LNCrawler

Kapitel 25

The Blossom & The Moon — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 25

Am nächsten Morgen stand Sasuke früh vor Sakuras Tür, bereit, sie abzuholen. Sie sollten zum Hokage, aber Sakura trödelte und im schlimmsten Fall würden sie sich verspäten. Nachdem sie endlich hinausgekommen war, standen sie kurz schweigend da. Schließlich nahm Sasuke nach einigen Minuten entschlossen ihre Hand. Überrascht sah Sakura auf ihre Hände und anschließend auf Sasukes seitliches Profil. Dieser lief ungerührt weiter, während Sakura sanft lächelte und ihr Herz schneller schlug. Sie gingen gemeinsam zum Büro des Hogake, dabei liefen sie über den Marktplatz und Sakura spürte wie ihre Wangen rot wurden, als vereinzelte Dorfbewohner neugierig in ihre Richtung sahen. Naruto, der zusammen mit Hinata durch das Dorf ging, blieb abrupt stehen und starrte die beiden mit weit aufgerissenen Augen an. „Sakura-chan und Sasuke-teme... Hand in Hand?!“ Hinata lächelte sanft und nickte zustimmend. „Ja, Naruto-kun, es sieht so aus. Überrascht dich das wirklich?“ Es war zu süß wie verpeilt Naruto manchmal sein konnte. Naruto konnte seine Aufregung kaum zügeln und begann vor Freude wild gestikulierend umherzuhüpfen. „Das ist unglaublich! Endlich!“ In der Nähe saß Shikamaru, der an einem Schachbrett spielte. Er beobachtete die Szene aus den Augenwinkeln und seufzte leise. „Wie lästig noch ein Paar... aber irgendwie hatte ich es kommen sehen.“ Er lehnte sich zurück und setzte ein leichtes Lächeln auf. Ino, die neben Sai eingehakt stand, sah die beiden und flüsterte Sai etwas zu. „Sieht so aus, als hätten sie sich endlich entschieden.“ Sai, der typische Ausdruckslosigkeit zeigte, nickte nur und streckte den Daumen nach oben, während Sakura beide breit angrinste.

Sasuke und Sakura erreichten schließlich das Gebäude des Hokage. Bevor sie das Gebäude betraten, ließen sie jedoch unauffällig ihre Hände los.  Als sie Kakashis Büro betraten, begrüßte er sie mit seinem typischen, entspannten Lächeln, das durch seine Maske leicht verdeckt wurde. "Ah, Sasuke, Sakura, schön, euch zu sehen," sagte er, während er von seinem Schreibtisch aufblickte. Sasuke und Sakura tauschten einen Blick. Kakashi lehnte sich in seinem Stuhl zurück und beobachtete die beiden aufmerksam, sein Blick wirkte beinahe durchblickend. "Wurde ja Zeit, ihr zwei. Glückwunsch," sprach er lässig. Er hatte beide eben händchenhaltend aus dem Fenster erblickt, dies wussten die beiden natürlich nicht. Außerdem war das wenig überraschend für ihn. Kakashi wusste wie lange Sakura Sasuke liebte , wie sehr sie gelitten hatte und ihn nie aufgegeben hatte. Es hatte ihm selbst auch das Herz gebrochen zu sehen wie sie früher gelitten hatte. Umso mehr freute es ihn das sie es geschafft hatte Sasukes Herz zu erweichen und das auch dieser Sakura endlich sah. Sakura und Sasuke sahen sich überrascht an, und eine leichte Röte stieg in ihre Wangen. "Äh, danke, Kakashi-sensei," murmelte Sakura und versuchte, ihre Verlegenheit zu verbergen. Sasuke nickte nur kurz und hielt seinen Gesichtsausdruck wie gewohnt kühl und kontrolliert. Kakashi fuhr fort, noch immer mit einem Lächeln auf den Lippen: "Aber denkt daran, eure Beziehung auf Missionen nicht zu zeigen. Offene Zuneigung kann euch ablenken und eure Gegner könnten es als Schwäche ausnutzen. Eure Sicherheit und die eurer Teamkameraden steht an erster Stelle." Sakura und Sasuke nickten ernsthaft. Sie wussten, dass Kakashi recht hatte. Es war wichtig, professionelle Distanz zu wahren, um nicht nur sich selbst, sondern auch das Dorf zu schützen.

