigen Blicken.
„Ein Mittagessen pro Woche ist also Pflicht, wenn man dein Pate sein will Harry?“ erkundigte sich Taro als er das Haus betrat.
Harry Potter lachte.
„Mindestens.“ meinte er schmunzelnd. „Aber das ist eine Pflicht an die ich Teddy noch nie erinnern musste.“
„Er ist hier schon ein und aus gegangen, da konnte er kaum laufen.“ erklärte eine weitere freundliche Stimme die Taro nur zu gut kannte.
Ginny Potter gesellte sich zu den beiden und begrüßte Taro herzlich.
„Es stört dich noch nicht?“ fragte Harry seine Frau und legte den Arm um sie.
„Natürlich nicht!“ lachte Ginny. „Dadurch das Teddy so oft bei uns war konnte ich üben. Als James dann ankam hatte ich alle Tricks drauf.“
„Und, hast du dich gut im Ministerium eingelebt Ginny?“ erkundigte sich Taro.
Das was die Briten „Samlltalk“ nannten gehörte in Japan einfach zum guten Ton.
In Taros Kulturkreis hätte man es als äußerst unhöflich empfunden. Darüber hinaus waren Harry und Ginny gute Freunde und es interessierte Taro wirklich ob Harrys Frau sich gut eingewöhnt hatte.
„Viel Arbeit, viel Stress aber es lohnt sich.“ lachte Ginny. „Vor allem würde mir hier die Decke auf den Kopf fallen. Die Kinder machen Hogwarts unsicher und Kreacher beweist jeden Tag aufs Neue, dass er der zuverlässigste Hauself der britischen Inseln ist. So viele Artikel könnte ich gar nicht schreiben, dass ich ausgelastet wäre. Wie mein Vater sagen würde: Die Motoren laufen bei uns langsam warm für ein Großereignis nächsten Sommer.“
„Oh, worum geht es.“ fragte Taro.
„Die erste Landesmeisterschaft im Parkur-Fliegen.“ erklärte Ginny. „Das Regelwerk ist anerkannt worden, damit ist es nun eine offizielle Sportart. Die Vereine feiern das und haben den Antrag auf eine Landesmeisterschaft gestellt. Nächsten Sommer soll sie stattfinden.“
„Da hat dein Protegé bestimmt einiges zu tun.“ schmunzelte Harry.
„Sie ist nicht mein Protegé!“ hielt Ginny dagegen.
„Von wem ist jetzt die Rede?“ erkundigte sich Taro.
„Von einem Mädchen, das erst vor kurzem in meiner Abteilung angefangen hat. Cleo heißt sie. Cleo Parkinson.“ erklärte Ginny.
„Ihre Mutter war eine Schulfeindin von uns.“ fügte Harry hinzu.
„Ja, während der Hogwarts-Jahre war Cleos Mutter wirklich eine unsagbare Nervensäge!“ gestand Ginny.
„Hättest du damals gedacht, dass du dich jemals so um die Tochter der guten Pansy sorgen würdest?“ fragte Harry.
Ginny musste lachen.
„Nein!“ gestand sie lachend. „Aber ich habe nicht vergessen wie kläglich Cleo einmal in meinem Büro gesessen ist und Angst hatte, dass ich ihr das Leben zur Hölle machen würde nur weil ihre Mutter und ich nicht miteinander konnten. Das hat mich zum Nachdenken gebracht und ich frage mich manchmal ob wir es uns damals nicht unnötig schwer gemacht haben. Ich meine, sieh dir die Kinder heute an: James ein Gryffindor, Albus bei den Hufflepuffs, Lily eine Slytherin und Rose ist bei den Ravenclaws und trotzdem kommen sie gut miteinander aus! Wenn ich da an uns denke….“
„Naja, das waren auch andere Zeiten.“ brummte Harry. „Damals war Slytherin ein Sammelbecken für Kinder von Todessern. Zum Glück haben sich die Zeiten ja geändert.“
„Zum Glück!“ bestätigte Ginny. „Deshalb mag ich es auch nicht, wenn jemand Cleo mein Protegé nennt. Ich mag das Mädchen und weiß, dass sie es mit der Familie nicht leicht hat. Ich mache ihr keine Geschenke aber ich möchte, dass sie eine faire Chance hat.“
„Sage ich ja auch nicht anders Schatz.“ beschwichtigte Harry. „So, nun haben wir aber lange genug in der Vorhalle herumgestanden. Gehen wir erst mal ins Wohnzimmer Taro und dann erzählst du uns worum es geht.“
Mit einer einladenden Geste deutete Harry Potter auf die Wohnzimmertür und bald darauf hatte es die Gruppe sich dort bequem gemacht.
