Besuch in der Bibliothek
Besuch in der Bibliothek
Auf ein neues.
Erkältung hat mich noch etwas im Griff, ist aber auf dem Rückmarsch.
Viel Spaß.
Danny verließ kurze Zeit später die Krypta.
Den Titel des Buches hatte er sich auf einem Stück Pergament notiert.
Nun musste er Rose finden.
Danny sah auf seine Uhr. Um diese Zeit war seine Freundin meist in der großen Halle und lernte.
Ganz besonders vor den Abschlussprüfungen war das eigentlich garantiert.
Danny hatte Rose einmal gefragt warum sie sich zum Lernen in die große Halle oder den Raum der Wünsche setzte und nicht in den Gemeinschaftsraum der Ravenclaws.
Danny hatte den Raum schließlich in seiner Falkengestallt mal besucht.
Es schien ihm ein guter Ort zum Lernen. Nicht nur war die Einrichtung bei den Ravenclaws so ausgelegt, dass gutes Arbeiten möglich war, nein, ihr Gemeinschaftsraum enthielt auch eine große Menge an Nachschlagwerken.
Rose hatte etwas zurückhaltend auf die Frage reagiert und Danny erst lange angesehen.
„Du wirst nicht lachen, oder?“ fragte sie.
Danny hatte den Blick kurz erwidert und seine Antwort war ein Kuss gewesen.
Besänftigt hatte Rose ihm die Folgende Erklärung gegeben:
„Mein Gemeinschaftsraum ist schon cool und gut zum Arbeiten aber manchmal ist es etwas zu perfekt, verstehst du Danny. Es ist so ruhig und alles in greifbarer Nähe das ich mich regelrecht isoliert fühle. Ich brauche manchmal etwas Trubel um mich herum damit in meinem Hirn alles klickt. Natürlich auch nicht zu viel Trubel aber...Das richtige Gleichgewicht muss es sein. Das findest du bestimmt seltsam, oder?“
Danny hatte ehrlich geantwortet:
„Nein, das finde ich nicht seltsam. Mir geht es manchmal genau so. Ich höre eine bestimmt Musik beim Lernen oder setze mich mit anderen zusammen. Es ist wie du sagts: Das Gleichgewicht machts. Sonst klappt es nicht mit der Konzentration.“
Rose hatte Danny daraufhin sehr dankbar angesehen und gemeint, dass es nicht viele gab die das verstehen würden.
Danny hatte inzwischen die große Halle erreicht und ließ seinen Blick über den Haustisch der Ravenclaws wandern.
Tatsächlich entdeckte er Rose etwa in der Mitte des langen Tisches. Sie saß dort zusammen mit Kara und die beiden Ravenclaws hatten mehrere Bücherstapel um sich herum.
Danny hatte kurz mit dem Gedanke gespielt sich an Rose heran zu schleichen und sie zu überraschen aber Kara hatte ihn bereits entdeckt und meinte:
„Vorsicht Rose, da kommt den Herzblatt.“
„Nur kein Neid Danvers.“ schoss Danny zurück. „Nachdem was ich so höre bist du neben Quidditsch das einzige für das Albus sich noch interessiert.“
Kara zog kurz eine Schnute und ließ dann in stiller Würde zu, dass Danny und Rose sich begrüßten.
„Kann ich dich mal kurz entführen?“ erkundigte sich Danny bei Rose.
„Oh Hilfe!“ meinte Rose mit gespieltem Entsetzen. „Und wohin willst du mich verschleppen du Unhold?“
„Irgendwohin wo ihr knutschen könnt natürlich.“ meinte Kara.
„Oh wenn es doch nur so wäre.“ antwortete Danny und stieg auf den Scherz mit ein. „Leider ist es nicht so angenehm.“
Danny entschied sich Rose einen kleinen Hinweis zu geben den sie sicher verstehen würde.
„Ich hatte gehofft, dass du mir in der Bücherei helfen könntest Rosie. Dein Onkel Harry hat mir da ein bestimmtes Buch empfohlen und noch hat ja die alte Parkinson da das Sagen. Als Hilfe beim auffinden eines bestimmten Buches kann man die voll vergessen.“
„Leider wahr.“ bestätigte Rose und ihr Blick verriet, dass der „Onkel Harry“ Hinweis angekommen war. „Nun, da muss ich dir wohl helfen Danny. Bin gleich wieder da Kara.“
Die jüngere der Danvers Schwestern nickte und wandte sich wieder ihren Schularbeiten zu.
