LNCrawler

Kapitel 28

The Blossom & The Moon — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 28

Naruto rannte durch die Straßen von Konoha, als er hörte, was passiert war. Ein Wachmann hatte ihm die Information überbracht, als Naruto auf dem Weg zu seiner Laufrunde das Dorf verlassen hatte wollen. Sein Herz schlug wild in seiner Brust, während er sich zum Krankenhaus durchkämpfte. Schweißperlen rannen ihm über die Stirn, aber er ignorierte die Erschöpfung. Als er schließlich die Türen des Krankenhauses erreichte, stürmte er hinein, seine Augen suchten verzweifelt nach bekannten Gesichtern. "Kakashi-Sensei! Sasuke!" rief er, als er die beiden im entsprechenden Flur endlich gefunden hatte. "Was ist passiert? Wie geht es Sakura?" Kakashi sah auf, sein Blick voller Sorge und Erschöpfung. "Naruto, beruhige dich. Sie ist drinnen und wird behandelt. Es war eine vergiftete Klinge.", fasste er knapp zusammen. Naruto spürte, wie ihm der Atem stockte. "Vergiftet? Wird sie es schaffen?" fragte er, seine Stimme zitterte vor Sorge, während seine Augen groß wurden. "Wir müssen darauf vertrauen, dass Tsunade-sama sie rettet," erwiderte Kakashi ernst. Sasuke saß stumm auf dem Boden, seine Hände noch immer in seinen Haaren vergraben. Er hörte die Worte seiner Freunde, aber die Angst hielt ihn gefangen. Er konnte nur hoffen, dass Sakura es schaffen würde.

Drinnen im Behandlungsraum arbeitete Tsunade fieberhaft, um Sakuras Leben zu retten. Sie hatte das Gegengift verabreicht und den Heilungsprozess begonnen, indem sie das Gift mit den Händen aus Sakuras Körper zog dabei bemerkte sie, dass der entsprechende Schnitt tiefer ging als erwartet. Mit besorgter Miene stellte sie fest, dass Sakuras Eierstock schwer beschädigt war. "Das ist ernst," murmelte sie konzentriert, während sie ihre heilenden Hände über die Wunde legte, nachdem sie das Gift soweit möglich aus Sakuras Körper absorbiert hatte. "Ich werde tun, was ich kann." Mit präzisen Bewegungen heilte Tsunade den beschädigten Bereich so gut es ging. Der Heilprozess war schmerzhaft und zeitaufwendig aber sie gab nicht auf. Ihre Hände glühten vor Chakra, während sie Sakuras inneren Verletzungen reparierte. Trotzdem blieb die Sorge in ihrem Herzen, dass die Heilung nicht vollständig sein könnte. Nachdem beides behandelt war, trat Tsunade schließlich aus dem Behandlungsraum. Naruto, Kakashi und Sasuke sahen sie sofort an, ihre Gesichter voller Hoffnung und Angst.

"Sie ist über den Berg," sagte Tsunade mit fester Stimme. "Wir haben das Gift neutralisiert und die Wunden geheilt. Sie wird nun auf ein Zimmer gebracht, um sich zu erholen." Sasuke sprang auf, seine Augen voller Erleichterung und Dankbarkeit. "Kann ich zu ihr?" fragte er, seine Stimme zitterte vor Emotionen. Naruto starrte Tsunade an, als sie die Neuigkeiten überbrachte. Eine Welle der Erleichterung und Sorge schwappte über ihn, doch dann fiel sein Blick auf Sasuke. Die Erleichterung verwandelte sich in Wut. Er trat einen Schritt auf Sasuke zu, seine Hände zu Fäusten geballt. "Sasuke, wie konnte das passieren?" schrie er, seine Stimme bebend vor Zorn und Angst, noch bevor Tsunade Sasukes Frage hatte beantworten können. "Warum hast du nicht besser aufgepasst? Sie hätte sterben können!" Sasuke sah Naruto stumm an. Der Schmerz und die Schuldgefühle in seinen Augen waren offensichtlich, doch er antwortete nicht. Er konnte nichts sagen, um Narutos Vorwürfe zu entkräften. Es war alles so schnell gegangen, er selbst war in einem Kampf verwickelt gewesen. Sakura war doch stark. Aber natürlich war auch sie nicht unbesiegbar.  Die Spannung im Raum stieg, als Naruto einen weiteren Schritt nach vorn machte. "Du warst für sie verantwortlich, Sasuke! Wie konntest du das zulassen?" Sasukes Schultern sanken herab, während er Narutos Vorwürfe stillschweigend ertrug. "Ich weiß... es tut mir leid," flüsterte er schließlich beschämt. Er wusste nicht was er sagen sollte. Kein Wort war in der Lage die Situation zu verbessern. Es war geschehen was geschehen war. Kakashi trat entschieden zwischen die beiden, seine Hand fest auf Narutos Schulter. "Naruto, beruhige dich," sagte er mit ernster Stimme. "Das hilft uns jetzt nicht. Wir müssen uns darauf konzentrieren, dass Sakura sich erholt." Naruto blickte Kakashi an, die Wut in seinen Augen begann langsam zu weichen. Er holte tief Luft und nickte schließlich. "Du hast recht, Kakashi-Sensei." Dann wandte er sich an Sasuke. "Es tut mir leid, Sasuke. Ich war nur so besorgt." Sasuke nickte schwach, seine Augen richteten sich wieder auf den Boden. In diesem Moment legte Tsunade eine Hand auf seine Schulter. "Du kannst zu ihr gehen, aber sei vorsichtig. Sie braucht Ruhe. Sie ist im Zimmer 302 und wird gerade dorthin gebracht."

Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, eilte Sasuke sofort zum entsprechenden Zimmer. Sakura war bereits angekommen. Sie lag in ihrem Bett am Fenster, blass, aber lebendig. Sasuke setzte sich neben sie auf den Stuhl, nahm ihre Hand in seine und legte seine Lippen sanft auf ihre Finger. Mit dunklen Augen voller Sorge beobachtete er ihre schwache Atmung und wachte die ganze Nacht über sie. Als die ersten Strahlen der Morgensonne durch das Fenster fielen, blinzelte Sakura und öffnete langsam ihre Augen gänzlich. Ihr Körper fühlte sich schwach an, aber die Schmerzen waren erträglicher. Sie drehte den Kopf und sah Sasuke an ihrer Seite, wie er erschöpft und schlafend auf dem Stuhl neben ihrem Bett saß, seine Hand immer noch fest in ihrer. Ein warmes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus. In diesem Moment fühlte sie eine tiefe Dankbarkeit und Liebe für ihn. Er war die ganze Nacht bei ihr geblieben, hatte über sie gewacht. Diese Geste berührte ihr Herz zutiefst. Es erinnerte sie an die letzte Wunde bei der sie so stark verletzt wurden war das es nicht einmal sicher gewesen war ob sie überlebt. Vorsichtig streckte sie die andere Hand aus und berührte sanft sein Gesicht. "Sasuke," flüsterte sie leise. Als sie sich seitlich vorbeugte zuckte sie kurz zusammen, da die Stelle der Wunde leicht wehtat, doch sie ignorierte es. Sasuke zuckte leicht zusammen und öffnete langsam die Augen. Er sah, wie sie ihn sanft ansah und ein müdes, aber liebevolles Lächeln erschien auf seinen Lippen. "Sakura," murmelte er, seine Stimme heiser vom Schlaf. "Wie fühlst du dich?", fragte er augenblicklich. "Es geht mir besser," antwortete sie mit einem schwachen Lächeln. "Danke, dass du bei mir geblieben bist." Sasuke hob ihre Hand an seine Lippen und küsste sie sanft. "Natürlich. Ich werde immer bei dir sein," sagte er mit fester Überzeugung. "Ich konnte nicht anders." Sie sahen sich einen Moment lang tief in die Augen. Dankbarkeit in Sakuras und Erleichterung in Sasukes. "Ich liebe dich, Sasuke," flüsterte Sakura, während sie fühlte wie seine Worte sie berührten.

In diesem Moment öffnete sich die Tür und Tsunade trat ein. Ihre Anwesenheit erfüllte den Raum mit einer Aura der Autorität, doch auch mit sanfter Fürsorge. Sie beobachtete den innigen Moment zwischen den beiden und wartete geduldig, bis sich ihre Blicke trennten. "Sasuke," kommentierte Tsunade mit ruhiger, aber bestimmter Stimme. "Ich muss alleine mit Sakura sprechen. Es gibt einige Dinge, die wir besprechen müssen." Sasuke sah sie an und dann zurück zu Sakura, seine Augen voll von Widerwillen und Sorge. "Ich will bei ihr bleiben," widersprach er, seine Stimme fest. Tsunade nickte verständnisvoll, aber ihre Entschlossenheit war ungebrochen. "Ich verstehe, Sasuke, aber das hier ist wichtig. Bitte gib uns einen Moment." Zögernd ließ Sasuke schließlich Sakuras Hand los und stand auf. Sein Blick traf den ihren, und er konnte die stille Bitte in ihren Augen sehen. "Ich werde draußen warten," sagte er leise und sah Tsunade noch einmal an, bevor er widerwillig den Raum verließ. Kaum hatte er die Tür hinter sich geschlossen, lehnte er sich dagegen, sein Herz hämmerte in seiner Brust. Er fühlte sich hilflos und wünschte sich nichts sehnlicher, als bei Sakura bleiben zu können. Die Angst und der Schock steckten noch in seinen Knochen und waren noch viel zu präsent in seinem Geist.

