Im Schatten der Krypta
Im Schatten der Krypta
Aller guten Dinge sind drei! Drei Kaps in Folge!
Sensationell!
Leider geht heute auch mein Urlaub zu Ende aber da sollt ihr dann nochmal was davon haben.
Viel Spaß!
Schnell hatte die Gruppe um Professor Gravenstein beschlossen den Begriff „Krypta“ als den offiziellen Namen für ihren Trainingsraum zu nutzen.
Der Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste hatte nichts dagegen.
„Es ist in jedem Fall besser als „Praktischer Trainingsraum für Verteidigungsmagie.““ hatte Gravenstein gesagt und anschließend einige Flugblätter verteilt.
Darauf waren die Termine für die kommenden Ausbildungs-Stunde verzeichnet. Einige dieser Termine waren noch mit einem Fragezeichen versehen.
„Diese Stunden haben wir für ihren Onkel eingeplant Daniel.“ hatte Gravenstein erklärt. „ Mr Isurgie denkt darüber nach sich an ihrer Ausbildung zu beteiligen. Ich würde das in hohem Maße begrüßen. Mr Isurgie ist nicht nur ein ehemaliger Auror mit großer Erfahrung. Er ist überdies ein Absolvent der „Akademie der unsichtbaren Hand“. Diese Schule, meine jungen Freunde, ist der Goldstandart wenn es um Kampfmagie geht. Natürlich werden sie es in der kurzen Zeit, die uns für ihre Ausbildung zur Verfügung steht, nicht zur Meisterschaft bringen können aber sie könnten einige exotische Zauber lernen die ihnen bei den Duellen vielleicht einen Vorteil verschaffen.“
„Das wäre sicher cool!“ hatte Roxy eingeworfen.
„Warum zögert dein Onkel eigentlich noch Danny.“ hatte Pryde Zabini wissen wollen.
„Die Frage kann ich beantworten.“ Gravenstein hatte das Ruder in der Hand behalten. „Ich kann das Zögern von Mr Isurgie gut verstehen. Er ist sich seiner Verantwortung bewusst.“
Der Professor hatte die Hände auf dem Rücken verschränkt und war vor den Schülern auf und ab gegangen.
„Kampfmagie ist nichts, was man auf die leichte Schulter nimmt Herrschaften.“ hatte er erklärt. „Wenn es um die Vorbereitung auf die anstehenden Duelle geht reden wir nicht von einfachen Schockzaubern! Wir reden von fortgeschrittener Kampfmagie. Das gilt besonders für das was Mr Isurgie ihnen beibringen soll!
Natürlich werden wir sie3 so unterweisen, dass das was sie zum Einsatz bringen nicht tödlich ist. Die Duelle gehen ja schließlich nicht auf Leben und Tot. Aber die Zauber die sie lernen werden haben das Potential echten Schaden anzurichten. Es ist nur eine Frage der eingesetzten Kraft!
Mr Isugie möchte sich ein Bild von ihrer Reife machen bevor er sie unterweist. Das befürworten der Kollege Flitwick und ich ausdrücklich und seihen sie versichert: Wenn wir feststellen, dass einer von ihnen nicht in der Lage ist mit dem Wissen, welches wir ihnen vermitteln wollen, umzugehen, dann ist der Unterricht für ihn oder sie beendet. An den Duellen werden sie dann mit ihrem Schulwissen teilnehmen müssen. Ich bezweifle, dass sie damit eine gute Figur machen werden aber wir sind eher bereit uns öffentlich zu blamieren als Wissen in Hände zu geben die dafür nicht bereit sind.“
Mit diesen warnenden Worten entließ Professor Gravenstein die Schüler.
„Na der macht ja einen Aufstand.“ brummte Adam Savage als sie die Krypta verlassen hatte.
„Aber der Raum ist cool.“ bewertete Roxy.
„Ich fand auch deine Familiengeschichte echt interessant Morgana.“ warf Isis Parkinson ein als sich die Gruppe auf den Weg in die Eingangshalle machte. Es stand schließlich noch ein Besuch in Hogsmeade an.
„Kannst du uns noch mehr über deinen Vorfahren erzählen?“ wollte Isis wissen.
„Nicht viel.“ gab die ältere Slytherin-Schülerin zu. „Zumindest nicht viel, was zu einer spannenden Geschichte taugt. Er hat für das Ministerium gearbeitet. Aufsichtsbateilung für den Missbrauch von Magie durch Jugendliche.“
Morgana wurde einen Moment sehr nachdenklich.
„Das schien ihm persönlich sehr wichtig zu sein. Sie sagte, es wäre eine Herzensaufgabe für ihn gewesen.“
„Also ziemlich streng und auf die Regeln fixiert.“ seufzte Adam Savage.
„Eigentlich nicht.“ widersprach Morgana. „Meine Oma meinte, dass er ein wirklich guter Vater war, immer Verständnis für sie hatte und das man mit ihm Pferde stehlen konnte. Den Job beim Ministerium hat er gemacht, weil es ihm wirklich wichtig war Kinder und Jugendliche zu schützen. Er hat immer gesagt: Du musst eines verstehen Anne, jemand der dich alles machen lässt was du willst ist kein guter Freund. Er ist entweder dumm oder du bist ihm egal. Jemand der dir widerspricht sorgt sich um dich und denkt nach. Das sind gute Freunde!
