LNCrawler

Kapitel 37

The Blossom & The Moon — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 37

Einige Wochen waren vergangen, seit Sasuke seine ersten Anbu-Missionen erfolgreich abgeschlossen hatte. Die Beziehung zwischen ihm und Sakura hatte sich stabilisiert. Sakura war noch immer nicht mit Sasukes Entscheidung zufrieden. Sie hatten nicht weiter drüber gesprochen, denn es würde keinen Rückzug Seitens Sasukes geben das war ihr bewusst. Also arrangierte sie sich damit auch wenn die Sorgen noch größer waren, wenn er nicht im Dorf war.

Heute sollte Sasuke zur nächsten Anbu-Mission aufbrechen. Der Morgen war kalt und grau, als Sasuke in die Anbu-Kaserne eintrat. Er zog seine schwarze Anbu-Uniform an, die eng an seinem Körper lag und ihn in den Schatten verschwinden ließ. Über der Uniform trug er eine leichte Rüstung, die seine Beweglichkeit nicht einschränkte aber dennoch Schutz bot. Sein Schwert war auf seinem Rücken befestigt und seine Falkenmaske lag bereit, um sein Gesicht zu verbergen. Die Maske war schlicht und weiß mit den typischen roten Markierungen, die seine Identität geheim hielten und ihm ein bedrohliches Aussehen verliehen. Innerhalb der Anbu war Sasuke nur als "Taka" bekannt.

Sein Partner für diese Mission war ein anderer Anbu-Ninja namens "Kugo". Kugo war ein erfahrener Shinobi, bekannt für seine Fähigkeit, sich lautlos zu bewegen und im Schatten zu operieren. Zusammen sollten sie in ein Gebiet tief hinter feindlichen Linien eindringen, um einen hochrangigen Feind auszuschalten der eine unmittelbare Bedrohung für Konoha darstellen könnte. Das Gebiet war stark bewacht und von Fallen durchzogen und die Feinde waren gut ausgebildet und hochgradig gefährlich. Jeder Schritt musste mit höchster Vorsicht und Präzision durchgeführt werden um nicht entdeckt zu werden. Sasukes blieb ruhig und wachsam, als er sich mit Kugo in Richtung der Zielzone bewegte. Sie arbeiteten wie eine gut geölte Maschine, jeder wusste genau, was zu tun war. Die Anspannung war allgegenwärtig, denn ein Fehler konnte das Leben eines jeden Mitglieds kosten. Der Einsatz erforderte nicht nur körperliche Stärke, sondern auch geistige Schärfe und die Fähigkeit unter extremem Druck ruhig zu bleiben.

In der Zielzone angekommen begannen sie sich durch das stark bewachte Gebiet zu bewegen. Ihre Schritte waren leise und sie nutzten die Dunkelheit zu ihrem Vorteil. Plötzlich bemerkten sie mehrere Wachen die patrouillierten. Sie warteten geduldig bis sich eine Gelegenheit bot die Wachen lautlos auszuschalten. Kugo gab Sasuke ein kurzes Zeichen und beide stürmten vorwärts. Sasuke setzte sein Sharingan ein um die Bewegungen der Feinde vorherzusehen. Mit einer geschickten Bewegung zog er sein Schwert und eliminierte eine Wache, während Kugo die andere mit einem gezielten Schlag außer Gefecht setzte. Ihre Mission brachte sie tiefer in das feindliche Gebiet wo sie auf größere Widerstände stießen. Eine Gruppe von feindlichen Shinobi tauchte plötzlich auf und ein heftiger Kampf entbrannte. Sasuke und Kugo kämpften Seite an Seite, ihre Angriffe perfekt aufeinander abgestimmt. Sasuke nutzte sein Chidori um durch die Verteidigung der Feinde zu brechen, während Kugo seine speziellen Schattenjutsu einsetzte um die Angreifer zu überwältigen. Die Angriffe blitzten in der Dunkelheit auf, und die Feinde fielen einer nach dem anderen. Der Kampf war intensiv, und beide waren außer Atem, als sie schließlich die hochrangige Zielperson erreichten. Mit einem letzten koordinierten Angriff schalteten sie den Feind aus und sicherten die benötigten Informationen. Erleichtert kehrten sie nach Konoha zurück ihre Mission erfolgreich abgeschlossen.

