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Kapitel 59 - Teil-Lemon

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Kapitel 59 - Teil-Lemon

Ganz kleiner Lemonpart.

Sakura stand mit festem Blick vor Kakashis Schreibtisch. Die Nachmittagssonne tauchte den Raum in warmes Licht, doch in ihr brodelte nur kalte Angst. Sie war nicht hier um ruhig zu argumentieren. Nein, dieses Mal ging es um Leben und Tod, genauer gesagt: um Sasukes Leben, das sie schon einmal verloren hatte. Gestern hatte Sasuke erklärt er hatte offiziell um eine Mission gebeten.  „Kakashi-sensei,“ begann sie, ihre Stimme war gepresst, ihre Hände fest auf dem Schreibtisch abgestützt. „Ich kann nicht zulassen, dass Sasuke wieder dieser Spur nachgeht. Es ist Wahnsinn.“ Kakashi sah sie mit ruhiger Miene an. „Sakura—“

„Er war tot.“ Ihre Worte schnitten durch die Luft wie ein Messer. „Du weißt es. Er lag da, leblos, kalt und ich habe ihn zurückgeholt. Ich habe ihn gerettet. Mehr als einmal.“ Sie sprach hastig weiter, ihre Stimme zitterte vor Emotionen. „Ich habe ihn wiederbelebt, ich habe ihn aufgeschnitten und zusammengeflickt, ich habe ihn gehalten, während sein Herz fast stehen blieb! Denkst du, ich kann das noch einmal mitmachen? Denkst du, ich kann noch einmal zusehen, wie er zwischen Leben und Tod schwebt?“

Kakashis Blick war schwer, nicht kalt, nicht unbeteiligt, sondern nachdenklich. Er kannte Sasukes Vergangenheit. Er wusste, wie oft Sakura ihn hatte retten müssen.

„Sasuke hat sich entschieden, Anbu zu sein,“ sagte er schließlich leise. „Er weiß, was das bedeutet.“ „Das ist mir egal!“ rief sie, ihre Augen glänzten jetzt vor unterdrückten Tränen. „Er trägt die Narben von Kämpfen, die ihn beinahe umgebracht hätten. Das Fluchmal hat ihn vergiftet, er hat Operationen überlebt, die kein Mensch durchstehen sollte. Und trotzdem jagt er weiter seinen eigenen Tod!“ Sie atmete tief durch, versuchte, ihre Stimme wieder unter Kontrolle zu bringen, doch es fiel ihr schwer. „Du kannst ihn nicht auf diese Mission schicken. Nicht dorthin, wo er beim letzten Mal fast gestorben wäre.“ Kakashi sah sie lange an. Schließlich lehnte er sich zurück und seufzte leise. „Ich kann dir nicht versprechen, dass ich ihn aus allem heraushalte.“ Sakuras Lippen bebten, ihre Fingernägel gruben sich in die Haut ihrer Handflächen. „Aber du wirst ihn von dieser Spur abziehen?“ Kakashi zögerte einen Moment, dann nickte langsam. „Ich werde sehen, was ich tun kann.“Sakura schloss die Augen, ihre Schultern bebten kurz. Es war nicht genug aber es war alles was sie erreichen konnte.

Zwei Tage später lag Sakura reglos auf ihrer Seite des Bettes, die Decke nur locker um ihren Körper geschlungen. Das sanfte Licht des Mondes ließ Schatten auf Sasukes Gesicht tanzen, das ihr zugewandt war. Sein Ausdruck war ruhig, beinahe unberührt  doch sie wusste, dass es nur eine Fassade war. Tief in ihm kämpften Gedanken, Pläne, Erinnerungen an Missionen, die ihn gezeichnet hatten. Ihr Blick wanderte über seine markanten Züge: die scharfen Linien seines Kiefers, die dunklen Wimpern, die sich kaum bewegten. Sie kannte jeden Winkel dieses Gesichts, die feinen Narben, die Spuren seines Lebens. Und doch… es war nie genug, ihn wirklich zu verstehen. Er war ihr Mann, doch manchmal fühlte er sich wie eine Schattenfigur an, ständig zwischen ihrer Welt und der Welt, die ihn immer wieder rief. Ihre Finger umklammerten den Stoff ihres Nachtgewandes, als ihre Gedanken sich verdunkelten. Sie hatte ihn fast verloren. Seine letzte Mission hätte ihn das Leben kosten können und morgen würde er sich erneut auf den Weg machen. Eine Mission, eine neue Gefahr. Es war, als würde er unaufhörlich gegen einen Sturm laufen, der ihn eines Tages endgültig verschlingen könnte. Und dann… dann bliebe ihr nichts als Leere. Unruhe erfasste sie. Sie konnte nicht einfach liegen bleiben und schlafen, nicht, wenn ihr Kopf von Sorgen geflutet wurde. Sie wälzte sich hin und her, suchte eine Position, die sie zur Ruhe bringen könnte, doch keine half. Schließlich lag sie auf dem Rücken, die Decke etwas zur Seite geschoben, ihr Blick an die Decke gerichtet.