Kakashi nahm einen Stapel Dokumente zur Hand und blätterte durch sie. "Nun, zur nächsten Mission," begann er. "Sasuke, nach der aktuellen Mission steht bereits eine neue an. Es gibt Berichte über seltsame Aktivitäten in einem entlegenen Dorf nahe der Grenze. Das Dorf, bekannt als Tsumigakure, war einst eine friedliche Gemeinschaft, hat aber in letzter Zeit einen Anstieg von Verbrechen und Unruhen erlebt. Eine Gruppe von Abtrünnigen, die als "Die Schattenbrigade" bekannt ist, hat das Dorf terrorisiert. Diese Gruppe besteht aus ehemaligen Shinobi, die aus verschiedenen Gründen aus ihren Dörfern verbannt wurden und jetzt zusammenarbeiten, um Chaos zu verbreiten. Deine Aufgabe wird es sein, das Dorf zu sichern und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Zunächst sollst du die Lage vor Ort erkunden und Informationen über die Abtrünnigen sammeln. Finde heraus, wer ihre Anführer sind und welche Ziele sie verfolgen. Es ist wichtig, ihre Schwächen und Stärken zu verstehen, um eine effektive Strategie zu entwickeln.“ Kakashis Blick ruhte nun auf Sakura:“ Sakura, du wirst ebenfalls mit von der Partie sein. Deine medizinischen Fähigkeiten werden von unschätzbarem Wert sein, falls es Verletzte gibt. Zusätzlich wirst du bei der Informationsbeschaffung und der Unterstützung der Dorfbewohner eine entscheidende Rolle spielen. Es ist wahrscheinlich, dass die Dorfbewohner verängstigt und misstrauisch sind, daher wird es wichtig sein, ihr Vertrauen zu gewinnen und sie zu beruhigen.“ Sakura nahm die Dokumente entgegen, die Kakashi ihr reichte. "Verstanden, Kakashi-sensei," sagte sie entschlossen. Sasuke, der die Ernsthaftigkeit der Mission erkannt hatte, antwortete ebenso entschlossen: "Wir werden unser Bestes geben." Kakashi sah die beiden mit einem leichten Lächeln an und fügte hinzu: "Passt aufeinander auf. Und denkt daran, das Wohl des Dorfes steht an erster Stelle, danach kommt ihr."

Zwei Wochen später brachen Sasuke und Sakura  früh am Morgen nach Tsumigakure auf. Das Dorf lag in einem entlegenen Teil der Grenze und war bekannt für seine friedliche Atmosphäre, bis die Schattenbrigade auftauchte. Die Reise dorthin war lang und ohne besondere Vorkommnisse. Sie erreichten es schließlich an einem späten Nachmittag. Die Sonnenstrahlen warfen lange Schatten auf die verlassenen Straßen des Dorfes. Die Atmosphäre vor Ort war bedrückend und es war offensichtlich, dass die Dorfbewohner in ständiger Angst lebten.

„Ich werde mich als Kräuterverkäuferin ausgeben,“ flüsterte Sakura und überprüfte ihre Verkleidung. Sie trug ein schlichtes, abgetragenes Kimono in erdigen Tönen, das ihre Bewegungen nicht einschränkte und sie in der Menge verschwinden ließ. Ihr Haar hatte sie zu einem losen Knoten zusammengebunden, der von einem alten, geflochtenen Strohhut teilweise verdeckt wurde. Dieser Hut schützte ihr Gesicht vor neugierigen Blicken und der Sonne. Auf ihrem Rücken trug sie einen Korb, der mit verschiedenen Kräutern und medizinischen Utensilien gefüllt war. Ihre Hände waren rau und von der Arbeit mit den Pflanzen gezeichnet, was ihren Auftritt als erfahrene Heilerin authentischer machte.  Sasuke nickte zustimmend. „ Lass uns getrennt vorgehen und so viel wie möglich herausfinden,“ erklärte er. Sasuke hingegen trug die Tarnung eines Wanderarbeiters. Er trug einfache, abgenutzte Kleidung, die für harte körperliche Arbeit geeignet war: eine dunkle Tunika, die bis zu den Knien reichte und robuste Hosen, die an den Knien und Säumen abgewetzt waren. Seine Füße steckten in strapazierten Stiefeln, die schon viele Wege gegangen waren. Um seinen Gürtel hingen verschiedene Werkzeuge, die den Anschein erweckten, er sei auf der Suche nach Arbeit im Dorf. Sein Gesicht war teilweise von einem breiten Hut und einem groben Schal verdeckt, wodurch seine markanten Gesichtszüge verborgen blieben.

