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Kapitel 43

The Blossom & The Moon — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 43

Die Hochzeitsvorbereitungen der beiden liefen auf Hochtouren. Es war April, wenige Wochen nach Sakuras Geburtstag und die Prognosen der Kirschblüten waren ideal. Die Einladungen hatten sie noch im Dezember mit beiden Clan Symbolen optimiert. Das Wappen des Uchiha-Clans, ein rotes Fächer-Symbol, zierte eine Ecke der Einladung, während das Symbol des Haruno-Clans, ein Kirschblüten-Motiv, die andere Ecke schmückte. Die Symbole waren dezent in das Kirschblütenmotiv eingebettet, sodass sie auf den ersten Blick nicht sofort auffielen aber bei näherem Hinsehen ihre volle Pracht entfalteten. Diese kunstvolle Integration der Clan-Symbole verlieh der Einladung eine tiefere Bedeutung und erinnerte die Gäste daran, dass die Hochzeit nicht nur eine Verbindung zwischen zwei Menschen, sondern auch zwischen zwei Clans darstellte. Die Vorbereitungen für die Zeremonie und die Feierlichkeiten hatten bereits viel Arbeit gemacht und es fehlten noch Kleinigkeiten aber es gab keine großen Hindernisse oder Probleme. Sakura freute sich darüber alles gemeinsam mit den anderen Frauen zu planen. Bei allen finalen Entscheidungen hatte sie sich mit Sasuke besprochen, wenn er zwischen seinen Missionen in Konoha war. Von der Auswahl der Blumen bis hin zur Planung des Menüs, jede Entscheidung wurde mit Sorgfalt und Bedacht getroffen. Beide Outfits hatte man Mitte März final anprobiert und optimiert. Alles lief wie geplant und Sakura spürte wie sie immer von Wellen der Aufregung und Vorfreude erfasst wurde. Sasuke schien wie immer cool und entspannt zu sein. Doch sie wusste das er sich freute, jede Entscheidung die sie trafen diskutierte er friedlich mit ihr. Wenn es ihm egal wäre würde er sich nicht die Mühe machen da war sie sich sicher.  Aktuell lief es sehr gut zwischen den beiden. Seit dem Streit auf der Hochzeit von Temari und Shikamaru waren sie nicht nochmals gegeneinander geraten. Natürlich hatte Sakura noch immer nicht den Fakt akzeptiert das er als Anbu Mitglied agierte doch an erste Stelle war er ein Shinobi Konohas. Sie würde ihn nie vor diese Wahl stellen. Sie klammerte sich an die Hoffnung, dass dieser Zustand nicht von Dauer sein würde. Gleichzeitig setzte sie großes Vertrauen in seine Fähigkeiten, überzeugt, dass es außer Naruto wohl niemanden gab, der Sasuke ebenbürtig sein könnte.

Das Behandlungszimmer war erfüllt von einer Mischung aus antiseptischem Geruch und aufgewühlter Spannung. Sakura stand mit verschränkten Armen vor Naruto und Sasuke, ihre Stirn gerunzelt, während sie die beiden verletzten Männer anstarrte. Naruto saß auf der Liege, sein rechter Arm in einer provisorischen Schiene, während eine Platzwunde an seiner Stirn mit getrocknetem Blut verkrustet war. Sasuke hingegen saß mit unbewegter Miene auf einem Stuhl daneben, die Spuren eines Trainingskampfs unübersehbar: eine klaffende Schnittwunde an seiner Seite und eine blaue Lippe. „Eine Woche vor meiner Hochzeit! Und ihr haltet es für eine gute Idee, euch so zuzurichten?“ Sakuras Stimme war scharf, ihre Wut klar spürbar. „Naruto, dein Arm ist verstaucht und Sasuke, du hast eine gebrochene Rippe! Ich habe dich extra gebeten, keine Risiken einzugehen. Und jetzt passiert so etwas!“ Das stimmte, denn Sakura war persönlich zum Hogake gegangen und hatte darum gebeten das Sasuke keinen gefährlichen Einsatz vor der Hochzeit bekommen sollte. Kakashi hatte milde gelächelt und hatte sein Entgegenkommen als vorzeitiges Hochzeitgeschenk betitelt. Naruto hob die unverletzte Hand, ein schwaches Lächeln auf den Lippen. „Komm schon, Sakura-chan, wir wollten uns nur ein bisschen aufwärmen. Weißt du, so wie früher, einfach mal sehen, ob wir's noch drauf haben.“ „Aufwärmen? Das ist eindeutig weit über aufwärmen hinaus und was soll das heißen wie früher?“ Sakura funkelte ihn an, ihre Hände in die Hüften gestemmt. „Ihr seid keine Teenager mehr! Und das hier ist nicht irgendein Trainingsspaß. Sasuke hätte sich noch mehr als eine Rippe brechen können und du Naruto hättest mit dieser Gehirnerschütterung vielleicht nicht einmal rechtzeitig Hilfe holen können!“ Sasuke sah sie an, sein Gesicht ruhig, doch ein leises Seufzen verriet, dass er ihre Worte verstand. „Es war übertrieben,“ gestand er knapp, seine tiefe Stimme beinahe monoton. „Übertrieben? Das ist alles, was du dazu zu sagen hast?“ Sakura hob vor Empörung die Hände und schüttelte den Kopf. „Ihr habt beide habt nicht nachgedacht, schon wieder! Deswegen werde ich euch nicht behandeln. Nicht diesmal. Ihr könnt hier sitzenbleiben und eure Dummheit überdenken.“ Narutos Augen weiteten sich und er rief erschrocken aus: „Was? Sakura-chan, du kannst uns nicht einfach sitzenlassen! Mein Arm tut wirklich weh!“ „Oh, dein Arm tut weh?“ Sakuras Stimme tropfte vor Sarkasmus. „Was ist mit meinem Herzen? Es ist meine Hochzeit, Naruto und ich wollte alles tun, damit nichts schiefgeht. Stattdessen sitzt ihr hier und seht aus, als hättet ihr versucht, euch gegenseitig umzubringen. Ihr seid unmöglich!“

