LNCrawler

Kapitel 30

The Blossom & The Moon — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 30

Schönen 1. Advent - heute ein kleiner zeitlicher Sprung und ein wenig Freude.

Die Sonne schien warm auf den Garten von Naruto und Hinata, der für Sasukes nachträgliche Geburtstagsparty liebevoll dekoriert war. Bunte Lampions hingen an den Bäumen, und ein großer Tisch war mit köstlichen Speisen und Getränken gedeckt. In einer Ecke des Gartens stand ein Grill, auf dem frische Yakitori-Spieße bruzzelten. Die Atmosphäre war fröhlich und entspannt und es herrschte ein munteres Durcheinander von Lachen und Gesprächen. Naruto hatte Sasuke unter dem Vorwand hergelockt, dass etwas mit Sakura nicht in Ordnung sei. Besorgt eilte Sasuke in den Garten, nur um von einem lauten "Überraschung!" der versammelten Freunde begrüßt zu werden. Naruto welcher neben ihm stand klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. Ein breites Lächeln breitete sich auf Sasukes Gesicht aus, als er die liebevoll vorbereitete Party erkannte. Vorne mittig erkannte er Sakura und er sah das ihr Lächeln ehrlich war. Es ging ihr gut. Während der vergangenen Mission hatte er immer wieder an ihren Zustand gedacht und sie nun so zu sehen beruhigte ihn. Sie tauschten einen kurzen innigen Blick aus.

Sakura trug ein leichtes, sommerliches A-Linien-Kleid in Pastellrosa, das locker fiel und ihre jugendliche Seite betonte. Darüber hatte sie eine lässige Jeansjacke angezogen, die dem Look einen entspannten Touch gab. Dazu kombinierte sie schlichte Sandalen, die bequem und dennoch elegant wirkten. Ihre pinken Haare hob sie mit einem dezenten Haarband hervor, und kleine Ohrstecker rundeten das Outfit ab – perfekt für ein fröhliches Geburtstagsfest. Sasuke trug ein dunkelblaues Hemd, das leicht geöffnet und locker wirkte. Dazu hatte er eine dunkle Jeans an, schlicht und elegant. Seine Schuhe waren dezente Sneaker, die den cleanen Stil unterstrichen. Sein Haar blieb wie gewohnt locker und etwas zerzaust, was ihm einen coolen, unnahbaren Eindruck verlieh. Die Gäste bestanden aus dem alten Jahrgang der Ninja-Akademie, die zusammen mit Sasuke und Sakura ihren Abschluss gemacht hatten. Naruto, Hinata, Shikamaru, Ino, Choji, Kiba, Shino, Rock Lee, Tenten,waren gekommen. Sogar Temari und auch Kakashi waren anwesend. Jeder hatte sich Mühe gegeben, etwas zur Party beizutragen. Ino hatte einen wunderschönen Blumenstrauß mitgebracht, der den Tisch zierte, während Choji für die köstlichen Snacks gesorgt hatte. Hinata bewirtete die Gäste und bot ihnen Getränke und selbstgemachte Onigiri an. Rock Lee war wie immer voller Energie und bot jedem einen freundschaftlichen Wettkampf im Armdrücken an. Shikamaru und Kiba hatten beim Aufbau dekoriert und TenTen und Temari hatten Hinata beim kochen unterstützt.

