Tränen im Regen
Tränen im Regen
Tränen im Regen
Es regnete. Seit Tagen schon.
Dicke Tropfen perlten über die Gläser seiner Brille, jedoch beachtete er sie nicht.
Mit hängenden Schultern stand Eike vor dem Grab. Regungslos.
Die anderen waren schon längst gegangen, hatten ihn mit sanften Berührungen aufgefordert, mitzukommen.
Er hatte bloß den Kopf geschüttelt, ohne ein einziges Wort zu sagen.
Der Grabstein war würdevoll, doch sah er nichts außer verschwommenen Schemen, Grau in Grau.
Bestimmt wegen der Regentropfen auf seiner Brille.
Plötzlich verstummte der Regen, abgehalten von einem Schirm.
„Komm nach Hause, Eike.“ Inkas Stimme war sanft, aber auch besorgt. „Oma würde nicht wollen, dass du dich erkältest.“