Es versetzte Danny einen kleinen Stich seine Cousine so im Dunkeln zu lassen aber es war wohl leider nötig.
Zusammen machten sich Rose und Danny auf den weg.
Es war später Nachmittag und so lagen die Korridore von Hogwarts recht verlassen da.
Rose konnte also ohne größere Probleme fragen worum es eigentlich ging.
Danny fasste alles zusammen was er von Taro erfahren hatte.
Rose pfiff leise durch die Zähne und ließ sich auf ein Fensterbrett des Korridors sinken, den sie gerade durchquerten.
„Ein Einbruch im Ministerium?!“ meinte sie ungläubig. „Das ist heftig!“
„Kann ich mir vorstellen.“ brummte Danny. „Da kann man sicher nicht einfach reinspazieren.“
„Davon kannst du ausgehen.“ stimmte Rose zu. „Ich meine, denk mal an das ganze gewiesel das die um mich machen nur Weil Mum die Ministerin ist. Gut, die Bibliothek ist kein Hochsicherheitsbereich aber.....“
„Das bedeutet denke ich nur, dass man relativ leicht rein kommt.“ folgerte Danny. „Aber mit einem kostbaren Manuskript wieder raus zu kommen. Das dürfte eine Herausforderung sein.“
„Und keine Kleine.“ war sich Rose sicher.
„Ich wünschte wir könnten auch mit Al und Scorps darüber reden.“ brummte Danny.
Der Umstand, dass er gerade seine Cousine hatte anflunkern müssen machte ihm immer noch zu schaffen.
„Ich weiß, es ist doof aber.....“ hob Rose an aber Danny unterbrach sie.
„Du liest doch viel, oder ?“ meinte er. „Dann sag mir mal ob du diese Story schon kennst. Eine Gruppe von Leuten....eigentlich ein super Team. Ein Problem taucht auf und einer oder mehrere aus dem super Team sind plötzlich der Meinung den Rest vor der Wahrheit beschützen zu müssen. Dann finden die „Beschützten“ alles heraus, sind gar nicht begeistert und das Team bricht auseinander.“
„Ich kenne die Geschichte.“ räumte Rose ein. „Ich weiß sogar wie sie weiter geht. Die Bedrohung wächst und wenn das Team zusammen halten würde wäre alles halb so schlimm aber sie sind zerstritten und deshalb müssen sie sich erst in der letzten Sekunde zusammenraufen um den tag zu retten.“
Danny blickte Rose an und sie erwiderte den Blick.
„Wir holen sie nach den Abschlussprüfungen ins Boot?“ fragte Danny.
„Nach den Abschlussprüfungen und bevor die Duelle starten.“ legte Rose fest.
Mit dieser Übereinkunft im Rücke setzten die beiden iohren Weg fort und betraten wenig später die Bücherei.
Am Information Schalter saß eine alte Hauselfe. Sie musste sicher zu den ältesten Angestellten von Hogwarts zählen. Ihre langen Ohren hingen schon etwas schlaff herunter. Dünne silbergraue Haare säumten ihren Hinterkopf und ihr Gesicht war faltig. Die alte Elfe studierte das Pergament vor sich mit einer große Lupe.
„Ah!“ grüßte die alte Elfe mit brüchiger Stimme als Rose und Danny an den Schalter traten. „Die alte Vally grüßt die jungen Herrschaften. Kann die alte Vally behilflich sein.“
„Das hoffen wir.“ meinte Danny freundlich. „Wir sind hoffentlich nicht zu spät dran? Die Bücherei ist noch geöffnet?“
„Sehr freundlich das der junge Herr nachfragt.“ krächzte Vally und verneigte sich leicht. „Aber der junge Mr Huntington ist bei den Elfen für seine Güte bekannt. Nein, die jungen Herrschaften sind nicht zu spät. Wie kann die alte Vally helfen?“
Bevor Danny antworten konnte hörte er ein klirrendes Geräusch aus der Abstellkammer hinter dem Information Schalter sowie einen Laut den er als Menschlich einstufte und der wohl Missvergnügen zum Ausdruck brachte.
Aus der halb geöffneten Tür rollte eine Flasche deren Inhalt wohl eindeutig alkoholisch gewesen war.
Die alte Elfe Vally schüttelte missbilligend den Kopf und meinte:
„Die jungen Herrschaften mögen gütigst verzeihen aber Mrs Parkinson ist... Indisponiert.“
Danny und Rose blickten sich kurz an.
Beiden war klar, dass es besser war nicht weiter nachzufragen. Schlecht über die Herrschaft zu reden konnte dazu führen, dass Hauselfen sich selbst bestrafen mussten.