Tsunade wartete bis Sasuke die Tür hinter sich geschlossen hatte und sah Sakura dann mit ernster Miene an. Sie setzte sich auf den Stuhl neben dem Bett und nahm Sakuras Hand in ihre. "Sakura, wir müssen reden," begann sie behutsam und trat näher an ihr Bett. Sakura spürte die Anspannung in Tsunades Stimme und nickte langsam. "Was ist es, Tsunade-sama?" Gespannt sah Sakura zu der älteren Frau auf. Tsunade atmete tief durch. "Die Klinge, die dich verletzt hat, war vergiftet. Durch deine schnelle Heilung konntest du die Blutung stillen aber das Gift konnte sich dadurch tiefer in deinen Körper verbreiten, das Gift konnten wir gänzlich entfernen.“ Tsunade schwieg. Sakura sah ihr an das die folgenden Worte ihr nicht leicht fielen: “Es gab jedoch Komplikationen." Sakura schluckte schwer, ihre Augen weiteten sich vor Angst. "Komplikationen?" flüsterte sie. "Ja," sagte Tsunade und zögerte erneut einen Moment, bevor sie fortfuhr. "Der Schnitt hat deinen rechten Eierstock schwer beschädigt. Ich habe die Schäden so gut es ging repariert, aber ich weiß nicht, ob es ausreichend war. Außerdem konnte ich nicht beurteilen wie stark das Gift deinen Unterleib angegriffen hat. Zu diesem Zeitpunkt ist es nicht möglich zu beurteilen, ob langfristige Schäden bei deinen Eierstöcken und deiner Gebärmutter entstanden sind.“ Sie machte eine Pause, und Sakura ahnte, was Tsunade als nächstes sagen würde. Sie wandte den Blick ab, Tränen traten in ihre Augen. Tsunade legte eine Hand auf ihre Schulter und sprach sanft weiter. "Es kann sein, dass du nicht mehr fruchtbar bist Sakura. Die Schäden könnten sich auf deine Fruchtbarkeit auswirken, aber ich möchte betonen, dass das noch nicht bestätigt ist." Erste Tränen liefen leise über Sakuras Wangen und sie kämpfte, die Fassung zu bewahren. "Also könnte ich... niemals Kinder bekommen?" fragte sie mit brüchiger Stimme sinnloserweise. Tsunade schüttelte den Kopf. "Das wird sich zeigen. Im besten Fall wurde nur dein rechter Eierstock vom Gift getroffen und der andere ist in Ordnung zusammen mit deiner Gebärmutter. Es könnte schwerer sein aber nicht unmöglich. Mach dir darüber jetzt keine Sorgen. Wir werden uns darum kümmern, wenn es soweit ist. Dein Fokus sollte darauf liegen, erst einmal wieder gesund zu werden. Wir behalten dich noch zwei Tage hier. In ein paar Wochen können wir Tests zu deiner Fruchtbarkeit durchführen." Sakura nickte langsam, obwohl die Sorge tief in ihr nagte. Tsunade richtete sich auf: “Es tut mir sehr Leid, Aber gib bitte die Hoffnung nicht auf“, mit diesen Worten drückte sie erneut Sakuras Schulter, bevor sie den Raum verließ. Tsunade war nicht gewillt gewesen Sakura die ganze Wahrheit zu verschweigen, als Medizinern war das ihre Pflicht. Doch als Mentorin und enge Bezugsperson Sakuras hatte ihr eigenes Herz geschmerzt, als sie die schrecklichen Vermutungen laut ausgesprochen hatte und Sakuras Tränen gesehen hatte. Sie mussten beide geduldig und vorallem positiv bleiben. Denn noch war nichts entschieden.

