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Ein (fast) perfektes Wochenende Teil 3

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Ein (fast) perfektes Wochenende Teil 3

Hallo ihr Lieben,

nun kommt noch Teil 3 :) Ich hoffe euch gefällt es.

LG

M.

Sie blieben noch eine Weile so liegen, eng aneinander, ohne Worte, nur mit diesem ruhigen Nachhall zwischen ihnen. Minervas Finger zeichneten gedankenverloren kleine Kreise auf Hermines Arm, während Hermine den Kopf an ihre Schulter geschmiegt hatte, zufrieden, fast schläfrig. Schließlich hob Hermine den Kopf ein wenig.

„Ich habe Hunger“, sagte sie leichthin. „Wie wäre es mit einem gemeinsamen Mittagessen? Unten.“

Minerva zog eine Augenbraue hoch.

„Hier?“

„Natürlich hier.“

Minerva richtete sich ein wenig auf, stützte sich auf einen Ellbogen.

„Hermine… die Wirtin mag ein Muggel sein, aber öffentlich ist öffentlich und auch wenn wir niemanden gesehen haben—“

„—heißt das nicht, dass wir uns verstecken müssen?“, fiel Hermine ihr sanft ins Wort.

Minerva seufzte leise.

„Ich bin einfach vorsichtig. Zu vorsichtig, vermutlich.“

Hermine lächelte, griff nach Minervas Hand und zog sie näher.

„Hör mir zu. Wir sind zwei Frauen, die…“

„Hermine“, warnte Minerva, halb empört, halb amüsiert.

„…zwei sehr respektable Frauen“, fuhr Hermine grinsend fort, „die gemeinsam ein Wochenende in einer Pension verbringen. Mehr sieht hier niemand.“

Sie strich mit dem Daumen über Minervas Handrücken.

„Keine Schulflure, keine Kollegen, kein Featherstone. Nur wir. Und eine Wirtin, die sich mehr für ihren Eintopf interessiert als für ihre Gäste.“

Minerva betrachtete sie einen Moment lang, dann schüttelte sie den Kopf, ein kleines Lächeln stahl sich auf ihre Lippen.

„Du hast dir wirklich über alles Gedanken gemacht.“

„Über fast alles“, sagte Hermine leise. „Und über dich ganz besonders.“

Minerva atmete tief durch. Die Anspannung ließ ein wenig nach.

„Gut“, sagte sie schließlich. „Ein Mittagessen, aber wenn jemand zu neugierig schaut…“

„…halte ich deine Hand einfach noch fester“, erwiderte Hermine ohne Zögern.

Minerva lachte leise, beugte sich vor und küsste sie noch einmal, ruhig und vertraut.

„Dann gehen wir also essen“, sagte sie und diesmal stand sie ohne weiteres Zögern auf.

Sie brauchten einen Moment, um wieder in die Wirklichkeit zurückzufinden. Kleidung wurde zusammengesucht, glattgestrichen, Knöpfe geschlossen, während immer wieder kleine Berührungen blieben — eine Hand an der Taille, ein flüchtiger Kuss am Hals, ein Lächeln im Spiegel, das mehr sagte als Worte.

Minerva band ihr Haar ordentlich zurück, ganz automatisch, doch ihre Augen funkelten dabei ungewohnt weich.

„Es fühlt sich seltsam an“, sagte sie leise. „Nicht in Eile zu sein.“

Hermine trat hinter sie, legte die Hände auf ihre Hüften.

„Genau deshalb sind wir hier.“

Gemeinsam verließen sie das Zimmer. Die Pension war ruhig, beinahe verschlafen. Unten im kleinen Gastraum duftete es nach Kräutern und frisch gebackenem Brot. Die Wirtin nickte ihnen freundlich zu, ohne besondere Neugier und wies ihnen einen Tisch am Fenster zu.

