Kapitel 16
Kapitel 16
Hallo, liebe Leserinnen und Leser! In den kommenden drei Wochen gönne ich mir eine kleine Auszeit. Deshalb dürft ihr euch auf mehrere Kapitel freuen! Ich freue mich riesig über alle treuen Stammleser und bin dankbar für euer ehrliches Feedback. Auch neue Rückmeldungen, wie zuletzt beim letzten Kapitel, sind jederzeit herzlich willkommen.
Kakashi saß in seinem Büro und sah über den Rand seiner Unterlagen hinweg zu Sakura, die vor ihm Platz genommen hatte. Das Gespräch, das sie führen mussten, war nicht einfach, aber es war notwendig. "Sakura, ich mache mir Sorgen um Sasuke," begann Kakashi, die Stirn in Sorgenfalten gelegt, nachdem er ihren medizinischen Bericht gelesen hatte "Physisch scheint er wieder in Form zu sein, aber seine mentale Verfassung bereitet mir Kopfzerbrechen." Sakura nickte langsam, ihre Augen auf den Boden gerichtet. "Ich verstehe, was du meinst, Kakashi. Sein Körper beziehungsweise seine Lunge ist komplett genesen aber seine mentale Stabilität ist fragil. Er hat oft Alpträume und hat sich während der Genesung zurückgezogen."
Kakashi seufzte und lehnte sich zurück. "Das macht ihn in seinem Zustand nicht wirklich einsatzbereit für Missionen. Das Risiko, dass er in einer kritischen Situation emotional zusammenbricht, ist einfach zu hoch." Sakura blickte auf und sah Kakashi fest an. "Aber was können wir tun? Sasuke wird sich weigern, länger zu warten. Er will wieder auf Missionen. Ich weiß das Training und Missionen ihn wieder aus dieser trüben Stimmung holen können. Kakashi er braucht diese Dinge nur so funktioniert er." "Das weiß ich," stimmte Kakashi zu und hatte die Leidenschaft in den Augen Sakuras deutlich gesehen, als sie gesprochen hatte. "Deshalb werde ich ihm sagen, dass er zunächst einige Tage trainieren muss, um wieder vollständig fit zu werden. Er braucht die Zeit, um sich auch mental zu stärken.“ Kakashi blickte direkt in Sakuras Augen. Er sah die Sorge in ihren Augen deutlich und er verstand dies sehr gut. ,,Ich werde ihm nicht verraten, dass wir dieses Gespräch geführt haben. Er würde es nicht verstehen und sich verraten fühlen." Sakura nickte zustimmend. "Das ist wahrscheinlich die beste Vorgehensweise." Kakashi erhob sich: "Danke, Sakura. Ich weiß, dass das nicht leicht ist. Aber gemeinsam werden wir ihm helfen, wieder zu sich selbst zu finden."
Nachdem das Gespräch mit Sakura abgeschlossen war, setzte sich Kakashi in seinem Büro und wartete auf Sasuke, welcher bald eintreffen müsste. Als dieser eintrat, begrüßte ihn Kakashi mit einem ernsten, aber warmen Lächeln."Sasuke, setz dich bitte," begann Kakashi und deutete auf einen Stuhl vor seinem Schreibtisch. Sasuke setzte sich und warf Kakashi einen fragenden Blick zu. "Wann kann es losgehen?" Kakashi setzte sich ebenfalls und nahm sich einen Moment, um seine Worte sorgfältig zu wählen. "Sasuke, ich weiß, dass die letzten zwei Wochen schwer für dich waren. Du bist jetzt offiziell wieder bereit, Missionen zu übernehmen. Aber bevor wir darüber sprechen, möchte ich, dass du zunächst einige Tage trainierst." Sasuke runzelte die Stirn. "Warum? Ich habe mich doch erholt und bin bereit."
Kakashi nickte verständnisvoll. "Das glaube ich dir. Doch nach einer so langen Erholungsphase ist es wichtig, dass du nicht nur körperlich, sondern auch mental wieder vollständig fit wirst. Training wird dir helfen, wieder in Form zu kommen und sicherzustellen, dass du bereit bist, jede Herausforderung anzunehmen." Sasuke wirkte wie erwartet unzufrieden, aber er konnte Kakashis Logik nicht bestreiten. Denn körperlich hatte er ordentlich abgebaut und mentale Gesundheit war einfach überbewertet. Gerne hätte er abfällig gezischt um seinen Unmut zu teilen aber ss blieb einige Momente still im Büro. "In Ordnung. Ich werde trainieren." Sasuke wusste, dass Kakashi recht hatte und dass es das Sinnvollste war. Er würde trainieren, um sich selbst wieder besser und fitter zu fühlen. Kakashi lehnte sich zurück und betrachtete Sasuke aufmerksam. "Es ist wichtig, dass du vollständig vorbereitet bist. Ich möchte sicherstellen, dass du keine unnötigen Risiken eingehst."Sasuke seufzte, aber er verstand die Sorge des Hokages "Ich verstehe. Ich werde mein Bestes geben." Kakashi nickte zufrieden. "Das ist alles, was ich verlange. Trainiere ein paar Tage und danach werden wir über deine nächste Mission sprechen." Sasuke stand auf und verließ das Büro. Trotz seiner anfänglichen Frustration wusste er, dass Kakashi nur das Beste für ihn wollte. In den kommenden Tagen würde er alles geben, um zu zeigen, dass er bereit war. Während Kakashi Sasuke nachsah, wusste er, dass er die richtige Entscheidung getroffen hatte.
