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Du bist meine Entscheidung

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Du bist meine Entscheidung

Hallo ihr Lieben, erst hört man tagelang nichts und nun kommt schon das nächste Kapitel ;) Seid ihr noch bei mir? Ich hoffe euch gefällt das neue Kapitel. Lasst gerne eine Review da :D Würde mich sehr darüber freuen.

LG

Eure M.

Ihre heitere Stimmung verging ihr aber sofort, als sie den Flur entlang ging und ihr Professor Featherstone entgegenkam. Sein Blick war diesmal nicht prüfend, eher fragend. Hermine wollte wortlos an ihm vorbeigehen, doch er blieb direkt vor ihr stehen.

„So plötzlich so gut gelaunt Miss Granger?“

„Ich weiß nicht, was Sie meinen.“

Er kam ein paar Schritte näher.

„Oh, ich denke doch. Ein paar Streicheleinheiten der Schulleiterin scheinen Wunder zu bewirken.“

„Wie bitte? Was wollen Sie damit sagen?“

Er kam noch einen Schritt auf Hermine zu und blieb unangenehm nahe vor ihr stehen.

„Sie sollten vorsichtig sein Miss Granger. Auf manche Verbindungen sollte man nicht näher eingehen.“

Hermine wurde eiskalt, doch sie zwang sich ruhig zu bleiben.

„Das muss ich mir von Ihnen nicht anhören.“

Hermine wollte an ihm vorbeigehen, doch da knallte seine Hand gegen die Wand und versperrte ihr den Weg. Hermine zuckte zusammen. Er stand nun noch näher vor ihr und sah sie durchdringend an.

„Wenn Sie versuchen, mich bei der Schulleiterin anzuschwärzen, könnten Sie das bitter bereuen.“

„Ich bin durchaus in der Lage meine eigenen Schlachten zu schlagen Professor. Sie können mich nieder machen so viel und solange Sie wollen. Ich habe schon weitaus schlimmeres erlebt.“

„Oh ja, ich vergaß - die Heldentaten von Harry Potter und seinen Freunden. Mit Ihrer Berühmtheit können Sie um sich werfen, wie Sie wollen Miss Granger. Sie sind trotzdem nicht reif genug für den Beruf einer Lehrerin. Wenn Sie natürlich die Schulleiterin bezirzen und auf Ihre Seite ziehen…“

„Ich bezirze niemanden!“

„Blicke sagen mehr als Worte Miss Granger. Sie sollten sich also nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Es könnte Konsequenzen haben. Nicht nur für Sie.“

Professor Featherstone sah Hermine mit einem wissenden Lächeln an und zog langsam seine Hand zurück.

„Einen schönen Nachmittag noch Miss Granger“, sagte er und gab den Weg frei.

Hermine setzte sich in Bewegung und ging weiter. Als sie um die Ecke gebogen war, blieb sie stehen und lehnte sich gegen die kalte Mauer. Ihr Herz raste und ihr war schlecht. Sie war sich sicher, dass er es ahnte. Er drohte ihr. Er drohte ihr damit, Minerva zu vernichten und das konnte Hermine nicht zulassen. Plötzlich schoss ihr ein Gedanke in den Kopf.

Was wäre, wenn man Minerva vor die Wahl stellen würde? Würde sie sich für Hermine entscheiden oder doch für den Beruf, den sie so sehr liebte und die damit verbundenen Verpflichtungen?

„Alles in Ordnung Professor?“

Hermine schreckte auf. Vor ihr standen zwei Mädchen aus Gryffindor und sahen sie besorgt an.

„Sie sind so blass.“

„Mir geht es gut“, sagte Hermine und setzte ein Lächeln auf. „Gehen Sie lieber zu Ihrer nächsten Stunde.“

Die Mädchen nickten und gingen weiter. Hermine atmete tief durch und ging in ihre Wohnung.

Dort verschanzte sie sich den restlichen Nachmittag und versuchte sich mit Büchern abzulenken, doch nichts half. Die Übelkeit bei der Erinnerung an die Drohung ließ nicht nach. Das Abendessen ließ sie daher ausfallen. Sie sah immer wieder auf das Bild von Minerva und strich sanft darüber, als könne sie sie spüren. Tränen brannten in ihren Augen. Sie hatte Angst. Angst, Minerva könnte sich wirklich gegen sie entscheiden. Allein der Gedanke daran brach Hermine das Herz.

