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Einbruch

Rumtreiberreien — www.fanfiktion.de · All chapters

Einbruch

Weiter geht’s.

Ich hoffe ihr nehmt es mit nicht übel, dass ich es heute wirklich kurz halte.

Ich bin erkältet.

Aber wir wollen uns durch eine laufende Nase nicht komplett aufhalten lassen.

Viel Spaß.

„Mann, das mit diesen Luftstufen sieht so einfach aus aber es hat es doch in sich.“ meinte Morgana Selden zu Danny.

Die heutige Trainingsstunde für die Duellanten war in vollem Gange und Morgana hatte sich gerade mit Alan Savage einen eindrucksvollen Zweikampf geliefert.

Sie hatte dabei einen von Taros Lieblingstricks eingesetzt.

Die Luftstufen.

Danny beherrschte diesen Trick ebenfalls. Man erschuf sich mit Magie unsichtbare Stufen in der Luft und konnte so ausweichen und aus Richtungen angreifen die der Gegner niemals erwarten würde.

Darüber hinaus konnte man den Stufen unterschiedliche Beschaffenheiten geben.

Sie konnten hart sein wie Stein aber auch haftend so das man wie ein Fliege an der Wand laufen konnte.

Morgana hatte sich für eine federnde Variante entschieden die es einem ermöglichte Sprünge zu machen wie auf einem Trampolin.

Leider hatte sie die Kontrolle verloren.

„Mach dir keinen Kopf Morgana.“ versuchte Danny zu trösten. „Die federnde Variante ist bei den Luftstufen die Schwierigste. Ich übe jetzt seit drei Jahren und hab es immer noch nicht richtig drauf.“

Morgana lächelte dankbar.

„Danke für die Motivation Huntington.“ meinte sie. „Ich geh vielleicht wirklich etwas hart mit mir ins Gericht aber es ist nun mal so, dass es langsam ernst wird.“

„Stimmt.“ meinte Danny und fühlte wie sich sein Bauch etwas verkrampfte. „Nächsten Mittwoch haben wir nochmal eine Stunde und dann ist Schluss. Abschlussprüfungen und dann wird es ernst.“

Morgana nickte. Auch ihr sah man den Druck an.

Zwar waren es noch fast 1 ½ Monate bis zum Ende des Schuljahres aber Danny war klar, dass diese Zeit nun wirklich wie im Flug vergehen würde.

Zunächst warteten die Abschlussprüfungen auf die Schüler von Hogwarts und dann würden die Duelle beginnen.

Damit, das war Danny klar, blieb dem ehrenwerten Mr Crowfield nicht mehr viel Zeit um seinen Zug zu machen.

„So, ich denke das reicht für heute.“ verkündete Taro in diesem Moment.

Alex und Santos hatten gerade ihr Duell abgeschlossen und wenn Danny die zufriedene Mine seiner Cousine richtig interpretierte hatte die junge Löwin einen Sieg eingefahren.

„Wir sehen uns dann alle noch ein letztes Mal nächste Woche Mittwoch. Danny? Hast du einen Moment?“

Danny signalisierte Alex, dass sie sich vor der Krypta treffen würden und trat dann zu Taro.

Der alte Japaner wartete bis die übrigen Campions die Krypta verlassen hatten, dann wandte er sich an Danny:

„Ich hab eine Nachricht für dich von Mr Potter.“

Danny war überrascht. Warum benutzte Mr Potter nicht die „Hüter-Verbindung“? So hatten Danny und Rose ihre direkte Verbindung ins Ministerium getauft.

Und wie viel hatte Mr Potter Taro erzählt?

Offenbar war Danny nicht gut darin diese Fragen zu verbergen den Taro lächelte betrübt.

„Harry hat mir gesagt, dass er dich und Rose gebeten hat etwas die Augen für ihn aufzuhalten.“

Taro atmete tief durch.

„Er hat mir nicht gesagt, worum es genau geht und mich gebeten dich was das betrifft nicht näher zu befragen. Ich habe ihm deutlich gemacht, dass ich davon nicht besonders angetan bin. Danny, ich bin nun einmal für dich verantwortlich und es gefällt mir nicht, dass du in eine Sache verwickelt bist die ich nicht mal im Ansatz einschätzen kann.“

„Das verstehe ich Taro.“ murmelte Danny mit schlechtem Gewissen. „Was ich dir sagen kann ist, dass Rose und ich nur etwas die Augen aufhalten sollen. Er will auf keinen Fall, dass Rose und ich in Gefahr geraten. Es geht darum, dass mein Großvater hinter etwas her ist, was hier auf Hagwarts versteckt ist. Mr Potter ist deshalb so verschwiegen weil die Informationen die er mit mir und Rose geteilt hat von der Mysteriums-Abteilung kontrolliert werden.“

„Die Unsäglichen sind mit im Spiel?“ Taro legte den Kopf in den Nacken und atmete tief durch. „Jetzt weiß ich, dass ich mir Sorgen machen muss.“ meinte er. „Die Unsäglichen beschäftigen sich Magie die der Rest von uns kaum versteht.“

„Vielleicht sollte man von manchen Formen der Magie auch besser die Finger lassen.“ murmelte Danny. „Nur weil man etwas tun kann ist es nicht unbedingt ok es auch zu tun.“

Taro lächelte.

