Das Problem
Das Problem
Weiter geht’s.
Freut mich, dass ihr euch über die Sonderlänge letzte Woche gefreut habt.
Ganz so lange werde ich heute wohl nicht schaffen aber ich hoffe es wird euch trotzdem gefallen.
Viel Spaß!
Guter Stimmung verließen Danny und seine Cousinen Ollivander nachdem Der Vierzehnjähriger Mr Ollivander zugesagt hatte, dass sein Onkel ihn wegen Voldemorts Zauberstab kontaktieren würde.
Danny fühlte sich im Grunde erleichtert. Er hatte nie auch nur erwogen den Zauberstab zu benutzen und die Eindrücke die er empfangen hatte als er ihn zum ersten Mal berührte waren regelrecht verstörend gewesen.
„Also ich finde es gut, dass du diesen Zauberstab hier abgibst.“ meinte Alex mit einem mal. „Unser Großvater wäre nie so großzügig.“
„Der hätte eine von diesen steifen Partys geschmissen um all seinen reichen Freunden zu zeigen, dass ihm dieses Ding jetzt gehört.“ steuerte Kara bei.
„Habt ihr unseren Großvater oft getroffen?“ erkundigte sich Danny.
„Zum Glück nicht.“ meinte Alex düster.
„Im Grunde nur ein oder zweimal im Jahr.“ erklärte Kara. „Zu seinem Geburtstag mussten wir uns immer auf seinem Landsitz in Florida einfinden.“
„Bei Merlin!“ Alex warf den Kopf in den Nacken. „Das waren immer so verkrampfte Aktionen. Total steif! Onkel Tobias und seine Frau waren da, natürlich Vivianca....Da hat man ganz klar gemerkt, dass die nur auf dem Papier verheiratet sind.“
„Ich glaube, deshalb ist Vivianca auch so eine B....“ meinte Kara. „Ihre Mutter ist wenn es hochkommt vielleicht drei Wochen im Jahr zu Hause ist. In der Regel hält sie einen Kontinent Abstand zu ihrem „Ehemann“.
„Ich hab Mum und Dad mal reden hören.“ erzählte Alex. „Tante Hecate wollte im Grunde nie Kinder. Schwangerschaft ruiniert die schmale Linie. Bevor sie mit Vivianca schwanger wurde war sie ständig auf den Titelseiten der Klatschblätter. Das hat sie genossen und Opa war das nur recht.“
„Weil es die Crowfields ins Rampenlicht gerückt hat?“ vermutete Danny.
„Volltreffer. “meinte Alex. „In ihrem Ehevertrag hat Tante Hecate sogar drinstehen, dass Kinder nicht eingeplant sind.“
„Aber Opa hat eine Hintertür eingebaut.“ ergänzte Kara. „In dem Vertrag steht zwar drin, dass Tante Hecate entscheidet ob sie Kinder bekommt aber sollte sie schwanger werden....sagen wir durch einen Unfall....dann obliegt die Entscheidung wie es weitergeht.“
„Das heißt keine Abtreibung ohne Opas Zustimmung?“ erkundigte sich Danny.
„Stimmt genau.“ meinte Alex.
„Deshalb hatte Mum auch die Theorie, dass Opa nachgeholfen hat was die Schwangerschaft angeht.“ erklärte Kara. „Ein Zaubertrank oder so. Tante Hecate ist für die neun Monate Schwangerschaft praktisch von der Bildfläche verschwunden. Vivianca kann einem im Grunde leid tun. Sie ist praktisch vom Hauselfen der Familie ihrer Mutter aufgezogen worden. Ihre Mum hat kein Interesse an ihr und hält seid der Schwangerschaft einen Kontinent Abstand von ihrem Mann.“
„Und ihr Vater?“ wollte Danny wissen. „Der ist ja wohl der Bruder von meinem Dad und eurer Mum.“
„Onkel Tobias arbeitet für den MACUSA.“ meinte Alex. „Er ist in der Auslandsabteilung tätig und viel auf reisen. Sowohl er als auch unser Opa haben jedes Interesse an Vivianca verloren als klar wurde, dass sie ein Mädchen ist.“
„Ich will jetzt echt nicht in den falschen Kessel spucken....“meinte Danny. „Aber hat unser Opa eigentlich auch versucht sie.....also Vivianca....für diese männlicher Erbe-Sache einzuspannen?“
Alex lachte bitter auf.