„Schlaf endlich.“ Die dunkle Stimme aus der Stille ließ Sakura zusammenzucken. Sie hatte nicht bemerkt, dass er wach war. Ihre Augen weiteten sich leicht und sie wandte langsam den Kopf zu ihm. Sein Blick traf ihren: tief, unergründlich und voller unausgesprochener Wahrheit. Sie sagte nichts. Konnte nichts sagen. Die Intensität seiner Augen hielt sie gefangen, verriet ihr, dass er verstand. Dass er wusste, warum sie sich so verhielt. Er erkannte ihre Sorge, fühlte sie vielleicht sogar selbst aber er würde es nie eingestehen. Niemals laut aussprechen. Schließlich zwang sie sich, den Blick abzuwenden. Sie drehte sich auf die Seite, fort von ihm und ließ ihr Gesicht in die Dunkelheit gleiten.  Ein leises Rascheln, die kaum wahrnehmbare Bewegung der Decke. Sie spürte, wie Sasuke sich näherte, wie die Wärme seines Körpers die Kühle der Nacht verdrängte. Dann war er da, unter ihrer Decke, so selbstverständlich wie immer. Sein Arm schlang sich um ihre Taille, zog sie sanft an sich. Ihr Körper schmiegte sich in seinen, ihr Po gegen seine spürbare Härte. Und dann spürte sie seine Lippen. Ein sanfter Kuss in den Nacken, genau unter den Haaransatz, dort wo ihre Haut besonders empfindlich war. Sie trug ihr Haar wie immer zum Schlafen hochgesteckt und dennoch ließ seine Berührung eine feine Gänsehaut über ihren Rücken wandern. Den ganzen Abend hatte er ihre Niedergeschlagenheit beobachtet, hatte mit angesehen, wie ihre Schultern herabhingen, wie ihr Blick immer wieder dem seinen auswich. Ihre Augen, so voller Traurigkeit, hatten ihm gesagt, was sie vom nächsten Tag hielt. Nach dem Essen war sie fast fluchtartig ins Schlafzimmer gegangen. Und Sasuke? Er hatte ihr nur folgen können, nicht in der Lage, die Last in ihren Gedanken zu nehmen aber gewillt sie zumindest für eine Weile von ihnen zu befreien.

Sein Atem streifte sanft ihr Ohr, während seine Lippen leise Worte auf ihre Haut hauchten. „Alles wird gut“, murmelte er, seine Stimme kaum mehr als ein Flüstern das sich wie ein Versprechen anfühlte. Seine Fingerspitzen glitten zärtlich entlang ihrer Kieferlinie, als wollten sie die Spannung aus ihrem Gesicht vertreiben. Sie lehnte sich zu ihm zurück und spürte jede harte Kontur seiner Brust an ihren nackten Schultern. Er ließ eine Hand über ihre Hüfte gleiten, strich mit einem Finger entlang des Saumes ihres schwarzen Spitznhöschens. Seine andere Hand ruhte leicht auf der ihren, verschränkte ihre Finger miteinander und drückte sie warm. „Meins“, knurrte er leise, sein Atem war heiß an ihrem Hals. Er knabberte leicht an ihrem Ohrläppchen, was sie zu einem Keuchen veranlasste. Sie spürte, wie er hart gegen ihren Hintern drückte, der nach Erlösung pochte. Er rieb mit seinen Fingern durch den dünnen Stoff ihres Höschens an ihr und sie stöhnte auf und presste sich rückwärts an ihn. „Lass mich dich berühren“, hauchte er und küsste erneut ihren Hals. Ihr Atem wurde flach, als er sie weiter neckte, seine Küsse wanderten tiefer und tiefer, bis sie die empfindliche Stelle direkt unter ihrem Ohr fanden. Sie krümmte sich jetzt gegen ihn und wimmerte, als er sie durch den feuchten Stoff rieb. „Ja“, stöhnte sie und drückte sich fester an ihn. Er schob einen Finger darunter und fand sie bereit, sog den Atem ein, als sie bei seiner Berührung stöhnte. Seine Erektion pochte im Takt mit ihrem Puls. Wie sollte er jemals genug von ihr bekommen? Ihr Duft, ihre weiche Haut, ihr Stöhnen waren wie eine berauschende Droge für ihn.