„Ich kenne ältere und erfahrenere Zauberer die diese einfach Wahrheit ihr Leben lang nicht begriffen haben.“ lächelte Taro. „Das du sie offenbar verstehst beruhigt mich etwas!“

„Taro,“ hob Danny an. „Ich verspreche dir, dass ich vorsichtig sein werde. Allein schon wegen Rose. Ich würde sie doch nie in Gefahr bringen.“

„Du magst sie wirklich, oder?“ fragte der alte Japaner und lächelte wissend.

Danny spürte wie seine Ohren brannten als er nickte,

„Warum spannt Mr Potter eigentlich dich ein um eine Nachricht zu überbringen.“ fragte Danny schließlich. „Ich meine, ich finde es ok, dass du bescheid weißt aber Mr Potter hatte mit uns eine Kommunikationsmethode ausgearbeitet die er hätte nutzen können.“

Taro nickte sachlich und erklärte:

„Diese Kommunikationsmethode kann er die nächsten vierundzwanzig Stunden nicht nutzen. Das Ministerium ist zur Zeit im Lock down.“

„Ach herrjeh!“ Danny war überrascht. „Was ist denn passiert?!“

„Ein Einbruch.“ erklärte Taro. „Jemand ist in die Bibliothek des Ministeriums eingedrungen. Du musst wissen Danny, das Ministerium hat eine beeindruckende Bibliothek mit magischen Texten aus der ganzen Welt. Diese Bibliothek ist in erster Linie ein Prestige-Objekt. Praktisch jedes Regierungsgebäude auf der Welt hat solche „Vorzeige-Elemente“. Damit will man einfach zeigen wie wichtig man ist. Trotzdem ist die Bibliothek ein Teil des Ministeriums und ihres Sicherheitssystems. Trotzdem ist es jemandem, der keine Erlaubnis hatte gelungen dort einzudringen. Man nimmt das sehr ernst!“

„Glaube ich gerne.“ murmelte Danny. „Aber was hat das mit Rose und mir zu tun? Ich meine, ist es überhaupt sicher, dass diese Sache was mit den Plänen meines Großvaters zu tun hat?“

„Die Frage habe ich Harry auch gestellt.“ lächelte Taro. „Er ist überzeugt, dass es etwas mit den Plänen deines Großvaters zu tun hat. Es wurde ein Buch gestohlen.“

„Enthält es geheime Magie?“ fragte Danny gespannt.

„Eben nicht.“ meinte Taro nachdenklich. „Das Buch ist selten aber es enthält im Grunde keine Magie. Es wurde von Kobolden verfasst und ist eine Aufstellung ihrer bedeutendsten Erzeugnisse in den letzten vierhundert Jahren. Höhepunkte ihrer Schmiedekunst, mechanische Höchstleistungen....etwas in der Art.“

Hinter Dannys Stirn begann es zu arbeiten. Erzeugnisse der Kobolde.....konnte das etwas mit dem Angriff der Kobolde auf Hogwarts zu tun haben?

„Harry ist überzeugt, dass dieser Vorfall wichtig ist.“ fuhr Taro fort. „Das gestohlene Buch ist wie gesagt recht selten. Kobolde geben nicht einfach. Das liegt nicht in ihrer Natur. Sie haben zwei Kopien an die Zauberer übergeben. Eine Kopie an das Ministerium und eine als Tribut an die Hogwarts-Schule.“

„Ah!“ Danny verstand. „Und hier kommen Rose und ich ins Spiel.“

Taro lächelte.

„So ist es.“ bestätigte er. „Was ihr tun sollt ist relativ einfach. Ihr sollt euch das besagt Buch hier in der Bibliothek besorgen und euch dann mit euren Kontakten hier auf Hogwarts beraten. Hier ist Harry leider sehr zurückhaltend gewesen. Ich weiß nicht um welche Kontakte es sich handelt aber Harry ist der Meinung, dass sie vielleicht erkennen könnten welcher Teil des Buches für deinen Großvater von Interesse sein könnte.“

Taro atmete tief durch. Danny konnte erkennen, dass die Situation ihm nicht gefiel.

„Ich habe zugestimmt, weil diese Aufgabe recht überschaubar ist Danny.“ erklärte er schließlich. „Der große Unsicherheitsfaktor sind diese „Kontakte“. Danny, kannst du mir irgendetwas über sie sagen, dass mich beruhigt?“

Danny dachte nach.

„Also, ich denke ich kann dich wirklich etwas beruhigen Onkel Taro.“ sagte er schließlich. „Unsere Kontakte können uns nicht gefährlich werden wenn du das befürchtest. Es handelt sich um vier Portraits. Belebte Gemälde hier in der Schule die vier ehemalige Professoren darstellen.“

„Ah, ich verstehe.“ Taro wirkte erleichtert. „Diese Portraits haben vermutlich Gegenstücke im Ministerium und so bleibt ihr mit Harry in Verbindung. Clever!“

Danny nickte.

„Nun,“ meinte Taro. „Das beruhigt mich dann doch etwas. Ich gebe dir jetzt den Titel des Buches und dann könnt ihr Harry diesen Gefallen tun.“

So, das war es leider für heute.

Mehr schaffe ich nicht. Mir brummt der Schädel.

Ich wünsche euch alles Gute und einen guten Start in die neue Woche.