„Das wagt er nicht.“
„Tante Hecates Familie ist ebenso alt wie die Crowfields und hat erstklassige Beziehungen.“ erklärte Kara. „Vivianca ist wie gesagt im Grunde bei der Familie ihrer Mutter aufgewachsen und der Vater ihrer Mutter passt auf sie auf. An die traut sich unser Großvater nicht ran.“
„Unser Dad hat leider keinen solchen Rückhalt.“ brummte Alex. „Nicht falsch verstehen. Er ist ein toller Dad und ein guter Zauberer aber eben kein altes Zaubererblut mit Beziehungen und so.“
Noch bevor die drei das Thema weiter besprechen konnten wehte eine Stimme zu den dreien herüber die Danny nur zu gut kannte:
„Hey Danny, was geht?“
„Al!“ Danny erkannte seinen Stubenkammeraden aus Hufflepuff. Der junge Potter stand zusammen mit seinem Bruder James vor „Qualität für Quidditch“.
Zusammen mit seine Cousinen überquerte der Vierzehnjährige die Straße.
„Was macht ihr zwei denn hier?“ erkundigte sich Danny nach einer kurzen Begrüßung.
„Wir sind die Eskorte für Lily und Mum.“ antwortete Albus mit wichtiger Mine
„Unser Schwesterchen bekommt ihren ersten offiziellen Besen.“ meinte James.
„Höchst wichtig also!“ meinte Al grinsend und wollte dann wissen: „Und wen hast du da bei dir?“
„Oh, wie unhöflich von mit.“ lachte Danny und winkte Alex und Kara etwas näher heran. Die Danvers Schwestern hatten sich bisher im Hintergrund gehalten.
„Darf ich vorstellen: Das sind Alex und Kara Danvers. Meine Cousinen aus den USA.“
„Oh,....“ Al machte große Augen. „Hätte nicht gedacht, dass ihr euch so bald kennen lernt.“
An Alex und Kara gewandt erklärte er: „Wir haben im letzten Jahr erfahren, dass Danny noch Verwandte in den USA hat aber was wir da über seinen....ich meine euren Opa erfahren haben klang nicht so toll. Nicht sauer seine ich will ihn nicht beleidigen.“
„Über unseren Opa kannst du sagen was du willst.“ seufzte Alex und blickte ihre Schwester an.
„Wie Dad immer sagt?“ fragte sie
„Stellt euch der Scheiße.“ antwortete Kara und nickte zustimmend.
Alex holte tief Luft und fasste die ganze Lage für die Potter-Brüder zusammen.
Als sie geendet hatte macht Albus und James große Augen.
„Wow....“ meinte Albus schließlich. „Euer Opa spinnt wohl! Wir leben doch nicht mehr im Mittelalter!“
„Brüderchen, da hocken wir jetzt echt mal total auf dem selben Besen.“ bekräftigte James. „Der hat sie doch nicht alle!“
„Zum Glück steht ihm wohl eine Enttäuschung ins Haus.“ meinte Kara mit einem hoffnungsvollen Lächeln. „Jetzt wo Danny und sein Pate uns helfen. Ist natürlich schon ein großer Schritt. Ein neues Land....neue Schule....“
„Und vor allem plötzlich!“ stimmte Alex zu.
„Kann ich voll verstehen.“ beteuerte Albus. „Aber Hogwarts wird euch sicher gefallen.“
„So sehr wie einem eine Schule nun mal gefallen kann.“ brummte James. „Da fällt mir ein, ich muss noch meinen Vorrat an Stinkbomben auffüllen.“
„Und ich hatte gedacht, dass du und FJ in diesem Jahr etwas kürzer treten würdet.“ schmunzelte Danny. „Für euch beginnt doch das Schreckensjahr. Die ZAGs warten auf euch.“
„Deswegen haben FJ und ich ja im letzten Jahr Roxy angelernt.“ grinste James. „Wir planen und delegieren dann. Man muss nur seine Leute haben, dann klappt das schon.“
„James und FJ wollen unbedingt die größten Scherzbolde der Schule werden.“ erklärte Danny seinen Cousinen und fragte dann: „Und wie geht es Lily?“
Al hob die Schultern.