Naruto seufzte und warf Sasuke einen Seitenblick zu. „Man, sie ist richtig sauer.“ Sasuke lehnte sich zurück, sein Gesicht zeigte keine Emotionen, obwohl er spürbar vor Schmerz die Augen schloss. „Du hast angefangen,“ murmelte er tonlos. Naruto grinste schwach, trotz des Schmerzes in seinem Arm. „Weißt du, Sasuke, ich glaube, sie wird uns beide umbringen, bevor die Hochzeit überhaupt stattfindet.“ Sasuke öffnete ein Auge und warf Naruto einen kühlen Blick zu. „Wenn du nicht aufhörst zu reden, könnte ich das übernehmen.“ Sakura, die immer noch mit verschränkten Armen dastand beobachtete die sinnlose Unterhaltung der beiden hatte es satt. Sie seufzte laut. „Ihr zwei raubt mit den letzten Nerv!“ Sie drehte sich um und marschierte aus dem Raum, ihre Schritte hallten auf dem Boden wider, während ihr weißer Kittel hinter ihr her wehte.  Naruto sah ihr nach, dann wandte er sich wieder an Sasuke. „Also, was denkst du? Glaubst du, sie wird uns jemals verzeihen?“ Sasuke schloss die Augen und lehnte sich erneut zurück, seine Stimme war ruhig, aber mit einem Hauch von Ironie. „Ich glaube wir können froh sein, dass sie uns nicht vor der Hochzeit verprügelt hat.“ Naruto lachte leise, hielt sich aber sofort den Arm, als der Schmerz ihn durchzuckte. „Ich glaube, wir sollten uns wirklich zusammenreißen. Um Sakuras Willen.“ Sasuke nickte knapp, ohne die Augen zu öffnen. „Das wäre das Mindeste.“ Die beiden Männer saßen schweigend da, jeder in seinen eigenen Gedanken versunken, während die Realität ihrer Dummheit langsam einsickerte. Vielleicht war es an der Zeit, erwachsen zu werden oder zumindest so zu tun.