Nachdem alle genug gegessen und sich unterhalten hatten, stellte Naruto sicher, dass ein Gruppenfoto gemacht wurde. Sakura und Sasuke standen nebeneinander und Naruto drängte sie, näher zusammenzurücken. Sie lächelten einander an, und Sasuke legte seinen Arm um Sakuras Schultern. Im Anschluss des Gruppenfotos hatten sich alle wieder in kleine Gesprächsgruppen zerstreut und Naruto nutze seine Chance, um zu Sasuke zu gehen. Mit einem breiten Grinsen und seinem typischen Enthusiasmus trat er an seinen besten Freund heran und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. "Hey Sasuke, alles Gute nachträglich zum Geburtstag!" rief Naruto fröhlich. "Ich hoffe, du hast einen großartigen Tag!" Sasuke schmunzelte und nickte. "Danke, Naruto. Die Überraschung ist euch wirklich gelungen." Naruto lachte und legte schließlich seinen Arm um Sasukes Schulter. "Natürlich! Wir alle wollten sicherstellen, dass du weißt, wie viel du uns bedeutest. Und ich habe dich ganz schön reingelegt, nicht wahr? Mit der Sache über Sakura." Naruto lachte schelmisch und zwinkerte. Sasuke schüttelte leicht den Kopf, konnte sich aber ein Lächeln nicht verkneifen. Naruto wurde für einen Moment ernst und sah Sasuke direkt in die Augen. "Ich bin froh das du hier bist. Du bist mein bester Freund und ich wollte, dass dieser Tag etwas Besonderes für dich wird. Du hast viel durchgemacht und es ist wichtig, dass du weißt, dass wir alle für dich da sind." Sasuke nickte,  bewegt von Narutos Worten doch das würde er niemals zugeben. Naruto grinste wieder und hob eine Faust. "Na dann, auf viele weitere Jahre als Team!" Sasuke erwiderte die Geste und schlug mit seiner Faust gegen Narutos. "Ja, auf viele weitere Jahre."

Als die Sonne langsam unterging und den Himmel in warmes Gold tauchte, versammelten sich alle um den großen Tisch, um den Kuchen anzuschneiden. Sasuke, der normalerweise keine Süßigkeiten mochte, ließ sich von Sakura überreden, wenigstens ein Stück zu probieren. Mit einem verschmitzten Lächeln fütterte sie ihn mit ihrer Gabel, was Sasuke ein wenig unangenehm war aber auch zum Schmunzeln brachte. Am Ende des Gartens, leicht abseits vom Trubel der Party, stand Kakashi in seiner typischen lässigen Haltung, das allgegenwärtige Buch in der Hand. Er hatte die Feier beobachtet und wartete auf den richtigen Moment, um Sasuke zu gratulieren. Als sich eine Gelegenheit bot, ging er auf Sasuke zu, der gerade mit Sakura sprach. Kakashi lächelte unter seiner Maske und legte eine Hand auf Sasukes Schulter. "Alles Gute nachträglich zum Geburtstag, Sasuke," sagte er in seinem ruhigen, aber herzlichen Ton. "Es ist schön zu sehen, dass du endlich ein wenig Zeit für dich und deine Freunde hast."Sasuke nickte und erwiderte das Lächeln. "Danke, Kakashi. Es ist gut, hier zu sein." Kakashi warf einen Blick auf Sakura, die neben Sasuke stand und lobte: "Sakura hat wirklich ganze Arbeit geleistet, um diese Feier zu organisieren. Du hast großes Glück." Sakura lächelte verlegen und sagte: "Es war eine Gemeinschaftsarbeit. Alle haben geholfen." Sasuke sah Sakura mit einem warmen lächeln an. Ihm war klar das es ihre Idee gewesen sein musste. Kakashi nickte zustimmend. "Teamwork war schon immer unsere Stärke. Ich freue mich, dass ihr beide euch so gut entwickelt habt." Dann klopfte er Sasuke noch einmal auf die Schulter und fügte hinzu: "Mach weiter so, Sasuke. Du hast viel erreicht und ich bin stolz auf dich." Sasuke sah seinen ehemaligen Sensei in die Augen und antwortete mit einem ernsten aber dankbaren Blick. "Das bedeutet mir viel." Nachdem Kakashi das Paar wieder alleine gelassen hatte machte er sich wieder auf den Weg in sein Büro. Schließlich war er der Hogake aber da Sasuke sein ehemaliger Schüler war wollte er sich die Zeit für ihn nehmen. Er würde immer da sein um Naruto, Sakura und Sasuke zu unterstützen, egal was seine Aufgaben und Pflichten waren.