„War schon heftig für sie letztes Jahr.“ räumte er ein. „Sie ist stiller geworden und am Anfang der Ferien wollte sie ein oder zweimal bei mir im Zimmer schlafen.“
Danny nickte.
„Ich hatte auch den einen oder anderen schlechten Traum.“ gestand er.
„Aber es geht aufwärts.“ meinte Al. „Gerade heute zum Beispiel mit ihrem Besen und Lily kriegt so schnell nichts unter.“
„Wäre ja auch noch schöner!“ verkündete die Stimme der jüngsten Potter.
Lily drängelte sich zwischen ihre Brüder. Über ihrer Schulter ein Paket, welches verdächtig nach Besen aussah.
„Dein neuer Besen Potter-Prinzessin?“ erkundigte sich Danny.
„Nimbus-XS- Turbo!“ verkündete Lily stolz. „Damit schaffe ich es dieses Jahr bestimmt in die Hausmannschaft und dann zeig ich euch wo der Hammer hängt.“
„Ich zittere schon. “meinte James gönnerhaft.
„Das ist dann wohl der Nachteil wenn man drei Kinder in drei verschiedenen Schulhäusern hat.“ seufzte Mrs Potter die nun ebenfalls den Laden verließ und zu ihren Kindern trat.
„Was erwartest du Mum?“ wollte James wissen.
„Wir müssen schließlich deinen Ruf als Profi-Spielerin verteidigen.“ meinte Lily.
„Von mir aus aber tut das bitte auf dem Spielfeld, ja?“ Mrs Potter warf ihren Kindern einen warnenden Blick zu, begrüßte Dann Danny und wandte sich dann an Alex und Kara.
„Und wen haben wir hier?“ fragte sie und reichte zunächst Alex die Hand.
Danny stellte fest, dass seine Cousine mit einem mal etwas blass um die Nase wirkte und die ihr angebotene Hand fast andächtig schüttelte.
„Sie haben als Profi Quidditch gespielt Madame?“ fragte Alex zögernd.
Als ob du das nicht wüsstest.“ meinte Kara erfrischend unverblümt und schüttelte Mrs Potters Hand herzlich.
„Meine Schwester hat ein Poster von ihnen in ihrem Zimmer hängen.“ erklärte sie. „Ginevra der Geist ist ihr Held.“
„Kara!“
Alex Stimme war eine Mischung aus Panik und Scham. Ihre Gesichtsfarbe wechselte mit bemerkenswerter Geschwindigkeit ins tief rote und die ältere Danvers Schwester wirkte als wäre der Sprung in den Rachen eines hungrigen Drachens mit einem mal recht einladend für sie.
„Stimmt doch!“ gluckste Kara die sich offenbar königlich über die Not ihrer Schwester amüsierte,
„Es freut mich, dass man mich noch nicht vergessen hat.“ schmunzelte Mrs Potter. „Aber mit wem habe ich den nun die Ehre?“
„Das sind Dannys Cousinen aus Amerika Mum.“ erklärte Albus nun. „Du errätst nie warum die nun hier sind. Halt dich fest.....“
Albus faste nun die Gründe zusammen die Alex und Kara nach England geführt hatten.
„Also so eine Gemeinheit.“ meinte Mrs Potter als Albus geendet hatte.
An Alex und Kara gewandt meinte sie: „Na, ihr Ärmsten, dann lasst euch mal nicht unterkriegen.“
„Werden wir nicht.“ versprach Alex (offenbar bemüht einen guten Eindruck zumachen.) „Dank Danny und seinem Onkel geht es jetzt wohl aufwärts. Wir haben gerade schon neue Zauberstäbe bekommen und unserem Vater geht es besse.“
„Das freut mich.“ lächelte Mrs Potter. „Grüßt eure Eltern bitte von mir und sagt ihnen, dass ich mal mit meinem Mann reden werde. Als Leiter des Auroren-Büros hat er im Ministerium einen guten Überblick. Vielleicht gibt es freie Stellen die für eure Eltern in Frage kommen.“
Alex und Kara bedankten sich und die Familie Potter schritt in Richtung „Weasleys zauberhafte Zauberscherze“ davon.