„Also, worum geht es Taro?“ fragte Harry schließlich.
„Es geht um die Kinder und das was auf Hogwarts vorgeht.“ erklärte der alte Japaner. Er hob allerdings beschwichtigend die Hände als er sah, dass das Ehepaar Potter sich etwas verspannte.
„Keine Sorge.“ sagte er. „Es ist nichts was auch nur annähernd so dramatisch wäre wie in den letzten Jahren.“
„Na da bin ich erleichtert.“ seufzte Ginny. „Ich bin so froh das dieses Jahr bisher einigermaßen normal verläuft. Wenn ich daran denke was Albus und seine Freunde da so in den letzten Jahren durchgemacht haben? Furchtbar!“
„Dem kann ich mich nur anschließen.“ brummte Harry. Sein Blick wanderte in die Ferne. „Ich hab das nie gewollt für die Kinder! All diese Gewalt und die Gefahren!“
„Wie bei dir damals was?“ meinte Ginny und rückte etwas näher an ihren Mann heran.
Harry nickte betrübt.
„Leider ja, und das ist nichts Gutes.“ sagte er.
„Mir geht es um diese Duelle die anstehen.“ hob Taro wieder an. „Ihr wisst, dass Danny als Teilnehmer ausgewählt wurde. Ebenso seine Cousine Alex.“
„Wissen wir.“ bestätigte Harry.
„Wenigstens unsere Kinder sind nicht dabei.“ seufzte Ginny erleichtert. „Nur unsere Nichte Roxane.“
„Nicht das Lily es nicht versucht hätte.“ meinte Harry sarkastisch.
„Dahabe ich unserer kleinen Schlange auch eine gesalzene Eule geschrieben.“ brummte Ginny.
„Und, hat das was gebracht?“ fragte Taro höflich.
„Nicht wirklich.“ gestand Ginny und verzog den Mund. „Lily hat zurückgeschrieben und gefragt ob ich ihr meine Predigt nochmal als Heuler schicken könnte. Ein Heuler von den Eltern gilt unter Slytherins als….wie hat sie das nochmal ausgedrückt?
„Als Bad Ass und cool!“ zitierte Harry.
Ginny machte eine erschöpfte Geste in Taros Richtung.
Dieser lächelte mitfühlend.
„Nun, ich habe eine Eule von Danny bekommen.“ erklärte der alte Japaner. „Die Duelle sollen wohl nach den Kolonial Regeln ablaufen.“
Kurz erläuterte Taro was das bedeutete und fuhr dann fort:
„Danny hat zum einen gefragt, ob es in der Hinterlassenschaft seiner Eltern etwas gäbe, dass sich als nützlich erweisen könnte.
Jakubi und ich sind Will und Annys alte Ausrüstung durchgegangen und haben wirklich so ein oder zwei Sachen gefunden die nützlich sein könnten. Natürlich nichts wirklich gefährliches und auch keines der fortschrittlichen Instrumente.“
„Gut.“ warf Harry ein. „Man muss das abwägen. Das fortschrittliche Equipment eines Aurors hat bei einer Sportveranstaltung nichts verloren.“
„Ganz meine Meinung.“ bestätigte Taro. „Mit der Eule kam aber auch eine Bitte von Danny. Er fragt ob ich nicht helfen könnte ihn und die anderen Champions der Schule zu trainieren. Ihnen ein paar überraschende Zauber beizubringen damit sie bessere Chancen haben.“
„Im Prinzip keine schlechte Idee.“ bewertete Ginny.