Für einige Tage gingen sie getrennten Wege. Sakura begann, die Dorfbewohner anzusprechen, die um den Marktplatz herumschlichen. „Frische Kräuter! Heilkräuter und Tränke!“ rief sie aus, um die Aufmerksamkeit der Menschen zu erregen. Eine ältere Frau, die sie skeptisch musterte, trat zögerlich näher. „Hast du etwas gegen Kopfschmerzen?“ fragte sie mit leiser Stimme. Sakura lächelte freundlich. „Ja, natürlich. Hier, dieses Kraut sollte helfen. Es wirkt beruhigend.“ Während sie der Frau die Kräuter überreichte, fügte sie leise hinzu: „Haben Sie irgendetwas Ungewöhnliches bemerkt? “ Die Frau sah sich hastig um und flüsterte: „Ja, da sind Männer, die Unruhe stiften. Sie kamen vor ein paar Wochen und terrorisieren uns seitdem. Sie sind oft in der alten Festung außerhalb des Dorfes zu sehen.“  Solche und ähnliche Aussagen hatte sie von verschiedenen Dorfbewohnern erhalten. Währenddessen beobachtete Sasuke einerseits die Umgebung aufmerksam und anderseits sprach er mit einigen Männern, die Waffen verkauften. „Ich habe gehört, dass es hier in letzter Zeit Probleme gibt. Wissen Sie etwas darüber?“ fragte er einen jungen Mann, der nervös an seinem Schwertgriff herumspielte. „Ja, es sind Abtrünnige. Sie nennen sich die Schattenbrigade. Sie sind gefährlich und gut organisiert,“ antwortete der Mann leise. „Sie haben das Dorf unter ihrer Kontrolle. Niemand traut sich, ihnen zu widersprechen.“ Sasuke nickte und prägte sich die Informationen ein. „Danke. Seien Sie vorsichtig,“ riete er, bevor er sich in eine dunkle Gasse zurückzog, um unbemerkt zu bleiben.

Zurück in ihrer Unterkunft, einem kleinen, abgelegenen Gasthaus am Rande des Dorfes, setzten sich Sasuke und Sakura an einen niedrigen Holztisch. Der Raum war spärlich beleuchtet und die Geräusche des Dorfes drangen gedämpft durch die Wände. Sie breiteten die gesammelten Informationen vor sich aus. „Die Dorfbewohner sind verängstigt, aber bereit, uns zu helfen. Sie haben alle die Unruhen bestätigt. Außerdem gibt es Engpässe bei der Medizin und den Lebensmitteln, da sich die Gruppe daran bereichert“, fasste Sakura ihre Erkenntnisse zusammen. Sasuke zog ein Stück Pergament hervor und begann, eine detaillierte Karte der Festung zu zeichnen. „Es gibt mehrere Zugänge, aber die meisten sind gut bewacht,“ erläuterte Sasuke seine Beobachtungen und deutete auf die Karte. „Wir müssen einen Weg finden, sie zu umgehen. Hier sind die Haupteingänge," sagte er und zeigte auf zwei markierte Punkte. "Aber sie sind gut bewacht. Wir müssen zuerst die Wachen ausschalten, bevor wir uns den Anführern nähern." Sakura lehnte sich über die Karte und betrachtete die Zeichnung aufmerksam. "Es gibt einige verwundete Dorfbewohner, die medizinisch unterversorgt sind," sagte sie. "Vielleicht gibt es weitere Verletzte in der Festung, diese werden ebenfalls meine Hilfe benötigen.“ "Gut, dann werde ich mich unter dem Schutz der Nacht in die Festung schleichen. Ich werde Wachen nacheinander ausschalten.", ergänzte Sasuke. Sakura nickte: "In Ordnung, dann werde ich in der Nähe bleiben und mich weiter umhören. Vielleicht können wir das Dorf nach der Befreiung unterstützen. “ ,,Dann haben wir einen groben Plan an dem wir ansetzten sollten“, murmelte Sasuke. “Wir werden diese Schattenbrigade zerschlagen und das Dorf befreien.“ , rief sie überzeugt aus und streckte eine Faust in die Luft.