Die nächsten Tage waren für Sasuke und Naruto eine Herausforderung, die sie sich selbst eingebrockt hatten. Sasuke blieb bei Sakura zu Hause, da sie darauf bestand, ihn im Auge zu behalten, auch wenn sie sich weigerte, ihn zu behandeln. Naruto hingegen kehrte zu Hinata zurück, die ihn mit einem besorgten, aber leicht genervten Blick empfing. „Naruto-kun, du bist wirklich unverbesserlich,“ murmelte sie, während sie ihm half, sich auf das Sofa zu setzen. Sasuke versuchte, seinen Alltag so normal wie möglich zu gestalten, doch jede Bewegung erinnerte ihn an die gebrochene Rippe. Er biss die Zähne zusammen, als er versuchte, sich eine Tasse Tee einzuschenken, nur um sie beinahe fallen zu lassen, als der Schmerz ihn durchzuckte. Sakura beobachtete ihn aus dem Augenwinkel, ihre Arme verschränkt, aber sie sagte nichts. Naruto hingegen hatte es nicht besser. Mit seinem verstauchten Arm war er auf Hinatas Hilfe angewiesen, was ihn sichtlich frustrierte. „Ich hätte Sakura-chan nicht so wütend machen sollen,“ murmelte er, während er versuchte, mit einer Hand seine Nudeln zu essen. Am dritten Tag schließlich konnte Sakura es nicht mehr mit ansehen. Sie seufzte tief, als sie Sasuke dabei erwischte, wie er versuchte, sich selbst einen Verband anzulegen. „Du bist wirklich stur, weißt du das?“ sagte sie und nahm ihm das Verbandsmaterial aus der Hand. Sie war sich natürlich darüber im klaren das sie aktuell die Sture war aber darum ging es ihr ja nicht. „Setz dich hin. Ich werde das machen.“ Sasuke hob eine Augenbraue, sagte aber nichts und ließ sie gewähren. Er zog vorsichtig sein Shirt aus. Ihre Hände arbeiteten schnell und präzise und für einen Moment herrschte Stille zwischen ihnen. Sie heilte den Bruch innerhalb weniger Sekunden. Als sie fertig war, lehnte er sich zurück und musterte sie mit einem leichten Lächeln. „Du bist wirklich gut darin, mich zusammenzuflicken. Vielleicht sollte ich mich öfter verletzen.“ Sakura warf ihm einen scharfen Blick zu. „Wenn du das noch einmal sagst, breche ich dir die anderen Rippen.“ Sasuke grinste schwach, doch er wusste, wann er es nicht übertreiben sollte.   Später am Tag suchte Sakura Naruto auf, der sich immer noch über seinen schmerzenden Arm beklagte. Sie fand ihn bei sich zu Hause. „Ich werde deinen Arm behandeln. Aber das heißt nicht, dass ich dir verziehen habe.“ Naruto nickte eifrig, froh über die Erleichterung, die ihre Heilung brachte. „Danke, Sakura-chan! Du bist die Beste!“ Als sie schließlich zurückkehrte, fand sie Sasuke auf dem Sofa vor, der sie mit einem zweideutigen Blick musterte. „Also, jetzt wo ich wieder gesund bin, sollten wir vielleicht über die Hochzeitsnacht reden,“ sagte er mit einem Hauch von Ironie. Sakura blieb stehen, ihre Augen verengten sich. „Wenn du so weitermachst, wirst du die Hochzeit nicht einmal erleben.“ Sie drehte sich um und ließ ihn mit einem selbstzufriedenen Lächeln zurück, während sie den Raum verließ. Sasuke lehnte sich zurück, ein leises Lachen entkam ihm. Er wusste das sie nicht mehr wirklich sauer auf ihn und Naruto war aber irgendwie machte es Spaß.

