Geheimes Treffen Teil 2
Geheimes Treffen Teil 2
Weiter geht’s.
Letzte Woche hat man mir ja ordentlich einen Knüppel zwischen die Beine gehauen aber heute habe ich Zeit.
Viel Spaß.
„Bevor wir anfangen...“ hob Mr Potter an. „Wie wäre es mit was zu trinken?“
Roses Onkel wies auf einen kleinen magischen Kühlschrank in der Ecke des Aufenthaltsraumes.
Rose sah Danny fragend an, dieser nickte nur. Er hatte wirklich Durst und fragte nach einem Orangen-Saft. Mit Kürbis-Limo hatte Danny sich nie ganz anfreunden können.
Butterbier war ok aber Danny wollte lieber was erfrischendes.
Rose hingegen nahm ein Butterbier ebenso wie ihr Onkel.
Mrs Hastings lehnte dankend ab.
Als alle versorgt waren atmete HarryPotter tief durch.
„So,“ meinte er. „Dann wollen wir mal zur Sache kommen. Wie ihr zwei bereits gefolgert habt ist es eine ernste Sache. Wenn es anders wäre hätte ich euch nicht durch Mrs Hastings und ihre Einheit herbringen lassen. Die Lufkin-Einheit ist für ihre Diskretion bekannt und ich wollte unbedingt alles vermeiden, dass auf den Umstand aufmerksam machen könnte, dass ich gegen deinen Großvater ermittle Danny.“
„Mensch Onkel Harry.“ sagte Rose besorgt. „Ich krieg ja eine Gänsehaut. Das muss ja wirklich übel sein.“
„Ich nehme es nicht auf die leichte Schulter Rosie.“ antwortete ihr Onkel ernst. „Es ist nicht ohne.“
Mrs Hastings rutschte etwas unruhig auf ihrem Stuhl hin und her. Ihre Körperhaltung verriet Anspannung.
„Ein Problem Herriette?“ erkundigte sich Mr Potter.
Die Aurorin der Lufkin-Einheit atmete tief durch.
„Harry,“ hob sie an. „Sie wissen, dass es die Aufgabe meiner Einheit ist die amtierende Ministerin und ihre Familie zu beschützen. Vor diesem Hintergrund bin ich schon dankbar, dass sie mir erlauben bei diesem Gespräch dabei zu sein aber ich muss sagen, mir ist nicht ganz wohl, dass sie Miss Rose in die Sache verwickeln wollen.
Auch ich spüre, dass es hier offenbar um etwas ersntes handelt.
Ich denke ich würde meinen Aufgaben nicht gerecht werden, wenn ich keine Bedenken hätte was ihre Person betrifft, Miss Rose.“
Rose reagierte auf die Sorge der Aurorin mit einem leicht verkniffenen Lächeln.
Danny konnte das verstehen. Auf der einen Seite mochte Rose es überhaupt nicht bemuttert zu werden. Das war die Unabhängigkeit einer Ravenclaw.
Auf der anderen Seite wusste Rose aber, dass Mrs Hastings nur ihre Pflicht tat.
Mr Potter meinte indes beschwichtigend:
„Ich kann ihren Unmut absolut verstehen Herriette. Aber bedenke sie bitte, dass es bei „Miss Rose“ nicht nur um die Tochter der Ministerin geht. Sie ist auch die Tochter von zwei meiner ältesten und besten Freunde und meine Nichte! Ich werde weder sie, noch den jungen Danny, der soweit es mich betrifft zur erweiterten Familie gehört, unnötiger Gefahr aussetzen!“
Dannys Ohren brannten etwas als Mr Potter ihn als „Teil der erweiterten Familie“ bezeichnete. Aufmerksam hörte er weiter zu.
„Vor allem hoffe ich, dass sich die beiden hier durch die Informationen, die ich ihnen geben werde, besser schützen können.“ erklärte Mr Potter. „Sie sollen eine Gefahr frühzeitig erkennen können und ich möchte einen Komunikations-Weg zwischen uns einrichten, damit sie sich an mich wenden können wenn es ernst wird und ich und meine Auroren dann die Kriese bewältigen.“
„Das beruhigt mich schon einmal sehr.“ lächelte Mrs Hastings.
