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Zu spät für Vorsicht

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Zu spät für Vorsicht

Hermine klopfte an Minervas Tür und trat leise ins Büro, der Stapel Pergamente auf Minervas Schreibtisch schien für einen Moment nebensächlich. Minerva saß dort, die Feder in der Hand, Augen auf den Briefen, der Ausdruck konzentriert, doch leicht angespannt.

„Minerva“, begann Hermine leise, trat näher und legte behutsam ihre Hand auf die Feder, sodass sie ihr die Kontrolle entriss.

„Du musst dich ausruhen.“

Minerva hob kurz den Kopf, ein leises Schmunzeln auf den Lippen.

„Ich habe noch zu tun, Hermine…“

Hermine schüttelte den Kopf, griff nach Minervas Arm und zog sie sanft, aber bestimmt hoch. Ihr Blick wurde ernst, die Stimme weich, aber fest.

„Ich möchte nur, dass es dir gut geht und das geht nicht, wenn du dich hier überarbeitest.“

Minerva seufzte leise, ließ die Schultern sinken.

„Hermine, es geht mir gut.“

„So blass, wie du bist glaubt dir das jeder.“

„Du hast ja Recht…“

Hermine lächelte leicht und strich ihr zärtlich über die Wange. Dann nahm sie Minervas Hand in ihre, senkte den Kopf und hauchte einen zarten Kuss auf den Handrücken. Minerva lächelte schwach, ihre Augen funkelten.

„Wenn du mich schon küsst… dann küss mich richtig.“

Hermines Mund verzog sich zu einem warmen Lächeln. Ohne weiteres Zögern beugte sie sich vor und ihre Lippen fanden Minervas – sanft, vorsichtig, zärtlich. Minerva erwiderte den Kuss, ließ sich von der Nähe tragen, bevor sie langsam wieder Luft holten.

„Besser“, flüsterte Minerva und ein kleines Lächeln spielte um ihre Lippen.

Hermine lachte leise. Sie legte behutsam eine Hand auf ihren Rücken.

„Minerva… du solltest dich in deiner Wohnung ausruhen“, sagte sie sanft. „Nur ein wenig.“

Minerva schüttelte den Kopf.

„Ich habe noch zu viel zu tun. Ich kann nicht…“

Ein leichtes Schwanken, ein unerwarteter Schwindel ließ sie innehalten. Ihre Hand griff nach Hermine, die sofort reagierte und Minerva sanft stützte.

„Schon gut, du musst nichts sagen. Ich gebe nach“, murmelte Minerva, als Hermine gerade den Mund öffnen wollte.

Hermine lächelte beruhigend. Gemeinsam verließen sie das Büro und schlichen fast lautlos durch die Flure, bis sie Minervas Wohnung erreichten. Kaum war die Tür geschlossen, sank Minerva auf das Sofa, Hermine kniete sich neben sie.

„Hier“, sagte Hermine, zog eine warme Decke hervor und legte sie Minerva über die Schultern.

Dann ging sie in die kleine Küche, bereitete Tee zu, den Duft von Ingwer und Honig erfüllte die Luft. Selbst beim Rühren spürte Hermine noch die Nachwirkungen des Zaubers, ein leichtes Schwindelgefühl, das sie kurz innehalten ließ. Sie ignorierte es, brachte die Tasse vorsichtig zu Minerva und setzte sich wieder zu ihr.

„Hier“, sagte sie leise. „Trink das. Es wird dir guttun.“

Minerva nahm die Tasse, hielt sie zwischen den Händen und atmete tief ein, der warme Duft ließ ihre Anspannung für einen Moment nachlassen. Sie sah Hermine an, ein schwaches Lächeln auf den Lippen.

„Danke, Hermine… dass du bleibst.“

Hermine strich sanft über Minervas Arm.