„Das macht nichts.“ sagte Danny daher schnell. „Eine Elfe mit ihrer Lebenserfahrung kann uns sicher auf die beste nur mögliche Weise weiterhelfen.“
„Da kann es wohl keinen Zweifel geben.“ meinte Rose mit einem freundlichen Lächeln.
Die müden Gesichtszüge der alten Hauselfe hellten sich merklich auf.
„Vally dankt den jungen Herrschaften für ihre Freundlichkeit und wird ihr möglichstes tun.“ versicherte sie.
„Wir suchen dieses Werk.“ sagte Danny und übergab Vally das Stück Pergament, auf dem er sich den Namen des Buches notiert hatte.
„Ist für einen Aufsatz zur Geschichte der Kobolde.“ warf Rose scheinbar beiläufig ein.
„Ah ja.“ meinte Vally. „Das wird nicht oft ausgeliehen. Einen Moment.“
Vally schnippte mit den Fingern und aus dem hinteren Teil der Bibliothek kam ein Dickes in Leder gebundenes Buch angeschwebt welches mit Koboldsilber verziert war.
Danny nahm das Buch in Empfang und verstaute es in seiner Tasche.
„Gehen wir zur Kartenkammer?“ erkundigte sich Rose flüsternd.
„Ich glaube da habe ich eine bessere Idee.“ meinte Danny.
Schnell traten die beiden zum Eingang zum Raum der Wünsche, welcher auf dem selben Korridor lag.
Nachdem Rose und Danny sich überzeugt hatten, dass sie ihr Hauptquartier für sich hatten machten sie es sich auf den Sitzsäcken bequem und Danny zog das Sammelalbum hervor indem sie die Fotos der Hüter versteckt hatten.
Rose verfolgte alles über Dannys Schulter hinweg.
Danny schlug es auf und erkannte, dass von den vier Hütern Niamh Fitzgerald anwesend war.
„Guten Tag Frau Professor.“ grüßte er höflich.
„Bitte, eine Lehrerin bin ich schon lange nicht mehr. Sie können mich Niamh nennen.“ lächelte das Abbild der Hexe.
Danny war sich sicher, dass Niamh zu ihren Lebzeiten eine sehr beliebte Schulleitern gewesen sein musste. Sie hatte ein warmes und freundliches Wesen.
„Es freut mich, dass sie sich an uns wenden meine jungen Freunde.“ sprach das Abbild indes weiter. „Meine Kollegen und ich waren schon etwas besorgt. Durch unsere Gemälde im Ministerium haben wir festgestellt, dass dort große Aufregung herrscht. Ist etwas vorgefallen?“
„In der Tat.“ bestätigte Danny und fasste einmal meht die Ereignisse zusammen.
„Gute Güte.“ bewertete Niamh Fitzgerald.
„Wir hoffen das sie uns weiterhelfen können Niamh.“ meinte Danny und holte das Buch hervor.
„Mein Onkel Harry hofft, dass sie wissen was Dannys Großvater an diesem Werk interessieren könnte.“ fügte Rose hinzu.
„Ich denke, da ist die Hoffnung ihres Onkel berechtigt meine Liebe.“ meinte Niamh. „Seite 98!“
Danny schlug das Buch auf und suchte die entsprechende Seite.
Was er fand verwirrte ihn zunächst. Er fand eine technische Zeichnung die ihn an ein schweres Baugerät erinnerte. Eine Raupe. Doch statt der großen Schaufel hatte dieses Gerät eine Art Bohrer.
„Die Kobolde wussten damals nicht genau wo das Behältnis verborgen war das sie suchten. Daher haben sie diese Maschinen gebaut und das Land umgegraben.“ erklärte Niamh Fitzgerald. „Als sie dann schließlich herausfanden das das Behältnis unter Hogwarts verborgen ist. Setzten sie die Bohrer ein um die Schule von unten anzugreifen.“
„Und jetzt interessiert sich mein Großvater dafür.“ brummte Danny.
Verständnisvoll legte Rose ihm eine Hand auf die Schulter.
„Wir müssen das Onkel Harry mitteilen.“ meinte sie.
„Leider werden wir ihnen da nicht helfen können Liebes.“ entschuldigte sich Niamh. „Solange das Ministerium im Lock down ist.....“
„Nun.“ murmelte Danny. „Zum Glück habe ich eine sehr zuverlässige Posteule.“
Das war es für heute.
Wie immer wünsche ich euch ein schönes Restwochenende und einen guten Start in die neue Woche.
Bis bald.