Als Sasuke die Anbu-Kaserne betrat legte er seine Maske und Rüstung ab und zog seine standardmäßige Shinobi-Uniform an. Er machte sich auf den Weg zum Krankenhaus zur vorgeschriebenen Untersuchung. Sasuke wartete in einem Untersuchungszimmer auf einen Arzt. Die Tür öffnete sich und Sakura betrat den Raum. Überrascht sahen sich beide an.  Sakura bat ihn, sich auszuziehen damit sie seine Verletzungen untersuchen konnte. Sasuke gehorchte und saß nun oberkörperfrei vor ihr. Ihre Hände zitterten leicht, als sie ihr grünes Chakra aktivierte und damit begann seine Verletzungen zu heilen. Das grüne Licht tanzte über seine Haut und schloss die kleineren Wunden. Außerdem prüfte sie seine Organe nach Schäden. Dann konzentrierte sie sich  auf seine Schläfen, wo sie Anzeichen einer möglichen Gehirnerschütterung vermutete. Mit ihrem grünen Chakra über ihren Fingerspitzen arbeitete sie sorgfältig um sicherzustellen, dass keine ernsthaften Schäden vorlagen. "Gab es irgendwelche Vorkommnisse mit deinem Sharingan?" fragte sie leise und versuchte ihre Besorgnis zu verbergen. Sasuke schüttelte den Kopf. "Nein, alles lief reibungslos." Sakura seufzte erleichtert, doch als ihr Blick auf das Anbu-Tattoo auf seinem Arm fiel wurde ihr mulmig zumute.  Das Tattoo war ein Symbol für die Loyalität und den Einsatz aber es erinnerte sie auch an die Gefahren denen er sich aussetzte."Ich bin froh, dass du unversehrt zurück bist," sagte sie schließlich, ihre Stimme voller Sorge und Zuneigung. "Ich weiß, Sakura. Ich werde immer auf mich aufpassen, für dich und für Konoha." Jedes Mal, wenn Sasuke in seiner Shinobi-Ausrüstung sich von Sakura verabschiedete hatte sie Tränen in den Augen, denn sie wusste, dass die Missionen als Anbu deutlich gefährlicher und anspruchsvoller waren. Beide hatten eine Art stille Akzeptanz in Bezug auf die Anbu-Thematik gefunden. Sie waren mit der Situation nicht zufrieden aber es gab auch keine richtige Lösung die beide glücklich machen würde. Die Stimmung zwischen ihnen war daher manchmal angespannt und sie fühlten sich in der aktuellen Situation distanzierter als üblich. Daher fiel es Sakura schwer sich in die Hochzeitsvorbereitungen zu stürzen. Doch für ihre Freundinnen tat sie es gerne.

An einem grauen Nachmittag traf sich Sakura bei Hinata zu Hause um mit ihren Freundinnen Ino, Tenten und Temari weiter an den Hochzeitsvorbereitungen zu arbeiten. Temari und Shikamarus Hochzeit stand bevor und die Vorfreude war groß. Die Frauen saßen im Wohnzimmer umgeben von Stoffproben, Blumenarrangements und Notizbüchern voller Ideen. Hinata, immer die freundliche Gastgeberin, brachte Tee und Kekse und setzte sich zu den anderen. "Also, wo waren wir stehen geblieben?" fragte sie mit einem Lächeln. "Ich glaube, wir müssen noch die Tischdekorationen besprechen," sagte Ino und blätterte durch ihr Notizbuch. "Temari, hast du schon eine Vorstellung davon, wie du es haben möchtest?"Temari nickte. "Ich denke an etwas Einfaches und Elegantes. Vielleicht weiße Blumen mit grünen Akzenten." Tenten strahlte. "Das klingt wunderschön! Ich kenne ein paar gute Blumengeschäfte die genau das haben könnten.“ Paprupt hielt Tentetn inne, als sie Inos bedrohlichen Blick wahrnahm. Kleinlaut sprach sie dann weiter: “Ansonsten wird Ino diese Aufgabe sicherlich bewältigen können. " Temari kicherte nur. Während die Freundinnen eifrig über die Details der Hochzeit sprachen konnte sich Sakura nicht ganz auf das Gespräch konzentrieren. Sie war in Gedanken bei Sasuke und der Anbu-Thematik. Bei den Hochzeitsvorbereitungen für sie und Sasuke hatten sich bisher nichts getan und es war bereits Dezember. Sakura fand es schwer sich in die Planungen zu stürzen, während ihre Gedanken von Sorge und Unsicherheit geprägt waren. Ino bemerkte Sakuras Abwesenheit und legte eine Hand auf ihren Arm. "Hey, Sakura, alles in Ordnung?" Sakura lächelte schwach und nickte. "Ja, ich bin nur ein bisschen müde. Ich hab nur so viel im Krankenhaus zu tun. Für meine Hochzeit habe ich noch nicht einmal die Einladungen. Ich weiß nicht wie ich das schaffen soll." Hinata schaute sie mitfühlend an. "Es ist verständlich, dass du dir Sorgen machst Sakura. Aber wir sind hier um dir zu helfen. Du musst das nicht alleine durchstehen."Temari nickte zustimmend. "Genau, wir sind ein Team. Ich dachte das wir dir sowieso bei den Vorbereitungen helfen würden. Schau wie schnell es bei meiner Hochzeit ging." Sakura seufzte erleichtert und fühlte sich dankbar für die Unterstützung ihrer Freundinnen.