Froßmutter sagt, sie hätte ihn nur einmal richtig wütend erlebt. Sie war auch in Slytherin müsst ihr wissen und eine gute Schülerin. Deshalb hat ein Zirkel von Schülern, die sich „Herren der Dunkelheit“ nannte, versucht sie anzuwerben.“
„Herren der Dunkelheit?“ fragte Lee Chang. „Klingt nicht unbedingt einladend.“
„Nja, solche inoffiziellen Clubs und Gruppen sind bei uns Slytherins beliebt.“ Erklärte Pryde Zabine. „So knüpft man Kontakte die über Hogwarts hinaus gehen.“
„Stimmt, das ist ein Ding von uns.“ bestätigte Morgana. „Aber ihr dürft da jetzt nicht zu viel reininterpretieren. Im Grunde machen das alle Häuser und manchmal geht es sogar über die Hausgrenzen hinaus. Huntinton, du hast doch auch so deinen festen Freundeskreis. Ihr lernt zusammen, hängt zusammen ab.“
„Stimmt.“ meinte Danny und im Stillen gab er Morgana recht.
Auch er hatte schlucken müssen als er von geheimen Clubs der Slytherins hörte aber hatten er und seine Freunde nicht auch so einen Club gegründet? Mit geheimen Hauptquartier usw.? Die Slytherins gingen im Grunde nur einen Schritt weiter indem sie es „Zirkel“ nannten.
„Sehr ihr?“ meinte Morgana inzwischen. „Im Grunde ist jede Clique so ein Zirkel. Wir Slytherins gehen nur einen Schritt weiter was das angeht. Ist eben unser Ding.“
„Dann war das mit den „Herren der Dunkelheit“ nur ein cooler Name?“ wollte Santos Honduras wissen.
Morgana verzog das Gesicht.
„Leider nicht.“ räumte sie ein. „Neun von Zehn dieser „Zirkel“ sind nur Cliquen von Leuten die zum Beispiel auf die selbe Musik stehen. Aber wie das so ist...Es ist immer der eine aus diesen Zehn der es für alle anderen versaut. Und leider ist meine Oma an eine solche Gruppe geraten. Diese „Herren der Dunkelheit“ machten sich einen Spaß daraus schwarze Magie zu lernen. Nicht weil sie Macht wollten oder so. Die sahen es einfach als cool an etwas verbotenes zu tun.“
„Und bestimmt waren sie immer auf der Suche nach dem nächsten großen Kick.“ vermutete Danny.
„Hab schon gehört das du nicht auf den Kopf gefallen bist Huntington.“ gab Morgana mit schiefem Grinsen zurück.“ „Genau so war es leider. Diese Schüler waren inzwischen so weit, dass sie die unverzeihlichen Flüche ausprobierten. Natürlich nicht an Menschen aber an Tieren.“
„Die unverzeihlichen Flüche.“ Roxy war etwas blass geworden. „Das ist aber echt kein Witz mehr. Imperio ist schon schlimm genug aber der Folterfluch und der Todesfluch. Tiere quälen, Tiere töten? Das ist echt kein Spaß mehr.“
„Das dachte meine Oma auch!“ meinte Morgana sofort. „Ich wollte jetzt nicht sagen, dass das ein harmloser Schülerstreich war, oder so.“
Roxys heftige Reaktion hatte die Slytherin-Schülerin wohl etwas verunsichert.