Harry Potter nickte und fuhr fort.
Ernst blickte er Rose und Danny an als er sagte:
„Ich habe euch beide gewählt weil ihr euch in eurem Freundeskreis stets sehr erwachsen verhalten habt und weil man euch am ehesten als die Anführer eurer Gruppe bezeichnen könnte.“
Danny entfuhr ein leises Seufzen.
Zu seiner Überraschung lächelte Mr Potter ihn wissend an.
„Nicht immer leicht diese Rolle, was?“ fragte er.
Danny schüttelte den Kopf.
„Nee, nicht wirklich Sir.“ räumte er ein.
Mr Potter lächelte und nickte.
„Ich kenne das Gefühl.“ meinte er schlicht.
Seltsamerweise fühlte sich Danny durch dieses einfache Eingeständnis gestärkt. Es brauchte hier keine lange Rede von Mr Potter. Danny wusste was dieser Mann alles erlebt hatte als er gerade mal so alt war wie Danny jetzt.
Mr Potter sammelte sich kurz, dann fuhr er fort:
„Was ich euch jetzt erzähle darf diesen Raum nicht verlassen. Albus und Scorpius dürft ihr von mir aus einweihen wenn es nicht anders geht. Ich werde dich, Danny, auch nicht bitten deine Cousinen im Dunkeln zu lassen aber damit muss dann Schluss sein! Vor allem haltet ihr bitte Lily da raus! Versteht das nicht falsch: Es ist nicht so, dass ich meiner eigenen Tochter nicht vertraue. Das tue ich aber sie ist noch so jung! Jung und etwas übermütig. Daher, haltet sie bitte da raus.“
„Sollte kein Problem sein Onkel Harry.“ versicherte Rose. „Aber wenn ich dich richtig verstehe sollen wir auch Al und Scorpius erst mal außen vor lassen?“
„Wenn es geht, ja.“ meinte Mr Potter hart. „Ihr müsst das verstehen. Die Informationen die ich euch gleich enthüllen werde, stehen unter der Kontrolle der Mysteriums-Abteilung und werden geheim gehalten. Es hat mich einiges an Mühe gekostet zugriff zu erhalten. Man war schon nicht glücklich, dass ich weitere Leute einweihe. Vor allem zwei Teenager. Ihr steht im Ministerium jetzt auf einer Liste von Geheimnisträgern und ich muss euch leider sagen, dass wenn man an höherer Stelle zu dem Schluss kommen sollte, dass ihr mit diesem Wissen nicht umgehen könnt, man eine Gedächtnislöschung anordnen wird.“
Dannys Magen krampfte sich zusammen. Der Gedanke, dass jemand in seinem Gehirn herumstochern würde gefiel ihm überhaupt nicht.
Rose schien es ähnlich zu gehen.
„Wenn ihr lieber nichts mit der Sache zu tun haben wollt könnte ich das verstehen.“ meinte Mr Potter ernst. „Wenn dem so ist solltet ihr jetzt gehen. Ab jetzt wird es geheim.“
Rose und Danny sahen sich an. Danny erkannte, dass es seiner Freundin genau so ging wie ihm. Die Vorstellung, dass jemand anordnen konnte, dass man einen Teil ihrer Erinnerungen löschte war alles andere als angenehm.
Auf der anderen Seite aber wollte Danny wissen was vorging und schließlich ging es um seinen Großvater daher nickte er Rose kurz zu und die junge Weasley verstand.
„Kannst dich auf uns verlassen Onkel Harry.“ versprach sie.
„Voll und ganz Sir.“ versicherte Danny.
Harry Potter lächelte dankbar.