Kurz darauf trat Sasuke wieder ein. Er sah Sakura an, bemerkte sofort ihre Tränen und die Distanz in ihrem Blick. "Sakura?" fragend trat er näher an ihr Bett. Sakura wandte den Blick ab und sagte nichts. Sie zog sich emotional zurück, unfähig, die schmerzhaften Neuigkeiten zu teilen. "Es ist nichts, Sasuke. Ich bin nur müde," flüsterte sie. Sasuke spürte natürlich die Distanz zwischen ihnen, aber er wollte sie nicht bedrängen. "Hn.“ Sasuke schluckte schwer. “ Ruhe dich aus. Ich bin hier." Irgendetwas war passiert. Und nach Sakuras Verhalten zu urteilen, nichts Gutes.  Doch Sakura zog sich noch weiter zurück, unfähig, ihre Gefühle zu teilen und in ihrer eigenen Welt des Schmerzes und der Angst gefangen. Sie drehte sich auf die Seite, weg von Sasuke und sie machte sich ganz klein. Sakura fühlte, wie die Emotionen in ihr überwältigend wurden. Der Schock und die Angst vor der Möglichkeit, unfruchtbar zu sein, nagten an ihr, und sie konnte Sasuke nicht in die Augen sehen. "Sasuke, bitte geh," sagte sie plötzlich, ihre Stimme zitterte vor unterdrückten Tränen. Sasuke sah sie an, seine Augen voller Sorge und Unverständnis. "Was ist los? Lass mich bei dir bleiben." "Ich... ich brauche Zeit für mich selbst," flüsterte sie, ihre Stimme kaum hörbar. "Bitte, geh jetzt,“ flehte sie beinahe. Widerwillig sah er sie an, seine Augen voller Schmerz und Verwirrung. Er trat noch näher an ihr Bett, beugte sich zu ihr herunter und küsste sanft ihren Haarschopf. "Wenn du mich brauchst, bin ich in der Nähe," sagte er leise, bevor er widerwillig den Raum verließ.

Sakura blieb alleine zurück, ihre Gedanken rasten wild. Die Angst vor der Unfruchtbarkeit war ein großer Schock für sie. Sie hatte sich immer Kinder gewünscht, und jetzt schien dieser Traum in weite Ferne gerückt zu sein. Der Gedanke, dass sie vielleicht niemals Mutter werden könnte, war unerträglich. Sie hatte nie mit Sasuke über dieses Thema gesprochen, doch wenn sie daran dachte , dann sah sie ihre Kinder mit Sasuke als ihren Vater. Tränen liefern nun über ihre Wangen. Ein weiterer Gedanke war die Vorstellung, dass Sasuke sie ablehnen würde, wenn er von der Möglichkeit erfuhr. Würde er sie nicht mehr lieben, weil sie vielleicht keine Kinder bekommen konnte? Diese Gedanken nagten an ihr und verstärkten ihre Angst. Er hatte damals beim ersten Treffen mit Kakashi gesagt er wolle seinen Clan wiederaufbauen. Sicher das war Jahre her aber vielleicht entsprach das noch seinem Willen. Wie sollte das mit einer unfruchtbaren Partnerin gehen? Sie stellte sich vor, wie er sie ansah, mit einem Ausdruck der Enttäuschung und des Schmerzes. Er wird mich verlassen. Ich werde ihn verlieren, weil ich ihm nicht das geben kann, was er sich wünscht .Diese Gedanken nagten unaufhörlich an ihr und verstärkten ihre Angst. Ein lautes Schluchzen entrang sich ihrer Kehle und sie weinte bitterlich. Für Sakura war die Möglichkeit, dass es nicht klappen würde, bereits Realität. Auch wenn niemand es bestätigt hatte war der Verdacht für sie nur allzu sinnvoll. Das Gift war eine lange Zeit in ihrem Körper gewesen, natürlich hatte es Schäden hinterlassen! Die Unsicherheit und die Angst vor der Zukunft erdrückten sie und sie fühlte sich einsamer und verzweifelter als je zuvor. Sie lehnte jeden weiteren Kontakt ab, egal ob es Naruto, Kakashi oder eine ihrer Freundinnen war die sie besuchen wollten. Sie wollte niemanden sehen, wenn Sasuke kam ignorierte sie ihn. Sie wusste es war ihm gegenüber nicht fair. Aber sie konnte ihn nicht ansehen, sie würde sofort weinen, wenn sie es tun würde. Zwei Tage waren vergangen, seit Sakura die beunruhigende Nachricht von Tsunade erhalten hatte. Sie war körperlich etwas erholt, aber die seelischen Wunden und die Angst nagten unaufhörlich an ihr. Sasuke war an ihrer Seite geblieben, doch Sakura hatte sich weiterhin emotional zurückgezogen, unfähig, das schwerwiegende Thema anzusprechen. Sasuke entschied, das Schweigen zu durchbrechen. Er setzte sich an ihr Bett und legte seine Hand sanft auf ihre. "Sakura, rede mit mir," forderte er leise, sein Blick durchdringend und besorgt. Sakura nickte zögernd, Tränen traten in ihre Augen. Sie saß aufrecht im Bett und mit der rechten freien Hand griff sie in die Decke. Sie atmete tief durch, um sich zu sammeln. "Sasuke, ich... ich weiß nicht wie," flüsterte sie, ihre Stimme bebte vor Emotionen. Sasuke spürte die Anspannung in der Luft und drückte ihre Hand beruhigend. "Du kannst mir alles sagen," versuchte er sie zu ermutigen.

