Ein Treffen
Ein Treffen
Weiter geht’s.
Leider wird das Kapitel wohl etwas kürzer da ich voll unter Stress stehe.
Zwei 24 h Schichten über Pfingsten.
Trotzdem will ich zumindest den Cliffhanger auflösen.
Viel Spaß.
Taros Gesichtszüge verhärteten sich sofort als er hörte das es um Dannys Großvater ging.
Rose wollte gerade zu weiteren Erklärungen ansetzen aber Taro hob warnend die Hand.
„Nicht hier.“ meinte er und ließ den Blick über den Bahnsteig wandern. „Hier hören zu viele Leute mit. Kommt mal bitte alle mit.“
Taro übernahm die Führung. Sie durchquerten den Bahnhof und folgten dem Weg der Richtung Hogsmead führte.
Taro führte seine Schützlinge zu einer kleinen Grünanlage am Rand des Dorfes. Steinerne Bänke umgaben einen großen Buch in der Mitte der Anlage war von fachkundigen Händen so gestaltet worden, dass er nun aussah wie ein Drache. Ein pfiffiger kleiner Zauber sorge dafür, dass das botanische Kunstwerk von Zeit zu Zeit die Flügel spreizte und anschließend wieder an den Körper zog.
Da der Winter das Dorf fest im Griff hatte lag der kleine Park verlassen da.
Taro räumte zwei der steigernden Bänke mit einem schnellen Zauber von Schnee und Eis und wärmte die Sitzflächen angenehm an.
„So!“ meinte er als Danny und die drei Mädchen Platz gefunden hatten. „Nun erzählt mal Rose, Jenna....was habt ihr genau beobachtet?“
„Also, das war so...“ hob Jenna an. „Ich hab Rose unten im Dorf getroffen. Alex und ich, wir waren an der heulenden Hütte verabredet aber ich hab mich etwas verlaufen. Ist ja erst das zweite Mal, dass ich in Hogsmead bin.“
„Stimmt.“ übernahm Rose. „Ich hab Jenna dann angeboten ihr den Weg zu zeigen. Ich dachte mir, dass Danny ja sowieso zusammen mit Alex ins Dorf kommen würde. Daher.....“
Taro nickte nur stumm und forderte die Mädchen auf weiter zu erzählen.
„Nun, wir hatten den halben weg zur heulenden Hütte geschafft als ich, naja.....“
„Was?“ fragte Alex besorgt als sie das Zögern ihrer Freundin bemerkte.
Jenna zögerte. Etwas schien ihr nach Dannys Meinung peinlich zu sein.
Rose wurde es schließlich zu bunt.
„Lieber Himmel Jenna!“ übernahm die junge Weasley. „Mach es doch nicht so spannend. Du musstest mal für kleine Mädchen!“
Taro bewahrte sich stille Würde während Alex und Danny mit sich kämpften um nicht zu lachen.
„Danke Rose!“ knurrte Jenna. „Das nenne ich mal echte Solidarität unter Frauen!“
„Jetzt sei nicht eingeschnappt Süße.“ tröstete Alex und besänftigte ihre Freundin mit einem Kuss auf die Nasenspitze.
„Es ist ja auch nur deshalb von Bedeutung weil wir deshalb den Weg verlassen haben.“ erklärte Rose. „Jenna ist hinter einen Baum und ich hab Ausschau gehalten ob einer kommt.“
„Ja, so war es.“ meinte Jenna nachdem sie sich wieder etwas gefangen hatte. „Ich war gerade...naja...fertig als Rose mir ein Zeichen gemacht hat.“
„Ich hatte was gehört.“ erklärte Rose. „Ich kenne das Geräusch von meinen Eltern. Es war das Geräusch wenn jemand appariert. Ich hab den Weg im Auge behalten und Augenblicke später kam den Großvater aus dem Unterholz Danny und ging weiter Richtung heulende Hütte.“
„Damit ist eine Sache schon mal sofort klar.“ meinte Danny düster. „Er will was verbergen. Wenn er nur das Dorf besuchen wollte....Hogsmead hat wenigstens drei ausgewiesene Plätze wo Besucher gefahrlos apparieren können. Die sind aber immer gut besucht. Wenn der ehrenwerte Mr Crowfield mitten in den Wald appariert will er nicht gesehen werden. Und er ist dann weiter zur heulenden Hütte?“
Rose nickte.
„Dann wette ich um meine limitierte goldene Sammelkarte von Wendeline der Wunderlichen, dass er sich mit jemandem treffen wollte.“ folgerte Danny.
„Deine Schokofroschkarte kannst du behalten.“ seufzte Rose. „Schade. Wendelinge fehlte mir noch in meiner Sammlung. Wie bist du drauf gekommen, dass er sich mit jemandem treffen wollte?“
„Einfache Logik.“ erklärte Danny. „Erst appariert er an einen Ort wo er nicht gesehen wird, dann macht er sich auf den Weg zu einem abgelegenen aber allseits bekannten Ort. Ein Treffpunkt den man gut vereinbaren kann. Sicher, viele Schüler wollen die heulende Hütte abchecken aber nicht zu dieser Jahreszeit.“
„Stimmt.“ bestätigte Rose. „Um diese Jahreszeit hockt man sich lieber auf ein heißes Butterbier in die drei Besen. Zur heulenden Hütte geht’s eher im Sommer oder im Frühling.“
„Hätten wir ja auch so gemacht.“ meinte Jenna. „Aber wir haben es bei unserem ersten Hogsmead-Besuch nicht geschafft auch die heulende Hütte zu besuchen.“
„Was habt ihr denn nun beobachtet?“ wollte Taro wissen. „Mit wem hat Mr Crowfield sich getroffen. Habt ihr das beobachten können?“
„Haben wir!“ bestätigte Rose. „Uns ist das auch verdächtig vorgekommen. Wir sind im Wald geblieben und sind Mr Crowfield abseits des Weges verfolgt.“
Jenna nickte und übernahm:
„Mr Crowfield ist bis zur heulenden Hütte gegangen und dort hat er dann gewartet. Nicht lange. Drei Kobolde kamen aus dem Unterholz und sind direkt auf ihn zugegangen.“
„Großvater trifft sich mit Kobolden?“
Alex schien verwirrt.
