LNCrawler

Kapitel 20

The Blossom & The Moon — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 20

Drei Wochen später.

Sasuke war Mittags von seiner Mission zurück gekommen und als Naruto ihm zufällig in den Straßen Konohas begegnet war. Er hatte sofort die Chance genutzt und über die Pläne am heutigen Abend mit Freunden berichtet. Sasuke stimmte zu daran teilzunehmen. Sakura sollte auch dabei sein. Ihre Wunde war vollständig geheilt und ab der nächsten Woche sollte sie ihre Arbeit im Krankenhaus wieder aufnehmen. Es sollte ein entspannter Abend in einer kleinen Bar werden. Sie freute sich sehr darauf.

Die Atmosphäre war ausgelassen, und Lachen und Gespräche erfüllten den Raum. Naruto, Hinata, Sai und Ino saßen bereits an einem großen Tisch, als Sasuke und Sakura eintraten und sich dazugesellten. Sie hatten noch keinen Moment für sich gehabt, da Sakura bis Abends beschäftigt gewesen wat und Sasuke hatte sich nach seiner Untersuchung und dem Bericht bei Kakashi zu Hause erholt. Sie hatten sich zufällig wenige Schritte vor der Bar getroffen.

„Hey, endlich seid ihr da!“, rief Naruto fröhlich und hob sein Glas. „Lasst uns auf gute Freunde und gute Zeiten anstoßen!“ Sie stimmten alle ein und hoben ihre Gläser, um anzustoßen.

Während das Gespräch weiterging und die Getränke flossen, begann die prickelnde Stimmung zwischen Sasuke und Sakura immer deutlicher zu werden. Sasuke saß dicht neben Sakura, ihre Knie berührten sich immer wieder unter dem Tisch. Er warf ihr immer wieder bedeutungsvolle Blicke zu, die sie zum Lächeln brachten. Ino, die die beiden von gegenüber beobachtete, runzelte die Stirn. „Sakura, du siehst heute besonders glücklich aus. Hat das was mit Sasuke zu tun?“ Sakura errötete leicht und schüttelte den Kopf. „Ach, Ino, hör auf damit. Ich genieße einfach den Abend.“ Sai, der die Interaktion ebenfalls zwischen Sasuke und Sakura beobachtete, bemerkte die subtile Art und Weise, wie Sasuke Sakuras Hand streifte, wenn er sein Glas nahm. „Ihr zwei seid wirklich... synchronisiert, könnte man sagen.“ Sasuke zuckte mit den Schultern, ein leichtes Lächeln spielte um seine Lippen.

Während die Nacht weiterging, wurde die Stimmung immer ausgelassener. Sasuke lehnte sich näher zu Sakura, ihre Schultern berührten sich. Er legte sanft seine Hand auf ihr Knie, und sie spürte die Wärme seiner Berührung durch den Stoff ihrer Kleidung. Ein kleines, fast unmerkliches Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. „Macht es dir etwas aus, wenn ich dir näher komme?“ flüsterte er leise, sodass nur sie es hören konnte. Sakura lächelte und schüttelte kaum merklich den Kopf. „Überhaupt nicht.“

In diesem Moment beugte sich Hinata zu Naruto und flüsterte: „Hast du bemerkt, wie nah die beiden sich sind?“ Naruto, leicht benebelt von den Drinks, nickte langsam. „Ja, es ist... irgendwie süß. Aber irgendwie auch komisch.“ Hinata lächelte sanft. „Vielleicht sollten wir ihnen einfach ihren Raum lassen. Sie scheinen glücklich zu sein.“ Hinata erinnerte sich deutlich an ihre Beobachtungen im Krankenhausgarten vor einigen Wochen, als Sasuke seine Lungenentzündung hatte.

Während die Nacht fortschritt und die Stimmung immer ausgelassener wurde, schlug Naruto vor, ein Trinkspiel mit „Wahrheit oder Pflicht“ zu spielen. Die Gruppe setzte sich um den Tisch, und der erste Spieler war Hinata, die den Flaschenhals drehen ließ.

Die Flasche blieb bei Sai stehen, und Naruto grinste schelmisch. „Okay, Sai, Wahrheit oder Pflicht?“ Sai lächelte ruhig. „Wahrheit.“

Naruto dachte kurz nach und fragte dann: „Was ist das Peinlichste, das dir je passiert ist?“ Sai überlegte einen Moment und antwortete dann ruhig: „Es war wohl, als ich während einer wichtigen Mission versehentlich in einen Fluss gefallen bin und klatschnass war.“ Die Gruppe lachte, und Sai nahm es mit einem Lächeln hin. „Nun gut, jetzt bin ich dran.“ Er drehte die Flasche, und diesmal blieb sie bei Ino stehen. „Ino, Wahrheit oder Pflicht?“ fragte Sai mit einem schiefen Lächeln.