„Ich wusste, dass ich mich auf euch verlassen kann.“ lächelte er. „Also, folgende Situation.....“
Ich der nächsten haben Stunde erfuhren Danny und Rose von dem großen Speicher emotionaler Energie der unter Hogwarts verborgen war, von den Hütern der alten Magie und der dunklen Hexe Isidora Morganach.“
„Wow!“ flüsterte Rose als ihr Onkel geendet hatte. „Sie hat den Leuten Gefühle ausgesaugt um mächtig zu werden?“
„Wie ein Dementor?“ wollte Danny wissen.
„Den Gedanken mit dem Dementor hatte ich auch Danny.“ sagte Mr Potter bitter. „Es ging ihr wohl weniger um die Macht. Es war mehr eine Art Sucht nach diesen fremden Gefühlen. Deshalb ist das was Isidora Morganach damals getan hat auch so gefährlich.“
„Kein Wunder das sie Lily da raus halten wollen Sir.“ flüsterte Danny. „Nicht das ich ihr zutrauen würde, dass sie auf diese Art von Macht aus ist aber die Slytherins sehen es ja manchmal als cool an etwas verbotenes zu tun und wenn es wirklich eine Art Sucht ist diese Gefühlstränge in sich aufzunehmen...“
„Genau meine Befürchtung Danny.“ stimmte Mr Potter zu. „Lily ist ein cleveres, liebes Mädchen aber sie ist übermütig und sieht Regeln mehr als Vorschläge. Ich möchte nicht, dass sie in etwas hineinstolpert was sie nicht kontrollieren kann.“
„Verständlich Onkel Harry.“ stimmte Rose zu.
„Was ich nicht verstehe ist was mein Großvater mit diesem Speicher will.“ murmelte Danny. „Ich meine, dass mit der Cronos-Mühle konnte ich verstehen. Da ging es um Geld und Ansehen aber was will er mit diesem Behältnis? Ich meine, er wird es sich sicher nicht zu Hause auf den Kamin stellen wollen.“
„Das wäre ja auch gar nicht möglich.“ warf Rose ein. „Ich meine wenn das Ministerium das Behältnis unter Hogwarts belassen musste weil man es nicht einfach wegbewegen kann, dann kann es dein Großvater sicher auch nicht.“
„Da sprichst du eine unserer größten Sorgen an Rosie.“ sagte Mr Potter. „Genau diese Frage stellen auch wir uns. Die plausibelste Theorie ist, dass Mr Crowfield nur über Teilwissen verfügt und einfach nicht weiß, dass das Behältnis nicht so einfach bewegt werden kann.“
„Was die Sache nicht unbedingt besser macht.“ brummte Danny. „Das ist ja so wie wenn jemand der nichts davon versteht an einer Muggel-Bombe herumspielt. Sie könnte explodieren und wenn diese Macht in dem Behältnis einfach so freigesetzt würde....“
„Es könnte verehrende Auswirkungen haben.“ bestätigte Harry Potter.
„Gütiger Merlin.“ mischte sich Mrs Hastings nun ein. „Was will dieser Mann bloß mit dieser Energie?“
„Was das betrifft habe ich bisher nur eine Theorie Herriette.“ seufzte Mr Potter. „Wie sie wissen gibt es auf der ganzen Welt schwarzmagische Zirkel. Das ist einfach ein Fakt. Oft haben sie ein hasserfülltes, elitäres Denken. Viele gleiten ab und werden zu einfachen kriminellen Organisationen. Einige wenige versuchen Einfluss auf die Gesellschaft auszuüben aber sie zerfallen dann ziemlich schnell. Wenn eine Organisation wächst ist es leichter sie zu infiltrieren und unschädlich zu machen. Solche Hass-Gruppen sind am gefährlichsten wenn sie relativ klein sind und nur Hardliner zu ihnen gehören. Ihr alle wisst, dass es in Amerika die sogenannte „Gesellschaft“ gibt. Ein loser Zusammenschluss von alten Zauberer-Familien die eine Seilschaft bilden um ihren Status als Elite der Gesellschaft zu sichern. Es gibt aber auch Gerüchte, dass es innerhalb der Gesellschaft eine Gruppe gibt die sich „der innere Kreis“ nennt. Dieser Zirkel ist um einiges gefährlicher. Seinen Mitgliedern geht es nicht darum eine Seilschaft zu bilden, Gefälligkeiten zu sammeln und sich gegenseitig den Rücken zu decken. Der innere Kreis will Kontrolle über die magische Gemeinschaft und das Leben für bestimmte Gruppen die sie als Bedrohung ansehen schwerer machen.“
„So wie die Todesser für die Muggel-Geborenen?“ wollte Rose wissen.
