LNCrawler

Kapitel 16: Weihnachtszeit & Silvesterkuss

Stars — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 16: Weihnachtszeit & Silvesterkuss

23.Dezember

Drei Tage nach dem Weihnachtsball fuhren alle Schüler über Weihnachten und Neujahr nach Hause - außer ich. Der Grund war ganz simpel. Ich würde das Weihnachtsfest zusammen mit meinen Geschwistern, sowie Yuki, dem Rektor und Zero feiern. Takuma musste über Weihnachten mit Kaname zu seinem Großvater. Aber er versprach, dass er uns mit Kaname am 1.Feiertag nachmittags besuchen kommen würden. Sayori fuhr ebenfalls über die Festtage nach Hause, würde jedoch zu Silvester da sein.

Ich betrachtet von meinem Fenster aus das bunte Gewusel der Schüler. Die Dayclass Schüler würden heute am Tag und die Nightclass Schüler heute am Abend abreisen. Ich packte ein paar Sachen in meinen Rucksack und machte mich ebenfalls auf. Ich würde zusammen mit meinen Geschwister beim Rektor übernachten. Da sie kein Menschenblut vertragen stellte das auch kein Problem für Zero da.

Ich brachte meinen Rucksack in mein Zimmer beim Rektor, nahm ein kleines Geschenk raus und machte mich dann auf dem Weg zum Tor. Yuki, Sayori und ich hatten ausgemacht, dass Yuki und ich Sayori noch richtig verabschieden, bevor sie von ihren Eltern abgeholt wurde.

Ich kam kurz vor um 16 Uhr beim Tor an und sah von weiten meine beiden besten Freundinnen stehen. Sie unterhielten sich und lachten. Ich ging schnellen Schrittes auf die beiden zu.

"Also ihr Beiden: Ich habe für jeden von euch noch ein kleines Weihnachtsgeschenk. Bitte erst zur Bescherung aufmachen!", sagte sie und zwinkerte Yuki und mir zu. Die Braunhaarige und ich hielten Sayori ebenfalls jeweils ein kleines Geschenk hin. "Das Selbe gilt für dich!", riefen wir synchron und lachten. Sayori packte die Geschenke schnell ein und schloss erst Yuki und dann mich in den Arm zum Abschied. Nach dem ich sie aus der Umarmung entließ schnappte sie sich auch schon ihre Sachen und machte sich auf dem Weg zu ihren Eltern.

Ein paar Stunden später stand ich wieder an Ort und Stelle, verabschiedete jedoch Takuma. Wir umarmten uns lange und ich wollte ihn auch eigentlich nicht los lassen.

"Bis in zwei Tagen. Ich liebe dich...", sagte Takuma liebevoll, gab mir einen langen Kuss und lächelte mich an. Ich lächelte zurück bevor ich sagte "Ich liebe dich auch...". Er löste die Umarmung, nahm seinen Koffer und stieg in die Limousine ein, in welcher Kaname bereits wartete. Ich winkte ihnen noch hinter her, bis ich sie in der Dunkelheit nicht mehr erkennen konnte.

"Ihr passt perfekt zusammen.", kam es hinter mir und ich drehte mich um. Ich hatte nicht bemerkt, dass Mizuki und Shun hinter mir standen.

"Danke...", nuschelte ich mit leicht roten Wangen.

"Sobald du fertig mit der Menschenschule bist, können wir das Siegel brechen. Dann kannst du für immer mit ihm zusammen sein...", sagte Shun und in seinen sonst monotonen Blick lag Wärme.

"Und ich dachte als großer Bruder hättest du was entgegen zu setzten.", sagte ich und lachte leicht. "Hätte ich auch, aber ich bzw. wir sehen euch an, dass ihr euch aufrichtig liebt. Und das tat ihr vermutlich schon bevor ihr wusstet, dass du eigentlich ein Vampir bist...", erklärte sich mein Bruder.

"Ich denke schon...", nuschelte ich verlegen und wurden lachend von meiner Schwester umarmt.

"Also ich freue mich darauf, wenn Takuma unser Schwager wird - dann werde ich endlich Tante!", quietschte sie verrückt. "Das ist doch viel zu früh!", rief ich überfordert. Ich schaute hilfesuchen zu meinem Bruder, welcher jedoch die Situation mit einem sanften Lächeln quittierte.

~

24.Dezember

Es stand das Mittagessen an und es wurde sich gewünscht, dass ich meinen leckeren Eintopf koche. Da Weihnachten war, konnte ich den Wunsch nicht abschlagen und verkroch mich in die Küche zum kochen. Als ich fertig mit meinen Eintopf war, kam der Rekto und nahm das notwendige Geschirr und Besteck aus den Schränken. "Herr Rektor? Haben sie da nicht ein Gedeck zu viel?", fragte ich und schaute ihn mit hochgezogenen Augenbrauen an.