Ino zögerte kurz, entschied sich dann aber für „Pflicht.“ Sai grinste. „Okay, ich fordere dich heraus, das Getränk von Naruto zu klauen, ohne dass er es merkt.“ Ino lachte und schlich sich geschickt an Naruto heran, während die Gruppe sie stumm anfeuerte. Sie schaffte es tatsächlich, Narutos Glas zu stehlen, ohne dass er es bemerkte. Als er es schließlich merkte, brach die ganze Gruppe in Gelächter aus. Hinata hatte ihn vorher geschickt in ein Gespräch gewickelt und das Gerücht gesät es solle bald neue Ramensorten bei Ichirakus geben. Nun war Ino an der Reihe, die Flasche zu drehen. Diesmal blieb sie bei Sakura stehen. „Sakura, Wahrheit oder Pflicht?“ fragte Ino mit einem breiten Grinsen. Sakura überlegte kurz und wählte dann „Wahrheit.“ Ino grinste. „Okay, was ist das Romantischste, das dir je passiert ist?“ Sakura warf einen schnellen Blick zu Sasuke, bevor sie antwortete. „Das Romantischste... war wohl ein unerwarteter Kuss unter dem Sternenhimmel beim Kirschblütenfest einmal.“ Sie lächelte verlegen, während ihre Freunde sie neugierig ansahen. Sie erinnerte sich deutlich an das Fest welches in diesem Frühjahr stattgefunden hatte.  Naruto hob eine Augenbraue und schmunzelte. „Interessant. Klingt, als hätte da jemand Geschmack.“ Sasuke blieb ruhig, aber seine Augen funkelten leicht. „Vielleicht war es auch einfach der richtige Moment.“ Die Flasche wurde weitergedreht und landete bei Naruto. „Dein Turn, Naruto. Wahrheit oder Pflicht?“ fragte Sakura. Naruto grinste breit. „Pflicht!“ Sakura dachte einen Moment nach und sagte dann: „Ich fordere dich heraus, drei Liegestütze zu machen, während du dabei singst.“ Naruto lachte und begann, die Herausforderung auszuführen. Die Gruppe brach in Gelächter aus, als er versuchte, gleichzeitig Liegestütze zu machen und ein Lied zu singen.

Als die Flasche bei Sasuke stehen blieb, grinste Naruto schelmisch. „Also, Sasuke, Wahrheit oder Pflicht?“ Sasuke zog eine Augenbraue hoch und antwortete mit einem Hauch von Überlegenheit. „Pflicht.“ Naruto überlegte kurz und forderte ihn dann heraus: „Ich fordere dich heraus, Sakura für zehn Sekunden in die Augen zu sehen ohne wegzuschauen.“ Sasuke und Sakura tauschten einen bedeutungsvollen Blick. Die anderen schauten gespannt zu, während Sasuke Sakuras Blick hielt. Die Spannung in der Luft war spürbar, und die Anziehung zwischen ihnen war offensichtlich. Die zehn Sekunden verstrichen, aber Sasuke und Sakura hielten den Blickkontakt länger als nötig, vertieft in ihre eigenen stillen Emotionen.

Hinata bemerkte das und räusperte sich leise, um ihre Aufmerksamkeit zurück auf das Spiel zu lenken. „Ähm, Sasuke, Sakura, die zehn Sekunden sind schon längst vorbei.“ Sasuke blinzelte und wandte schließlich den Blick ab, während Sakura leicht errötete und lächelte.  Später in der Nacht, als die Bar voller wurde, rückte die Gruppe enger zusammen, um Platz für weitere Gäste zu machen. Sasuke nutzte die Gelegenheit, um seinen Arm um Sakuras Taille zu legen und sie näher zu sich zu ziehen. Die enge Berührung ließ ihr Herz schneller schlagen, und sie spürte die vertraute Wärme, die von ihm ausging. Sai beobachtete sie mit einem schiefen Lächeln. „Ihr zwei wirkt sehr vertraut miteinander. Fast schon... intim.“ Sasuke sah Sai direkt in die Augen und antwortete ruhig: „Manchmal versteht man sich ohne Worte.“ Sakura lehnte sich leicht gegen Sasuke und fühlte sich in seiner Nähe geborgen. Die prickelnde Stimmung zwischen ihnen war weiterhin deutlich spürbar, und ihre Freunde konnten die tiefe Verbindung kaum übersehen. Die Stimmung wurde immer heiterer. Sasuke erzählte eine seltene, humorvolle Anekdote aus seiner Kindheit und Sakura konnte nicht anders, als laut zu lachen. Ihre Freunde, die Sasuke normalerweise ernst und verschlossen kannten, waren überrascht und begannen ebenfalls zu lachen. Ino schüttelte den Kopf und lächelte. „Es ist wirklich schön zu sehen, dass du auch eine lustige Seite hast, Sasuke.“ Sasuke zuckte mit den Schultern, ein schelmisches Grinsen auf seinem Gesicht. „Vielleicht habe ich sie dir einfach nie gezeigt.“ Sakura legte ihre Hand auf seine unter dem Tisch und drückte sie leicht. „Ich finde es toll, dass du dich wohl genug fühlst um solche Geschichten zu teilen.“