Sie setzten sich einander gegenüber. Sonnenlicht fiel schräg herein, zeichnete helle Muster auf den Holztisch. Minerva musterte Hermine einen Moment lang, als würde sie sie neu sehen.

„Du wirkst… leichter“, stellte sie fest.

Hermine lächelte.

„Du auch. Weniger Schulleiterin. Mehr Minerva.“

Minerva schnaubte leise, griff nach ihrer Teetasse.

„Ich werde mir das merken.“

Das Essen war einfach, bodenständig, überraschend gut. Sie redeten über Belangloses — das Dorf, den Kamin im Aufenthaltsraum, Minervas Vorliebe für Spaziergänge — und doch lag unter allem dieses stille Wissen:

Niemand wartete auf sie, niemand beobachtete sie, niemand stellte Fragen.

Unter dem Tisch fanden sich ihre Füße. Minerva hielt kurz inne, ließ es dann zu, ganz selbstverständlich.

„Das hier“, sagte sie leise, „das ist genau das, was ich gebraucht habe.“

Hermine neigte den Kopf.

„Na da bin ich aber erleichtert. Allerdings… warte ab, bis wir wieder allein sind.“

Minerva lächelte und dieses Lächeln war ganz und gar ungeteilt.

Nach dem Essen blieben sie noch sitzen, länger als nötig, als wollten sie den Moment dehnen. Die Wirtin räumte leise ab, ließ ihnen Raum. Draußen zog eine Wolke vor die Sonne, das Licht wurde weicher, gedämpfter.

„Spazieren?“, fragte Hermine schließlich.

Minerva nickte.

„Gerne.“

Sie gingen nebeneinander durch das kleine Dorf, ohne Eile. Die Gassen waren schmal, die Häuser niedrig und irgendwo klapperte ein offenes Fenster im Wind. Niemand schenkte ihnen besondere Beachtung. Hermine erzählte von Kleinigkeiten, die sie in den letzten Wochen beschäftigt hatten, Minerva hörte zu, wirklich zu, ohne ständig mit halbem Ohr bei Hogwarts zu sein.

Am Rand des Dorfes blieben sie stehen. Felder, herbstlich gefärbt, zogen sich bis zum Horizont. Minerva atmete tief ein.

„Ich vergesse manchmal“, sagte sie leise, „wie still die Welt sein kann.“

Hermine schob ihre Hand in Minervas.

„Du musst auch nicht immer alles allein tragen.“

Minerva drückte ihre Finger. Kein Wort war nötig.

Als sie später in die Pension zurückkehrten, tranken sie Tee im kleinen Aufenthaltsraum. Minerva saß im Sessel, Hermine auf der Armlehne, den Kopf an ihre Schulter gelehnt. Sie lachten leise über nichts Besonderes, über einen schiefen Bilderrahmen, über Minervas trockene Bemerkungen.

Der Nachmittag verging unmerklich.

Als der Abend kam, zogen sie sich wieder ins Zimmer zurück. Das Licht war gedimmt, draußen wurde es langsam kühl. Sie saßen auf dem Bett, Schulter an Schulter und schmiedeten lose Pläne für den nächsten Tag ohne festen Ablauf, ohne Pflichten.

„Vielleicht“, sagte Minerva, „war das genau das Richtige.“

Hermine lächelte.

„Das war es.“

Hermine stand plötzlich auf, als hätte sie einen Entschluss gefasst, der keinen Aufschub duldete.

„Was hältst du von einem romantischen Dinner?“, fragte sie, ein wenig zu schnell, ein wenig zu aufgeregt. „Also so richtig romantisch.“

Minerva sah zu ihr auf, erkannte sofort diese Mischung aus Vorfreude und leiser Nervosität. Ein warmes Lächeln legte sich auf ihr Gesicht.

„Ich halte sehr viel davon“, sagte sie amüsiert. „Vor allem, wenn du mich so fragst.“

„Gut“, erklärte Hermine entschieden. „Dann zieh dir etwas Hübsches an.“

„Etwas Hübsches?“, wiederholte Minerva mit gespielter Strenge.