„Das passt nicht zu ihm.“ erklärte Jenna. „Kobolde sind für Großvater keine magischen Mitgeschöpfe. Für ihn sind sie etwas niederes. Bei Merlins Lesebrille! Ich erinnere mich noch wie er immer, bei Familientreffen, darüber gewettert hat das wahrer Zaubererstolz verloren geht und (Alex wirkte peinlich berührt) dabei hat er auch immer ziemlich über deine Mutter hergezogen Rose.“
„Wundert mich nicht.“ sagte Rose unbekümmert. „Bereits bevor sie Ministerin wurde hat Mum sich sehr für die Rechte von magischen Mitgeschöpfen eingesetzt. Sowohl in England als auch International. Sie hat immer darauf verwiesen, dass Voldemort nie hätte so mächtig werden können wenn unsere Gesellschaft nicht so tief gespalten gewesen wäre.“
„Da hat sie auch recht.“ versicherte Alex. „Opa war da aber anderer Meinung. Daher finde ich es mehr als merkwürdig, dass er sich freiwillig mit Kobolden trifft.“
„Die waren auch nicht unbedingt glücklich ihn zu sehen.“ sagte Jenna. „Rose und ich haben nicht alles mitbekommen aber die haben ihm Vorwürfe gemacht, dass einer ihrer Verwandten wegen eurem Großvater jetzt im Gefängnis ist.“
„Stimmt!“ bestätigte Rose. „Euer Großvater ist da eiskalt geblieben und hat gesagt, dass das nicht seine Schuld wäre. Der Kobold hätte bei dem Auftrag eben versagt und müsse nun die Folgen tragen.“
„Was er damit wohl meint?“ wunderte sich Alex.
„Ich hab da so eine Befürchtung.“ brummte Danny.
„Du hast eine Idee?“ fragte Alex.
„Du bist wirklich Wills Sohn.“ lächelte Taro. „Immer am kombinieren.“
Danny spürte wie er rot wurde.
„Ich denke, das Großvater vielleicht den Entführungsversuch gemeint hat.“ erklärte Danny. „Weißt du noch Alex? Damals als Mrs Potter uns zum Quidditch mitgenommen hat? Der Angriff auf Kara? Da ist doch rausgekommen, dass ein Kobold im Hintergrund die Fäden gezogen hat.“
Betretenes Schweigen breitete sich aus.
„Das könnte stimmen.“ meinte Taro düster. „Was ist sonst noch passiert?“
„Mr Crowfield hat von den Kobolden etwas gekauft.“ antwortete Jenna.
„Was?“ wollte Taro wissen.
„Einige alte Bücher.“ sagte Rose. „Jedes hatte ein Siegel aus Koboldsilber und ich konnte das Siegel ziemlich gut sehen.“
Rose begann ihre Taschen zu durchsuchen.
Währenddessen sprach Jenna weiter.
„Mr Crowfield war hat dann die Bücher gezählt und war alles andere als glücklich. Er meinte zwei Bücher würden fehlen. Die Kobolde haben versprochen diese bald nachzuliefern. Sie müssten sie erst von einer anderen Kobold-Familie kaufen. Mr Crowfield hat gesagt, dass er die Bücher schnell braucht und das Gold keine Rolle spielen würde. Zeit wäre jedoch ein Problem. Er hätte nicht unbegrenzt Zugang zu den Örtlichkeiten. Dann hat er die Bücher genommen und ist disappariert.“
Inzwischen zog Rose einen Zettel aus der Tasche und reichte ihn Taro.
Danny späte über die Schulter seines Paten. Er erkannte ein Symbol aus verschlungenen Schriftzeichen die er nicht deuten konnte.
„Koboldogack“ brummte Taro. „Die Sprache der Kobolde. Leider beherrsche ich sie nicht. Kann ich das behalten Rose?“
„Natürlich Mr Isurgie.“ versicherte die junge Weasley.
„Es sollte nicht zu schwer sein das zu übersetzen.“ brummte Taro als er den Zettel einsteckte. „Das gefällt mir nicht. Das gefällt mir ganz und gar nicht.“
Er erhob sich und sah Danny und die drei Mädchen durchdringend an.
„Ich will, dass ihr auf euch aufpasst und bitte, haltet euch zurück was das Detektivspielen angeht. Ich denke, dass Danny recht hat. Wir haben hier einen klaren Hinweis, dass Mr Crowfield bereit war dich Alex und deine Schwester entführen zu lassen. Jemand der bereit ist so weit zu gehen ist zu allem fähig!“
„Was glaubst du, hat er gemeint, als er sagte, dass er nur begrenzten Zugriff auf die Örtlichkeiten hat?“ wollte Danny wissen.
„Nun,“ meinte Taro. „Ich denke, dass wir jetzt eine Vorstellung haben warum er die Duelle angestoßen hat. Während der Duelle hat er Zugang zu Hogwarts.“
Das war es mal wieder für heute.
Etwas kurz, ich weiß aber trotzdem frohe Pfingsten.
Bis bald.