Hermine saß lange in ihrem Sessel, die Beine angezogen, die Stirn gegen die Knie gelehnt. Das Feuer im Kamin war längst heruntergebrannt, doch sie spürte die Kälte kaum – sie kam von innen. Die Worte von Featherstone hallten in ihr nach.

Als die Uhr 9 schlug, flackerten plötzlich grüne Flammen in Hermines Kamin auf. Sie schreckte auf und erkannte eine hohe Gestalt, die aus dem Kamin stolperte. Vor ihr stand Minerva, das Gesicht voll Sorge. Mit einem Schwung ihres Zauberstabs ließ sie den Ruß auf dem Boden und auf ihrem Kleid verschwinden und kam auf Hermine zu.

„Da bist du ja“, sagte sie sanft.

Hermine sah sie immer noch ungläubig an.

„Wie hast du das gemacht? Ich dachte innerhalb von Hogwarts kann man nicht…“

„Es hat schon seine Vorteile, wenn man die Schulleiterin ist. Natürlich nutze ich das nicht aus. Ich habe mir nur Sorgen gemacht. Du warst nach unserem Gespräch nicht beim Mittagessen und auch nicht beim Abendessen.“

„Mir war nicht danach.“

Minerva hob eine Augenbraue.

„Schau mich nicht so an. Ich habe einfach keinen Hunger.“

„Was ist los Hermine?“

Die junge Frau seufzte und wies Minerva den Platz auf der Couch zu.

„Setz dich.“

Minerva nahm ihren Umhang ab und setzte sich. Sie streckte die Hand nach Hermine aus.

„Setz dich zu mir Liebling.“

Das zärtliche Wort brachte Hermine beinahe aus dem Gleichgewicht. Sie nahm Minervas Hand und setzte sich langsam.

„Also? Was ist passiert?“

„Featherstone“, begann sie leise. „Er hat mich nach dem Lehrerzimmer abgepasst. Er… er hat Dinge gesagt.“

Minervas Blick verfinsterte sich.

„Was für Dinge?“

„Minerva… lass gut sein. Ich kriege das schon hin.“

„Raus damit. Was hat er gesagt?“

„Er hat… mich bedrängt und Andeutungen gemacht. Über uns. Und… mir dann gedroht.“

Ein Moment der Stille. Nur das leise Knistern des Feuers war zu hören. Minervas Gesicht blieb unbewegt, doch ihre Finger schlossen sich fester um Hermines Hand.

„Hat er dich angefasst?“ fragte sie mit gefährlich ruhiger Stimme.

Hermine sah sie aus großen Augen an. In Minervas Blick erkannte sie, was sie meinte und die

„Nein, nein er hat mich nicht angefasst.“

Minerva atmete erleichtert aus, blieb allerdings ernst.

„Er hat mir den Weg versperrt und stand zu nah. Und er meinte… er meinte es könnte Konsequenzen haben, wenn ich mich bei dir über ihn beschwere. Nicht nur für mich…“

Hermine atmete tief durch.

„Minerva, ich glaube, er weiß es.“

Minerva rückte ein wenig näher an Hermine heran. Ihre Haltung war aufrecht, doch in ihren Augen lag Schmerz. Sie legte sanft eine Hand auf Hermines Schulter.

„Hermine, hör mir zu“, sagte sie fest. „Was auch immer dieser Mann glaubt zu wissen – er wird nicht bestimmen, was zwischen uns geschieht. Ich werde nicht zulassen, dass er dich bedroht. Oder mich.“

Hermine sah zu ihr auf.

„Aber was, wenn er etwas sagt? Wenn das Ministerium davon erfährt – wenn… wenn du deine Position als Schulleiterin verlierst…“

Minerva schwieg einen Moment. Das Feuer im Kamin warf flackernde Schatten über ihr Gesicht, ließ ihre Züge weich und doch unerschütterlich wirken. Schließlich sagte sie leise, aber mit einer Bestimmtheit, die keinen Zweifel zuließ:

„Dann verliere ich sie, aber ich werde mich nicht erpressen lassen, Hermine.“

Hermine wollte etwas erwidern, doch Minerva legte zwei Finger an ihre Lippen, sanft, aber mit einem unausgesprochenen „Bitte“.

