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Kapitel 8

The Blossom & The Moon — www.fanfiktion.de · All chapters

Kapitel 8

Die Sonne senkte sich langsam über Konoha, als Sasuke in die Stadt zurückkehrte. Es war eine lange und harte Mission gewesen, und er hatte sich auf ein ruhiges Wiedersehen mit Sakura gefreut. Nach seiner Routineuntersuchung machte er sich sofort auf dem Weg zu ihr.  Doch als sie die Tür öffnete, spürte er sofort die angespannte Atmosphäre. Sakura war stumm geblieben und war vor gelaufen. Seufzend trat Sasuke ein und nahm seine Ausrüstung ab und zog seine Stiefel aus. Sakura saß mit verschränkten Armen auf dem Sofa und sah ihn mit einem durchdringenden Blick an.

„Du bist zurück,“ sagte sie, ihre Stimme ruhig, aber eisig. „Ja,“ antwortete Sasuke knapp. Er wusste, dass dies nicht gut enden würde.„Warum hast du mich nicht wissen lassen, dass du gehst?“ Sakuras Stimme zitterte leicht, obwohl sie versuchte, stark zu bleiben. „Ich wachte auf, und du warst einfach weg, nur ein Zettel auf dem Tisch.“ Sasukes Kiefermuskeln spannten sich an. „Es war eine Mission, Sakura. Es gab keine Zeit für lange Erklärungen.“ „Keine Zeit?“ Sie stand abrupt auf. „Oder kein Interesse daran, wie ich mich fühle?“„Es ist nicht so einfach,“ begann Sasuke, aber Sakura unterbrach ihn.„Nicht so einfach?“ Ihre Augen funkelten vor Wut und Schmerz. „Du hast mich einfach übergangen. Wie kann ich dir vertrauen, wenn du mich ständig im Ungewissen lässt?“ Sasukes Blick war hart und entschlossen. „Ich tue, was nötig ist, um unser Dorf zu schützen. Das ist meine Priorität.“

„Und ich?“ Sakuras Stimme brach, und sie fühlte sich überwältigt von der Enttäuschung und dem Gefühl der Zurückweisung. „Bin ich dir nicht wichtig?“ Sasuke sah sie an, seine Augen kalt, aber tief in ihnen konnte man einen Funken Schuld und Bedauern erkennen. „Du bist mir wichtig. Aber ich kann nicht immer Rücksicht auf deine Gefühle nehmen.“ „Das ist nicht genug,“ sagte Sakura, ihre Stimme leiser geworden. „Ich will nicht, dass du immer alles allein machst.“ Sie hatte die Arme vor der Brust verschränkt und es war deutlich das sie nicht nachgeben würde. Doch Sasuke hatte keine Lust jetzt weiter zu diskutieren und sich dafür zu entschuldigen ein Shinobi zu sein. ,,Wie du meinst“, entgegnete Sasuke fast bockig, drehte sich um, durchschritt den Flur, zog seine Stiefel wieder an, nahm seine Ausrüstung und ging,

Nach zwei Tagen der Stille, war die Luft zwischen Sakura und Sasuke immer noch dick und Sakura beschloss einen Abend mit ihren Freunden zu verbringen. Sie brauchte dringend Ablenkung und wollte die aufgestaute Frustration loswerden. So stand sie vor dem Spiegel und betrachtete sich. Sie hatte sich für ein eng anliegendes, schulterfreies Kleid in einem zarten Rosa entschieden, das ihre weiblichen Kurven betonte. Dazu trug sie hohe Sandalen und dezente Ohrringe. Ihr langes, rosafarbenes Haar hatte sie offen gelassen, was ihr ein sanftes und zugleich verführerisches Aussehen verlieh. Als sie schließlich die Bar betrat, in der sie sich mit ihren Freunden verabredet hatte, wurde sie von einem lautstarken "Sakura-chan!" begrüßt. Es war Naruto, der mit Hinata an einem der Tische saß. Das Paar sah glücklich aus, und Hinata lächelte Sakura freundlich zu. "Hey Sakura!" rief Kiba und hob ein Glas in ihre Richtung. Akamaru, sein treuer Hund, lag zu seinen Füßen und wedelte fröhlich mit dem Schwanz.