Jeden Morgen begann Sasuke sein Training mit einem intensiven Lauf durch die Wälder um das Dorf. Dabei variierte er die Geschwindigkeit, von langsamen Jogging-Phasen bis zu schnellen Sprints, um seine Ausdauer zu verbessern. Danach folgte ein ausgiebiges Krafttraining, das Liegestütze, Klimmzüge und Sit-ups beinhaltete. Sasuke nutzte auch Gewichte und Widerstandsbänder, um seine Muskeln zu stärken. Ein weiterer wichtiger Bestandteil seines Trainings war die Wiedererlangung der Kontrolle über sein Chakra. Stundenlang balancierte er auf Baumstämmen und Wasseroberflächen, um seine Präzision und Konzentration zu schärfen. Abschließend übte er verschiedene Taijutsu-Techniken an Trainingspuppen, um seine Schnelligkeit und Reflexe zu verbessern. Während dieser Tage schwanden auch die düsteren Gedanken aus Sasukes Kopf. Sein neuer Fokus war erst das Training und im Anschluss die folgenden Missionen. Dies verlieh ihm neue Kraft und Energie.
Als seine grundlegende Fitness wiederhergestellt war, organisierte Kakashi ein Trainingsduell zwischen Sasuke und Neji. Sasuke aktivierte sein Rinnegan im linken Auge und sein Sharingan im rechten Auge. Die Kombination der beiden Doujutsu verlieh ihm eine immense visuelle und taktische Überlegenheit. Sein Rinnegan ermöglichte es ihm, die Bewegungen und Techniken von Neji vorauszusehen und sofort darauf zu reagieren, während sein Sharingan ihm erlaubte, selbst die kleinsten Details und Schwächen in Nejis Verteidigung zu erkennen. Neji hingegen aktivierte sein Byakugan, und seine Pupillen weiteten sich, als die feinen Adern um seine Augen hervortraten. Sein Blick war ebenso scharf, und er konnte Sasukes Chakrafluss in Echtzeit verfolgen. Zunächst führten sie Chakra-Kontrollübungen durch, um sich aufzuwärmen und ihre Fähigkeiten zu kalibrieren. Sasuke balancierte auf Baumstämmen und konzentrierte sein Chakra in den Füßen, während Neji auf seine präzise Chakra-Kontrolle achtete und gezielte Nadelstöße in die Luft setzte. Als das eigentliche Sparring begann, stürmte Sasuke mit einem blitzschnellen Vorstoß auf Neji zu. Seine Bewegungen waren so schnell, dass sie für das bloße Auge kaum sichtbar waren. Neji wich geschickt aus und setzte zu einem Gegenangriff an, indem er seine sanfte Fausttechnik einsetzte, um Sasukes Chakra-Punkte anzugreifen. Sasuke konterte mit einer Kombination aus Taijutsu und Ninjutsu. Er nutzte das Sharingan, um Nejis Angriffe vorherzusehen und auszuweichen, während er mit dem Rinnegan Techniken wie die "Bansho Ten'in" (Allmächtiger Zug) einsetzte, um Neji aus dem Gleichgewicht zu bringen und ihn näher zu sich zu ziehen. Die Intensität des Kampfes nahm zu, als beide Kämpfer ihre stärksten Techniken einsetzten. Neji formte schnell eine Serie von Handzeichen und führte sein "Hakkeshou Kaiten" (Acht Trigramm Drehung) aus, um sich gegen Sasukes Angriffe zu schützen. Die rotierende Chakra-Barriere stieß Sasukes Angriffe zurück und zwang ihn, eine neue Strategie zu entwickeln.
Sasuke konzentrierte sich und nutzte das Rinnegan, um die Barriere zu analysieren. Er sprang zurück und formte seine eigenen Handzeichen, bevor er seine "Chidori Nagashi" (Chidori Strom) freisetzte. Elektrische Blitze umhüllten seinen Körper und er stürmte erneut auf Neji zu, diesmal gezielt auf die Schwachstellen in Nejis Verteidigung abzielend. Neji erkannte die Gefahr und wich geschickt aus, nutzte dabei das Byakugan, um Sasukes Bewegungen zu verfolgen. Er setzte zum Gegenangriff an und versuchte, Sasukes Chakra-Punkte zu treffen, doch Sasuke war vorbereitet. Mit einem gezielten Schlag und einem schnellen Ausweichmanöver gelang es ihm, Nejis Angriffe abzuwehren und eine Lücke in dessen Verteidigung zu nutzen. Der Kampf dauerte mehrere Minuten, und beide Kämpfer gaben ihr Bestes. Schließlich beendeten sie das Sparring mit einem kraftvollen Zusammenstoß, bei dem beide ihre letzten Reserven einsetzten. Schwer atmend und verschwitzt standen sie sich gegenüber, jeweils mit einem respektvollen Lächeln im Gesicht."Du bist stärker geworden, Sasuke," sagte Neji anerkennend. "Und du hast deine Techniken weiter verfeinert, Neji," erwiderte Sasuke. Mit einem kurzen Nicken beendeten sie das Training und wussten, dass sie beide durch dieses intensive Sparring an Stärke und Geschicklichkeit gewonnen hatten. Sasuke fühlte sich einen Schritt näher an der vollen Wiederherstellung seiner Fähigkeiten und war bereit für die nächste Herausforderung. Und diese hieß Rock Lee.