"Nein, dass stimmt so. Wir erwarten noch einen Gast!", sagte er so fröhlich und aufgedreht wie immer. "Ooookaaaayyyy...", sagte ich verwirrt, beschloss jedoch nicht weiter nach zu fragen.

Als ich mit dem riesigen Topf ins Wohnzimmer trat, wäre mir dieser vor Schreck beinah aus den Händen gerutscht.

Meine Mutter saß mit am Tisch. Ich stellte den Eintopf fassungslos auf dem Tisch ab und ging zu meiner Mutter.

"Na alles schick?", fragte sie und grinste mich an. Ohne Worte zog ich sie in eine Umarmung. Sie legte lachend ihre Arme um mich. Ich zog ihren Duft ein, den ich seit der Kindheit kannte.

"Ich habe dich vermisst Mama...", nuschelte ich und drückte sie noch etwas mehr an mich heran.

"Ich dich auch meine Kleine. Es ist schön dich wieder zusehen und nicht nur am Telefon zu hören...", sagte sie liebevoll und streichelte mir über den Rücken.

"Es auch schön dich zu sehen. Tut mir Leid das es nicht in den Herbstferien funktioniert hatte...", sagte ich und lächelte sie an.

"Alles gut mein Spatz. Wir reden später - Jetzt wird erstmal gegessen - mir wurde verraten du hast zur Feier des Tages deinen leckeren Eintopf gekocht!", sagte Mama und klatschte vor Freude in die Hände.

"Ähh Ja!", rief ich und setzte mich ordentlich neben meine Mutter hin. Neben meiner Mutter sahs der Rektor, dann kam Zero, dann Yuki, gefolgt Mizuki und schlussendlich Shun, welcher dann wiederum neben mir sahs.

Meine Geschwister waren begeistert von meinem Eintopf und Mizuki flehte mich an ihr das Rezept zu geben. Nach dem Essen ging ich mit meiner Mutter und meinen Geschwistern ins Büro vom Rektor um dort in Ruhe alles erklären zu können.

Wir machten es uns auf den zwei Sofas bequem und erklärten alles in Ruhe meiner Mutter, welche aufmerksam uns zuhörte. Als wir fertig waren, war es Still und die Luft war dick vor lauter Spannung. Dann stand meine Mutter ohne eine Miene zu verziehen auf und schnellte nach vorne. Im ersten Augenblick dachte ich, sie wollte Mizuki und Shun was tun, aber sie zog beide in eine Umarmung. Meine Geschwister waren wie versteinert. Wie verstanden die Welt nicht mehr.

"Ich bin so froh, dass Hikari euch hat. Und ich bin dankbar dafür, dass ihr sie endlich gefunden habt. Ich kann mir vorstellen wie ihr euch fühlt. Meine Schwester, mein Schwager sowie mein Neffe wurden ebenfalls von Shizuka Hio ermordet. Wir standen ihnen sehr nah...", sagte meine Mutter mit brüchiger Stimme. Den Verlust den wir erlitten hatten sitze immer noch tief. Sie ließ die Arme langsam sinken und schaute meine Geschwister offen und ehrlich an.

"Ich habe Hikari wie mein eigen Fleisch und Blut aufgezogen - sie ist meine Tochter. Auch wenn ihr mich nicht kennt und ich euch nicht - so seit gewiss das ich auch für euch immer da sein werde und wir eine Familie sind - vorausgesetzt ihr wollt das auch...", sagte sie und lächelte sanft und mit Tränen in den Augen an.

"Trotz das wir Vampire sind und sie eine ehemalige Hunterin...?", fragte meine Schwester und war selbst den Tränen nah. Meine Schwester hatte die Gabe die Gefühle wahrzunehmen - sie konnte die aufrichtigen Gefühle meiner Mutter spüren. "Das ist doch egal - wir sind uns doch sehr ähnlich oder nicht? Vor allem was Gefühle und Emotionen angeht...", erwiderte meine Mutter. Mein Schwester nahm meine Mutter in den Arm und fing an zu weinen. Auch ich hatte mit den Tränen zu kämpfen und drehte mich weg.

Müssen ja nicht alle weinen...

Wir gingen nach einer Weile zurück ins Wohnzimmer und beschlossen bis zum Abendbrot Weihnachtsfilme anzuschauen. Dies war natürlich sehr neu für meine Geschwister.