(Warum lasse ich mich eigentlich immer wieder zum Besucht dieses Ladens überreden?“ hörte man Mrs Potter fragen. „Weil du mich trotz allem lieb hast Mum.“ gab James zurück)
„Du kennst ja richtig berühmte Leute.“ staunte Alex als sich Dannys Gruppe dem Ausgang der Winkelgasse näherte.
„Hab es nicht drauf angelegt.“ meinte Danny verlegen. „Hat sich so ergeben. Aber das die Potters sich für eure Eltern umhören wollen ist gut. Wenn die beschließen zu helfen, dann helfen sie.“
Die Drei betraten nun den Tropfenden Kessel und gingen zur Feuerstelle.
„Bin gespannt auf dein Haus.“ meinte Kara.
„Ich denke es wird euch gefallen.“ grinste Danny.
Augenblicke später entließen grüne flammen die drei Teenager in die Küche von Trever Hall. Kara stürmte sofort ans Fenster.
„Wow!“ meinte sie begeistert.“Das ist ja eine Insel!“
„Als ich den Laden hier das erste mal gesehen habe, habe ich auch nur gedacht: Wow!“ meinte Danny verlegen. „Ich bin in einem Waisenhaus aufgewachsen und dann so was hier. Ich versuch es mir nicht zu Kopf steigen zu lassen. Ich hab mal auf einem Reiterhof ausgeholfen und da war so ein reicher kleiner Kotzbrocken....So will ich nie sein.“
„Hälst dich ganz gut.“ grinste Alex.
„Oh, die jungen Herrschaften sind zu Hause.“ Jakubi hatte die Küche betreten und verneigte sich vor Danny. „Master Taro und die Eltern der jungen Damen sind im Wohnzimmer. Jakubi hat im zweiten Stock Gästezimmer für die jungen Damen vorbereitet.“
„Vielen Dank.“ meinte Alex zu dem kleinen Hauselfen.
Jakubi zuckte leicht zusammen, schien kurz hin und hergerissen, dann verneigte er sich vor Alex und meinte: „Jakubi ist dankbar für die Anerkennung seiner Arbeit. Er ist immer bereit seiner Familie zu dienen. Wenn meine Hilfe gebraucht wird brauchen sie nur zu fragen. Jakubi wird sich jetzt um das Abendessen kümmern.“
Während der Hauself ans werk ging verließen die drei Jugendlichen die Küche.
Danny war nicht entgangen, dass Jakubi etwas steif geklungen hatte als er sich bei Alex bedankt hatte.
„Euer Hauself mag uns nicht besonders, oder?“ erkundigte sich Alex als sie Richtung Wohnzimmer gingen.
Danny hielt nicht davon zu leugnen. Auch Alex war es aufgefallen.
„Ich denke ihr müsst ihm Zeit geben.“ meinte er daher. „Hauselfen denken auf ihre ganz eigene Weise. Da ich für einen verantwortlich bin hab ich mich viel damit beschäftigt. Sie putzen nicht einfach nur. Hauselfen verschreiben ihr Leben dem Dienst an ihrer Familie. Sie bewahren unsere Geheimnisse und schützen das ihnen anvertraute Haus. Jakubi hat sich zehn Jahre ganz allein um Trever Hall gekümmert bis ich erfahren habe, dass ich ein Zauberer bin. Jetzt schützt er mich mit Leib und Seele. Ich denke nicht, dass er was gegen euch hat. Er....“
„Mum...“ erkannte Alex. „Er hat Angst, dass sie dich enttäuscht.“
„Ich denke er braucht einfach Zeit.“ meinte Danny.
„Brauche ich auch.“ meinte Alex düster.
Inzwischen hatten sie das Wohnzimmer erreicht. Taro stand vor dem großen Panoramafenster. Das Fenster lag direkt oberhalb des Wasserfalls der das Speicherbecken im Garten speiste. Man konnte von dort den Garten und die Bucht überblicken.
Das Ehepaar Danvers stand dem alten Japaner gegenüber.