Neji und Tenten saßen an einem der anderen Tische. Obwohl sie offiziell noch kein Paar waren, lag eine gewisse Spannung in der Luft, die ihre Zuneigung füreinander verriet. Sai und Ino, die ebenfalls da waren, wirkten wie immer harmonisch und verliebt. Sasuke ignorierte sie glimpflich und er tat es ihr gleich. Rock Lee kam auf sie zu und bot ihr seinen Arm an. "Sakura-san, darf ich Sie zu unserem Tisch begleiten?" fragte er mit einem charmanten Lächeln. Sakura konnte nicht anders, als zurück zulächeln und hakte sich bei ihm unter. Der Abend schritt voran, und die Stimmung in der Bar war ausgelassen. Sakura und Rock Lee hatten viel Spaß zusammen, und Sakura genoss es, ihre Sorgen für einen Moment hinter sich zu lassen. Doch sie konnte Sasukes durchdringenden Blick nicht ignorieren.Als die Gruppe beschloss, nach draußen zu gehen, um die frische Luft zu genießen, nutzte Sasuke die Gelegenheit und zog Sakura beiseite.

Sein Gesicht war ausdruckslos, doch seine Augen funkelten vor unterdrücktem Zorn.

"Sakura," begann er mit kühler Stimme, "reden, jetzt.", bestimmte er.

Sakura spürte, wie sich ihr Herzschlag beschleunigte. Sie nickte leicht und folgte ihm zu einem ruhigeren Ort abseits der Gruppe. Dort angekommen, verschränkte Sasuke die Arme vor der Brust und sah sie eindringlich an. "Was genau glaubst du, was du da tust?" fragte er, seine Stimme scharf und voller Vorwurf. "Flirten mit Rock Lee, während ich hier bin? Hast du jeglichen Respekt vor mir verloren?" Sakura hob trotzig das Kinn. "Respekt? Du redest von Respekt, nachdem du mich einfach so verlassen hast, ohne ein Wort zu sagen? Du erwartest, dass ich hier sitze und auf dich warte, als wäre ich nur ein Besitzgegenstand?" Sasuke's Augen verengten sich und sein Ton wurde noch kälter. "Du bist nicht mein Besitz, aber du hast dich wie jemand verhalten, der nach Aufmerksamkeit bettelt. Das ist nicht das Verhalten, das ich von dir erwarte." Sakura's Hände ballten sich zu Fäusten, und sie machte einen Schritt auf ihn zu. "Du kannst nicht einfach entscheiden, wann ich für dich da sein soll und wann nicht. Du hast mir nicht einmal die Chance gegeben, darüber zu reden. Was erwartest du von mir, Sasuke?" Sasuke schnaufte verächtlich und wandte den Blick ab. "Ich erwarte, dass du verstehst, warum ich manchmal gehen muss. Aber anscheinend kannst du das nicht."

Er machte eine kurze Pause und seine Stimme wurde leiser, aber nicht weniger schneidend. "Manchmal habe ich das Gefühl, dass du gar kein Ninja mehr sein willst, Sakura. Ich bin es, und ich werde es immer bleiben. Wenn du das nicht akzeptieren kannst, gibt es nichts mehr zu sagen." Diese Worte trafen Sakura wie ein Schlag ins Gesicht. Sie fühlte, wie eine Mischung aus Schmerz und Wut in ihr aufstieg. Die Idee, dass Sasuke sie für schwach hielt, weil sie sich Sorgen um ihn machte, verletzte sie zutiefst. Sie hatte ihr ganzes Leben dem Training und dem Kampf gewidmet, genau wie er. Doch in diesem Moment fühlte sie sich von ihm missverstanden und verraten. Tränen stiegen in ihre Augen, doch sie kämpfte sie tapfer zurück. "Du hast keine Ahnung, wie sehr ich dich verstehe, Sasuke. Aber ich bin auch eine eigenständige Person, außerhalb meines Ninja Seins, mit eigenen Gefühlen und Ängsten. Das zu ignorieren, ist nicht fair." Sasuke blieb stumm, sein Gesicht ungerührt. Ohne ein weiteres Wort ging er davon und ließ Sakura in der Dunkelheit zurück, allein mit ihren Gedanken und Gefühlen. Erneut.

Am nächsten Tag, früh am Morgen, beschloss Sasuke, seine aufgestauten Gefühle beim Training mit Naruto abzureagieren. Beide hatten sich auf dem Trainingsplatz verabredet, einem abgelegenen Ort, umgeben von hohen Bäumen und sanften Hügeln. Die Sonne ging gerade auf und warf goldene Strahlen auf die beiden Shinobi.