Nachdem wir dann auch den letzten Weihnachtsfilm zu Ende geschaut hatten kochten meine Mutter und der Rektor das Abendbrot, während wir restlichen 5 eine Runde Uno spielten. Yuki verlor sehr häufig und es war einfach unfassbar zuzuschauen wie Zero und Shun sich ein Duell der Pokerface lieferten - Nichts - wirklich gar nichts brachte beide aus der Ruhe. Als Yuki den halben Stapel auf der Hand hatte wurde sie von meiner Mutter erlöst, welche uns anwies den Tisch zu decken, weil es gleich Essen geben würde.

Es gab Huhn mit Miso-Suppe und Reis. Als Dessert gab es einen sehr leckeren Erdbeerkuchen.

Nach dem Essen wurde beschlossen, dass jeder seine Geschenke unter den Baum legen sollte und wir sie am nächsten Abend zusammen mit Takuma und Kaname aufmachen würde. Sie wollten ebenfalls Geschenke mitbringen.

~

25.Dezember

Es war bereits 16:43 Uhr und ich wurde immer nervöser. In wenigen Minuten würde meine Mutter Takuma kennenlernen. Sie war etwas kritisch, aber nicht weil es daran lag das er ein Vampir war, sondern das er mir mein Herz brechen könnte und so weiter. Meine Mutter saßs zusammen mit Yuki und Mizuki auf dem Sofa und tranken eine Tasse heiße Schokolade. Zur großer Verwunderung aller spielten Shun und Zero gegeneinander Karten. Und der Rektor? Er tanzte um uns alle herum und trällerte Weihnachtslieder vor sich her. Draußen viel der Schnee sanft zu Boden und begrub den Boden und die Pflanzen unter einen weichen Schneedecke.

Es klopfte dreimal und Kaname und Takuma traten ein. Sie begrüßten alle freundlich. Takuma kam auf mich zu, umarmte mich und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Ich genoss die Nähe und schloss entspannt die Augen.

Takuma, meine Mutter, Zero und meine Geschwister sind hier...das ist schon das größte Geschenk...

Jemand räusperte sich und ich schlug die Augen auf. Meine Mutter stand vor uns. Takuma löste sachte die Umarmung, blieb jedoch still.

"Also Mama - das ist Takuma Ichjio. Takuma das ist meine Mutter Mira Nagisa.", stellte ich sie beide vor. Mein Freund lächelte meine Mutter freundlich an und hielt die Hand hin.

"Es freut mich sie endlich kennenzulernen! Ihre Tochter hat mir viel von ihnen erzählt!", sagte er höfflich. Mein Mutter nahm die Hand entgegen und schüttelte sie.

"Es freut mich endlich den Jungen kennenzulernen der meiner Tochter seit über einen Jahr den Kopf verdreht. Ich hoffe für dich das du nicht ihr Herz brichts - ansonsten mach ich jagt auf dich.", sagte sich und lächelte ihn übertrieben an. Takuma und ich schauten etwas verwirrt meine Mutter an, aber beließen es dabei.

Wir verbrachten den Spätnachmittag damit eine Runde Monopoly zu spielen. Da wir jedoch zu neunt waren bildeten Takuma und ich ein Team damit jeder mit spielen konnte. Tja das Ende vom Lied war, dass wir beide haushoch gewannen. Zero war knapp hinter uns, musst jedoch dann aufgeben als er bei uns auf die orange Straße kamen, auf welcher wir vier Häuser hatten. Während ich das Spiel wegräumte, legten Takuma und Kaname ein paar Päckchen unter den Baum, währenddessen halfen meine Geschwister meiner Mutter und dem Rektor beim kochen fürs Abendbrot. Yuki und Zero hatten sich aufs Sofa gesetzt und unterhielten sich was in den Geschenken drin sein könnte - Naja Yuki redete mehr, Zero hörte ihr nur stillschweigend genervt zu.

Nachdem leckeren Abendessen, welches aus verschiedenen gedünsteten Gemüse, Huhn, Fisch, verschiedenen Fleisch, Reis und Miso-Suppe bestand, setzten wir uns gemeinsam zum Weihnachtsbaum.

Als ich mir meine zusammen suchte hatte ich ins Gesamt sieben Geschenke vor mir liegen.

Zu erst machte ich das von Sayori auf. Es war ein Bilderrahmen in welchen ein Foto von Yuki, Sayoir und mir drin war. Es war ein Foto von der Aloha-Party. Auf dem Bilderrahmen wurde mit einfachen Holzbuchstaben "Best Friends Forever" geklebt. Ich lächelte - es war ein wundervolles Geschenk.