„Natürlich. Ich lasse dich nicht allein. Nicht jetzt und auch sonst nicht.“

Für einen Moment herrschte Stille im Zimmer, nur das leise Schlagen der Uhr war zu hören. Beide Frauen saßen beieinander und trotz der Nachwirkungen des Zaubers spürten sie, dass sie sich gegenseitig Kraft gaben. Hermine rückte ein wenig näher, sodass sich ihre Knie berührten. Sie beobachtete Minerva aufmerksam, jede noch so kleine Regung, so als könnte sie daran ablesen, ob es ihr wirklich besser ging.

„Du hast wieder diesen Blick“, murmelte Minerva nach einer Weile, ohne aufzusehen.

„Welchen Blick?“

„Den, den du hast, wenn du versuchst, alles gleichzeitig zu kontrollieren“, sagte Minerva leise, fast amüsiert. „Mich eingeschlossen.“

Hermine schnaubte leise.

„Jemand muss es ja tun. Du bist schrecklich darin, auf dich selbst aufzupassen.“

Minerva hob den Kopf und sah sie an, ihre Augen weich.

„Und du bist schrecklich darin, dich nicht zu sorgen.“

Hermine wollte etwas erwidern, entschied sich dann aber dagegen. Stattdessen legte sie vorsichtig ihren Kopf an Minervas Schulter.

„Ich habe einfach Angst, dass dir etwas passiert. Dass wir das hier zu weit treiben.“

Minerva stellte die Tasse ab und legte einen Arm um Hermine.

„Ich weiß, aber wir tun das nicht leichtfertig und wir tun es nicht allein.“

Ein paar Sekunden lang sagte keine von beiden etwas. Die Nähe war ruhig, tröstlich, ganz ohne Eile. Minerva strich langsam durch Hermines Haar, eine kleine, vertraute Geste.

„Weißt du“, sagte Minerva schließlich, „ich habe mein ganzes Leben damit verbracht, Verantwortung zu tragen. Für Hogwarts. Für die Schüler. Für andere.“ Sie seufzte leise. „Es fällt mir nicht leicht, sie abzugeben.“

Hermine hob den Kopf und sah sie ernst an.

„Dann lass sie mich wenigstens ein kleines Stück mittragen.“

Minerva lächelte – dieses warme, seltene Lächeln, das nur Hermine kannte.

„Das tust du längst.“

Hermine beugte sich vor und gab Minerva einen sanften Kuss, langsam, beruhigend, als wolle sie ihr genau das vermitteln. Als sie sich wieder zurückzog, lehnte Minerva ihre Stirn gegen Hermines.

„Bleib noch ein bisschen“, sagte Minerva leise.

Es klang weniger wie eine Bitte und mehr wie ein Eingeständnis. Hermine lächelte und legte den Kopf schief. Sie setzte einen übertrieben nachdenklichen Gesichtsausdruck auf.

„Meinst du, irgendjemand fragt sich gerade, wo ich eigentlich stecke?“

Minerva schmunzelte und sah sie mit diesem ruhigen, liebevollen Blick an, der Hermine jedes Mal ein kleines bisschen weicher werden ließ. Sie hob die Hand und strich ihr sanft eine widerspenstige Strähne aus dem Gesicht.

„Ich bezweifle es. So elend, wie sich manche Kollegen fühlen, sind sie vermutlich froh, überhaupt aufrecht zu sitzen.“

Hermine grinste zufrieden.

„Das ist ja hervorragend.“

„Ist es?“ fragte Minerva leise, offensichtlich amüsiert.

„Oh ja“, antwortete Hermine und rückte noch ein Stück näher. „Dann können wir die Zeit ja ein wenig… sinnvoll nutzen.“

Minervas Augen funkelten kurz.

„Sinnvoll?“

„Zum Beispiel“, sagte Hermine unschuldig, „indem du dich ausruhst und ich aufpasse, dass du das auch wirklich tust.“

Minerva lachte leise, ein warmes, echtes Lachen.