Die Unterhaltung die sie geführt hatten wurde allerdings unterbrochen als Alex und Kara auf ihren Vater zustürmten.
„Geht's dir wieder gut Dad?“ fragte Kara als sie sich von ihrem Vater drücken ließ.
„So gut wie seid Wochen nicht mehr.“ lachte Mr Danvers und drückte sein Mädchen an sich. „Völlig heilen kann man den Grib ja leider nicht aber der Heiler, den Mr Isurgie gerufen hat, hat mich völlig wieder auf die Beine gebracht und uns eine neue Verordnung für meine Heiltränke gegeben. Du musst Danny sein?“
Mr Danvers hatte Danny bemerkt und reichte ihm freundlich die Hand.
„Ich weiß gar nicht wo ich mit dem Bedanken anfangen soll.“ meinte er. „Dafür, dass du und dein Onkel uns helft.....deine Spende. In Merlins Namen! Phonixtränen. Wie soll ich das jemals zurückzahlen.“
„Gar nicht Sir.“ meinte Danny verlegen. „Die Tränen waren ein Geschenk an mich und ich habe sie für einen Notfall aufgehoben. Ihre Lage war ein Notfall. Wir konnten die Tränen entweder benutzen oder warten bis ich mir einen Nagel abbreche.“
„Ich kann mich nur bedanken.“ lächelte Mr Danvers. „Und bitte....Jerry nicht Sir.“
„Ok.“ grinste Danny. „Tut mir leid, dass die Tränen sie nicht völlig heilen konnten.“
„Das war nicht zu erwarten.“ beschwichtigte Mr Danvers. „Es ist ja nicht einfach nur eine Krankheit sondern teil eines Fluchs. Das bedeutet aber nicht, dass die Tränen nicht ein kleines Wunder vollbracht haben. Als ich mir diesen Fluch eingefangen habe musste ich über Monate auf die Heiltränke eingestellt werden und mich dann genau an den für mich erstellten Plan halten. Die Aktion meines Schwiegervaters hat dieses System völlig auf den Kopf gestellt. Nach den Wochen die dieser Alptraum jetzt schon dauert war der Grib völlig außer Kontrolle. Deine Spende hat ihn wieder so weit zurück gedrängt, dass ich wieder in mein System einsteigen kann. Das bedeutet kein langer Aufenthalt im Krankenhaus und das ich mich darauf konzentrieren kann wieder einen Job zu finden, damit wir euch nicht zu lange auf der Tasche liegen.“
„Freut mich, dass die Tränen so gut geholfen haben.“ lächelte Danny.
„Bei dem Job könnte sich auch bald was tun Dad.“ warf Alex ein. „Wir kommen ja gerade aus der Winkelgasse. Danny und Mr Isurgie haben Kara und mir ja neue Zauberstäbe spendiert.....“
„Ich dachte es wäre gut wenn die Mädchen spüren, dass es aufwärts geht.“ erklärte Taro.
„Ich hab wieder einen aus Ulme!“ verkündete Kara begeistert. „Aber mit dem Haar eines Einhorns im Kern und Alex Ebenholz und Drachenherzfaser.“
Mr Danvers schlug die Augen nieder und schüttelte den Kopf.
„Ich komm aus dem Bedanken nicht heraus.“ lachte er.
„Aber was hat das mit Arbeitsplätzen für uns zu tun?“ wollte Eliza nun wissen.
Alex zuckte leicht zusammen als die Stimme ihrer Mutter erklang und schwieg.
Sie überließ es Kara von der Begegnung mit Mrs Potter zu berichten.
„Alex ist fast gestorben als sie mitbekommen hat, dass die Frau ihre große Quidditch-Heldin ist“ kicherte Kara als sie ihren Bericht beendete.
„Das hatte ich ganz vergessen.“ meinte ihre Mutter. „Ich hab Harry Potter und seine damalige Freundin ja nach dem Krieg einmal getroffen. Da stand seine heutige Frau noch ganz am Anfang ihrer Karriere. Sie hatte gerade ihren Vertrag bei einem Profi-Verein unterschrieben.“
„Das gehört wohl zu all den Dingen die du verdrängt hast.“ meinte Alex scharf und wandte sich dann an Danny. „Wärs ok wenn ich mir mein Zimmer ansehe?“
„Klar.“ meinte der Vierzehnjährige. „Ich zeig sie euch. Kleiner Rundgang durchs Haus im Anschluss?“
„Klingt gut.“meinte Alex.