„Ich habe zu lange zugesehen, wie Menschen mit Angst gefügig gemacht werden. Ich habe geschwiegen, um die Schule zu schützen, um andere zu schützen, aber ich werde nicht schweigen, wenn es um dich geht.“

Hermine spürte, wie ihr Herz schneller schlug.

„Minerva… du darfst das nicht riskieren wegen mir.“

„Ich riskiere nichts, was es nicht wert wäre“, antwortete Minerva ruhig.

Sie ließ ihre Hand von Hermines Schulter gleiten und nahm stattdessen ihre Hand in beide Hände.

„Dieser Mann überschreitet Grenzen. Das sind keine Beobachtungen, Prüfungen und auch keine Missverständnisse mehr, das ist Einschüchterung und das dulde ich nicht.“

Ihre Stimme war ruhig, aber in der Tiefe schwang eine gefährliche Schärfe mit, die Hermine kannte – dieselbe, die sie im Krieg gesehen hatte, wenn Minerva entschlossen war, für ihre Schüler zu kämpfen.

„Ich spreche morgen mit ihm“, fuhr Minerva fort. „Nicht als Frau, die sich angegriffen fühlt. Sondern als seine Vorgesetzte. Er wird wissen, wo seine Grenzen liegen.“

„Und wenn er dich verrät?“ Hermines Stimme zitterte.

Minerva senkte den Blick für einen kurzen Moment, dann sah sie Hermine wieder an und in ihren Augen lag etwas, das Hermine den Atem nahm. Eine tiefe, ruhige Zuneigung, die über jedes Wort hinausging.

Hermine kämpfte mit den Tränen.

„Ich will nicht, dass du meinetwegen alles verlierst.“

„Ich verliere nichts, solange ich weiß, wofür ich einstehe.“ Minerva sprach so sanft, dass Hermine kaum wagte zu atmen. „Und du, Hermine – du bist nicht meine Schwäche. Du bist meine Entscheidung.“

Hermine schluckte, suchte Halt in ihrem Blick.

„Ich habe solche Angst, Minerva.“

„Ich weiß“, flüsterte sie. „Aber du bist mutiger, als du glaubst und wenn er dich wieder bedroht, dann sagst du es mir sofort. Versprich mir das.“

Hermine nickte.

„Ich verspreche es.“

Minerva ließ ihre Hand los, nur um sie kurz darauf wieder an sich zu ziehen. Sie umschlang Hermine, fest und schützend und Hermine ließ sich in die Umarmung fallen. Für einen Moment war alles still. Nur das Feuer knisterte und draußen peitschte der Wind gegen die Fenster. Minerva strich ihr über das Haar und platzierte einen Kuss auf ihrem Scheitel.

„Ich… ich hätte nie gedacht, dass ich mich so sehr fürchten könnte, dich zu verlieren“, sagte Hermine kaum hörbar.

Ein schwaches, trauriges Lächeln glitt über Minervas Lippen, bevor sie die Stirn gegen Hermines legte.

„Dann geht es dir also genauso, wie mir“, flüsterte sie.

Hermine sah sie überrascht an.

„Wie?“

Minerva legte beide Hände an Hermines Wangen und sah ihr in die Augen.

„Du bist das Beste, was mir passiert ist Hermine. Ich liebe dich und auch ich habe Angst dich zu verlieren. Du bist so jung, klug, wunderschön… Du könntest jeden oder jede haben.“

„Aber ich will nur dich.“

Minerva hielt inne. Für einen winzigen Moment glaubte Hermine, sie würde etwas erwidern, vielleicht etwas Vernünftiges sagen, etwas, das beide zurück auf den Boden der Realität bringen würde, doch stattdessen sah Minerva sie einfach nur an. Langsam beugte sie sich vor und küsste Hermine. Es war kein stürmischer, verlangender Kuss, sondern einer, der ihre ganzen Gefühle ausdrückte. Hermines Hände fanden ihren Weg zu Minervas Schultern, glitten an ihrem Hals entlang, bis sie den Stoff des Kleides spürte. Minerva schloss die Augen, ließ sich für diesen kurzen, flüchtigen Moment fallen und alles, was sie sonst war, Schulleiterin, Lehrerin, Vorbild, verschwand. Nur Hermine blieb. Ihre Lippen, ihr Geschmack, ihr Duft, ihre Nähe…

Nur widerwillig lösten sie sich aus dem Kuss.