„Ich bitte dich“, grinste Hermine. „Du weißt genau, dass du in allem umwerfend bist.“

Hermine kam ihr näher.

„Du gefällst mir zwar am besten, wenn du nichts trägst, aber… zieh dir etwas an, aus dem ich dich leicht wieder heraus bekomme“, flüsterte sie in Minervas Ohr und platzierte einen Kuss dahinter.

Minerva schüttelte lachend den Kopf und erhob sich. Sie wählten ihre Kleidung mit unerwarteter Sorgfalt aus — nichts Übertriebenes, aber bewusst. Minerva entschied sich für ein elegantes, aber trotzdem schlichtes Kleid in schwarz, Hermine für ein Weiches, Fließendes in dunkelrot. Immer wieder tauschten sie Blicke im Spiegel, dieses stille Einverständnis, das sie inzwischen verband.

„Geh du schon mal runter“, sagte Hermine schließlich. „Ich komme gleich nach.“

Minerva musterte sie einen Moment, als wolle sie nachfragen, ließ es dann aber.

Unten setzte Minerva sich an den Tisch, den sie bereits vom Mittag kannte. Kerzen wurden entzündet und das Licht gedimmt. Sie ahnte, dass Hermine nicht untätig war und tatsächlich:

Hermine stand bei der Wirtin, sprach leise, freundlich, mit dieser Mischung aus Charme und Entschlossenheit, der man sich schwer entziehen konnte. Ein besonderes Menü, ein ruhiger Platz, ein wenig Musik aus dem alten Radio — die Wirtin nickte wissend und versprach Diskretion.

Als Hermine schließlich den Gastraum betrat, blieb Minerva unwillkürlich der Atem einen Moment lang stehen.

„Du hast ganze Arbeit geleistet“, murmelte sie.

Hermine setzte sich ihr gegenüber, ein zufriedenes, fast schüchternes Lächeln auf den Lippen.

„Ich wollte, dass es… besonders wird.“

Minerva streckte die Hand aus, berührte Hermines Finger über dem Tisch.

„Das ist es bereits.“

Und während draußen die Dämmerung hereinsank, begann ihr Dinner ruhig, warm, und ganz nur für sie.

Das Dinner zog sich angenehm in die Länge. Gang um Gang kam, liebevoll angerichtet, begleitet von leiser Musik und dem warmen Flackern der Kerzen. Sie nahmen sich Zeit, kosteten bewusst jeden Moment der Zweisamkeit aus, lachten über kleine Missgeschicke — Hermine, die beinahe ihr Glas umstieß, Minerva, die trocken bemerkte, dass sie im Schloss vermutlich nie wieder so entspannt essen würde.

Der Wein tat sein Übriges. Erst langsam, kaum merklich, dann deutlicher. Minervas sonst so aufrechte Haltung wurde weicher, ihr Lächeln offener. Hermine gestikulierte ein wenig mehr als sonst, ihre Augen glänzten lebhaft.

„Weißt du“, sagte Minerva irgendwann und hob ihr Glas, „ich glaube, ich habe schon sehr lange nicht mehr so viel gelacht.“

Hermine grinste.

„Das liegt eindeutig an der Gesellschaft.“

„Natürlich“, erwiderte Minerva mit gespielter Ernsthaftigkeit. „Und ganz bestimmt nicht am Wein.“

Sie stießen an. Ein Tropfen lief Minervas Finger hinab. Hermine griff danach und küsste die rote Flüssigkeit fort, als wäre es selbstverständlich. Minerva sah sie an, ein wenig länger als nötig und schüttelte dann leise lachend den Kopf.

Nach dem Essen blieben sie sitzen. Der Raum war inzwischen fast leer, die Kerzen waren heruntergebrannt, der Wein stand halb leer zwischen ihnen. Minerva erzählte eine Anekdote aus ihrer frühen Zeit als Lehrerin, Hermine lachte so herzlich, dass sie sich kurz die Hand vor den Mund schlagen musste.

