LNCrawler

Die Krypta

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Die Krypta

Kaum zu glauben.

Schon wieder habe ich etwas fertig bekommen.

Hoffe es wird euch gefallen.

Danny wartete vor der Treppe die zum Gemeinschaftsraum der Gryffindors hinauf führte.

Morgana hatte die Champions von Hogwarts darüber informiert, dass die Professoren Flitwick und Gravenstein endlich mit ihren Vorbereitungen fertig waren und heute sollte nun das erste Treffen stattfinden.

Danny fragte sich ob sein Onkel bereits bei dieser Stunde zugegen sein Würde.

Taro hatte etwas zurückhaltend auf Dannys Anfrage bezüglich der Duelle regiert.

In seiner Antwort-Eule hatte der alte Japaner erklärt, dass er die Champions erst einmal kennen lernen will bevor er eine Entscheidung trifft.

Danny hatte Taros Zeilen genau im Kopf:

„Lieber Danny,

Möchte ich euch helfen?

Natürlich!

Aber ich kann dir noch keine feste Zusage geben.

Nicht ohne diejenigen  zu kennen die ich unterrichten soll.

Ich habe dich in magischem Kampfsport unterwiesen weil ich dich kenne und dir vertraue. Ich weiß, dass du mit dem dir anvertrauten Wissen gut umgehen wirst.

Du verstehst, dass Kampf-Magie kein Spielzeug ist.

Ich muss sicher sein, dass die anderen Champions ebenfalls dafür bereit sind.“

Danny hatte schon ein wenig schlucken müssen als er das las.

Dieser Brief bewies ihm, dass der Unterricht bei Taro einfach mehr war als nur Unterricht.

Für seinen Onkel war es etwas sehr persönliches und damit war für Danny klar:

Der Umstand, dass Taro ihn unterrichtete bewies, dass sie eine Familie waren.

Mit diesem Wissen im Hinterkopf war es Danny auch nicht schwer gefallen Morgana und die anderen Champions darüber zu informieren, dass sein Onkel noch ein paar Vorbehalte hatte.

Morgana hatte überraschend verständnisvoll reagiert und den anderen Champions eingeschärft sich von ihrer besten Seite zu zeigen wenn Mr Isurgie die Schule besuchte.

Für den Nachmittag war Danny mit seinem Paten in Hogsmead verabredet.

Taro wollte ihm etwas mitbringen.

Danny hatte schließlich nicht nur um Unterricht gebeten sondern auch angefragt ob es in der Hinterlassenschaft seiner Eltern etwas gab, dass er als zusätzliche Waffe verwenden konnte.

Er vermutete, dass es darum ging und nicht um eine extra Ladung Schokofrösche.

„Schritte auf der Treppe ließen Danny aufblicken.

Alex eilte die Stufen herab.

Sie trug nicht mehr ihren dunklen Schulumhang sondern einen Trainingsanzug.

„Sportlich junge Löwin.“ neckte Danny.

„Na sieh dich mal selber an Dachs-Bro!“ grinste Alex.

Danny musste seine Niederlage einräumen. Auch er hatte sich für etwas bequemes entschieden.

„Ich glaub ja nicht, dass heute schon viel passiert.“ meinte er zu seiner Cousine.

„Denke ich auch nicht.“ bestätigte Alex. „Ich hab nochmal bei Flitwick in Zauberkunst nachgefragt. Er wollte keine Details nennen aber er meinte, dass wir trotz des Treffens noch nach Hogsmeade könnten.“

„Das dachte ich mir schon.“ sagte Danny. „Taro hat sich da mit mir verabredet. Soweit ich weiß hat er sich schon mit Flitwick und Gravenstein verständigt. Er will sich die Champions ja erst ansehen bevor er entscheidet ob er das Training unterstützt. Da hätte er ja bestimmt mitbekommen wenn Hogsmead heute für uns ausfallen würde.“

„Bestimmt.“ nickte Alex. „Wollen wir?“

„Warten wir doch noch auf Alan und Roxy.“ schlug Danny vor. „Sind die nicht auch bei euch oben im Gemeinschaftsraum?“

„Nee.“ antwortete Alex. „Alan hatte nach dem Unterricht direkt Quidditch-Training und James Potter  duldet keine Drückeberger.“

„Schon klar.“ grinste Danny. „James will den Pokal und läuft ja ganz gut für ihn.“

„Stimmt.“ sagte Alex. „Roxy hatte noch irgendeine geheime Mission für ihren Bruder zu erledigen. Verraten wollte sie nichts.

„Dann sollten wir auch nicht weiter nachfragen.“ riet Danny. „So sind wir aus der Sache raus.“

„Das hat Roxy mir auch gesagt.“ meinte Alex trocken. „Der Punkt ist aber: Wir müssen auf niemanden warten und können los.“

Danny stimmte zu und gemeinsam machten sie sich auf den Weg.

Die Schule war relativ ausgestorben. Der Unterricht war für heute beendet und die meisten älteren Schüler waren bereits auf dem weg nach Hogsmead während die Erst- und Zweitklässler sich auf den Ländereien herumtrieben oder in den Gemeinschaftsräumen waren.