Das nächste Geschenk was ich aufmachte war von Zero und dem Rektor zusammen. In dem kleinen Päckchen waren neue Riemen für meine Dolche. Beim letzten Training viel mir auf, dass sich die Riemen lösten und hatte dies Zero gezeigt. Ein praktisches Geschenk.

Geschenk Nummer drei war in einem Umschlag verpackt und war von Yuki. Als ich den Inhalt herausnahm, kam ein wundervolles Lesezeichen mit einem Sichelmond zum Vorschein.

Das nächste Geschenk war sehr viel größer als die anderen. Ich öffnete die weinrote Schachtel und zum Vorschein kam ein Schachspiel - so eins wie Kaname im Wohnheim hat. Unter dem Brett war ein Brief auf dem Stand: Bitte erst lesen, wenn dein Siegel gebrochen ist. Ich schaute zu Kaname, welcher mir leicht zu nickte. Ich schloss die Schachtel wieder und stellte sie zur Seite.

Jetzt waren noch drei Geschenke übrig: eins von meiner Mutter, eins von Takuma und zuletzt eins von meinen Geschwistern.

Ich nahm als nächstes das Geschenk von Mutter. Es war ein kleines Kästchen. Ich öffnete es und zum Vorschein kamen ein wunderschönes Paar Ohrringe mit kleinen Sternen. Ich lächelte erfreut - diese Ohrringe wünschte ich mir schon seit einer Weile.

Als vorletztes Öffnete ich das Geschenk von Takuma - es war eine größere Samtschatulle in der eine filigrane Kette mit einem kunstvoll verzierten Stern war - als ob sich meine Mutter und mein Freund abgesprochen hätten.

Als letztes öffnete ich das Geschenk von meinen Geschwistern. Es war genauso groß wie das von Sayori. Es war auch ein Bilderrahm mit einem Bild von einer Familie. Auf dem Bild waren fünf Personen. Zwei Erwachsene mit einem Kleinkind auf dem Arm und zwei sehr ähnlich sehenden Kindern vor ihnen. Ich starrte das Bild Sekunden lang an. "Das Bild wurde ein paar Wochen vor dem Angriff gemacht. Nachdem wir dich nicht finden konnten sind wir zurück ins Haus und haben alles nötige mitgenommen und sind geflohen. So haben wir auch das Bild mitgenommen...das Original ist bei mir im Zimmer. Wir haben gedacht - auch wenn du sie nicht mehr kennenlernen kannst...so hast du sie wenigsten auf einem Foto bei dir...", sagte meine Schwester, welche sich neben mir auf den Boden setzte. "Danke...", hauchte ich, presste den Rahmen an mein Herz und versuchte die aufkommenden Tränen und Gefühle wegzudrücken.

Takuma, welcher die Situation mitbekam, setzte sich auf die andere Seite von mir und streichelte behutsam über meinen Rücken.

"Ich werde das Bild für immer in Ehren halten...", sagte ich und lächelte meine Schwester traurig aber zugleich glücklich an.

Ich bin dankbar dafür das sie mich gefunden haben...

~

Silvester

Heute war endlich Silvester.

Ich stand bereits sehr früh auf und ging erstmal in die Küche vom Rektor und bereitete ein großes Frühstück für alle vor. Sayori kam gestern spät Abend an und hatte so nicht die Möglichkeit noch etwas zu essen. Nach und nach kamen Yuki, Zero, Sayori, Mizuki, Shun, meine Mutter und der Rektor eingetrudelt. Alle staunten über die großes Auswahl. Ich glaube ich hatte es auch etwas übertrieben. Es gab Würstchen, Pancakes, Bacon, Brötchen, Müsli, frisches geschnittenes Obst, Joghurt und noch einiges mehr - Frühstück im American Style.

Nach dem ausgiebigen Frühstück waren alle gesättigt und es wurde darüber debattiert was heute alles gemacht werden würde.

Da einige Schüler der Nightclass, die üblichen Verdächtigen, heute Nachmittag wieder zur Akademie zurück kommen, hatte sich der Rektor gewünscht, dass wir zusammen ins Neujahr feiern. Zero war sehr, sehr wenig begeistert. Meine Mutter konnte ihn jedoch etwas beschwichtigen und so wurde der Wunsch akzeptiert.

Wir würden alle zusammen im Wohnzimmer Raclette essen und bis 23:30 Uhr Partyspiele veranstalten. Danach stellen wir die Raketen fürs knallen auf und warten aufs Neujahr.

Yuki, Sayori und ich bereiteten alles fürs Raclette vor; Shun, Mizuki und eine Mutter dekorierten das Wohnzimmer und der Rektor und Zero suchten ein paar Spiele für viele Personen raus. Dadurch verflog die Zeit wie im Flug.