„Wenn das unsere Schüler wüssten“, kicherte sie. „Vielleicht sollte ich das in Verwandlung auch einmal testen.“

„Du bist wirklich gefährlich, weißt du das?“, sagte Minerva augenzwinkernd.

„Ich habe dich gewarnt“, erwiderte Hermine und beugte sich näher. „Du wolltest ja nicht hören.“

Ihre Stimmen wurden leiser, ihre Blicke wärmer. Minerva lehnte sich zurück, musterte Hermine mit unverhohlener Zuneigung.

„Ich bin sehr froh, dass wir heute hier sind“, sagte sie offen.

Hermine hob ihr Glas ein letztes Mal.

„Auf dieses Wochenende.“

„Auf uns“, korrigierte Minerva sanft.

Und in diesem Moment fühlte sich alles leicht an. Es war romantisch, ein wenig albern, aber vollkommen richtig.

Hermine beugte sich näher zu ihr, ganz langsam, als wolle sie den Moment auskosten. Ihre Lippen berührten Minervas erst zart, dann mit diesem vertrauten Nachdruck, der Minerva jedes Mal den Atem raubte. Als sie sich lösten, blieb Hermine dicht bei ihr, ihre Stirn an Minervas gelehnt.

„Oben wartet ein sehr weiches Bett auf uns“, flüsterte sie, kaum hörbar, warm und verheißungsvoll.

Minerva lachte leise, ein wenig atemlos.

„Bist du müde?“

Hermine grinste verschwörerisch, dieses ganz besondere Lächeln, das nichts verbarg.

„Nein“, sagte sie sanft. „Ganz im Gegenteil.“

Hermines Blick war eindeutig. Minerva schüttelte den Kopf, amüsiert und erhob sich. Sie ließen etwas Kleingeld auf dem Tisch zurück, warfen der Wirtin ein dankbares Lächeln zu und machten sich auf den Weg nach oben. Die Stufen waren schmal und der Wein machte sie beide ein wenig wacklig, doch sie hielten sich gegenseitig fest, lachten leise und flüsterten Unsinn.

Oben angekommen, fiel die Tür kaum ins Schloss, da fanden sie sich schon wieder in den Armen der anderen. Küsse, warm und dringend, Hände, die Halt suchten, als wäre der Rest der Welt weit entfernt. Zwischen Lachen und leisen Seufzern stolperten sie Richtung Bett, lösten sich keinen Moment voneinander und als sie schließlich auf die Decke sanken, eng umschlungen, war alles andere unwichtig geworden.

Die Kerzen unten brannten weiter, hier oben aber gehörte die Nacht nur ihnen.

Der Morgen schlich sich leise ins Zimmer. Gedämpftes Licht fiel durch die Vorhänge und legte sich weich über das Bett. Hermine war bereits wach. Sie lag auf der Seite, den Kopf auf den Arm gestützt und betrachtete Minerva, als müsse sie sich vergewissern, dass sie wirklich da war.

Minerva schlief tief und ruhig. Ihr Atem ging gleichmäßig, ihr Gesicht war entspannt wie schon lange nicht mehr. Keine Falte der Anspannung zwischen den Brauen, kein kontrollierter Ausdruck, nur Ruhe. Es war ein Anblick, der Hermine das Herz eng und weit zugleich werden ließ.

Vorsichtig hob sie die Hand und strich Minerva ein paar dunkle Strähnen aus der Stirn. Ihre Berührung war leicht, fast ehrfürchtig. Minerva rührte sich kaum, murmelte etwas Unverständliches und zog den Kopf minimal näher an Hermine heran. Hermine lächelte unwillkürlich.

'So sieht sie also aus, wenn sie nichts tragen muss', dachte sie.