Sasuke war bereits vor Ort, seine Stirn in Falten gelegt, während er konzentriert seine Übungseinheiten durchlief. Sein Trainings-Look war minimalistisch und funktional, doch mit einem düsteren, coolen Stil, der seinen Charakter perfekt widerspiegelte. Er trug ein dunkelgraues, langärmliges Kompressionsshirt mit hohem Kragen und subtilen schwarzen Linien, die an sein traditionelles Uchiha-Design erinnerten. Dazu hatte er eine schwarze Jogger-Hose aus leichtem, strapazierfähigem Material an, die schmal geschnitten war und einen elastischen Bund sowie verstellbare Kordeln hatte. Seine schwarzen Sportschuhe hatten ein tiefes Profil für optimalen Halt und Stabilität. Um seine Handgelenke trug er schwarze Bandagen und ein praktisches Trainingshandtuch lag über seiner Schulter. Auf der Rückseite seines Oberteils war ein schlichter Uchiha-Clan-Aufdruck zu sehen. Sein Haar war locker und etwas zerzaust, was seine lässige, aber ernste Haltung unterstrich.

Naruto kam kurze Zeit später an, voller Energie und Optimismus, wie immer. Auch sein Look hatte sich im Laufe der Jahre verändert und wirkte nun erwachsener und reifer. Er trug ein orangefarbenes, ärmelloses Trainingsshirt mit schwarzen Details und einer Tasche auf der Brust. Das Material war atmungsaktiv und ideal für intensive Trainingseinheiten. Dazu hatte er dunkelblaue, knielange Shorts aus strapazierfähigem Stoff an, mit reflektierenden Streifen an den Seiten. Seine leichten, orangefarbenen Sportschuhe hatten eine flexible Sohle für schnelle Bewegungen. Um sein Haar aus dem Gesicht zu halten, trug er ein schwarzes Stirnband, und ein Kunai-Holster war an seinem Oberschenkel befestigt. Wie immer war sein Haar wild und stachelig, aber mit einer reiferen Ausstrahlung.

"Hey, Sasuke! Bereit für ein ordentliches Training?" rief Naruto mit einem breiten Grinsen. Doch als er den finsteren Blick seines Freundes sah, hielt er inne und runzelte die Stirn. "Alles in Ordnung bei dir?" Sasuke nickte knapp, schmiss das Handtuch auf eine Holzbank und ging ohne ein Wort in Angriffsstellung. Naruto verstand den Hinweis und bereitete sich ebenfalls vor. Die beiden begannen ein intensives Taijutsu-Training, ihre Bewegungen waren schnell und präzise, ihre Schläge und Tritte kraftvoll. Während des Trainings bemerkte Naruto, dass Sasuke ungewöhnlich heftig und aggressiv vorging. Jeder Schlag, jeder Tritt war durchdrungen von einer inneren Wut, die Naruto nicht ganz nachvollziehen konnte. "Hey, Sasuke, was ist los mit dir? Du bist heute besonders heftig drauf," rief Naruto zwischen den Angriffen. Sasuke antwortete nicht sofort. Er konzentrierte sich darauf, seine Energie in den Kampf zu lenken, seine Schläge und Tritte unermüdlich fortzusetzen. Doch die Frage Narutos hallte in seinem Kopf wider. Schließlich hielt er inne, atmete schwer und sah Naruto mit funkelnden Augen an."Es ist nichts, Naruto. Konzerntrier dich aufs Training," sagte Sasuke kühl, doch es war klar, dass etwas ihn belastete. Naruto seufzte und schüttelte den Kopf. "Mann, du bist echt schwer zu durchschauen, weißt du das? Aber gut, wie du willst. Lass uns weitermachen." Die beiden setzten ihr Training fort, doch Naruto blieb besorgt. Er wusste, dass es mehr gab, als Sasuke zugab, doch er respektierte seine Privatsphäre und drängte nicht weiter.

Nach dem intensiven Training, bei dem beide an ihre Grenzen gingen, beendeten sie schließlich die Session und setzten sich erschöpft auf den Boden. Sasuke wirkte ein wenig ruhiger, doch die innere Anspannung war noch immer spürbar. Naruto sah ihn an und lächelte leicht. "Egal, was dich belastet, du weißt, dass du mit mir darüber reden kannst, oder? Ich bin dein Freund." Sasuke nickte knapp und sah in die Ferne. Die Worte Narutos berührten ihn, doch er war noch nicht bereit, über seine Gefühle zu sprechen. Es würde Zeit brauchen, bis er seine innere Unruhe überwinden konnte. Doch zumindest hatte das Training ihm geholfen, einen Teil seiner aufgestauten Wut abzubauen.

Weitere Tage später....