Sasuke wandte sich seinerseits wieder an Sakura und betrachtete sie liebevoll bevor er sagte: "Du siehst heute wirklich wunderschön aus, Sakura." Sakura errötete leicht und lächelte. "Danke, Sasuke." Sasuke beugte sich vor und gab ihr einen sanften Kuss. Es war ein zärtlicher Moment der nur ihnen gehört. Sasuke war fast drei Wochen auf Mission gewesen. Sie hatten einander vermisst. Sakura schaute Sasuke liebevoll in die Augen und sagte: "Es tut mir so leid, dass wir deinen Geburtstag nicht richtig gefeiert haben. Ich hätte mir gewünscht, dass es anders gewesen wäre." Sasuke schüttelte den Kopf und legte seine Hand sanft auf Sakuras Wange. "Mach dir keine Sorgen, Sakura. Du warst im Krankenhaus. Das war viel wichtiger als mein Geburtstag." In diesem Moment kam Hinata mit einer Kamera auf sie zu. "Hey, ihr zwei! Lasst mich ein schönes Foto von euch machen," sagte sie lächelnd. Sakura und Sasuke sahen sich kurz an, dann rückten sie näher zusammen. Sasuke legte seinen Arm um Sakuras Taille und sie lehnte ihren Kopf sanft gegen seine Schulter. Ihr Lächeln war warm und voller Zuneigung, während sie in die Kamera blickten. Nachdem das Foto gemacht war, schauten sie sich noch einmal an und tauschten ein liebevolles Lächeln aus. Sakura hauchte Sasuke einen zarten Kuss auf die Wange und er zog sie noch ein wenig näher an sich. Das Hinata in dem Moment nochmals abdrückte war den beiden nicht gewusst gewesen.

Sasuke war Sakura für diese Feier zutiefst dankbar gewesen. Auch wenn er nie der Geselligste war und große Menschenansammlungen ihn eher ermüdeten, wusste er doch, wie viel Mühe Sakura sich gegeben hatte, um diesen Abend für alle besonders zu machen. Er rechnete es ihr hoch an, dass sie ihn in diese Runde eingebunden hatte. Früher hatte er oft geglaubt, dass die hier anwesenden Ninjas ausschließlich Sakuras Freunde waren und er selbst nur ein stiller Beobachter am Rand blieb. Doch dieser Abend war für ihn ein Beweis, dass er längst Teil dieses Freundeskreises geworden war. Während er die Gespräche und das Lachen der anderen verfolgte, wurde ihm klar, wie wichtig Freundschaften waren und wie viel Kraft sie einem geben konnten. Naruto hatte ihm das schon unzählige Male vor Augen geführt durch seine unerschütterliche Loyalität und die Fähigkeit, Menschen zusammenzubringen. Sasuke empfand tiefe Dankbarkeit dafür, dass diese Menschen ihn wieder aufgenommen hatten, trotz seiner Fehler und der Schatten seiner Vergangenheit. Sie hatten ihm gezeigt, dass Vergebung möglich war und dass er nicht für immer allein bleiben musste. Trotzdem spürte er, dass solche Feiern für ihn eine Herausforderung blieben. So sehr er die Wärme und das Miteinander genoss, so sehr sehnte er sich auch nach der Ruhe, die er in Sakuras Nähe fand. Am Ende war Sasuke immer noch ein Einzelgänger, und diese Seite ließ sich nicht einfach ablegen. Doch gerade deshalb war es für ihn umso wertvoller, dass Sakura ihn verstand und ihm die Balance zwischen Nähe und Rückzug ermöglichte. Als die Gäste nach und nach aufbrachen und die Stimmen leiser wurden, bedankten sich Sasuke und Sakura herzlich bei Naruto und Hinata für ihre wundervolle Gastfreundschaft. Sie boten an, beim Aufräumen zu helfen, doch bevor sie überhaupt beginnen konnten, traten Ino und Sai hinzu. Mit einem verschmitzten Lächeln meinte Ino zwinkernd: „Für euch ist hier Schluss. Sasuke war lange nicht da gewesen, genießt den Abend.“ Sakura erwiderte das mit einem warmen, dankbaren Lächeln: „Vielen Dank, Ino.“

Sie griff nach Sasukes Hand, und gemeinsam verließen sie das Grundstück. Die Straßen von Konoha lagen still und friedlich vor ihnen, nur das leise Zirpen der Grillen begleitete ihren Weg. Seite an Seite schlenderten sie durch die nächtliche Ruhe und Sasuke spürte, dass dieser Augenblick  fern von der Menge, nur mit Sakura an seiner Seite genau das war, was er am meisten schätzte.