Keine Verantwortung, keine Entscheidungen, kein Ministerium, kein Featherstone. Nur sie.

Sie ließ den Blick über Minervas Gesicht wandern, prägte sich jedes Detail ein:

Die sanfte Linie ihres Mundes, die feinen Fältchen an den Augenwinkeln, die von all den Jahren erzählten, in denen Minerva stark gewesen war. Und jetzt, hier, war sie einfach nur… glücklich. Zumindest wirkte es so.

Dieser Gedanke erfüllte Hermine mit einer tiefen, fast überwältigenden Wärme. Sie beugte sich ein wenig näher, legte die Stirn sanft an Minervas Schläfe und schloss für einen Moment die Augen. Wenn Glück ein Gefühl war, dann war es genau dieses.

Hermine spürte plötzlich, wie sich Minervas Arm sachte um sie legte. Ein leises, ruhiges Gewicht, das sie zugleich schützend und vertraut hielt. Langsam öffnete Minerva die Augen und lächelte verschlafen.

„Guten Morgen“, murmelte sie leise, ihre Stimme noch rau vom Schlaf.

„Guten Morgen“, erwiderte Hermine, ihr Herz schlug schneller bei diesem Blick.

Sie lehnte sich leicht an Minerva, genoss die Wärme und die Nähe. Für einen Moment lagen sie einfach nebeneinander, still, die Hände ineinander verschränkt, das Tageslicht fiel sanft durch die Vorhänge.

„Also“, begann Minerva nach einer Weile, „diese Nacht… war… recht wild, hm?“

Hermine lachte leise.

„Sehr wild, aber schön wild und irgendwie fühlt es sich noch besser an, dass wir einfach hier liegen bleiben können. Ohne Hektik, ohne Pflichten, ohne dass wir uns wieder davon schleichen müssen.“

Minerva nickte, ihre Finger leicht durch Hermines Haar streichend.

„Es ist schön, einfach… unbeschwert glücklich zu sein. Auch wenn es vielleicht nur kurz anhält.“

Hermine drückte ihre Hand leicht.

„Ich nehme jeden Moment, den wir haben. Genau so.“

Minerva lehnte sich noch ein Stück näher, ließ ihren Kopf auf Hermines Schulter sinken.

„Dann bleiben wir noch ein bisschen hier. Zusammen. So lange wie möglich.“

Hermine schloss die Augen, atmete tief ein und genoss dieses Gefühl: keine Verantwortung, kein Druck, nur sie beide und ein paar kostbare Stunden völliger Freiheit und Nähe.

Nach einer Weile löste Minerva sich ein wenig aus Hermines Umarmung, setzte sich auf und streckte sich leicht.

„Wir sollten langsam ans Frühstück denken“, meinte sie mit einem kleinen Schmunzeln.

Hermine jedoch lächelte schelmisch, lehnte sich zurück und schüttelte den Kopf.

„Oder wir machen es anders“, flüsterte sie. „Frühstück im Bett. Nur wir beide. Ganz in Ruhe.“

Minerva zog eine Augenbraue hoch. „Frühstück im Bett?“

Hermine nickte energisch, ihre Augen funkelten.

„Ja. Kein Gastraum, kein Publikum, kein Zeitdruck. Nur Kaffee, Brötchen…“

Hermine strich zärtlich über Minervas Wange und platzierte einen sanften Kuss auf ihren Hals. „… und wir.„

Minerva zögerte einen Moment.

„Es fühlt sich ein bisschen extravagant an.“

„Genau deshalb ist es perfekt“, entgegnete Hermine, fast übermütig.

Minerva schüttelte leicht den Kopf, konnte aber nicht anders, als zu lächeln.

„Na gut“, sagte sie schließlich, „wenn du es willst… ich stimme zu.“

Hermine lachte leise, sprang auf, öffnete die Tür und regelte alles mit der Wirtin, die unten gerade die Küche vorbereitete. Mit ein paar kurzen Worten organisierte sie ein kleines Frühstück aufs Zimmer:

frische Croissants, Brötchen, Butter, Marmelade, Kaffee, Tee, Porridge und ein wenig Obst.