„Ich komm auch mit.“ meinte Kara, ließ sich noch einmal von ihrem Vater drücken und warf ihrer Mutter einen entschuldigenden Blick zu.
„War das nötig?“ fragte sie ihre Schwester als sie mit Danny die Wendeltreppe heraufstiegen.
„Ja!“ gab Alex bitter zurück.
Die Führung verlief für die Jugendlichen recht gut. Alex und Kara waren begeistert von Trever Hall aber der Konflikt zwischen Mutter und Tochter hatte die Stimmung doch angeknackst.
Schließlich hatten die Danvers-Schwestern sich zurückgezogen und auch Danny saß nun in seinem Zimmer und arbeitete an einem Ferien-Aufsatz für Professor Gravenstein.
Gerade überlegte er ob er die Auswirkungen eines Fluchs der dritten Art alle richtig aufgelistet hatte als es an der Tür klopfte.
Es war Alex die auf Dannys Erlaubnis hin den Kopf durch die Tür schob.
„Hey, ich wollte nicht stören.“ meinte sie. „Du hattest doch angeboten, dass ich mir deine Eule leihen kann.“
„Ja klar.“ grinste Danny. „Warte eine Sekunde. Ich will nur noch den Satz beenden.“
„Hausaufgaben?“ erkundigte sich Alex nach einem schnellen Blick über Dannys Pergament.
„VgdK“ bestätigte Danny.
Alex zögerte einen Moment, dann sagte sie:
„Ich wollt mich auch noch entschuldigen, dass ich....naja, das ihr immer den Stress zwischen mir und meiner Mum mitbekommt.“
„Alex....“ meinte Danny. „Ich kann dich verstehen. Das sitzt einfach tief bei dir, oder?“
Alex nickte.
„Freut mich, dass du das verstehst.“ meinte sie. „Tut gut mal mit jemandem darüber reden zu können. Eigentlich kann ich das immer mit Kara aber in dieser Sache hocken wir auf einem völlig anderen Besen. Sie will unbedingt einen auf heile Welt machen.“
„Glaub ich gern, dass das nervt.“ brummte Danny als er sein Tintenfass zuschraubte. Darf ich dir da einen Rat geben Cousinchen?“
„Klar.“ antwortete Alex.
„Sei sauer.“ riet Danny. „Fühl was du fühlst aber lass nicht zu, dass es sich verselbständigt. Du erinnerst dich an Albus und James?“
Alex nickte.
„In unserem zweiten Jahr auf Hogwarts haben sich die Potter-Brüder mal in der Wolle gehabt. Am Ende ging es nicht mehr um die Sache sondern „ums Prinzip“. Lass es nicht so weit kommen. Nicht mit deiner Schwester. Was deine Mum betrift halte ich mich zurück. Ich bin nicht Mr Allwissend und ich weiß selbst noch nicht was ich von ihr halten soll.“
Alex lächelte traurig.
„Ich hab dich gerade erst kennengelernt und im Augenblick bist du der einzige in diesem Haus mit dem ich richtig reden kann.“ flüsterte sie schwach.
Wenig später standen die beiden Jugendlichen vor dem Eulenverschlag im Garten von Trever Hall.
Speedy nahm den Brief mit der für ihn üblichen Begeisterung entgegen und schwirrte schon Augenblicke später zum nächsten Floh-Turm davon. Für den Trip über den Atlantik hatte Danny auf eine F-Mail bestanden.
„Da seid ihr ja.“ Eliza Danvers trat zu den beiden Teenagern.
Danny fiel auf, dass sie betont zwanglos mit ihrer Tochter umging. Alex hatte sie bisher ständig auflaufen lassen. Irgendwie fand Danny diese Unbedarftheit daher aufgesetzt. Besser hätte er die klare Linie gefunden die Mrs Danvers bisher nur einmal gefahren hatte.