Einen Tag später trafen sich beide Shinobis wie verabredet. Sasuke hegte keinen Groll gegen Rock Lee, er war wegen der Sache mit Sakura nicht nachtragend. Dafür war er nicht der Typ und außerdem war das Vergangenheit. Sasukes Training mit Rock Lee begann mit einem intensiven Aufwärmen. Rock Lee, bekannt für seine eiserne Disziplin, bestand darauf, dass sie zunächst mehrere Runden um das Trainingsgelände sprinteten. Nach den Sprints folgten verschiedene Sprungübungen und Dehnungen, um ihre Muskeln aufzuwärmen und die Beweglichkeit zu verbessern. Als sie schließlich mit dem Taijutsu-Sparring begannen, zeigte Rock Lee sofort, warum er als einer der besten Taijutsu-Kämpfer bekannt war. Seine Bewegungen waren blitzschnell und kraftvoll. Er setzte präzise Tritte und Schläge ein, die Sasuke ständig in Bewegung hielten. Sasuke nutzte sein Sharingan, um Lees Angriffe vorherzusehen und auszuweichen, während er gleichzeitig nach Gelegenheiten suchte, selbst Angriffe zu starten. Lee setzte seine charakteristische Technik, den "Lotus", ein, bei der er Sasuke mit einer Kombination aus schnellen Tritten in die Luft katapultierte. Doch Sasuke konterte geschickt, indem er sein Rinnegan nutzte, um die Schwerkraft um sich herum zu manipulieren und sich wieder sicher auf den Boden zu bringen.
Nach dem intensiven Sparring führten sie ein gemeinsames Krafttraining durch. Rock Lee führte Sasuke zu einem Hindernisparcours, der Gewichtheben, Kletterübungen und verschiedene Balanceakte beinhaltete. Sie hoben schwere Gewichte und überwanden Hindernisse, um sowohl ihre Kraft als auch ihre Ausdauer zu steigern. Ein besonderes Highlight des Krafttrainings war das Training an einem riesigen Holzpfahl, den sie mehrmals hintereinander erklimmen mussten. Rock Lee zeigte beeindruckende Geschicklichkeit, während Sasuke sein Chakra nutzte, um sich ebenfalls geschickt fortzubewegen. Im letzten Abschnitt des Trainings lag der Fokus auf der Verbesserung ihrer Geschwindigkeit und Reflexe. Rock Lee stellte eine Reihe von schnellen, unvorhersehbaren Angriffen, die Sasuke dazu zwangen, seine Reflexe auf die Probe zu stellen. Dabei nutzte Sasuke sein Sharingan und Rinnegan, um Lees blitzschnelle Bewegungen zu verfolgen und rechtzeitig auszuweichen oder zu parieren. Eine der Übungen bestand darin, dass Lee und Sasuke aufeinander zurannten und innerhalb von Sekundenbruchteilen Angriffen ausweichen mussten. Diese Trainingseinheiten forderten beide Kämpfer bis an ihre Grenzen und ermöglichten es ihnen, ihre Reflexe und Reaktionszeiten erheblich zu verbessern. Diese Trainingsphasen halfen Sasuke nicht nur, seine körperliche Stärke zurückzugewinnen, sondern auch seine mentalen Blockaden zu überwinden. Er war beiden Shinobis dankbar für die anstrengenden aber effektiven Trainingseinheiten.
Zum Dank hatte er beiden die Hand gereicht und ihnen mit einem Nicken seine Wertschätzung gezeigt. Neji erwiderte das Nicken wortlos, während Rock Lee übers ganze Gesicht strahlte: „Immer wieder gern! Das hat Spaß gemacht!“ Beide Trainingspartner erstatteten unabhängig voneinander Bericht an Kakashi und bestätigten, dass Sasuke körperlich wieder in der Lage war, Missionen zu absolvieren. Kakashi vertraute auf die Einschätzung seiner Shinobi. Er hatte sie bewusst ausgewählt, da sie nicht Teil von Sasukes Team waren und der Aufgabe somit neutral gegenüberstanden. Was Sasukes psychische Verfassung betraf, stützte Kakashi sich auf Sakuras Urteil. Training, ein Ziel, Missionen – Kakashi hoffte, dass diese Kombination ausreichen würde. Und so gab er Sasuke für Missionen frei.