„Wenn du wüsstest, was du mit mir machst“, murmelte Minerva und strich ihr mit dem Daumen über die Wange.

„Vielleicht weiß ich es längst“, hauchte Hermine zurück.

Minerva lächelte schwach, doch ihr Blick war ernst.

„Ich darf nicht vergessen, wer ich bin… und was du verdienst. Du sollst dein Leben leben können, ohne dich ständig verstecken zu müssen.“

„Ich will mein Leben mit dir verbringen. Alles andere ist mir egal.“

Minerva schloss die Augen.

„Du machst es mir unmöglich, standhaft zu bleiben.“

„Ich weiß“, sagte Hermine und lächelte nun wieder. „Bleibst du?“

Minerva stand auf und zog Hermine ebenfalls auf.

„Natürlich bleibe ich.“

Hermine lächelte.

„Na dann“, grinste sie, „Du weißt ja, wo das Schlafzimmer ist.“

Minerva lachte und Hermine gab ihr noch einen schnellen Kuss.

„Ich gehe schnell ins Bad“, sagte sie und lief los.

Minerva schüttelte lächelnd den Kopf bei dieser kindlichen Freude. Dann ging sie in Hermines Schlafzimmer, griff in ihre Haare und löste vorsichtig die Haarnadeln. Ihre langen Haare fielen in weichen Wellen über ihre Schultern hinweg. Schon spürte sie einen warmen Körper an ihrem Rücken und zwei Arme schoben sich um ihre Taille.

„Du riechst so gut“, flüsterte Hermine und vergrub ihr Gesicht in Minervas Haar.

Minerva lachte und berührte Hermines Arme, die um ihre Taille lagen. Langsam drehte sie sich um und ihr Atem stockte. Hermine stand in einem dunkelroten Negligé aus Seide und Spitze vor ihr - ein Hauch von nichts. Die Absicht dahinter war mehr als eindeutig und sie schluckte hart. Minerva wich unwillkürlich einen Schritt zurück, nicht aus Ablehnung, sondern weil der Anblick sie überwältigte. Das Licht der Kerze ließ die feine Seide auf Hermines Haut schimmern, jede Bewegung zeichnete sich darin ab, als wäre sie selbst ein Teil des Feuers, das den Raum erhellte.

„Hermine…“

Minervas Stimme war kaum mehr als ein Hauch. Hermine trat näher, langsam, mit einem Blick, der zugleich unsicher und entschlossen war.

„Du weißt, dass du mir den Verstand raubst, nicht wahr?“ flüsterte Minerva.

Hermine lächelte leise.

„Das beruht auf Gegenseitigkeit.“

Ihre Hände fanden Minervas, verschränkten sich und Hermine führte sie langsam an ihre Taille. Minervas Finger zitterten kaum merklich, als sie die glatte Seide berührten.

Minerva hob eine Augenbraue, ein Ausdruck, der irgendwo zwischen Erstaunen, Belustigung und gefährlicher Faszination lag.

„Also, Miss Granger,“ begann sie mit gespielter Strenge, „das ist… ein recht auffälliges Outfit.“

Hermine lächelte schelmisch.

„Ich dachte, ein bisschen anschaulicher Unterricht könnte nicht schaden.“

„Wird das eine nächtliche Lernstunde?“

Hermine nickte.

„Aha.“ Minerva verschränkte die Arme – oder versuchte es zumindest, denn Hermine stand inzwischen so nah, dass ihre Bewegung irgendwo auf halbem Weg steckenblieb. „Und was genau, wenn ich fragen darf, soll das heutige Unterrichtsthema sein?“

„Vergessen von Ängsten als Einstieg haben wir ja bereits hinter uns gebracht. Nun widmen wir uns der praktischen Anwendung von Verführungstheorie, Teil eins“, sagte Hermine mit unschuldigem Augenaufschlag.

Minerva prustete kurz auf – ein warmer, ehrlicher Laut, der Hermine fast noch mehr aus dem Konzept brachte als jeder ernsthafte Blick.

„Merlin bewahre, was du wohl in Teil zwei planst.“

„Das hängt ganz davon ab, wie Teil eins läuft“, gab Hermine zurück und beugte sich etwas vor.

„Frech wie eh und je.“

Minerva versuchte, ernst zu bleiben, aber der Anflug eines Lächelns verriet sie.