„Du wirst immer dreister.“

„Nur bei dir“, erwiderte Hermine ohne zu zögern.

Sie nahm Minervas Hand, verschränkte ihre Finger mit ihren. Minerva drückte ihre Hand sanft.

„Dann bleib. Ruh dich mit mir aus.“

Hermine beugte sich vor und küsste Minerva leicht, beinahe verspielt.

„Sehr gern. Und dieses Mal“, fügte sie mit einem verschmitzten Lächeln hinzu, „lasse ich dich ganz bestimmt nicht wieder an deinen Schreibtisch zurück.“

Minerva schloss kurz die Augen, lehnte sich zurück und zog Hermine ein wenig näher an sich.

„Dann ergibt sich Hogwarts heute wohl einmal ohne mich.“

„Es wird es überleben“, murmelte Hermine zufrieden und blieb einfach bei ihr.

Die Zeit verging schneller, als es sich für beide anfühlte. Irgendwann lagen sie eng aneinander gekuschelt auf dem Sofa, das Minerva mit einem kleinen Zauber ein wenig breiter gemacht hatte. Hermines Kopf ruhte an Minervas Schulter, Minervas Arm lag schützend um sie. Minerva seufzte leise, mehr widerwillig als überzeugt.

„So schön das hier auch ist … es wird langsam Zeit fürs Mittagessen.“

Hermine hob den Kopf, sah sie mit diesem vielsagenden Blick an und beugte sich dann vor, um ein paar sanfte Küsse an Minervas Hals und schließlich auf ihre Lippen zu platzieren. Minerva lachte leise.

„Ich meinte eigentlich eine andere Art von Essen.“

„Sehr schade“, murmelte Hermine gespielt enttäuscht und legte noch einen letzten Kuss nach. „Aber ich werde dich daran erinnern. Das will ich nämlich schon sehr bald nachholen.“

Minerva schüttelte amüsiert den Kopf, doch ihr Blick war warm.

„Darauf komme ich zurück.“

Schließlich richteten sich beide auf, ein wenig widerwillig, als würden sie den Moment nur ungern loslassen. Hermine strich Minerva noch einmal über die Wange, dann trat sie zum Kamin.

„Bis später“, sagte sie leise und verschwand in den Flammen in Richtung ihrer eigenen Wohnung.

Minerva blieb einen Moment stehen, sah in die inzwischen wieder ruhige Stube und atmete tief durch. Dann machte sie sich kurz frisch, strich ihre Robe glatt und sammelte sich mit einem kleinen, zufriedenen Lächeln, das sie den ganzen Weg bis zur Tür nicht mehr losließ.

Minerva verließ ihre Wohnung und machte sich auf den Weg in die Große Halle. Die Korridore wirkten ungewohnt ruhig, fast gedämpft, als würde selbst das Schloss spüren, dass etwas in der Luft lag. Ihr Schritt war gefasst, doch innerlich blieb sie wachsam. Kurz vor einer der großen Steinbögen sah sie ihn.

Featherstone kam ihr entgegen, die Aktentasche fest an die Seite gepresst, beinahe so, als wäre sie ein Teil seines Körpers. Sein sonst so geschniegelt wirkendes Auftreten hatte Risse bekommen. Die Schultern hingen leicht, sein Gesicht war fahl, unter den Augen zeichneten sich dunkle Schatten ab. Er wirkte… mitgenommen. Und nervös.

Als er Minerva bemerkte, zuckte sein Blick kaum merklich. Für einen winzigen Moment schien er zu überlegen, ob er stehen bleiben oder einfach weitergehen sollte. Dann zwang er sich zu einem dünnen Lächeln.

„Minerva“, sagte er, etwas zu schnell. „Auch… auf dem Weg zum Essen?“

Minerva blieb stehen, musterte ihn ruhig.

„In der Tat“, antwortete sie sachlich. „Man sollte seine Kräfte nicht unterschätzen. Gerade in… ungewöhnlichen Zeiten.“

Seine Finger verkrampften sich um den Griff der Tasche.