Ihre Stimme blieb ihr in der Kehle stecken, als er einen Finger in sie einführte und ihn bewegte, bevor er einen weiteren hinzufügte. Ihre Wände zogen sich um ihn zusammen und zogen ihn tiefer. Sie griff hinter sich und packte ihn an den Haaren, während sie ihre Hüften seinen neckischen Fingern entgegenstreckte. „Ich will dich“, keuchte sie, „so sehr.“ Schnell zog er ihr das Höschen herunter, spreizte ihre Beine weiter und drückte seine Mitte von hinten in sie. Sie stöhnten beide laut auf, als er sie vollständig ausfüllte. Sie bockte gegen ihn und grub ihre Nägel in seine Oberschenkel, um sich abzustützen.Sanft und langsam begann er sich in ihr zu bewegen, während beide noch immer seitlich lagen. Er umschlang mit seinem Arm ihren Oberkörper und drückte sie, wenn möglich, noch näher gegen seine Brust.Sie drehte ihren Kopf und sah ihn an, ihre Gesichter waren nur Zentimeter voneinander entfernt. „Ich brauche dich“, sagte sie, ihre Stimme tief und rau vor Verlangen aber er sah auch das eine einzelne Träne in ihrem rechten Auge glitzerte. Ohne den Blick von ihr zu nehmen, umfasste er ihr Gesicht mit seiner freien Hand und brachte ihre Lippen in einem langsamen, tiefen Kuss zusammen, der ihnen beiden einen Schauer über den Rücken jagte. Ihre Zungen erforschten den Mund des jeweils anderen und Sasuke erhöhte langsam das Tempo. Hier lagen sie nun und er wollte nichts mehr als sie glücklich zu machen und wenn es nur wenige Minuten waren.

Sein Mund wanderte feurig ihren Hals hinunter, während er ihre Hüfte fester umklammerte und sie festhielt, während er in sie hineinstieß. Ihre Körper klatschten feucht aneinander, während Sakuras Atem sich bereits beschleunigte.  Sasuke wusste und spürte das sie gleich ihren Höhepunkt erreichen würde. Also fuhr er über ihren Bauch bis runter zu ihrer Klitoris und rieb diese sanft um Sakura noch mehr zu erregen. Es war ihm egal ob er kommen würde oder nicht es ging jetzt nur darum sie zu trösten auch wenn es die primitivste Weise war. Ein Knurren entrang sich seiner Kehle, als sie sich um ihn herum zusammenzog und begann, sich zu lösen. Er leckte eine Spur an ihrem Hals hinauf, saugte die zarte Haut unter seinen Zähnen. Ein Wimmern entkam ihren Lippen, als er ihre Klitoris zwischen zwei Fingern einklemmte und feste, aber sanfte Kreise rieb. „Komm für mich,“, murmelte er in ihr Ohr. Sie schrie auf , als ihr Orgasmus sie wie eine Welle überrollte. Er spürte, wie sie sich um ihn schlang und ließ sich ebenfalls gehen. Mit einem lauten Stöhnen explodierte er in ihr und füllte sie vollständig aus. Sie bäumte sich weiter gegen ihn auf, während Nachbeben ihren Körper erschütterten und lehnte sich mit zitternder Freude gegen ihn.

Der Morgen kam schneller, als sie es erwartet hatte. Wann genau sie eingeschlafen war, wusste Sakura nicht. Irgendwann hatte Sasuke sie fest umschlungen, seine Wärme hatte sie eingelullt, doch es hatte nicht lange gereicht. Weniger als zwei Stunden, dann hatten ihre Gedanken sie aus dem Schlaf gerissen, laut und unnachgiebig wie ein innerer Ruf dem sie nicht entkommen konnte. Sie machte keine Anstalten, noch einmal zu schlafen. Stattdessen schob sie sich vorsichtig aus dem Bett, bückte sich und zog das Höschen vom Boden, streifte es über ihre Beine. Das rote Top trug sie noch, die dünne Stoffbahn lag kühl auf ihrer Haut. Lautlos trat sie an die Fensterbank, ließ sich nieder und beobachtete den Sonnenaufgang. Die Fensterbank war breit genug, um bequem darauf zu sitzen, das dunkle Holz glatt unter ihren Fingerspitzen. In der Ecke lag ein Kissen, ein Überbleibsel vergangener Morgen, an denen sie hier Zuflucht gesucht hatte. Das große Fenster öffnete die Sicht in den Garten: die sanfte Bewegung der Blätter im Wind, der schimmernde Tau auf dem Gras. Es war ein stiller Ort, einer, der sich immer gleich anfühlte und doch mit jeder Morgendämmerung anders wirkte.