Professor Gravenstein hatte die Champions angewiesen sich an einem bestimmten Punkt der Turris Magnus Treppen zu versammeln.

Dieser bestimmten Treppen waren einer der Orte der Schule die Erstklässler am meisten in den Wahnsinn trieb. An manchen Tagen waren die Treppen  eine Ansammlung von verschachtelten Wendeltreppen an andern Tagen ein verwirrendes Labyrinth aus verschiedenen Aufgängen durch das man sich hindurchkämpfen musste wenn man zu den Klassenräumen für „Geschichte der Zauberei“ oder „Verteidigung gegen dunkle Künste“ wollte.

Heute sollten Die Campions sich am unteren Ende der Treppe versammeln, die zum Unterrichtsraum für „Verteidigung gegen dunkle Künste“ hinauf führte.

Danny und Alex hatten einen guten Tag und fanden schnell ihren Weg.

Trotzdem waren Morgan und die anderen Champions aus Slytherin bereits anwesend ebenso Roxy Weasley (die sich offenbar bemühte besonders unschuldig zu wirken).

Mati Patil und Lee Chang näherten sich ebenfalls bereits dem Treffpunkt.

Danny entdeckte auch Santos Honduras der sich durch das Treppen-Labyrinth kämpfte.

„Nimm die Rechte nach unten und dann der Aufgang zur Linken riet Danny seinem Mitschüler.

Als letztes traf Alan ein. Der junge Gryffindor trug noch seinen Quidditch-Umhang und hatte seinen Besen geschultert. Sein Gesicht war vom Wind gerötet.

„Mann, Mann, Mann!“ sagte er entschuldigend als er sah, dass er der Letzte war. „Potter ist echt besessen wenn es um Quidditch geht.“

„Liegt in der Familie.“ grinste Roxy.

Alan hob die Schultern.

„Dazu kam dann noch, dass jemand ein Ding gedreht hat.“ erklärte er. „Auf der Remus Lupin-Brücke hat jemand einen Sandsturm entfesselt.“

„Ach nee!“ meinte Danny gedehnt und blickte dabei Roxy Weasley an. „Täusche ich mich oder sind tragbare Sandstürme zusammen mit Platzregen-Schauern, Nebelbänken und Blizzards einer der neusten Verkaufsschlager von Weasleys zauberhafte Zauberscherze oder irre ich mich?“

„Einzeln zu verkaufen oder in der praktischen, kostengünstigen Wetter-Spaß-Box.“ antwortete Roxy mit Unschuldsmine.

Leises Gelächter war die Folge dieser kleinen Schleichwerbung.

„Nja, wer immer dafür verantwortlich ist sollte dem alten Drachen in den nächsten Stunden aus dem Weg gehen. McGonagall ist auf dem Kriegspfad.“ riet Alan Roxy mit leicht säuerlichem Blick.

„Werd ich machen.“ versprach Roxy.

„Und wie geht’s nun hier weiter?“ fragte Alan und blickte in die Runde. „Hier auf dem Treppenabsatz werden wir uns ja wohl nicht duellieren, oder?“

„Ist bestimmt nur ein Treffpunkt hier.“ vermutete Danny.

Tatsächlich gab es in diesem Bereich nicht viel zu sehen. Im Schatten der Treppe stand lediglich, vor einem Fenster, etwas das an einen alten Schrank erinnerte. Die Tür war mit allerhand silbernen Zeigern und Runen verziert aber ansonsten nichts außergewöhnliches.

Bevor jemand antworten konnte erklang eine Stimme.

„Ah, da sind sie ja.“

Professor Gravenstein hatte sein Klassenzimmer verlassen und kam die Treppe herunter.

„Freut mich das sie alle pünktlich sind.“ meinte er in die Runde. „Keine Sorge: Hogsmade muss für sie nicht ausfallen. Es geht mir heute nur darum ihnen die Räumlichkeiten zu zeigen die wir für das Training vorbereitet haben und wie sie den Trainingsbereich betreten. Bitte erzählen sie so wenigen Mitschülern wie möglich von diesem Bereich und der Zutritt wird nur ihnen gewährt.“

„Oh, Geheimhaltung!“ murmelte Alan.

„In der Tag Mr Savage.“ erwiderte Professor Gravenstein ernst. „Bei einer Veranstaltung wie den anstehenden Duellen ist es Schummeln eine Tradition. Wir möchten nicht, dass unsere Gegner etwas darüber erfahren was sie so alles lernen. Daher haben wir auch einen Bereich vorbereitet, der vor neugierigen Augen geschützt ist. Ich zeige ihnen jetzt wie sie hinein gelangen. Halten sie bitte ihre Zauberstäbe bereit. Sie werden gleich die Eingangstür an einer bestimmten Stelle berühren müssen. Dadurch erhalten sie Zugang. Kollege Flitwick und ich haben den Schließmechanismus so eingestellt, dass er nur noch begrenzten, registrierten Benutzern Zugang gewährt.“

Danny kramte seinen Zauberstab hervor und folgte mit dem Rest der Gruppe Professor Gravenstein.