„Ja. Ungewöhnlich“, wiederholte er und schluckte. „Eine sehr… seltsame Entwicklung.“

„Das ist sie wohl“, sagte Minerva und hob leicht eine Augenbraue. Ihr Blick glitt ganz bewusst zu der Aktentasche – nur einen Herzschlag lang, nicht länger. „Zum Glück kümmern wir uns ja darum.“

Featherstone nickte hastig.

„Selbstverständlich. Ich… ich möchte nur keine Fehler machen.“

Die Worte rutschten ihm heraus, ehe er sie offenbar zurückhalten konnte. Minerva lächelte dünn.

„Das möchte niemand.“

Sie ging an ihm vorbei, ohne sich umzudrehen. Erst als sie ein paar Schritte weiter war, erlaubte sie sich ein kaum wahrnehmbares Einatmen. Hinter ihr hörte sie Featherstones Schritte, etwas hastig, etwas ungleichmäßig. Minerva setzte ihren Weg fort, den Rücken gerade, den Blick nach vorn gerichtet, doch innerlich arbeitete es. Featherstones Nervosität war kein Zufall gewesen. Er war angeschlagen – körperlich und offenbar auch mental. Irinas Zauber zeigte mehr Wirkung, als erwartet.

In der Großen Halle herrschte eine eigentümliche Stimmung. Das übliche Stimmengewirr war gedämpft, fast vorsichtig. Einige Lehrkräfte saßen bereits an den langen Tischen, vor sich nur Kleinigkeiten, damit die Schüler keinen Verdacht schöpften. Eine Krankheitswelle unter den Lehrern wären für die meisten ein Freibrief für Streiche und Dummheiten.

Minerva nahm Platz am Lehrertisch und nickte knapp in die Runde. Mehr brauchte es nicht. Alle wussten, dass etwas nicht stimmte. Featherstone erschien wenige Minuten später. Sein Blick huschte kurz durch den Raum, prüfend, dann setzte er sich etwas abseits. Die Aktentasche stellte er nicht neben sich auf den Boden, sondern hielt sie zwischen seinen Füßen, als könnte sie jeden Moment verschwinden. Minerva beobachtete ihn aus dem Augenwinkel. Er schien wachsam, doch sein Zittern verriet seine Nervosität. Minerva tauschte einen kurzen Blick mit Irina. Irinas Gesicht war ruhig, beinahe gelangweilt, doch in ihren Augen lag ein gefährliches Funkeln. Endspurt, hatte sie gesagt.

Minerva spürte selbst noch ein leichtes Ziehen in der Magengegend, ein Nachhall der letzten Nacht. Unwillkürlich dachte sie an Hermine, an ihre warmen Hände, an die leise Sorge in ihrer Stimme. Sie zwang sich, bei der Sache zu bleiben.

'Noch ein wenig Geduld', dachte sie.

Wenn alles nach Plan lief, würde Featherstone bald gezwungen sein, seine Tasche aus der Hand zu geben und dann – endlich – würden sie wissen, wie stark seine Karten wirklich waren.

Nach dem Mittagessen fiel es nicht nur Minerva auf. Featherstone bewegte sich durch die Korridore wie ein Schatten seiner selbst. Zwei Erstklässler rannten beinahe in ihn hinein, viel zu laut, viel zu wild und er? Er würdigte sie kaum eines Blickes. Kein scharfes Wort, kein erhobener Zeigefinger. Nur ein hastiges Ausweichen und ein nervöser Griff nach der Aktentasche.

'Das ist nicht gut', dachte Minerva.

Hermine hatte es ebenfalls bemerkt. Sie stand einen Moment zu lange still, beobachtete, wie Featherstone am Ende des Korridors verschwand und ihre Schultern spannten sich an.

„Ich folge ihm“, sagte sie leise.