Die Tage der Funkstille zwischen Sasuke und Sakura waren schwer zu ertragen gewesen. Er war zwischendurch zwei Tage auf einer kurzen Mission gewesen. Am heutigen Abend wollte sich die Gruppe erneut treffen. Er mochte solche Veranstaltungen nicht. Natürlich unterhielt er sich ab und an mal mit einzelnen Personen doch letztlich tat er es um Sakura und Naruto zu sehen. Die Sonne ging gerade unter, und die Gruppe hatte sich in einem gemütlichen Restaurant versammelt. Alle saßen an einem großen, runden Tisch, der mit köstlichem Essen und Getränken gedeckt war. Sakura betrat das Restaurant und wurde sofort wie üblich zuerst von Naruto begrüßt. Dieser winkte sie freudig heran. "Sakura-chan, hier drüben! Setz dich zu uns!"  Sakura lächelte und setzte sich an den Tisch. Doch ihr Herz setzte einen Schlag aus, als sie bemerkte, dass der einzige freie Platz direkt neben Sasuke war. Sie zögerte kurz, bevor sie sich setzte und versuchte, die Nervosität zu verbergen, die in ihr aufstieg.

Während des Abends sprachen die Freunde über verschiedene Themen. Naruto und Hinata erzählten von ihrem letzten Trainingslager, während Kiba und Akamaru einen lustigen Zwischenfall auf einer Mission schilderten. Neji und Tenten tauschten Blicke aus, die mehr sagten als Worte, und Sai und Ino lachten zusammen über eine Anekdote. Sakura konnte deutlich Sasukes Nähe spüren und bemühte sich, ruhig zu bleiben. Die Spannung zwischen ihnen war greifbar, doch sie versuchte, sich auf die Gespräche um sie herum zu konzentrieren. "Hey Sakura," sagte Kiba plötzlich, "wie läuft es eigentlich in der Krankenhaus? Hast du schon wieder jemanden gerettet?" Sakura lächelte dankbar für die Ablenkung. "Ja, es läuft gut. Ich hatte kürzlich einen schwierigen Fall, aber wir konnten den Patienten stabilisieren. Es ist immer eine Herausforderung, aber ich liebe meine Arbeit."

Rock Lee, der gegenüber von ihr saß, nickte anerkennend. "Sakura-san, Ihre medizinischen Fähigkeiten sind wirklich beeindruckend. Sie sind eine wertvolle Bereicherung für unser Team." Sakura spürte Sasukes Blick auf sich und sah aus den Augenwinkeln, wie sich seine Miene verfinsterte. Die Spannung zwischen ihnen schien mit jeder Minute zu wachsen. Schließlich hielt sie es nicht mehr aus und entschied sich, das Schweigen zu brechen. "Sasuke," sagte sie leise, sodass nur er es hören konnte, "wir müssen reden. Diese Situation ist unerträglich für uns beide." Sasuke drehte langsam den Kopf zu ihr und sah sie mit seinen dunklen Augen an. "Was gibt es zu reden?" fragte er mit einer Mischung aus Arroganz und Kälte. "Es gibt nichts, was du verstehen würdest." Sakura's Wut keimte erneut auf, doch sie zwang sich, ruhig zu bleiben. "Vielleicht nicht. Aber wir müssen es zumindest versuchen. Du kannst nicht immer davonlaufen und erwarten, dass ich alles hinnehme."

Ihre Freunde schienen die Spannung zwischen ihnen zu bemerken, doch sie blieben höflich und ließen sie gewähren. Sakura rückte unwillkürlich näher an Sasuke heran, ihre Knie berührten sich unter dem Tisch. Diese unerwartete Nähe sorgte für ein Kribbeln, das sie überraschte. Sasukes Augen verengten sich, doch er sagte nichts. Die Nähe zwischen ihnen war elektrisierend und verstärkte die Gefühle, die sie füreinander hegten, egal wie kompliziert sie waren. Ino, die es nicht mehr aushielt, sah neugierig zwischen den beiden hin und her. Direkt sprach sie beide an: "Hey, was ist denn mit euch beiden los? Habt ihr uns etwas zu sagen?" Sakura winkte schnell ab und dachte sich eine Ausrede aus. "Oh, nichts, wirklich. Wir haben nur über etwas Banales gesprochen. Mach dir keine Sorgen, Ino."Die Gruppe akzeptierten die Erklärung ohne weiteres Nachfragen.

Der Abend im Restaurant neigte sich langsam dem Ende zu. Die Freunde hatten viel gelacht, gegessen und die gemeinsame Zeit genossen. Als die Gruppe schließlich beschloss aufzubrechen, stand Sakura auf und verabschiedete sich von ihren Freunden. Sie machte sich auf den Weg nach draußen, ihre Gedanken wirbelten und ihr Herz war schwer. Sasuke zögerte einen Moment, bevor er ihr folgte. Draußen stand Sakura auf dem Gehweg, die kühle Nachtluft strich um ihre Schultern. Sie schaute auf und war überrascht, als Sasuke neben ihr auftauchte. "Gehen wir ein Stück," bestimmte Sasuke leise und begann, die Straße entlang zu gehen. Sakura folgte ihm schweigend.