„Ich sollte dich dafür eigentlich zum Nachsitzen verdonnern.“

„Ich wäre dafür bestens vorbereitet“, flüsterte Hermine.

Minerva lachte leise, schüttelte den Kopf und trat einen Schritt näher.

„Ich beginne zu glauben, du hast diesen Lehrplan selbst geschrieben.“

„Vielleicht“, sagte Hermine und sah sie mit funkelnden Augen an. „Aber ich hatte eine sehr inspirierende Professorin.“

„Ach wirklich?“, erwiderte Minerva trocken. „Dann hoffe ich, sie hat dich auch gelehrt, wann es klug ist, aufzuhören.“

Hermine grinste.

„Oh, das hat sie. Ich ignoriere nur gelegentlich ihre Ratschläge.“

Minerva seufzte gespielt.

„Natürlich tust du das.“

„Also? Wie wäre es, wenn du endlich zu mir kommst, damit ich dir aus diesem wirklich störenden Kleid helfen kann?“

Minerva hob mit gespielter Empörung die Augenbrauen.

„Störend, sagst du?“

„Mhm“, machte Hermine frech grinsend.

Hermine hob die Hand, strich sanft über Minervas Wange, über ihren Hals und ließ ihre Finger den Saum von Minervas Kragen entlang gleiten. Die andere Hand fuhr durch Minervas Haar. Mit ein paar geschickten Griffen, hatte Hermine das lange Haar um ihre Hand gewickelt und zog ganz leicht daran, um Minervas Kopf oben zu halten. Für einen Moment sah die Schulleiterin erschrocken aus, doch dann mischte sich Amüsement dazwischen.

„Ich sehe zu welchen Mitteln du bei deiner Unterrichtsstunde greifst“, meinte sie, legte ihre Hände auf Hermines Hüften und zog sie näher.

Hermine lachte leise.

„Dann siehst du also doch einen Lerneffekt?“

„Oh, gewiss“, antwortete Minerva mit einem gefährlich ruhigen Tonfall. „Zum Beispiel, wie man seine Schulleiterin erfolgreich aus dem Konzept bringt.“

„Ich würde sagen, das war kein schwerer Zauber“, entgegnete Hermine und ließ ihre Lippen an Minervas Kiefer entlang streifen.

„Du spielst ein gefährliches Spiel“, murmelte Minerva, ein Lächeln in den Augen, das zugleich Strenge und Zuneigung verriet.

„Ich gewinne gern“, antwortete Hermine triumphierend.

Minerva schnaubte leise.

„Typisch Gryffindor. Mut, wo Vernunft geboten wäre.“

Hermine sah Minerva fragend an.

„Glaubst du wirklich, dass ich dich so einfach gewinnen lasse?“

„Oh?“ Hermine neigte den Kopf. „Klingt nach einer Drohung.“

„Nach einer Feststellung“, korrigierte Minerva mit einem Anflug von Lächeln.

Ihr Griff um Hermines Taille wurde fester und sie zog die junge Frau noch näher an sich. Minervas Augen funkelten, als sie leise sagte: „Ich hoffe, du bist dir über die Konsequenzen deines kleinen Spiels im Klaren.“

Hermine lächelte, ihre Stimme kaum mehr als ein gehauchtes Lachen.

„Ich bin bereit, die Verantwortung zu übernehmen.“

„Oh, das hoffe ich“, erwiderte Minerva mit diesem gefährlich sanften Ton, der Hermine jedes Mal den Atem raubte.

Sie kam ihr näher und suchte Minervas Lippen. Der Kuss begann zögerlich, fast vorsichtig, doch als Minerva die Hände in Hermines Nacken legte, verflog jede Zurückhaltung.

Zwischen zwei Atemzügen murmelte Hermine:

„Nun kommen wir zum praktischen Teil meines Unterrichts.“

Minerva lachte leise gegen ihre Lippen.

„Das denke ich auch“, hauchte sie.

Langsam zog Hermine ihre Partnerin zum Bett. Sie ließen sich darauf nieder, während sie sich zärtlich küssten.

„Ich liebe dich.“

„Ich liebe dich auch“, flüsterte Hermine.

Das Lächeln, das darauffolgte, war das Letzte, was Hermine sah, bevor die Kerzen erloschen und der Raum in Dunkelheit, Wärme und Zärtlichkeit versank.