Am nächsten Tag war Sakuras Wohnung ein regelrechtes Chaos aus unterschiedlichsten Kleidungsstücken. Überall lag ihre Kleidung verstreut. Sasuke stand inmitten des Durcheinanders, seine Arme vor der Brust verschränkt und sah sich mit kritischem Blick um. Das war nicht die Ordnung, die er sonst von Sakura gewohnt war. Das Stirnrunzeln beschrieb deutlich das er nicht wusste was hier los war. „Sakura,“ begann er schließlich, seine Stimme ruhig aber mit einem Hauch von Belustigung, „ist das deine neue Strategie, mich in den Wahnsinn zu treiben? “ Sakura, die auf dem Boden kniete und mit einem Stück Stoff beschäftigt war, sah kaum von ihrer Arbeit auf. „Das nennt man kreatives Chaos,“ erwiderte sie. „Du kannst froh sein, dass ich dich überhaupt hier lasse, statt dich in eine stille Ecke zu verbannen.“ Sasukes Mundwinkel zuckte kaum merklich nach oben, doch sein Blick wanderte über die verstreuten Kleidungsstücke.  „Und der Grund dafür?“ fragte er schließlich und hob ein Hemd auf, das über der Rückenlehne eines Stuhls hing. Sakura sah schließlich auf und legte das Stoffstück beiseite.  „Ich muss diese Sachen zur Schneiderin bringen,“ erklärte sie. „Nach der Hochzeit möchte ich, dass das Uchiha-Emblem fertig vernäht ist. Es soll an meiner Kleidung sein, aber auch perfekt aussehen. Und ich habe nicht viel Zeit. In vier Tagen heiraten wir.“ Sasuke hielt inne und ließ den Stoff aus seinen Händen gleiten. Für einen Moment sagte er nichts, doch in seinen Augen lag ein Ausdruck, der tiefer ging als bloße Beobachtung. „Das Uchiha-Emblem?“ wiederholte er leise. Sakura nickte. „Es ist nicht nur ein Symbol,“ sagte sie, ihre Stimme wurde weicher. „Es zeigt, dass ich einen Teil von dir in mein Leben aufgenommen habe. Und es ist mir wichtig, dass es richtig gemacht wird. Es ist... unsere Zukunft.“ Sasuke sah sie lange an, sein sonst so stoisches Gesicht zeigte eine sanfte Regung, die selten war. Schließlich trat er zu ihr hinüber, kniete sich nieder und nahm ihr Gesicht in seine Hände, als sie ihn wieder anblickte. „Du gibst dir so viel Mühe,“ murmelte er leise, seine Stimme ehrlich und ruhig. „Mehr, als ich verdient habe.“ Sakura hielt seinem Blick stand, ein Lächeln umspielte ihre Lippen. „Das ist nicht wahr, Sasuke. Es geht nicht darum, was man verdient. Es geht darum, was einem wichtig ist.“ Ein stiller Moment entstand zwischen ihnen. Sasuke legte seine Stirn kurz gegen ihre, bevor er schließlich sagte: „Dann bringe ich die Sachen morgen für dich zur Schneiderin.“ Sakura blinzelte überrascht, doch dann lächelte sie breit. „Vielen Dank,“ sagte sie leise. „Aber mach dir keine Sorgen, ich komme klar.“ Sakuras letzte Schicht im Krankenhaus war am gestrigen Tag. Die letzten Tage vor der Hochzeit gab es noch einiges zu erledigen. „Trotzdem,“ fügte Sasuke hinzu, fast beiläufig, aber mit einer Wärme, die nur sie spürte. Es war seine Art, Dankbarkeit zu zeigen: leise und entschlossen. Danach küsste er sie sanft.

Am nächsten Morgen begaben sich Sasuke und Sakura in Begleitung des Bauleiters auf das Grundstück ihres zukünftigen Zuhauses. Das Haus war eindeutig im klassischen Uchiha-Stil gehalten, eine harmonische Mischung aus Eleganz und Funktionalität, die von der Tradition geprägt war und dennoch modern wirkte. Die Fassade war mit dunklem Holz verkleidet, das von feinen roten Akzenten durchbrochen wurde, ein subtiler Tribut an das Uchiha-Wappen. Die breiten, schrägen Dachüberstände schützten die Eingangsbereiche und Balkone, während die großen, symmetrischen Fenster den Räumen innen Licht und Offenheit verliehen. Auf den hölzernen Fensterrahmen waren schlichte, traditionelle Schnitzereien zu erkennen, die den Charakter des Hauses unterstrichen. Der Eingangsbereich war fast fertig: Eine breite Schiebetür aus massivem Holz führte in das Innere des Hauses, flankiert von kleinen Steinlaternen, die später den Weg sanft beleuchten würden. Im Inneren setzte sich der elegante Mix aus Tradition und Moderne fort. Die Wohnräume waren mit glatten Holzdielen und vereinzelten Tatami-Matten gestaltet, während Wände aus hellem Holz und Stein für eine warme, ruhige Atmosphäre sorgten. Ein kleiner Kamin im zentralen Wohnzimmer, noch unfertig, war ein traditionelles Element, das einen Ort für Gespräche und stille Momente bieten würde. Es gab zudem ein separiertes Dojo, in dem Sasuke weiterhin trainieren konnte, eine Hommage an die kämpferische Vergangenheit seines Clans. Die Tatami-Matten lagen jedoch noch verpackt in einer Ecke, und die Wände warteten darauf, mit den letzten Details versehen zu werden. „Das ist ein außergewöhnlicher Ort,“ sagte der Bauleiter mit einem stolzen Lächeln, während er ihnen die Räume zeigte. „Wir rechnen damit, dass alles planmäßig abgeschlossen wird, damit Sie im August einziehen können.“