„Alex, ich wollte dich bitten das du deine Zeugnisse rauslegst.“ meinte Mrs Danvers zu ihrer Tochter. „Dein Vater und ich denken, dass wir so schnell wie möglich Hogwarts kontaktieren sollten, damit du und Kara noch dieses Jahr dort unterkommt. Und du weißt ja: Je gefestigter die Verhältnisse sind die wir präsentieren desto.....“
„....besser.“ vollendete Alex. „Ja, ist ok Mum.“
„Hast du gerade eine Eule verschickt?“ wunderte sich Mrs Danvers.
„An Jenna.“ meinte Alex knapp.
„Natürlich.“ schmunzelte ihre Mutter und behielt diesen gelösten Plauderton bei. „Du musst wissen Danny, Jenna und Alex sind die besten Freunde seid ihrem ersten Schuljahr. Man kann die beiden kaum trennen. Sie.....“
Danny hatte das Gefühl auf der spitze eines Vulkans zu stehen. Eliza Danvers entging völlig, dass mit jeden Wort das sie sagte die Anspannung ihrer Tochter wuchs. Alex hatte die Hände so fest zu Fäusten geballt, dass ihre Fingerknochen weiß hervortraten.
Noch während Danny darüber nachdachte wie er sich verhalten sollte brach der Vulkan aus!
„Mum, hör auf!“ platzte es aus Alex heraus.
„Was denn Schatz?“
Danny stöhnte innerlich. Immer noch dieser Plauderton. Erkannte Mrs Danvers nicht wie wütend ihre Tochter war?
„Hör auf so zu reden als wäre alles gut!“ fauchte Alex. „Das machst du immer so. Verdammt du kannst gar nicht anders. Wenn was nicht so läuft wie du willst: Kopf in den Sand! Du ignorierst es einfach. Ich hab dir einen verbalen Tritt nach dem anderen verpasst und du? Du schleimst hier rum! Das ist so DU! Du schluckst es einfach bis ich keine Lust mehr habe sauer zu sein. Aber das eigentliche Problem ignorierst du total!“
„Was ist denn dein Problem Alex?“ gab Mrs Danvers nun hilflos zurück.
„Zum Beispiel, dass Jenna nicht meine beste Freundin ist.“ meinte Alex nun mit einer Stimme die vor unterdrückter Wut bebte. „Sie ist MEINE Freundin. Wir sind seid einem Jahr zusammen.“
„Zusammen?“ Eliza Danvers wirkte überrascht. „Seid einem Jahr, Alex warum hast du denn nie etwas gesagt? Das ist doch kein Problem.....“
„Ach, ist es das nicht?“ wütete Alex.
„Nein, natürlich nicht.“ versicherte ihre Mutter.
„Das klang während der Weihnachtsferien vor einem Jahr aber ganz anders.“ meinte Alex und verschränkte die Arme vor der Brust. „Da waren wir ja zum „Stelldichein“ bei Opa und er hat vom Leder gezogen über den Verfall der Gesellschaft und „traditionelle Werte“! Wir wissen wohl beide was er gemeint hat und du hast an seinen Lippen gehangen und ihm recht gegeben. Bei Merlin! Wie hatte ich danach Lust mit dir über meine Freundin zu reden!“
„Aber das habe ich doch nur gesagt um.....“
„Um was?“ unterbrach Alex den Erklärungsversuch ihrer Mutter. „Um Opa nicht zu verärgern? Und was wenn er uns noch immer unter seiner Fuchtel hätte? Was würdest du von mir verlangen um „ihn nicht zu verärgern“? Das ich lüge? Meine Beziehung geheim halte? Mich verstelle?“
„Natürlich nicht Schatz, ich....“
Wieder wurde Eliza unterbrochen.
„Und damit wären wir beim „Problem“ Mum! Ich glaube dir nicht und zwar weil ich keine Ahnung habe zu wem oder was du wirklich stehst.“
Alex warf hilflos die Hände nach oben.
„Ich weiß gar nicht mehr wer du bist!“
Mit diesen Worten wandte sie sich ab und stürmte Richtung Haus davon.
So, das war es für heute.
Ist ja doch einiges zusammen gekommen.
Ob ich das an Länge halten kann weiß ich nicht aber ich hoffe es hat euch gefallen.