Zur allgemeinen Überraschung führte er sie in die schmale Nische zwischen Treppe und Wand wo der alte Schrank stand den Danny bereits bemerkt hatte.

Gravenstein zückte nun seinen Zauberstab und schnippte einmal damit in Richtung des Schranks.

Sofort begannen die silbernen Markierungen zu surren und sich zu bewegen.

„Bitte hier, an dieser silbernen Markierung den Eingang berühren.“ wies Gravenstein die Schüler an. „ Dadurch registrieren sie sich und beim nächsten mal genügt ein Schnippen mit dem Zauberstab wie sie es gerade bei mir gesehen haben.“

Wie angewiesen berührten die Schüler den Schrank an der vorgegebenen Stelle und kam hatte der letzte Zauberstab den Schrank berührt als die Tür aufsprang.

Danny erkannte, dass es sich nicht um einen Schrank handelte sondern das hinter dem Möbelstück Stufen in die Tiefe führten.

Gravenstein übernahm die Führung und nach einem kurzen Abstieg durchschritt die Gruppe einen Torbogen der eigentlich von einem schmiedeeisernen Gitter geschützt wurde. Selbiges hob sich rasselnd und die Gruppe betrat einen großen Raum mit hoher Decke, der durch Kerzenleuchter erhellt wurde.

„Die Krypta.“ flüsterte Morgana.

„Wie meinen sie Miss Selden?“ erkundigte sich Gravenstein freundlich.

„Verzeihung Professor aber ich kenne diesen Raum.“ erklärte Morgana. „Ich wusste nur nicht genau wo er sich befand.“

„Wirklich?“ Gravenstein schien überrascht. „Darf ich fragen woher sie ihn kennen.“

„Mein Urgroßvater hat meiner Großmutter von ihm erzählt.“ erklärte Morgana.

„Ihr Urgroßvater?“ Gravenstein schien neugierig.

„Er hieß Sebastian Sallow.“ erklärte Morgana. „Er war hier Schüler zwischen 1885 und 1892. Er hat von diesem Raum durch seinen Freund Ominis Gaunt erfahren. Die beiden haben ihn als geheimen Treffpunkt genutzt für sich, Sebastians Zwillingschwester Anne und später kam noch ein vierter Freund hinzu. Leider war die Schulzeit meines Urgroßvaters nicht einfach. In seinem vierten Jahr wurde seine Zwillingsschwester von einem bösen Fluch infiziert der sie langsam umbrachte. Erst hieß es Kobolde. Die waren damals gerade im Aufstand aber dann kam heraus, dass es ein schwarzer Magier war. Er hieß Victor Rookwood und führte einen kriminellen Zirkel an. Die Ashwinder. Mein Urgroßvater hat wie besessen versucht seine Schwester zu retten. Sein ganzes fünftes Jahr über. Aber dann schlug das Schicksal wieder zu. Sein Onkel Solomon starb. Er war der Vormund für Sebastian und Anne. Die beiden hatten schon früh ihre Eltern verloren. Nach meiner Oma haben Sebastian und Anne sich über Solomons Tod übel zerstritten.“

„Wow...“ meinte Alan. „Manche Leute haben kein Glück und auch noch Pech dazu.“

„Stimmt leider.“ seufzte Morgana. „Zum Glück hatte mein Urgroßvater seine beiden besten Freunde die zu ihm hielten. Ominis und den anderen Schüler. Ich komme jetzt nicht auf den Namen. Der war es aber auch der Sebastian seiner späteren Frau vorgestellt hat und mit der hatte er eine Tochter. Er hat sie Anne genannt, nach seiner Schwester. Oma hat dann Martin Selden geheiratet und so bin ich zu meinem Nachnamen gekommen. Meine Oma hat mir viel von Sebastian Sallow erzählt. In der Zeit nach Hogwarts hat er wohl eine starke Abneigung gegen schwarze Magie entwickelt. Wegen dem was sie seiner Schwester angetan hat. Deshalb hat er Oma zwar von diesem raum erzählt aber nie erwähnt wie man reinkommt. „Da kommst du nur auf dumme Ideen“ soll er immer gesagt haben.“

„Da hat ihr Vorfahre vermutlich recht gehabt Miss Selden.“ lächelte Gravenstein. „Sie sehen, der Raum, sie nannten in Krypta Miss Selden, hat durchaus eine Geschichte. Ursprünglich wurde er speziell angelegt um Kampfunterricht zu geben. Heute wird er nicht mehr oft genutzt. Moderne räumliche Gestaltungszauber ermöglichen es uns praktische Übungen im Klassenzimmer abzuhalten und die Zeiten sind nicht mehr so gewalttätig. Aber für unsere Zwecke ist er perfekt.“

So, das war es für heute.

Wie immer hoffe ich das es euch gefallen hat und ich wünsche euch einmal mehr einen guten Start in die neue Woche.