„Genau so.“ brummte Harry Potter. „Leider gibt es überall auf der Welt solche Hass-Gruppen. Was ihnen fehlt um gefährlich zu sein ist eine Waffe, eine Macht die sie wirklich gefährlich macht. Für die Todesser war das Tom Riddle. Ich will ihm nun wirklich keine Komplimente machen aber Tom war ein einmalig mächtiger Zauberer.“
„Dann wollen sie sicher diese Macht als Waffe.“ folgerte Rose.
„Oder vielleicht....“ murmelte Danny schwieg aber dann.
„Wenn du etwas beisteuern willst Dann....“ ermutigte Mr Potter.
Danny kratzte sich am Hinterkopf.
„Ich glaube nicht, dass mein Großvater einfach einen Krieg anfangen will.“ meinte er schließlich. „Ich muss immer daran denken was meine Tante über ihn gesagt hat als man versucht hat Kara zu entführen.
Sie sagte so ungefähr, dass Gewalt für meinen Großvater zu primitiv ist. Er manipuliert lieber. Schön leise und heimlich.“
„Ja, aber er sucht doch all diese Macht.“ hielt Rose dagegen.
„Vielleicht ist er gar nicht an der Macht interessiert.“ beharrte Danny. „Vielleicht will er nur lernen wie man diese Gefühlstränge extrahiert.“
„Warum sollte ihn das interessieren?“ wollte Rose wissen.
„Weil sie, Mr Potter, uns erzählt haben, dass es die Menschen verändert wenn man bestimmte Gefühle absaugt.“ erklärte Danny. „Nehmen wir nun mal diesen Muggel-Präsidenten....Lincoln. Vor dem Bürgerkrieg war er zwar gegen Sklaverei aber nicht unbedingt für Gleichberechtigung der Schwarzen. Er dachte mehr wie viele Leute damals. Er wollte das die die USA verlassen und dann sollten sie irgendwo in der Karibik eine Insel kriegen auf der sie leben können. Erst als er während des Krieges gesehen hat wie tapfer die befreiten Sklaven kämpfen hat er seine Meinung geändert und wollte das sie wirklich gleichberechtigt sind. Ich frage mich, wenn man gewisse Gefühle absaugen könnte....Gefühle wie die Überzeugung, dass eine bestimmte Gruppe gleichberechtigt sein sollte und gleichzeitig teil einer gesellschaftlichen Elite ist und daher mit den Mächtigen zusammen einen Drink nimmt.....naja, dann könnte man die Gesellschaft auch ohne Krieg ganz einfach manipulieren.“
Stille breitete sich aus als Danny seine Ausführungen beendet hatte.
Es war Mr Potter der sie schließlich brach.
„Du bist wirklich der Sohn deines Vaters Danny.“ meinte er. „Will hatte auch diese Fähigkeit die dinge einfach aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Das ist keine üble Theorie. Ich werde dem nachgehen. Fürs Erste ist mir wichtig, dass ihr zwei von jetzt an die Augen auf haltet und das wir eine Verbindung einrichten die nicht leicht zurück zu verfolgen ist. In diesem Zusammenhang werde ich euch jetzt von einem geheimen Raum in Hogwarts erzählen. Er heißt die Kartenkammer.
So, das war es für heute.
Ich hoffe es hat euch gefallen.
Habt eine tolle Woche und bis bald.