„Schon ok.“ lenkte Roxy ein. „Es ist nur, als ich im ersten Jahr war hat mich jemand mit Imperio belegt und wollte mich dazu bringen Selbstmord zu begehen. Die unverzeihlichen Flüche sind einfach kein Witz für mich.“
„Die sollten auch kein Witz sein.“ warf Lee Chang ein. „Die Enkelin von unserem Hausmeister, die ist ja in unserem Haus, die hat damals auch den Imperio abbekommen und auch den Folterfluch. Man sieht es ihr manchmal an, dass sie sich noch gut daran erinnert.“
„Ich mich auch.“ brummte Mati Patil. „Mich haben sie in dem Jahr auch mit Crucio erwischt. Was hat deine Oma denn gemacht Morgana.“
„Sie hat still gehalten bis es in die Winterferien ging.“ erklärte Morgana. „Sie hatte Angst vor diesen Typen und bis zu den Ferien war es nur eine Woche. Sie hat befürchtet, dass dieser Zirkel sonst schwarze Magie einsetzen würde um sie ruhig zu halten. Sie hat dann aber Uropa Sebastian davon erzählt als sie über die Ferien zu Hause war. Da ist er dann sehr wütend geworden und wollte alle verhaften. Oma hat dann Angst bekommen. Sie hatte Angst das alle sie eine Petze nennen würden. Das hat ihren Vater dann noch wütender gemacht. Es ginge hier um mehr hat er gemeint und sie auf ihr Zimmer geschickt. Am nächsten Morgen saß er dann an ihrem Bett und hat sich für seine heftige Reaktion entschuldigt. Er hat ihr versprochen, dass er behutsam vorgehen und sie aus der Sache raushalten würde. Dann hat er sie mit einem Blick angesehen den sie, so sagte meine Oma, nie vergessen wird und er hat zu ihr gesagt: Hör mal kleine Anne.... das war sie ein Ding von ihm. Seine Schwester war die große Anne und sie war die kleine Anne. Er hat also gesagt: Hör mal kleine Anne. Es war richtig, dass du mir bescheid gesagt hast und ich will nicht, dass du das bereust. Versprich mir bitte, dass du niemals vergisst, was dein Onkel Ominis immer sagt: Die dunklen Künste wirken erst einmal harmlos. Man erkennt erst worauf man sich einlässt bis es zu spät ist. Das ist eine Lektion die ich nur gelernt habe nachdem ich einen sehr hohen Preis dafür gezahlt habe. Stell du dich bitte geschickter an klein Anne. Das hat Oma ihm versprochen und sich auch immer dran gehalten.“
„Und was ist aus dem Zirkel geworden?“ wollte Alex wissen. „Diesen Herren der Dunkelheit?“
„Das Ministerium hat sich darum gekümmert.“ erklärte Morgana. „Eigentlich kriegt man ja lebenslänglich Askaban wenn man die unverzeihlichen Flüche benutzt aber Uropa Sebastian hat eine Sonderbehandlung vor dem obersten Zauberergericht durchgesetzt da es sich größtenteils um Minderjährige handelte.
Zunächst hat er sichergestellt, dass nicht alle über einen Kamm geschoren werden. Er hat genau ermitteln lassen wer von den Schülern, es waren nur etwa siebzehn tatsächlich verbotene Magie eingesetzt hat. Die, die nur Mitläufer waren sind nach Hogwarts-Regeln bestraft worden. Das waren etwa zehn der beschuldigten. Die mussten nachsitzen und zustimmen, dass man ihre Zauberstäbe überwacht. Fünf hatten zwar versucht die Flüche zu benutzen aber sie haben es nicht geschafft. Man kann den Todesfluch zum Beispiel nicht einfach so wirken. Man muss es wirklich wollen. Weil diese Schüler es eben nicht gewollt haben mussten sie nur Hogwarts verlassen. Blieben noch zwei. Die haben erfolgreich die Flüche eingesetzt waren aber beide noch minderjährig. Deshalb hat Uropa Sebastian erwirkt, dass sie nicht nach Askaban kommen aber man hat ihre Zauberstäbe beschlagnahmt und zerbrochen. Darüber hinaus durften sie sich keine neuen beschaffen.“
„Wow..!“ meinte Pryde Zabini. „Verbannung aus der magischen Gemeinschaft! Heftig!“
„Immer noch besser als lebenslang Askaban.“ hielt Isis Parkinson dagegen. „Damals wurde das noch von Dementoren bewacht!“
„Auch wieder wahr.“ räumte Pryde ein.
„Außerdem darf man nicht vergessen, dass es hier nicht um eine harmlose Sache ging.“ steuerte Alex bei. „Ich meine, die unverzeihlichen Flüche heißen nicht umsonst unverzeihlich!“
„Stimmt.“ sagte Roxy. „Das ist kein Schülerstreich wie....“
„Ein tragbarer Sandsturm?“ schlug Danny der jungen Gryffindor mit Unschuldsmine vor.
Roxy musste leise kichern und Danny fuhr fort:
„Hast natürlich recht Weasley. Die unverzeihlichen Flüche sind kein Schülerstreich und Pryde, Verbannung ist sicher heftig aber denk an das was Morgana gesagt hat. Die haben die Flüche erfolgreich eingesetzt und um das zu schaffen muss man es wollen. Denk mal nach was das heißt: Man muss töten wollen, man muss quälen und unterdrücken wollen. Ich glaube nicht, dass die, die man da verbannt hat besonders nette Leute waren.“
„Auch wieder wahr.“ räumte Zabini ein.
Inzwischen hatte die Gruppe die Eingangshalle erreicht und zerstreute sich nun langsam.
Danny kramte seinen Winterumhang hervor und Alex tat es ihm gleich.
„Na, dann wollen wir mal nach Hogsmead, was junge Löwin?“ fragte er.
„Vermisst du Rose so sehr?“ scherzte Alex.
„Mindestens so sehr wie du Jenna.“ hielt Danny dagegen. „Wo wollt ihr euch treffen? An der heulenden Hütte. Ich würde mir ja sorgen machen, dass ihr euch eine Erkältung holt bei dem Wetter aber ihr werdet euch schon warm.....“
Danny kam nicht dazu den Satz zu beenden und die Ankunft der beiden in Hogsmead verzögerte sich aufgrund einer mit Entschlossenheit geführten Schneeballschlacht.
So, das war es für heute.
Ich hoffe es hat euch gefallen.
Hogsmead gibt es dann im nächsten Kap.
Habt eine gute Woche bis dahin.