Sakura atmete tief ein, sah ihn an und ihre Finger umfassten seine Hand fester, als ob sie Halt in seiner Nähe suchte. Sie kämpfte mit den Worten, ihre Augen schimmerten vor Tränen. "Ich weiß, dass du deinen Clan wieder aufbauen möchtest," begann sie, ihre Stimme zitterte. "Ich weiß, dass wir noch nicht darüber gesprochen haben, aber... das Gift, das mich verletzt hat... es könnte Auswirkungen auf meine Fruchtbarkeit haben." Sasukes Augen weiteten sich vor Schock, seine Haltung versteifte sich. "Was meinst du?" fragte er leise aber gefasst. Sakura wandte den Blick ab, ihre Schultern bebten unter dem Gewicht ihrer Worte. "Tsunade-sama hat gesagt, dass der Schnitt meinen Eierstock schwer beschädigt hat. Sie hat die Schäden so gut es ging repariert. Sie konnte aber nicht sagen welche Schäden das Gift verursacht hat, es könnte sein, dass ich... dass ich keine Kinder bekommen kann." Ihre Stimme brach am Ende, und die Tränen flossen unaufhaltsam über ihre Wangen. Sasuke verstärkte seinen Griff um ihre Hand, seine eigenen Emotionen kämpften darum, die Oberhand zu gewinnen. "Ist das sicher?“ fragte er mit belegter Stimme, sein Blick durchdringend. Sakura schüttelte den Kopf, ihre Augen fest geschlossen, als ob sie die Realität abwehren wollte. "Wir wissen es nicht. Aber der Verdacht ist da. Wir wissen nicht wo das Gift überall Schäden verursacht hat. Wir können das erst in ein paar Wochen testen. " Ihre Stimme war leise und verzweifelt, die Worte schienen schwer wie Blei auf ihrer Zunge zu liegen.

Sasuke fühlte, wie eine Welle von Gefühlen über ihn hereinbrach. Er setzte sich neben sie auf die Bettkante, nahm ihr Gesicht in seine Hände und zwang sie, ihn anzusehen. "Sakura, hör mir zu," sagte er eindringlich. "Es spielt keine Rolle, was passiert ist.  Egal was kommt, ich werde immer an deiner Seite sein." Sakura schluckte schwer. Sie wollte ihm so gern glauben. Meinte er das wirklich ernst oder sagte er diese Dinge damit sie sich jetzt beruhigen konnte? Sakura sah ihn an, ihre Augen voller Trauer und Liebe. "Ich wollte so gerne eine Familie mit dir gründen Sasuke. Aber jetzt... jetzt weiß ich nicht, ob das jemals möglich sein wird," flüsterte sie und schluchzte leise, ihre Schultern bebten unter der Last ihrer Emotionen. Sasuke beugte sich vor und wischte sanft eine Träne von ihrer Wange. "Wir werden das zusammen durchstehen. Du bist für mich das Wichtigste. Du bist mein Leben Sakura, egal ob mit oder ohne Kind," erklärte er wahrheitsgemäß mit fester Überzeugung, seine Augen funkelten vor Entschlossenheit. Sakura legte ihren Kopf an seine Brust, ihre Tränen tränkten sein Hemd. Sakura war geschockt. Sie hatte keine Sekunde daran geglaubt das es ihm nichts ausmachen würde doch es schien so zu sein. Die Erleichterung war immens. "Danke, Sasuke," flüsterte sie, ihre Stimme voller Dankbarkeit und Erleichterung. Sasuke umarmte sie fest und hielt sie in seinen Armen, ihre Herzen schlugen im Gleichklang. „Ich liebe dich. Sakura“, flüsterte Sasuke mit fester Stimme in den Raum. Sakura riss die Augen auf, denn das war die Bestätigung und die Art und Unterstützung die sie von ihm jetzt brauchte. Das war das zweite Mal das er ihr seine Liebe gestand. Beim letzten Mal war sie ebenfalls schwer verletzt nach einer Mission gewesen.