Als die Nacht zu Ende ging und die Freunde sich verabschiedeten, blieb Sasuke einen Moment länger bei Sakura. Sie standen vor der Bar, die kühle Nachtluft wehte um sie herum. Die prickelnde Spannung hatte nicht nachgelassen und es fiel ihnen schwer, Abstand zu halten. „Ich denke, es ist besser, wenn ich dich nach Hause begleite“, sagte Sasuke ruhig, bemüht, seine Stimme neutral zu halten. „Es ist spät, und ich möchte sicherstellen, dass du sicher ankommst.“ Sakura nickte und lächelte leicht. „Das wäre nett, danke.“

Unter dem Vorwand, dass er sich um ihre Sicherheit sorgte, begleitete Sasuke sie durch die nächtlichen Straßen von Konoha. Die Stille der Nacht wurde nur durch das leise Rascheln der Blätter und ihre Schritte unterbrochen. Obwohl sie Seite an Seite gingen fühlten sie beide die Sehnsucht einander näher zu sein. Während sie durch die vertrauten Straßen gingen, berührten sich ihre Hände immer wieder flüchtig, als ob sie magnetisch voneinander angezogen wären. Sasuke warf Sakura immer wieder bedeutungsvolle Blicke zu, die sie zum Lächeln brachten.

„Es war ein schöner Abend“, sagte Sakura leise. „Ich wünschte, wir könnten öfter solche Momente haben.“ Sasuke nickte, und in seinen Augen lag eine sanfte Zuneigung. „Wir werden mehr davon haben. Versprochen.“ Als sie schließlich bei Sakuras Wohnung ankamen blieben sie vor der Tür stehen. Die Luft war ungewöhnlich kühl aber die Wärme ihrer Nähe ließ das Herz von beiden schneller schlagen. Sasuke nahm mehrere Haarspitzen Sakuras zwischen Daumen und Zeigefinger und sah ihr tief in die Augen. „Ich sollte gehen“, sagte er, obwohl es ihm sichtlich schwerfiel. „Aber ich möchte nicht.“ Sakura lächelte und legte ihre Hand auf seine. „Als wenn ich dich jetzt gehen lassen würde.“ Sasukes Augen blitzen auf und ein schiefes Grinsen erschien auf seinem Gesicht Sie traten gemeinsam in die Wohnung, und die Tür schloss sich leise hinter ihnen.

Die Nacht war noch jung, und die Sehnsucht nach Nähe und Zuneigung war stark. Sasuke stand in im schwach beleuchteten Schlafzimmer, während der sanfte Schein der Nachtischlampe den Raum ein wenig erhellte. Ein leichter Duft von Sandelholz und Jasmin lag in der Luft, gemischt mit dem Duft frischer Wäsche. Der Raum war warm, zu warm, und Sasuke konnte noch immer die Hitze des Tages noch spüren. Er stand nur noch in seiner schwarzen Hose bekleidet in dem Zimmer, während er aus einem Glas Wasser trank.  Es war zu lange her, dass er sie lächeln gesehen hatte, diese rosafarbenen Lippen, die sich auf eine Art und Weise bogen, die ihn dazu brachte, mehr zu tun als nur zurück zu lächeln. Er stellte das Glas auf der Frisierkommode ab und drehte sich um als Sakura den Raum betrat. Ihr langes rosafarbenes Haar fiel ihr in Kaskaden über den Rücken, ein kleines Lächeln spielte um ihre Mundwinkel. Er atmete tief ein und lächelte sie warm an. Sie trug ein figurbetontes, ärmelloses Top in einem tiefen Rosa, welches ein V-Ausschnitt hatte. Dazu trug sie eine schwarze, gut sitzende enge Stoffhose. Auch sie war bereits barfuß. Sakura ließ ihren Blick über ihn gleiten, betrachtete seinen muskulösen Körper, das schwarze Haar, das ihm bis über die Augen fiel, und den intensiven Blick, der ihr einen Schauer über den Rücken jagte.