Hinata lächelte und legte einen Stapel Hochzeitskarten auf den Tisch. „Apropos Einladungen, hast du schon erste Ideen?“ Sakura warf einen unsicheren Blick zu Temari. „Ich denke, das sollten wir ein andermal machen. Wir wollen doch erst deine Feier fertig planen und ich möchte mich nicht aufdrängen.“ Temari riss überrascht die Augen auf, runzelte die Stirn und verschränkte die Arme vor der Brust. „Also wirklich, Sakura. Wir sind Freundinnen und wir unterstützen uns gegenseitig. Du heiratest, ich heirate und da wir ohnehin beide Hochzeiten zusammen planen können wir die Zeit doch gleich sinnvoll nutzen. Also, was schwirrt dir im Kopf herum?“ Sakura nickte und lächelte dankbar. Diese Frauen waren einfach die besten Freundinnen, die man sich wünschen konnte. Schließlich teilte sie ihre Idee: „Ich wollte schon immer ein Kirschblüten-Motto. Wir möchten nämlich zu der Zeit heiraten, wenn die Kirschblüten in voller Blüte stehen.“ Ino strahlte. "Das ist eine wunderschöne Idee, Sakura! Wir könnten die Einladungen mit zarten Kirschblütenmotiven gestalten." Tenten nickte begeistert. "Ja und vielleicht könnten wir sie in sanften Rosa- und Weißtönen halten um die Schönheit der Kirschblüten zu betonen." Temari nahm einen Stift und begann Skizzen zu machen. "Wie wäre es, wenn wir eine elegante Schriftart wählen und vielleicht ein paar goldene Akzente hinzufügen um den Einladungen einen Hauch von Eleganz zu verleihen?" Hinata fügte eifirg hinzu: "Wir könnten auch kleine Kirschblütenblätter in die Umschläge legen, damit die Gäste beim Öffnen der Einladungen eine kleine Überraschung haben." Sakura fühlte sich plötzlich viel optimistischer und inspiriert. "Das klingt alles so wunderschön! Ich hätte nie gedacht, dass wir so viele großartige Ideen haben könnten. Danke, dass ihr mir dabei helft."Gemeinsam arbeiteten die Frauen weiter an den Entwürfen für die Einladungen. Jede brachte ihre eigenen kreativen Ideen ein, und schon bald hatten sie ein schönes, stimmiges Design, das Sakuras Kirschblüten-Motto perfekt widerspiegelte. Am Ende hatten sie zwei Varianten. ,,Gut dann nimm jeweils eine mit und zeige sie Sasuke, danach helfen wir dir bei der Gästeliste und beim verschicken der Einladungen.“, delegierte Ino und Sakura nickte zustimmend. ,,Aber zuerst feiern wir nächste Woche Temaris Junggesellenabschied!“, Tenten strahlte über das ganze Gesicht als sie begeistert über das Event sprach.