So tief war sie in Gedanken versunken, dass sie nicht bemerkte, dass Sasuke wach geworden war. Erst als seine Hand sich ohne ein Wort auf ihre Schulter legte, zuckte sie zusammen. Sie sagte nichts, lehnte sich stattdessen gegen sein Bein, spürte den groben Stoff seiner Baumwollhose an ihrer Haut. Für einen Moment schloss sie die Augen. „Wie viel hast du geschlafen?“ Seine Stimme war ruhig, beinahe sanft. „Nicht viel.“ „Du solltest dir nicht so viele Gedanken machen.“ Sie schnaubte leise. „Dann solltest du aus der Anbu austreten.“ Er seufzte.„So einfach ist das nicht, Sakura.“ „Natürlich nicht.“ Ihre Stimme war bitter, beladen mit allem, was sie nicht sagen konnte. „Es ist nie einfach.“ Er antwortete nicht. Vielleicht, weil er wusste, dass es keine Antwort gab. Vielleicht, weil sie längst verstand, dass es nichts ändern würde. Und doch fühlte es sich an, als würde er jedes Mal, wenn er ging, ein Stück von ihr mitnehmen. Ein Stück, das vielleicht eines Tages nicht mehr zurückkehren würde. „Du solltest schlafen“, sagte er schließlich, seine Stimme nun fester. „Sonst leidet deine Arbeit darunter.“ „Mach dir keine Sorgen“, erwiderte sie scharf. „Meine Aufgaben sind ja nicht so wichtig wie deine fürs Dorf.“ Die Worte waren schärfer, als sie es beabsichtigt hatte, fügten einen Schnitt zu, den sie nicht zurücknehmen konnte. Noch bevor er reagieren konnte, stand sie auf und zog sich zurück. Er seufzte leise, seine Augen auf die Tür gerichtet durch die sie verschwunden war. Stur war sie aber er wusste, ihre Angst war echt. Echt wie die Gefahr, die erneut auf ihn wartete.

Sasuke saß reglos auf der Bettkante, sein Blick haftete an der halb geöffneten Tür durch die Sakura verschwunden war. Ihr Ton hallte noch in der Stille nach: scharf, verletzt, voller unausgesprochener Vorwürfe. Er seufzte leise, ließ die Hand über seinen linken Arm gleiten, dorthin, wo das Anbu-Tattoo in tiefem Schwarz unter seiner Haut verborgen lag. Ein stilles Symbol seiner Zugehörigkeit zu einer Welt die ihn immer wieder von ihr fortzog. Schließlich erhob er sich, zog sich mit bedächtigen Bewegungen an: ein dunkles, langärmliges Oberteil, die Handschuhe, die er immer trug. Die eigentliche Anbu-Ausrüstung würde er erst im Quartier erhalten: die Polster, die Maske, alles, was ihn in einen Schatten verwandelte der im Verborgenen agierte. Alles was ihn von Sasuke Uchiha zu einem gesichtslosen Kämpfer machte. Sein Schwert und Rucksack lagen bereits unten um Flur. Aus dem Badezimmer drang das leise Rauschen von Wasser. Sakura war dort, ihre Bewegungen abgehackt, fast hektisch. Sie war noch immer aufgewühlt. Als er sich schließlich aus dem Schlafzimmer bewegte trat sie heraus. Ihre Augen fanden ihn sofort und musterten ihn, das dunkle Shirt, die Handschuhe, die stille Anspannung, die in seiner Haltung lag. Ihr Blick wanderte zu seinem Arm, wo der Stoff das Tattoo nur unvollständig verdeckte. „Du gehst jetzt?“ Ihre Stimme war ruhig, doch das Zittern darin verriet sie. „Ja.“ „Natürlich.“ Sie verschränkte die Arme, hob das Kinn leicht an. „Weil das ja alles so viel wichtiger ist als—“ „Sakura.“ Sein Ton war ruhig aber bestimmt. Er wusste das sie nach dem Ausgang der letzten Mission nun noch mehr Angst um ihn hatte. Er konnte es ihr nicht verübeln. Sie presste die Lippen zusammen, sah ihn eindringlich an. „Sag mir wenigstens, dass du vorsichtig bist.“ „Ich bin immer vorsichtig.“ „Das reicht mir nicht.“ Sie trat näher, ihre Hände verkrampften sich an den Seiten ihrer Hose. „Ich kann das nicht jedes Mal durchmachen. Ich kann nicht jedes Mal Angst haben, dass du—“ „Ich komme zurück.“ Seine Worte waren keine bloße Beruhigung, sondern ein Versprechen, das er nicht brechen konnte. Was sollte er denn sagen? Keine Wörter würden sie beruhigen. Das wussten sie beide. Sie lachte leise, bitter. „Du sagst das, als wäre es eine Garantie.“Er schwieg.