Minerva war sofort bei ihr, hielt sie am Handgelenke zurück.

„Nein. Nicht jetzt. Das ist zu riskant.“

Hermine drehte sich zu ihr um, die Stirn gerunzelt, die Augen ernst.

„Minerva, er ist nicht nur nervös. Er ist unberechenbar.“ Sie senkte die Stimme noch weiter. „Er weiß genau, was ein Moment der Unachtsamkeit anrichten kann. Wenn er merkt, dass ihm alles entgleitet … wer weiß, was er tut.“

Minerva zögerte. Sie wollte Hermine schützen, sie wollte den Plan nicht gefährden und doch wusste sie, dass Hermine recht hatte. Featherstone war nicht der Typ, der panisch wurde und still abwartete. Er war der Typ, der handelte.

„Du hältst Abstand“, sagte Minerva schließlich streng. „Kein Alleingang. Wenn irgendetwas seltsam wirkt, brichst du ab. Versprochen?“

Hermine nickte sofort.

„Versprochen.“

Schon war sie unterwegs, verschwand in der Menge der Schüler, so unauffällig, wie es nur Hermine konnte. Minerva blieb zurück, das Herz schwer, der Blick auf den Punkt gerichtet, an dem Hermine eben noch gestanden hatte. Sie hasste es, sie gehen zu lassen, doch sie wusste auch: Wenn jemand jetzt einen klaren Kopf behalten konnte, dann war es Hermine und wenn Featherstone tatsächlich kurz davorstand, einen Fehler zu machen, dann war es besser, jemand war da, um es zu sehen.

Hermine hielt Abstand, ließ ein paar Schüler zwischen sich und Featherstone treiben und folgte ihm nur so weit, dass sie ihn nicht aus den Augen verlor. Ihr Herz schlug ruhig, kontrolliert – diese Art von Ruhe, die sie sich über Jahre antrainiert hatte.

Featherstone blieb schließlich abrupt stehen, mitten in einem Seitenkorridor, den kaum jemand benutzte. Hermine verharrte hinter einer steinernen Statue und beobachtete.

Mit zittrigen Fingern öffnete er seine Aktentasche. Sein Atem ging flach, beinahe hektisch, während er darin wühlte, Pergament zur Seite schob, etwas suchte. Dann hielt er inne. Langsam, beinahe ehrfürchtig, zog er etwas hervor.

Ein Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus – fehl am Platz, angespannt, fast fiebrig. Man sah ihm an, dass es ihm schlecht ging, dass ihm schwindlig war, dass sein Körper gegen Irinas Zauber ankämpfte und doch glänzten seine Augen.

„Bald“, murmelte er leise, kaum mehr als ein Hauch. „Ganz bald.“

Hermine spürte, wie sich ihr Magen zusammenzog.

„Dann taucht das Ministerium hier auf“, fuhr Featherstone fort - zu sich selbst. „Und dann… dann kommt alles ans Licht.“ Er lachte leise, ein trockenes, selbstzufriedenes Geräusch. „Wenn McGonagall und Granger erst einmal ausgeschaltet sind, steht mir nichts mehr im Weg.“

Er richtete sich mühsam auf, strich über die Aktentasche, als wäre sie ein Schatz.

„Minervas Platz“, sagte er leise. „Er gehört mir und dieses junge Ding ist dann auch weg vom Fenster.“

Hermine bewegte sich nicht. Sie atmete nicht einmal hörbar. Jedes Wort hatte sich eingebrannt. Als Featherstone sich schließlich wieder in Bewegung setzte, ließ sie ihn gehen. Keine überstürzte Reaktion, kein Geräusch. Erst als seine Schritte verklungen waren, zog sie sich lautlos zurück, verschwand in einem anderen Gang, ihr Gesicht nun hart vor Entschlossenheit.

'Jetzt wissen wir, womit wir es zu tun haben', dachte sie.

Und Minerva musste das sofort erfahren.