Sakura schritt langsam durch die Räume, ihre Finger glitten kurz über die Wände, während sie sich vorstellte, wie es sein würde, hier zu leben. „Es fühlt sich so ruhig an,“ sagte sie schließlich, ihre Stimme warm. Sasuke stand neben ihr, seine Augen durchsuchten das Haus, als würde er nach etwas suchen, das nur er sehen konnte. „Es wird mehr als nur ein Haus sein,“ erklärte er leise, seine Stimme ruhig, aber bestimmt. „Es wird unser Zuhause.“ Sakura blickte ihn mit leuchtenden Augen an und Sasuke lächelte sie sanft an. Die zweite Etage des Hauses war ebenso durchdacht gestaltet. Ein langer Flur mit glatten Holzdielen und schlichten, edlen Shoji-Türen führte zu mehreren Räumen. Ein großes Schlafzimmer mit breiten Fenstern dominierte die Etage, die einen malerischen Blick auf die umliegenden Hügel bot. Die schattigen Bäume und Holzjalousien sorgten für Privatsphäre, ohne den Raum von natürlichem Licht abzuschneiden. Daneben befanden sich ein Arbeitszimmer, das Sasuke nutzen wollte, sowie ein weiteres Zimmer, das Sakura für ihre Arbeit nutzen würde. Ein Atrium in der Mitte der Etage ließ durch ein Dachfenster Licht einfallen, das den Flur in sanfter Helligkeit erstrahlen ließ. Es gab noch zwei weitere Zimmer, die mit Absicht flexibel gestaltet wurden. Sie waren einfach gehalten, mit glatten Holzdielen, großen Fenstern und neutral verputzten Wänden, sodass sie später nach Bedarf eingerichtet werden konnten. Sakura hatte sie zunächst unbestimmt gelassen, sie wollte die Räume mit der Zeit formen, je nachdem, was die Zukunft bringen würde. Sakura strich langsam über den Türrahmen eines dieser Räume, ihr Blick nachdenklich. „Wir wissen nicht, was kommt,“ flüsterte sie, fast mehr zu sich selbst als zu Sasuke. „Aber ich möchte, dass diese Räume etwas Besonderes werden. Ein Ort, der zeigt, dass wir an eine Zukunft glauben, auch wenn sie ungewiss ist.“ Sasuke trat zu ihr, seine dunklen Augen auf ihren nachdenklichen Ausdruck gerichtet. Er verstand ohne viele Worte, was sie meinte. Ihre Reise war nie einfach gewesen, und auch in dieser Hinsicht gab es keine Garantien. Doch er spürte, dass Hoffnung und Entschlossenheit in Sakuras Stimme mitschwingen. „Es spielt keine Rolle, wie die Räume am Ende genutzt werden,“ sprach er ruhig. „Sie werden Teil von uns sein. So wie alles hier.“ Sakura lächelte schwach und wandte sich zu ihm. „Wir könnten sie für alles Mögliche verwenden, vielleicht für Gäste oder für etwas Kreatives,“ schlug sie vor. Doch ein unausgesprochenes Gefühl schwang mit: eine leise, vorsichtige Hoffnung, dass zumindest einer dieser Räume vielleicht eines Tages für ein Kind sein könnte.

„Es fehlen noch die Installationen für die Lampen und die Vorbereitung der Heizelemente,“ unterbrach der Bauleiter einige Schritte von ihnen entfernt und zeigte auf die freien Kabel. „Auch die Zierleisten und Übergänge müssen noch fertiggestellt werden. Das untere und obere Badezimmer sind noch nicht ganz fertig. Ach und der Garten natürlich.“ Draußen bot der Garten, der das Grundstück umgab, bereits jetzt ein beeindruckendes Bild. Eine hohe, unauffällige Mauer aus Stein und Holz schützte ihn vor neugierigen Blicken. Dichte Bambushecken und Kirschbäume bildeten den natürlichen Rahmen, und ihre rosa Blütenblätter schwebten in der Frühlingsbrise. Ein geschwungener Steinweg führte durch den Garten, vorbei an einer Ecke, wo ein Zen-Garten angelegt werden sollte und einem Pavillon, der später ein Ort der Ruhe und Entspannung werden würde. Das Herzstück des Gartens war ein kleiner Teich, dessen Grundform bereits angelegt worden war. Sasuke hatte vorgeschlagen, dort Koi-Fische einzusetzen, während Sakura Lotusblumen pflanzen wollte. „Der Teich wird das i-Tüpfelchen,“ bemerkte Sakura lächelnd, während sie sich den Platz vorstellte. Naruto und Hinata, die in der Nähe wohnten, hatten bereits scherzhaft gesagt, sie könnten jederzeit vorbeikommen, um eine Feier zu veranstalten. Mit Ino, Sai sowie Shikamaru und Temari in der Nachbarschaft waren fast alle ihrer Freunde in der Nähe. Das Viertel wuchs immer weiter und es gab kaum noch freie Flächen oder leere Häuser.