„In jedem Fall scheinen Danny und seine „Mitstreiter“ die Sache ernst zu nehmen.“ steuerte Harry bei.
„Das auf jeden Fall.“ bestätigte Taro. „Ich habe mitbekommen, dass wohl alle Champions bei den Eltern nachgefragt haben ob es nützliches gäbe, das ihnen helfen kann.“
„Und was genau macht dir Sorgen Taro.“ fragte Harry.
„Nun ja…“ seufzte der alte Japaner. „Es ist eine Sache einige Stücke aus Wills alter Ausrüstung an seinen Sohn zu schicken und Danny bilde ich ja auch in magischem Kampfsport aus. Das tue ich, weil ich weiß, dass er die Sache ernst nimmt. Und das ist wichtig!“
Taro erhob sich.
„Ihr zwei müsst verstehen, in meiner Kultur ist Kampfsport nicht nur einfach Sport. Es ist etwas Persönliches. Eine Lebensphilosophie! Der Gedanke einfach Fetzen an Wissen unter die Leute zu streuen. Es an Jugendliche weiterzugeben ohne diese wirklich zu kennen und ohne zu wissen ob sie damit umgehen können….?“
„Ich verstehe worauf du hinaus willst Taro.“ murmelte Harry und massierte sich das Kinn. „Kombative Magie ist nichts was man auf die leichte Schulter nahmen sollte. Davon kann ich als Auror ja nun wirklich ein Liedchen singen.“
„Sicher geht es im Grunde nur um eine Sportveranstaltung.“ räumte Taro ein.
„Da bin ich noch gar nicht so sicher.“ erklärte Ginny. „Dieser Mr Crowfield ist ein schrecklicher Mensch. Wer weiß welche Hintergedanken der hat.“
„Auch eine meiner Sorgen.“ gestand Taro. „Ich habe das auch mit Eliza und Jerry besprochen. Es wäre uns wirklich lieber gewesen, wenn Danny und Alex sich aus der Sache herausgehalten hätten. Aber die beiden sind aus anderem Holz geschnitzt.“
„Wohl wahr, sie kommen nach Will. Beide.“ sagte Harry.
„Allerdings.“ Taro lächelte wehmütig „Gerade deshalb ringe ich auch so mit mir. Ich möchte Danny nicht im Stich lassen aber….“
„Aber fortschrittliches Wissen um Kampfmagie gibt man nicht einfach so weiter.“ vollendete Harry. „Danny kennst du und seine Cousine auch aber die anderen….?“
„Da liegt das Problem.“ bestätigte Taro.
„Dann solltest du da vielleicht ansetzen.“ schlug Ginny vor.
„Was meinst du damit?“ fragte Taro.
„Also…“ hob Ginny Potter an. „Sicher wirst du deinen Unterricht doch mit den Lehrern von Hogwarts abstimmen müssen, oder?“
„Natürlich.“ bestätigte Taro. „Dieser Professor Gravenstein hat mich ebenfalls bereits kontaktiert. Ihm scheint die Idee zu gefallen die die Kinder da hatten. Er und Professor Flitwick werden die Campions trainieren und auf die Duelle vorbereiten.“
„Dann bitte ihn doch, dass du dir diese Jugendlichen während einer dieser Übungsstunden erst mal ansehen darfst. Mach dir ein Bild von den Kindern und entscheide dann ob du etwas an sie weitergibst.“
Neben Ginny hob Harry die Augenbrauen.
„Das ist doch mal eine Idee.“ grinste er.
Taro dachte einen Moment darüber nach. Es war simpel aber doch perfekt.
Schließlich lächelte er.
„Harry, ich hoffe du weißt wie viel Glück du hast.“
„Weiß er!“ meinte Ginny entschieden gerade als ihr Mann den Mund geöffnet hatte um zu antworten. „Daran erinnere ich ihn schon.“
So, das war es für heute.
Wieder einmal wünsche ich einen guten Start in die neue Woche und bis bald.