Ein Moment verstrich, schwer von unausgesprochenen Gefühlen. Schließlich senkte sie den Blick, ihre Schultern sanken ein wenig. Langsam streckte sie die Hand aus, legte sie über seinen Unterarm, dorthin, wo das Anbu-Tattoo unter ihrer Berührung lag. Ihre Finger zitterten leicht. „Ich hasse dieses Ding,“ murmelte sie. „Weil es bedeutet, dass ich dich nicht halten kann.“ Er antwortete nicht. Aber er spürte das Gewicht ihrer Worte, ihrer Angst. Seine dunklen Augen trafen ihre, ruhig, aber mit dieser unerschütterlichen Entschlossenheit die sie so oft zur Verzweiflung trieb. „Es ist meine Aufgabe,“ sagte er knapp. Sakura lachte trocken, ein bitterer Ton. „Deine Aufgabe, ja. Immer deine verdammte Aufgabe.“ Sie schüttelte den Kopf, ihre Stimme bebte vor unterdrückten Gefühlen. „Aber was ist mit mir? Mit uns? Hast du jemals daran gedacht, was es mit mir macht, jedes Mal zu warten, jedes Mal Angst zu haben?“ „Natürlich habe ich daran gedacht,“ antwortete Sasuke, seine Stimme klang müde. „Aber das ändert nichts. Ich kann nicht einfach verschwinden und so tun, als wäre es nicht mein Leben.“ „Nein, du würdest niemals irgendetwas für mich tun.“ Ihr Blick funkelte wütend, doch ihre Stimme war leise, verletzter, als sie es beabsichtigt hatte. „Immer das Dorf, immer deine Verpflichtung. Nie ich.“ Sasuke schloss kurz die Augen, seine Geduld schwand. „Hör auf, das zu verdrehen.“ Seine Stimme war schärfer, als er wollte, aber sie brachte ihn an die Grenze. Dieses Gespräch führten sie immer wieder und doch kamen sie nie zu einer Lösung. Sakura sog scharf die Luft ein, ihr Blick war voller Emotionen. Sie wollte mehr sagen, mehr schreien, doch die Worte blieben ihr im Hals stecken. Sie wollte ihn aufhalten, wollte ihm ein Ultimatum stellen, doch sie wusste, dass er gehen würde, egal, was sie sagte. Sasuke seufzte, legte eine Hand an ihre Wange, seine Berührung ruhig, fast sanft. „Du weißt, dass ich immer zurückkehre.“ „Sag das nicht so.“ Sie schüttelte den Kopf, ihre Augen funkelten voller angestauter Emotionen. „Als wäre es ein Fakt. Als wäre es garantiert.“ Er schwieg wieder. Sie wusste, dass es keine Garantie gab. Das wussten sie beide.

Der Moment dehnte sich, schwer von unausgesprochenem Schmerz. Schließlich trat Sasuke einen Schritt näher und bevor sie erneut in Vorwürfe versinken konnte, zog er sie an sich und küsste sie. Es war kein flüchtiger Abschiedskuss, denn er war tief, intensiv, eine stille Entschuldigung, ein unausgesprochenes Versprechen, dass er immer versuchen würde zurückzukehren. Als er sich langsam löste, spürte Sakura noch immer seine Berührung auf ihren Lippen. Doch sie konnte ihn nicht halten. „Geh,“ sagte sie leise, ihre Stimme rau von unterdrückten Gefühlen. Er sah sie noch einen Moment an, als wollte er sich ihr Bild einprägen bevor er sich umdrehte und das Schlafzimmer verließ. Sakura blieb zurück. Ihre Arme waren fest um sich geschlungen, ihr Blick haftete an der Tür, an dem leeren Raum den er hinterlassen hatte. Ihre Lippen fühlten noch immer seine Berührung, während die Angst in ihrer Brust wuchs. Er war fort. Wieder einmal.