Kurz darauf klopfte es leise an der Tür und ein Tablett wurde hereingebracht. Hermine ließ Minerva die Tür schließen, stellte alles behutsam auf das Bett und setzte sich wieder zu Minerva, die sich gerade ihren Morgenmantel übergezogen hatte.

„Wirklich? Hier auch?“

„Selbstverständlich.“

„Immer wenn die Aussicht am Schönsten ist“, meinte Hermine.

„Du wirst es überleben.“

Minerva lächelte, lehnte sich an Hermine und nahm das erste Croissant.

„Ich glaube, das wird ein sehr angenehmer Morgen.“

Hermine nickte zufrieden, nahm sich einen Schluck Kaffee und ließ den Blick über Minerva gleiten.

„Sehr angenehm“, murmelte sie zurück, als der Morgenmantel ein wenig über Minervas Schulter rutschte und sie einen sanften Kuss darauf setzen konnte.“

Nachdem sie das letzte Croissant gegessen und ihren Kaffee getrunken hatten, erhob sich Minerva, streckte sich genüsslich und ging ins angrenzende Bad, um zu duschen und sich für den Tag fertig zu machen. Das leise Plätschern des Wassers und das gelegentliche Klopfen von Hermines Fingern auf dem Bett erfüllten den Raum.

Hermine blieb noch einen Moment liegen, die Decke leicht über die Schultern gezogen, die Wärme des Bettes genießend. Schließlich seufzte sie, setzte sich auf, rieb sich kurz die Augen und stand auf. Sie ging zu ihrem Koffer, holte eine bequeme Hose und einen Pullover heraus und legte sie zurecht. Dann warf sie einen Blick in Richtung Bad und grinste. Leise ging sie zur Tür, öffnete sie und stieg ohne Vorwarnung zu Minerva in die Dusche. Minerva entwich ein erschrockener Schrei, als sie Hermines Hände auf ihrer Schulter spürte.

„Hermine! Willst du, dass ich einen Herzinfarkt bekomme?“

„Natürlich nicht“, grinste Hermine und küsste Minervas Hals und ihre Schulter. „Ich wollte nur sichergehen, dass du deine Dusche genießen kannst.“

Als sie eine ganze Weile später frisch geduscht und angezogen herauskamen, beschlossen Minerva und Hermine einen Spaziergang zu machen. Hermine bemerkte, wie frei Minerva wirkte, während sie über die Felder gingen.

„Du liebst es hier oder?“

„Es erinnert mich ein wenig an Zuhause. Abgelegen, rauer Wind, die Felder, aber etwas ist anders.“

Minerva blieb stehen und sah Hermine an. Sie zog ihren Mantel zurecht und schloss noch einen weiteren Knopf.

„Du erkältest dich sonst“, sagte sie lächelnd.

„Soll ich Mum zu dir sagen?“, grinste Hermine.

„Die Leute würden es glauben“, meinte Minerva trocken.

Hermine legte ihre Hand auf ihre Wange und küsste sie zärtlich.

„Jetzt nicht mehr.“

Minerva schnaubte und strich Hermine ebenfalls über die Wange.

„Also, sag mir, was anders ist.“

„Es fühlt sich besser an. Leichter, weil ich mit dir hier bin. Dieses Gefühl möchte ich behalten, so lange ich kann.“

Hermine sah Minerva prüfend an. Die Worte waren sicher positiv gemeint, aber Hermine meinte etwas wehmütiges zu hören. Sie sagte aber nichts. Vielleicht hatte sie sich getäuscht.

„Nun, dann genießen wir die nächsten Stunden, bis wir heute Abend in die Realität zurückkehren müssen.“

Minerva nickte, ließ sich von Hermine noch einmal küssen und spazierten dann weiter.