Es war bereits 13 Uhr bis wir mit allem fertig waren. Zero und Rektor Kurosu stellten uns ihre Auswahl an Partyspielen vor: Twister, Mensch-Ärgere-Dich-Nicht in Teams, Scharade und Karuta.

Karuta ist ein traditionelles japanisches Kartenspiel. Die Regeln waren sehr einfach: Ein Spieler liest ein Gedicht oder bekanntes Sprichwort vor. Der Spieler, der die dazu passende Karte mit einem Bild oder Schriftzeichen hat und am schnellsten identifiziert, erhält einen Punkt.

Wir fanden die Auswahl sehr gut und beschlossen uns noch für ein paar Stunden aufs Ohr zu legen. Aber leider klappte das nicht so gut. Meine Geschwister, Sayori, Yuki und ich schauten bei mir im Gästezimmer einen Ghibli-Film: das wandelnde Schloss.

Gegen Ende schlief Sayori ein. Ihr Kopf viel bei meinen Bruder auf die Schulter, welcher leicht überfordert schien. Ich kicherte und machte schnell ein Foto davon.

Das werde ich Hanabusa zeigen, vielleicht wird er mal so die Initiative ergreifen...

Shun weckte Sayori, welche ihn erst verschlafen und dann entschuldigend anschaute.

Kurz danach klopfte es an meiner Zimmertür.

"Herein!".

Takuma öffnete lächelnd die Tür und kam herein.

"Hier seid ihr alle! Wir haben euch schon gesucht. Die anderen warten schon im Wohnzimmer.", sagte er belustigt. Ich sprang vom Bett auf und fiel Takuma in die Arme. Er lachte und gab mir einen Kuss auf den Kopf.

"Na dann sollten wir die anderen nicht warten lassen!", rief Yuki voller Elan. Wir verließen mein Zimmer und begaben uns ins Wohnzimmer. Im Wohnzimmer saßen bereits Senri, Rima und Ruka auf dem Sofa. Hanabusa bestaunte fasziniert den bunt geschmückten Baum. Kaname saß mit dem Rektor und meiner Mutter bereits am großen Tisch. Akatsuki hatte es sich in dem Sessel neben Ruka gemütlich gemacht.

Als wir eintraten schnellten Hanabusas Augen direkt zu Sayori.

Und er will mir allen Ernstes sagen er hätte kein Interesse an ihr - Das ich nicht lache!

"So da jetzt alle da sind würde ich sagen wir beginnen mit dem Abendessen!", beschloss der Rektor freudig. Wir kicherten und deckten den Tisch ausgiebig. Wir aßen, lachten und unterhielten uns. Selbst Zero konnte etwas seinen Hass runterschrauben und über manche Witze von Hanabusa lachen. Takuma neben mir stupst mich an und nickte Richtung Sayori, welche neben Hanabusa saßs. Sie unterhielten sich leise mit geröteten Wangen. Ich kicherte etwas und gab Takuma einen Kuss auf die Wange, bevor ich weiter aß.

Nach fast zwei stündigen Essen räumten wir ab und fingen mit den Partyspielen an.

Bei Twister gewann Rima haushoch. Sie war sehr gelenkig und hängte jeden ab. Bei Scharade gewann das Team von Hanabusa. Kein Wunder - er war , wenn er gerade kein Idiot war, ein echtes Genie. Bei Mensch-Ärgere-Dich-Nicht gewannen meine Mutter und der Rektor in der ersten Runde und meine Geschwister in der zweiten Runde. Und zu guter letzte gewann ich gerade so Karuta.

Es war fast 23:30 Uhr. Darum beschlossen wir raus zu gehen und die Raketen ordentlich zu positionieren.

Kurz vor Mitternacht stellten wir uns in einem Halbkreis um die Raketen und wartetn gespannt auf das Neue Jahr. Takuma legte seinen Arm um mich, sodass ich mich an ihn kuscheln konnte.

Um Punkt Mitternacht ließ Akatsuki-kun die ersten Raketen steigen. Es war ein atemberaubendes Schauspiel.

Takuma, welcher immer noch den Arm um mich gelegt hatte, zog mich enger zu sich. "Frohes Neues Jahr Hi-chan.", wünschte er mir lächelnd und beugte sich langsam zu mir runter. "Das Wünsche ich dir auch Ta-kun.", erwiderte ich mit einem sanften Lächeln. Kurz danach spürte ich bereits seine sanften Lippen auf meinen. Ich schloss die Augen und genoss den Kuss.

Unser erster Silvesterkuss...